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Ergänzung: 14.11.2011

Wer oder was sind die Bilderberger?
Teilnehmer, wann und wo

Es ist gerade einmal eine Woche her, da haben sie sich wieder getroffen, der angebliche Debattierclub mit dem Namen eines holländischen Hotels, die Bilderberger. Wieder waren recht(s?) illustre Leute eingeladen, aus dem Finanzsektor, der Industrie, Gewerkschaften, Hochschulen und Medien Wie stets, waren darunter einige deutsche Teilnehmer. Diesmal waren es:

  • "Ackermann, Josef" "Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG"
  • "Fischer, Joschka" 1998 - 2005 Außenminister und Vizekanzler der BRD. 2007 hat er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting gegründet. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, die von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird
  • "Ischinger, Wolfgang" Botschafter (UK und US) und seit Mai 2008 Generalbevollmächtigter für Regierungsbeziehungen" der Allianz SE in München ("Global Head of Government Relations")
  • "Klaeden, Eckart von" Schatzmeister der CDU, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Auswärtiges der CDU/CSU-Bundestagsfraktion"
  • "Nass, Matthias" "stellvertretender Chefredakteur, Die Zeit"
  • "Perthes, Volker" "Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, Nahost-Experte"

Nun gibt es zu den Bilderbergern eine Menge Theorien, die meisten davon als Verschwörungstheorien verschrieen. Ich möchte versuchen auf der Basis von Überlegungen, ein wenig Logik und auf bekannten Fakten ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, wer oder was die Bilderberger sind. Natürlich werden meine Überlegungen subjektiver Natur sein, die auch auf einer teilweise vorgefassten Meinung beruhen. Dennoch werde ich versuchen, so objektiv wie möglich zu bleiben.

Die Bilderberger werden meist als geheime Organisation bezeichnet, aber das ist definitiv falsch. Es ist kein Geheimnis, dass es sie gibt. Es ist kein Geheimnis, dass sie sich jedes Jahr treffen, an wechselnden Orten. Es gibt ein Sekretariat, welches nach den Veranstaltungen auf Anfrage auch die Teilnehmerlisten versendet. Auf Anfrage werden auch die Gesprächsthemen genannt.
Was also ist dann noch geheim, warum dann Verschwörungstheorien? Guido Westerwelle, der 2007 auch mal hin durfte, wurde auf Abgeordnetenwatch nach den Bilderbergern gefragt. Er antwortete:

    Auf den Bilderberg-Konferenzen treffen sich regelmäßig Teilnehmer aus den verschiedenen Bereichen von Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Neben Fragen der Weltwirtschaft werden vor allem die internationalen Beziehungen besprochen.

    Die ca. 120 Teilnehmer werden so ausgewählt, dass eine ausgeglichene Diskussion über vorgegebene Tagesordnungspunkte stattfinden kann.

Hier möchte ich einmal einhaken. Ein wenig praktische Erfahrung habe ich auch mit Meetings, die sich über mehrere Tage erstrecken. Ich kenne das mit Gruppierungen von 6 bis 10 Teilnehmern, Meetings, die lediglich unterbrochen von den Mahlzeiten meist bis tief in die Nacht fortdauerten. Jetzt versuche ich mir klar zu werden, wie das funktionieren soll, wenn sich Gruppen mit internationaler Herkunft in einer Größenordnung von 100 bis 130 Leuten treffen. Gehen wir einmal davon aus, dass Englisch als Tagungssprache genutzt wird und alle Teilnehmer dieser Sprache mächtig sind. Dann frage ich mich trotzdem, wie es dabei zu einer ausgeglichenen Diskussion kommen kann. Das Plenum ist aus meiner Sicht zu groß für inhaltsreiche Diskussionen (aber nicht zu groß, um dem größten Teil der Teilnehmer Anweisungen für einige Punkte politischer und wirtschaftlicher Natur bis zum nächsten Bilderbergtreffen mitzugeben).

Nun werden ja verschiedene Themen behandelt, meiner Kenntnis nach so zwischen 3 bis 5 Themen. Dann können natürlich unterschiedliche Gruppen gebildet werden, die in getrennten Räumen jeweils ein Thema behandeln. Aber es sind immer noch zwischen 24 bis 40 Leute, die dann über ein Thema referieren bzw. diskutieren, Leute mit unterschiedlichen Nationalitäten und vermutlich auch unterschiedlichen Vorstellungen zum jeweiligen Gesprächsthema. Vergleicht man das mit politischen Diskussionen, muss man sich fragen, was soll diese Diskussion bringen. Einen Konsens? Dann würde aus meiner Sicht zumindest ein halber Tag dafür draufgehen, eine Zusammenfassung der Ergebnisse jeder einzelnen Gruppe vorzustellen.

