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Die neue Weltordnung

Weltweit gibt es Strömungen pro oder contra Judentum. Mein Eindruck ist, eine neutrale Haltung gegenüber den Juden gibt es nicht. Deshalb stellt sich die Frage: Sind Juden anders als der Rest der Menschheit? Und hier bin ich zu dem Schluss gekommen: Im Prinzip nicht, mit selektiven Ausnahmen. Dazu später mehr.

Als Deutscher eine Meinung zu Juden zu haben, ohne Schuldbewusstsein, ist eigentlich verboten. Wenn ich hier trotzdem eine Theorie äußere, die seit längerer Zeit in meinem Kopf Gestalt annimmt, dazu noch ohne Schuldbewusstsein, dann werden mich eine Menge Leute als Antisemiten beschimpfen, während andere unter der völligen Verkennung meiner Motive unter Umständen Anbiederungsversuche machen, die mir mit Sicherheit widerlich wären, weil ich dem ultrarechten Spektrum nichts abgewinnen kann. Aber auch der Vorwurf des Antisemitismus ist falsch. So falsch, wie der Begriff Antisemitismus überhaupt, weil auch Palästinenser zur Gruppe der Semiten gehören, was klar macht, dass Semiten eine Volksgruppe bezeichnen und nicht nur ein einzelnes Volk.

Wenn ich mich endlich aufgerafft habe, dennoch das heiße Eisen anzufassen, hat das seine Ursache in einem mir gesendeten Artikel, den ich abgeschrieben habe und anschließend hier einfügen werde. Doch zunächst möchte ich über den Verfasser des zitierten Textes die Aussagen bei Wikipedia ebenfalls hier einfügen:


Auszug Wikipedia

Nahum Goldmann (* 10. Juli 1894 Wischnewo, heute Wischnewa, Weißrussland; † 29. August 1982 Bad Reichenhall), Gründer und langjähriger Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Leben

Nahum Goldmann kam als Sohn einer Lehrer- und Schriftstellerfamilie 1900 gemeinsam mit seinen Eltern nach Deutschland; ab 1901 wohnte er in Frankfurt am Main. Goldmann studierte in Marburg, Heidelberg und ab 1918 in Berlin Jura, Geschichte und Philosophie; in Jura und Philosophie promovierte er später. Während des Ersten Weltkrieges war er für die u.a. von Prof. Dr. Eugen Mittwoch geleitete deutsche Nachrichtenstelle für den Orient tätig und schrieb Veröffentlichungen für die von Ernst Jaeckh herausgegebene „Deutsche Orientbücherei”. 1922 gründete er die Eschkol-Publikations-Gesellschaft und gab seit 1929 die Encyclopaedia Judaica heraus. Ab 1918 engagierte er sich in der zionistischen Bewegung, hielt jedoch zu diesem Zeitpunkt die Gründung des Staates Israel noch für verfrüht. Von 1926 bis 1933 war er Leiter der Zionistischen Vereinigung in Deutschland. Er warnte frühzeitig vor der schweren, akuten Bedrohung der Juden durch die Nazis. Ab 1929 wurde er mit Unterbrechung bis 1940 Vertreter der Jewish Agency in Genf beim Völkerbund. Als die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht gelangten, war er zufällig zu Besuch bei seinem Vater in Palästina. Er kehrte nach Genf zurück und organisierte von dort Flucht und Hilfe für verfolgte Juden in Europa. Ab 1940 hielt er sich als amerikanischer Staatsbürger in den USA bis 1964 auf.

Goldmann berichtet in seinem 1978 auf deutsch erschienenen Buch „Das jüdische Paradox” aus eigenem Erleben: Das Auto hielt vor der Terrasse, und bei unserem Anblick sagte Roosevelt: „Sieh an, (Samuel) Rosenman, (Rabbi) Stephen Wise und (Nahum) Goldmann bei einer Diskussion. Macht nur weiter, Sam (Rosenman) wird mir Montag sagen, was ich zu tun habe”. Sein Wagen fuhr an, und Roosevelt ließ noch einmal halten, um uns zu sagen: „Könnt Ihr Euch vorstellen, was Goebbels dafür gäbe, ein Foto dieser Szene zu bekommen: Der Präsident der Vereinigten Staaten empfängt Verhaltensmaßregeln von den drei Weisen von Zion”.

