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Wasser

Wasser ist der Grundstoff allen Lebens. Ob Mensch, ob Tier oder Pflanze, ohne Wasser sind sie alle Todgeweihte. Das wird auch der Grund sein, warum die Begehrlichkeiten des Kapitals auf das Element Wasser besonders ausgeprägt sind. Zum 4. Mal tagte ein Weltwasserforum, diesmal in Mexiko. In der Presse konnte man lesen, dass die 120 anwesenden Minister im Abschluss zwar in einem Appell die Bedeutung des Wassers für eine nachhaltige Entwicklung anerkannten, aber wirklich nachhaltig vermieden, den Zugang zum Wasser als Grundrecht für alle Menschen anzuerkennen.

Warum die Minister so strikt vermieden, Wasser als Grundrecht anzuerkennen, ist nicht sonderlich schwer zu erklären. Alle sind Mitglied in der WTO. In den Anforderungen von GATS ist die Privatisierung von Wasser einer der Kernpunkte. Man sagt gerne, wer die Herrschaft über das Öl hat, beherrscht die Welt. Doch das ist nicht richtig. Denn trotz großer Turbulenzen würden wir wieder lernen, ohne Öl auszukommen. Anders ist das mit dem Wasser. Wer die Macht über das Wasser hat, hat wirklich die Herrschaft über die Welt. Nichts kann ohne Wasser auskommen. Obwohl dieser Planet zu über 70 % von Wasser bedeckt ist, sind die Vorräte an trinkbarem Süßwasser auf 2,3 % beschränkt.

Wir hier in Europa sind da sehr verwöhnt. Wir drehen an einem Hahn und schon kommt Wasser aus einer Leitung, eine Selbstverständlichkeit. In anderen Ländern sieht es da wesentlich düsterer aus. Aber in vielen Gebieten dieser Welt müssen die Menschen oft viele Meilen wandern, um ihren Bedarf an Wasser zu sichern.

Aber auch wir in Europa würden ziemlich dumm aus der Wäsche schauen, wenn die Politik ihre bestehenden Vorhaben, Wasser zu privatisieren, über die kleinen Testgebiete hinaus, in denen das schon realisiert wurde, komplett verwirklicht. In Baden Württemberg ist man da schon ein wenig weiter, als sonst wo in der Republik. Doch auch in anderen Gebieten bei uns wurden schon die ersten Tests gefahren. Dabei konnte die viel zitierte Meinung, Private machen alles besser, in keinem der Fälle festgestellt werden. Das Gegenteil war der Fall. Wasser wurde teurer und die Wasserqualität schlechter. Was, wenn man uns dann das Wasser abdreht, so wie heute bei Strom und Gas, weil wir die Wasserrechnung nicht bezahlen konnten?

Haben erst einmal Private die Wasserversorgung übernommen, wird es unter den Privaten vermutlich ein Gemetzel geben, denn die Wasserversorgung in der Hand vieler Unternehmen ist nicht das wirkliche Ziel der WTO. Die Wasserversorgung weltweit soll in der Hand weniger großer Konzerne liegen. Ist das erst einmal Fall, wird es global große Veränderungen geben. Dann wird Bevölkerungspolitik mit dem Wasser betrieben, so, wie das zurzeit mit genmanipulierten Pflanzen geschieht.

Machen wir uns nichts vor. Auch wenn man hierzulande ständig schreit, es würden zu wenige Kinder geboren, ist unsere Welt überbevölkert. Schneidet man die Menschen vom Wasser ab, so dass nur noch Gutbetuchte sich diesen Luxus leisten können, ist das wirkungsvoller als Antibaby-Pillen und sexuale Aufklärung. Besonders in den Rohstoffreichen Ländern kann man dann dafür sorgen, dass die Population sich nicht vergrößert, sondern ein Niveau erreicht, welches reicht, die Ressourcen des Landes auszubeuten und für die Ausbeutung das nötige Potential an willigen Sklaven zu haben, Sklaven durch Abhängigkeit. Das auf dieses Ziel bereits mit der Biotechnologie hingearbeitet wird, zeigen die Vorgehensweisen der großen Biotech-Unternehmen, allen voran Monsanto und Bayer, und das Strategie-Papier von Kissinger NSSM-200.

Es ist einfach so, die Ware Mensch wird nicht mehr im vorhandenen Umfang benötigt, also muss man allmählich mit der Entsorgung beginnen. Wege dazu gibt es mannigfach. Kleine Zwistigkeiten, die relativ einfach mit den Mini-Nuklear-Bombs, kaum stärker als 3 Hiroshima-Bomben, abgewickelt werden (Bush und Iran), ABC-Waffen wie genetisch veränderte Viren, Projekte an denen nachweislich in Israel, Südafrika und den USA gearbeitet wird, Anbau genetisch manipulierter Pflanzen, deren Folgesaaten alle Lizenzpflichtig sind und Wasser, das sicherste aller Mittel, denn damit kann man selbst im abgelegensten Winkel dieser Erde gezielt leben und sterben lassen, so, wie gewünscht.

Finden wir uns damit ab. Eine neue Weltordnung wird angestrebt. Eine Weltordnung, in der Ordnung herrscht, streng hierarchisch gegliedert. Alles, was in diese Weltordnung nicht hinein passt, sollte verschwinden. Dass dazu die Überflüssigen, für die man keine Verwendung hat, gehören, versteht sich von selbst. Sie verschandeln das Bild und verbrauchen Ressourcen und das muss ja nicht sein. Schließlich wurde das ja lange geübt, diesen Typus Mensch eklig zu finden. Wer wendet sich nicht angewidert ab, wenn er einen Penner auf der Straße sieht?

Oder wie sehen Sie das. Aber Vorsicht bei der Antwort. Wer garantiert Ihnen, dass Sie nicht morgen auch zu Heer derer gehören, die entsorgt werden müssen?