Gehen wir einen Schritt zurück und schauen zunächst auf die Struktur der Bilderberger. Die Idee dazu hatte der in Polen geborene Literaturwissenschaftler und politische Berater Józef Retinger. Retinger gilt als Gründer der Europäischen Bewegung und des Europarats (nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Rat [Ministerrat der EU]).

    Für die Grundlage müssen wir bis zum Jahre 1948 zurück gehen, da Josef Retinger und Churchills Schwiegersohn Duncan Sandys kurz nach dem Haager Kongress in die USA fuhren, um dort für die europäische Integration zu werben. In ihren Gesprächen mit dem Begründer der CIA, William J. Donovan, und Allen Dulles, deren künftigem Direktor, wurde klar, dass die USA ein Interesse daran hatten, die Schaffung eines vereinigten Westeuropas zu unterstützen. Einige Forscher und Historiker sind der Meinung, dass das American Committee on a United Europe (ACUE) von 1949 bis 1960 vom State Department dazu benutzt wurde, das Projekt eines Vereinigten Europas in Form einer „liberalen Verschwörung“ voranzutreiben. Auf jeden Fall ist klar, dass Amerika nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf dem alten Kontinent einen politischen, militärischen und wirtschaftlichen Brückenkopf schaffen wollte, der in der Lage war, dem Sowjetreich entgegenzutreten und dabei die expansionistische Doktrin der USA voranzubringen.

    „Als der Kalte Krieg ausbrach und Europa für immer geteilt schien, brauchten die Amerikaner feste Unterstützung im Westen des Kontinents, weil sonst ihre Anwesenheit auf Dauer hätte vereitelt werden und die Ideologie des Ostens vordringen können. Daher zielte der Marshallplan darauf ab, die sowjetische Bedrohung auszuschalten sowie auf die kommunistischen Parteien in Frankreich und Italien Einfluss zu nehmen, aber auch der von Überproduktion bedrohten amerikanischen Wirtschaft einen ungeschützten Markt zu sichern.“ [Virgil Magureanu, Political Sociology, RAO International Publishing Company, Bukarest 2006, S. 530]

    Bernard Cassen ging in „Le Monde Diplomatique“ vom Januar 2003 sogar so weit zu behaupten, bei der Vereinigung Europas hätten die USA eine größere Rolle gespielt als die Völker Europas, die eher Zuschauer als Gestalter des Prozesses ihres eigenen Integration waren.

Retinger äußerte als Vorbedingungen für die Konferenzteilnehmer:

    „Offensichtlich”, so Retinger, müssen die Teilnehmer an den jährlich stattfindenden Bilderberg-Konferenzen „einflussreich und allgemein respektiert sein sowie über Spezialwissen oder reichlich Erfahrung” verfügen, um durch ihre „persönlichen Kontakte und ihren Einfluss in nationalen wie internationalen Kreisen den von Bilderberg gesetzten Zielen” genügen zu können. Die Teilnehmer sollten von großer Offenheit sein, keine offensichtlich nationalen Überzeugungen vertreten und nicht mit Vorurteilen belastet sein, sowie die westlichen kulturellen und ethischen Werte teilen, um so dem Ziel, so viele Personen als möglich aus den verschiedensten Kreisen zu erreichen, entsprechen zu können. Die Organisatoren achten darauf, parteipolitisches Gleichgewicht zu halten, denn „es kann nicht schaden, wenn Kontroversen auch im Rahmen dieser Konferenzen polar ausgetragen werden”. Für die jeweilige Zusammensetzung jedes Treffens, so Retinger, wird ein Gleichgewicht angestrebt, welches so gut als möglich die vorherrschende Meinung des jeweiligen Landes zu den vorgegebenen Themen widerspiegelt.

Ich bin ein wenig irritiert. Retinger als Berater der polnischen Exilregierung, in Verbindung mit den Briten und den USA beauftragt einen erwiesenen Ex-Nazi (Prinz Bernhard der Niederlande) mit der Gründung der Bilderberg-Konferenzen, von denen er große Offenheit und keine nationalen Überzeugungen erwartet, dafür aber kulturelle und ethische Werte? Hinzu kommt als weitere Integrationsfigur David Rockefeller, der bis weit in die 40er Jahre mit den Nazis, speziell mit den IG-Farben und Thyssen enge Geschäftsbeziehungen unterhielt? Oder habe ich eine völlig falsche Vorstellung von kulturellen und ethischen Werten? Vielleicht gibt es eine gesonderte Ethik für die Mächtigen?!!