In der Nachkriegszeit trat er für einen arabischen und einen jüdischen Staat in Palästina ein. Obwohl er mit David Ben Gurion aktiv für die Gründung des Staates Israel eintrat, hielt er die Gründung für verfrüht und warnte vor einem arabisch-israelischen Krieg als der Staat Israel unmittelbar nach Abzug der britischen Mandatsmacht proklamiert wurde. Ab 1951 wurde er Vorsitzender des Exekutivkomitees der Jewish Agency. 1952 vermittelte er zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland mit Konrad Adenauer den Wiedergutmachungsvertrag (das Luxemburger Abkommen). 1954 gelang ein ähnlicher Ausgleich zwischen Israel und Österreich.

Als Präsident des Jüdischen Weltkongresses, der Dachorganisation aller jüdischen Verbände außerhalb des Staates Israel, setzte sich Nahum Goldmann von 1949 bis 1978 im Ausland stets für Israel ein, obwohl er zeitweilig ein heftiger profunder Kritiker der offiziellen israelischen Politik war. Von 1956 bis 1968 war Goldmann Präsident der Zionistischen Weltorganisation. Ab 1964 lebte er in Israel und der Schweiz, deren Staatsbürgerschaft er ab 1969 besaß. Im Laufe seines Lebens hatte er sieben Staatsangehörigkeiten und lebte zuletzt längere Zeit in Paris, Frankreich.

Goldmann bemühte sich um einen Ausgleich mit den arabischen Nachbarn Israels. Er sah nur eine dauerhafte Überlebenschance für den israelischen Staat, wenn er bereit wäre, das historische Recht der Palästinenser zu akzeptieren. Als er 1970 einen Vermittlungsversuch mit dem ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser unternahm, verhinderte die israelische Regierung das Gespräch. Den Versuch der Kontaktaufnahme zu PLO-Führer Jassir Arafat 1974 wertete sie gar als Verrat. Goldmann betrachtete die Weigerung, mit der PLO zu verhandeln als töricht. 1982 warf er dem israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin vor, mit seinem Feldzug im Libanon Antizionismus und Antisemitismus neu zu beleben. Seine Vision war es, Israel zu einem geistig-moralischen Zentrum für die Juden in aller Welt als neutralisiertem Staat machen.


Ende Auszug Wikipedia

Hier nun der Textauszug aus einem Buch von Goldmann, der mich sehr nachdenklich gemacht und mich nun veranlasst hat, eine Theorie zu äußern, die mir seit längerer Zeit im Kopf herumspukt.


Textauszug aus:
Der Geist des Militarismus
von Nahum Goldmann, 1915

Wege zur neuen Weltordnung

"Man kann den Sinn und die historische Mission unserer Zeit in einem zusammenfassen: Ihre Aufgabe ist es, die Kulturmenschheit neu zu ordnen, an die Stelle des bisher herrschenden gesellschaftlichen Systems ein neues zu setzen. Alle Um- und Neuordnung besteht nun in zweierlei: In der Zerstörung der alten Ordnung und im Neuaufbau der neuen.

Zunächst einmal müssen alle Grenzpfähle, Ordnungsschranken und Etikettierungen des bisherigen Systems beseitigt und alle Elemente des Systems, die neu geordnet werden sollen, als solche, gleichwertig untereinander auseinander gelegt werden.
Sodann erst kann ds zweite, die Neuordnung dieser Elemente, begonnen werden.
Sodann besteht denn die erste Aufgabe unserer Zeit in der Zerstörung: Alle sozialen Schichtungen und gesellschaftlichen Formungen, die das alte System geschaffen hat, müssen vernichtet, die einzelnen Menschen müssen aus ihren angestammten Milieus herausgerissen werden; keine Tradition darf mehr heilig gelten; das Alter gilt nur als Zeichen der Krankheit; die Parole heißt; was war, muss weg.

Die Kräfte, die diese negative Aufgabe unserer Zeit ausführen, sind auf wirtschaftlich-sozialen Gebiet der Kapitalismus, auf dem politisch-geistigen die Demokratie. Wie viel sie bereits geleistet haben, wissen wir alle; aber wir wissen auch, dass ihr Werk noch nicht ganz vollbracht ist. Noch kämpft der Kapitalismus gegen die Formen der alten, traditionellen Wirtschaft, noch führt die Demokratie einen heißen Kampf gegen alle Kräfte der Reaktion. Vollenden wird das Werk der militärische Geist. Sein Uniformierungsprinzip wird die negative Aufgabe der Zeit restlos durchführen: Wenn erst alle Glieder unseres Kulturkreises als Soldaten unseres Kultursystems uniformiert sind, ist diese Aufgabe gelöst.