Ein kleiner Halbsatz aus Retingers Vorstellungen erzeugt eine weitere Irritation bei mir, wenn ich von der Aussage Westerwelles ausgehe. Retinger meinte:

um durch ihre „persönlichen Kontakte und ihren Einfluss in nationalen wie internationalen Kreisen den von Bilderberg gesetzten Zielen” genügen zu können.

Sind die Bilderberger nicht ein Debattierklub, der sich über die politische und wirtschaftliche Lage der Welt unterhält? Können solche Diskussionsrunden mit Zielen verbunden sein? Wenn ja, wie dürfen Privatpersonen politische Ziele festlegen, denn nach der offiziellen Darstellung kommen ja alle Teilnehmer an den Konferenzen als Privatpersonen zu den Treffen, nicht als Funktionsträger ihrer jeweiligen Profession.

Wer sich gelegentlich ein wenig mit Politik beschäftigt, erkennt zwangsweise, dass politische Aussagen oft als Valium für die Bevölkerung gemacht werden, die an anderer Stelle mitunter durch eine Nachlässigkeit oder durch Ungeschick in der Formulierung als Streusand für die Augen entlarvt werden. Ein weiterer Aspekt spricht gegen den reinen Debattiercharakter. Retinger war ein glühender Verfechter einer europäischen Idee, auf die er schon vor und während dem 2. Weltkrieg hinarbeitete, z. B. mit der Gründung des Netzwerkes "Europäische Bewegung". Die Bilderberger entstanden 1954 und der wohl erste politische Akt war die Abfassung der römischen Verträge, genauer, sie wurden von den Bilderbergern ausgearbeitet. Auch dieser Umstand verdeutlicht, dass die Bilderberger eben nicht nur ein Debattierklub sind, sondern ganz konkret politische Ziele vorantreiben. Da sie aber nicht für diese Aufgabe gewählt wurden, verdeutlicht der Klub alleine durch seine Entstehung den Pseudocharakter aller Aussagen über Demokratie, in ganz Europa.

Aber zurück zum Konstrukt Bilderberger. Da ist zunächst die Leitung. Sie oblag bis 1976 dem Altnazi Prinz Bernhard der Niederlande, dem Vater von Königin Beatrice (heute ständiges Bilderberg-Mitglied). Weil Prinz Bernhard in die Lockhead Affäre verwickelt war, lies man das Treffen 1976 ausfallen und Prinz Bernhard übergab die Leitung der Konferenzen an den früheren britische Premierminister Alec Douglas-Home. Douglas-Home folgten:

  • Walter Scheel,
  • Lord Roll of Ipsden (Warburg Bank),
  • Peter Carington (ehem. NATO-Generalsekretär),
  • Prof. Victor Halberstadt
  • und seit 2000 Étienne Davignon Ehem. Mitglied der EU-Kommission).
Wer die Bilderberger erwähnt, darf in diesem Zusammenhang die Trilaterale Kommission nicht vergessen. Sie ist eine Gesellschaft mit über 300 Mitgliedern aus Europa, Nordamerika und Japan mit dem Ziel, die Zusammenarbeit dieser Regionen zu verbessern und wurde von David Rockefeller 1973 gegründet. Ebenso ist nicht verwunderlich, dass in dieser Kommission viele Namen der Bilderberger als Mitglieder geführt werden (wenn nicht sogar alle).

Dem Vorsitzenden (Chairman) stehen 2 ehrenamtliche Generalsekretäre zu Seite, einer für Europa und einer für die USA. Außerdem gibt es einen ehrenamtlichen Leiter der Finanzen. Die zwei Sekretariate der Bilderberger befinden sich in Leiden (Europa) und in New York (USA). Hinzu kommt ein aus 8 Leuten bestehender, vom Vorsitzenden ernannter Lenkungsausschuss. In Absprache mit dem Lenkungsausschuss werden dann jedes Jahr die Teilnehmer ausgewählt, die zur Bilderberg-Konferenz eingeladen werden. Seit 1959 gibt es zusätzlich noch ein (vermutlich auf Lebenszeit ernanntes) Beratungsgremium.