Dann aber erhebt sich die andere, die größere und schwierigere Aufgabe: Der Aufbau der neuen Ordnung. Die Glieder. Die nun aus ihren alten Verwurzelungen und Schichtungen herausgerissen sind und ungeordnet, anarchisch herumliegen, müssen zu neuen Formungen und Kategorien geschlossen werden. Ein neues, pyramidales, hierarchisches System muss errichtet werden.

(Nahum Goldmann: Der Geist des Militarismus, Stuttgart/Berlin, Deutsche Verlagsanstalt; 1915, Seite 37 f)


Ende Textauszug

Die Kräfte des Militarismus haben von 1914 bis 1918 und noch einmal von 1939 (eigentlich schon vorher) bis 1945 gewütet und ihre Zerstörung so gründlich vorgenommen, wie selten zuvor in der Geschichte. Aber die von Goldmann angeführten Verwurzelungen vermochten sie nicht aufzuheben.

Betrachtet man die heutige Politik und die Vorgehensweise des Kapitalismus, dann sind allerdings mehr als deutliche Assoziationen zu Goldmanns Aussage fast zwangsläufig.

Aus diesem Grund folgt nun meine Spekulation, die auch ein wenig auf die Geschichte des Jüdischen Volkes eingeht.

Wenn meine Kenntnisse stimmen, dann waren die Juden ursprünglich ein Hirtenvolk mit dem Ursprung in Mesopotamien (geographisch das Gebiet um die Flüsse Euphrat und Tigris in Südost-Anatolien, Syrien und im Irak). Es war vermutlich das erste Volk, dass die statt den damals üblichen Religionen mit einer Vielzahl von Göttern eine monotheistische Religion einführte und sich damit vom vermutlich zuvor vorhandenen Baal-Kult distanzierte. Sie beteten jetzt nur noch zu einem Gott: Jehova. Dennoch finden sich im Anfangsteil des alten Testaments noch eine Vielzahl Elemente aus dem alten Baal-Kult.

In dem Pakt mit Abraham wurde dem Volk Israel das Land Kanaan verheißen und das Volk Israel als das auserwählte Volk Gottes bezeichnet. Kanaan, das später als Palästina bezeichnete Land war allerdings nicht unbewohnt. Als das Land (vermutlich) nach dem Auszug aus Ägypten besiedelt wurde, ging das nicht ohne Kriege ab und die Israeliten zogen sich den Hass der dort lebenden Völker nicht nur wegen der Okkupation des Landes, sondern vor allem wegen der von ihnen ausgeübten Religion zu. Dennoch gab es eine relativ friedliche Besiedlung ca. Ende des 13. und Anfang des 12. Jh. vor Christi.

In der Römerzeit werden die Juden, wie viele andere Völker auch, von den Römern unterjocht. Auch hier kam es zu Spott, aber auch zu Irritationen und Ärger wegen der Religion der Juden. Dass letztendlich aus dieser Religion und einer angeblichen Prophezeiung (Messias) eine neue Religion entstand (Christentum), ist hinlänglich bekannt. Da aber die Juden in Jesus nicht den prophezeiten Messias sahen, kam es schon bald zu erheblichen Spannungen zwischen Christentum und Judentum. Um 70 n. Christi werden die Juden aus Jerusalem vertrieben und "in alle Winde zerstreut".

Den Anspruch auf das Land Kanaan (heute Palästina) und den Anspruch, das auserwählte Volk Gottes zu sein, haben die Juden nie aufgeben. Aber es sollte lange dauern, bis sie wieder einen Staat gründen konnten. In Europa hatten Juden seit dem frühen Christentum einen schweren Stand. man verweigerte ihnen die Ausübung des Handwerks, das damals als ehrenwerter Beruf galt, während Geldgeschäfte im christlichen Glauben verpönt und unehrenhaft waren, deshalb auch von Juden ausgeführt werden durften. Lesen und Schreiben konnten damals fast ausschließlich nur Ordensleute des Christentums, später wurde dann auch der Hochadel diesbezüglich ausgebildet. Juden stand diese Ausbildung nicht zu.

Bedingt durch die Tatsache, dass Juden nur niedere Dienste ausführen und Geldgeschäfte abwickeln durften, waren einige jüdische Familien sehr reich geworden, denn obwohl die christliche Religion den Geldverleih gegen Zinsen verbot, waren die Adeligen ob ihrer oft ausschweifenden Lebensweise immer wieder darauf angewiesen, Kredite bei Juden aufzunehmen. Auch die Jüdische Religion verbot Geldgeschäfte, nicht aber, wenn sie mit "Ungläubigen" getätigt wurden. Diese reichen Familien gründeten Schulen für Juden Bildeten Lehrer aus und so kam es, dass die Mehrzahl der Juden weitaus gebildeter war, als der Rest der in Europa lebenden Menschen.

So wurde durch die Ignoranz der Christen und ihre Abneigung gegen die Juden eine jüdische Elite regelrecht gezüchtet, die aber wegen der politischen Verhältnisse nur geheim wirken konnte.

Das dabei aus dem Glauben, das auserwählte Volk Gottes zu sein und der erkennbaren intellektuellen Überlegenheit gegenüber der normalen Bevölkerung bei einigen wenigen dieser führenden Familien sich die Idee herauskristallisierte, wirklich besser als die übrigen Menschen zu sein und der Anspruch entstand, als "auserwähltes Volk Gottes" auch irgendwann die Herrschaft zu übernehmen, sollte nicht verwundern. Wenn dann dieser Anspruch nicht nur aufrecht erhalten wurde, sondern auch von Generation zu Generation weiter gegeben wurde, immer darauf achtend, dass nur wirklich geeignete Personen in diesen Zirkel eingebunden wurden, dann gäbe es heute einige wenige jüdische Familien, seit Jahrhunderten gewohnt, ihre Aktivitäten geheim zu halten, aber nicht mehr unterdrückt aus dem politischen Verständnis der heutigen Zeit heraus. Diese Ziele, seit Jahrhunderten geheim vorbereitet, sind dann inzwischen fast so tief verankert wie ein genetisches Programm. Mit einer ständigen Selektion haben sie sich selbst zu einer absoluten Elite herangezüchtet. Ihr Vermögen ist vermutlich ein Vielfaches dessen, was man offiziel bei ihnen vermutet. Äußerst geschickte Händler und Banker, aber auch Diplomaten, denn Diplomatie gehörte zu den Voraussetzungen ihres Lebenskampfes. Durch immer größer werdenden Einfluss auf die Politik und Wirtschaft könnten Sie die Auslöser des herrschenden Neoliberalismus sein und der Text aus Goldmanns Buch scheint diese These zu bestätigen. Ob WTO, IWF, Weltbank oder FED, Die Fäden laufen in ihren Händen zusammen.

Das Motiv für diese Handlungsweise ist sicherlich nicht der Hass wegen der Jahrhunderte währenden Unterdrückung. Das mag in der Anfangsphase so gewesen sein. Jetzt sehen sie sich als die absolute Elite, eine Sicht, die nicht verkehrt ist. Und sie sehen sich vermutlich als die Instrumente Gottes, SEIN Volk an die Spitze zu bringen, so wie es sich für das auserwählte Volk gehört. In ihnen soll der Bund mit Gott die endgültige Erfüllung finden.

Sollte es so sein, wie ich vermute, dann ist das kein Grund zu einem erneuten "Antisemitismus". Denn dann sollte man zunächst auf die Vergangenheit schauen, in welcher Integration nicht nur verhindert wurde, sondern durch Gewalt, Ausgrenzung, Hohn und Spott eine solche Entwicklung zwangsläufig herbeigeführt wurde. Auch der Aktionismus aus dem Untergrund heraus ist dann eine zwangsläufige Folge.

Stimmt meine Theorie, sehe ich keine Möglichkeit, diese Entwicklung zu verhindern, denn das würde ein grundsätzlich anderes ethisches Verständnis bei allen Menschen voraussetzen, ohne dass für die Entwicklung dieses Verständnissen Jahrhunderte zur Verfügung stehen.

Eines ist aber sicher. Kapital und Politik sind dabei, nicht nur in Deutschland, sondern in allen westlichen Ländern, traditionelle Wertvorstellungen über soziales Verhalten zu zerschlagen. Mit der demographischen Keule implementieren sie in den Köpfen der Jugend die Vorstellung von "der Krankheit Alter". Mit Hartz IV, dem Parasitenvorwurf und der Behauptung über betrügerische Hartz IV-Empfänger werden soziale Werte wie Solidarität und Mitgefühl zerschlagen. Goldmanns These des Uniformierungsprinzips finden sich ebenfalls darin heute wieder. Das gesmate Konzept der "Reform zur Modernisierung des Arbeitsmarktes" ist nichts anderes, als die Domestizierung der Arbeitnehmerschaft. Wie beim Militär wird zuerst der Wille gebrochen, danach hat man den gehorsamen, uniformen Untertan. Die Aussage Goldmanns über ein danach einzurichtendes "pyramidales, hierarchisches System" lässt Erinnerungen an Zeiten des Feudalismus wach werden.

Aus meiner Sicht beschreibt Goldmann die erforderlichen Voraussetzungen für die meiner Theorie zugrunde liegende Entwicklung.