Die Teilnehmer werden nach Bekanntgabe der offiziellen Organisatoren so ausgewählt, dass eine wohlinformierte, ausgeglichene Diskussion über vorgegebene Tagesordnungspunkte sichergestellt werden kann. Für gewöhnlich nehmen rund 115 -130 Personen teil, von denen zwei Drittel aus Westeuropa und ein Drittel aus Nordamerika stammen. Etwa ein Drittel der geladenen Teilnehmer kommt aus Regierungen oder politischen Institutionen und zwei Drittel aus Finanzsektor, Industrie, Gewerkschaften, Hochschulen und Medien. Alle Beteiligten nehmen an den geheimen Konferenzen ausschließlich als Privatpersonen und nicht in ihrer offiziellen Position teil.

Der letzte Satz ist aus meiner Sicht einfach Humbug, nur zu dem Zweck erdacht, Verschwörungstheorien entgegenzuwirken. Auf der anderen Seite werden Verschwörungstheorien durch Vorgehensweisen geradezu herausgefordert.

  • Geheimhaltung: Die Teilnehmer verpflichten sich zu striktem Schweigen über die diskutierten Inhalte der Treffen. Nicht einmal Geheimdiensten gelingt das Schweigen in den eigenen Reihen so perfekt wie den Bilderbergern, obwohl es eine Menge Teilnehmer gibt, die nur einmal an diesen Treffen teilnahmen. Dass damit Spekulationen erzeugt werden, ist eine zwangsweise Folge.
  • Tagungsorte: Die Urlaubsorte und Hotels, in denen die Konferenz jeweils stattfindet, werden von Bewohnern, Personal und Besuchern geleert und durch Soldaten, bewaffnete Wächter, dem Geheimdienst (welchem?) und von nationaler und lokaler Polizei abgeriegelt. Alle Konferenz- und Besprechungsräume werden vor jeder Zusammenkunft auf Abhörgeräte untersucht. Ein wenig zu viel Aufwand für eine Diskussionsveranstaltung, wie ich finde.

Bei Überlegungen zu den Bilderbergern muss ein weiterer Umstand in die Betrachtung einfließen. Die meisten Teilnehmer, egal ob regelmäßig oder nur gelegentlich, sind normalerweise geradezu versessen auf Medienpräsenz. Aber über ihre Teilnahme an den Konferenzen und deren Inhalte fällt kein einziges Wort. Das ist umso erstaunlicher, weil doch, wenn es nur um einen Meinungsaustausch geht, gerade die Ergebnisse dieses Meinungsaustausches für die Öffentlichkeit wegen der hochkarätigen Teilnehmer auch immense politische Wirkung erzielen könnten, sowohl im weltpolitischen Geschehen als auch bei den Menschen der einzelnen Länder. Aber die Präsenz von Geheimdiensten und Polizei an den Tagungsorten mit einem mehr als rabiaten Vorgehen gegen jeden Reporter, der in die Bannmeile vorzudringen versucht, muss zwangsweise den Schluss zulassen, dass dort nicht debattiert, sondern sehr undemokratisch gekungelt wird.

Kommen wir zurück zu den römischen Verträgen. Sie wurden von den Bilderbergern ausgearbeitet. Ist es nicht naiv, zu glauben, dass es die Bilderberger dabei bewenden ließen? Oder ist es wahrscheinlicher, dass alle folgenden Verträge incl. der Machtausweitung wirtschaftlicher Interessen in den Folgeverträgen ebenfalls ein Werk der Bilderberger sind?

  • Ist es nicht wirklich seltsam, dass z. B. Clinton unmittelbar nach dem Besuch einer Bilderberg-Konferenz US-Präsident wurde?
  • Dass Tony Blair kurz danach Premierminister in Großbritannien wurde?
  • Dass Helmut Schmidt 1973 bei den Bilderbergern war und Brandt 1874 über die Guillaume-Affäre strauchelte und Platz für Schmidt machen musste?
  • Dass Helmut Schmidt, Otto Graf Lambsdorff und Helmut Kohl 1980 zusammen bei den Bilderbergern waren und Kohl 1982 Kanzler wurde, wobei das so genannte Lambsdorff-Papier als Auslöser galt, dass sich die "Interessen der SPD mit denen der FDP nicht mehr vereinbaren ließen?" Sicher, hier war die Vorbereitungszeit ein wenig länger, doch schließlich hatten ja erst 1980 Wahlen stattgefunden, bei denen CDU/CSU unterlegen waren. Außerdem hatten parteiintern die CDU/CSU-Mitglieder nicht Kohl, sondern Franz Josef Strauß als Kanzlerkandidaten aufgestellt, was möglicherweise auch nicht im Interesse der Bilderberger war.
  • Dass Gerhard Schröder 2 Wochen nach dem Besuch einer Bilderberg-Konferenz mit der Idee von Neuwahlen sogar die eigene Partei überraschte und im Anschluss Angela Merkel, ebenfalls Teilnehmerin dieser Bilderberg-Konferenz 2005 zu Kanzlerkandidatin wurde?
Ist es nicht seltsam, dass die starke Präsenz der Bankgewaltigen, angefangen von der Weltbank, über Landeszentralbanker bis hin zu den Großbanken die aufkommende Finanzkrise nicht im Vorfeld erkannte? Oder kann es sein, dass diese Finanzkrise ein Instrument der Bilderberger ist, ein Instrument auf dem Weg zu den nicht genannten Zielen, die ja lt. Retinger durchaus vorhanden sind. Der Verdacht dieser gewollten Krise wird bestärkt durch einen Ausspruch von Rockefeller 1994 vor dem US-Kongress zur so genannten neuen Weltordnung (NWO).
Die strikte Geheimhaltung der Inhalte der Treffen begründete Rockefeller 1991 mit diesen Worten.

Das die Bilderberger Politik machen und nicht nur darüber debattieren, belegt auch ein weiterer Ausspruch eines ständigen Bilderbergers (vermutlich aus dem Kreis der Berater), dem von Rockefeller protegierten Henry Kissinger.

Schaue ich auf einige Namen in den Teilnehmerlisten, soweit sie mir zugänglich sind, muss ich zugeben, dass ich sie wesentlich eher mit einer Verschwörung in Verbindung bringen würde, als mit den von Retinger geforderten kulturellen und ethischen Werten. Auf Anhieb fallen mir da Namen wie Zumwinckel, Ackermann, Schily, Schäuble, Merkel, Schrempp, Kohl, Wolf von Amerongen unter den deutschen Teilnehmern ein. Das sind bei weitem nicht alle.

Ich glaube, dass Europa ein Produkt der Bilderberger ist, GATS mit seinem gesamten Privatisierungswahn ein Produkt der Trilateralen Kommission in Zusammenarbeit mit den Bilderbergern und ich glaube auch, dass das Treffen der Bilderberger in der vorigen Woche vor allem ein Thema hatte: Wie ignoriert man ein mögliches Veto Irlands beim EU-Vertrag.

Ja, ich glaube, dass die Bilderberger eine Gruppe von Verschwörern ist. Das einmütige Schweigen aller Teilnehmer deutet vor allem darauf hin, dass man gegen alle Teilnehmer massive Druckmittel in der Hand hat, denn unter den inzwischen mehr als 2.000 Teilnehmer waren sicherlich auch welche, denen die Konferenzen suspekt erschienen und die mit den Zielen nicht einverstanden waren. Es sei denn, dass die in vielen Verschwörungstheorien genannten Zusammenhänge mit der Freimaurerei oder den Illuminaten doch teilweise einen realen Hintergrund haben und schon in solcher Sektiererei der Grundstein des Schweigens verankert ist.
Und ja, ich glaube Rockefeller, wenn er von einer "neuen Weltordnung" spricht, die es zu erreichen gilt. Aber ich bin noch nicht soweit, zu akzeptieren und zu glauben, dass eine Gruppe supranationaler Interessenvertreter, zum Teil aus Berufslügnern, Finanz- und Steuerbetrügern, Kriegstreibern, Medienmogulen und Wirtschaftsbossen mit menschenverachtenden Praktiken weltweit bestehend, besser für eine Weltregierung geeignet wären, als nationale Regierungen. Eine solche Einschätzung kann aus meiner Sicht nur jemand vertreten, der schon lange keine Sicht mehr auf echte Realitäten hat, oder für den Intrige, Korruption und manches mehr zum Alltag gehören.

Seit 2010 veröffentlicht die Bilderberg- Internetpräsenz nach den Treffen auch die Teilnehmerliste. Die nebenstehenden Teilnehmerlisten für 2010 und 2011 wurden dieser Veröffentlichung entnommen. Die Liste der Veranstaltungsorte werde ich nicht weiter fortschreiben, weil diese in den von Bilderberg veröffentlichten Teilnehmerlisten jeweils mit angegeben sind.