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Erstelldatum: 12.05.2012

Unersättlich

Ein geflügeltes Wort, das vor allem in der jetzigen Krise wieder häufig verwendet wird, besagt: "Geld regiert die Welt." Es ist einer jener Sprüche, denen die Grundlage fehlt. Geld arbeitet nicht und Geld regiert auch nicht. Es ist seit jeher nur Mittel zum Zweck. Würde es heißen, "Gier regiert die Welt", wäre das korrekt. Und leider ist es so, dass wir alle auf die eine oder andere Art gierig sind. Die Erfüllung der Gier hat aber einen Nebeneffekt, den man als orgiastisch bezeichnen muss, ein Gefühl, welches man immer wieder genießen möchte. Es stellt sich z. B. ein, wenn ein Mensch zum ersten Mal ein Spielcasino betritt und gleich mit dem ersten Einsatz Erfolg hat. Er setzt ein zweites Mal, wieder mit Erfolg und selbst dann, wenn er nur auf die Farbe oder eine andere der einfachen Chancen setzt, überkommt ihn ein Hochgefühl, wenn jeder Einsatz erfolgreich ist. Doch das ist der Moment, wo die Mentalität des Einzelnen den Ausschlag gibt. Der Vorsichtige und der Sparsame wird nach zwei bis drei erfolgreichen Spielverläufen das Gewonnene einwechseln und gehen, glücklich über den Gewinn. Aber nicht jeder ist vorsichtig, besonnen oder sparsam. Wer aber diese Eigenschaften nicht hat, verfällt in eine Art Rausch. Er beginnt mit risikoreicheren Einsätzen, die dafür aber auch höhere Gewinnchancen bieten. Hat er auch hier das gleiche Glück, besteht leicht die Möglichkeit, dass er zum besessenen Spieler wird, der immer wieder das Casino besucht, weil er fest überzeugt ist, dass das Glück des ersten Besuches sich bald wieder einstellen wird. Diesen Weg sind schon viele gegangen und haben dabei Haus und Hof verloren.

Und nun stellen Sie sich ein Casino vor, in dem Ihnen jemand gegen eine kleine Beteiligung sagt, auf welche Zahl sie setzen sollen und fast immer recht behält. Dem drücken Sie doch gerne eine Beteiligung von ca. 10% in die Hand, oder? Allerdings sind sie jetzt nicht mehr in einem dieser üblichen Spielcasinos, Sie sind an der Börse gelandet, dem größten Spielcasino der Welt. Sie setzen nun auch nicht mehr auf eine von 37 Zahlen, sondern wetten auf Ereignisse, ob

  • ein bestimmter Kurs steigt oder sinkt
  • ein definiertes Objekt über oder unter einem definierten Preis liegt
  • Zinsen steigen oder sinken
  • usw.

Sie gehen auch nicht mehr selbst in dieses Casino. Man würde Sie auch gar nicht hineinlassen. Nein, Sie beauftragen einen Makler, das ist ein Anlageberater, freischaffend oder bei einer Agentur oder einer Bank fest angestellt. Er ersetzt den Mann, der Ihnen im normalen Casino den Tipp gegeben hat, auf welche Zahl sie setzen sollen. Sie wussten damals nicht, woher der Mann die richtige Zahl kannte, ob reines Glück oder ein bestimmtes Talent. Sie wissen auch diesmal nicht wirklich, woher der Anlageberater die Informationen hat, welche Papiere mit einer hohen Rendite verbunden sind. Natürlich möchten Sie kein Risiko eingehen oder zumindest kein großes Risiko, aber Ihr Berater wird Sie beruhigen. Ganz ohne Risiko kann man keine Rendite erwirtschaften, aber, so wird Ihnen ihr Berater erklären, das angepriesene Papier wirft seit Jahren hohe Gewinne ab, ein Zeichen, dass es sicher ist. Meist wird Ihr Berater vergessen, was das Papier wirklich darstellt oder beinhaltet, sondern auf die Berichte von Rating-Agenturen verweisen, die in schöner Einmütigkeit den meisten toxischen Papieren ein Gütesiegel verliehen haben.

So kommt es, dass selbst die Vorsichtigen und Sparsamen unbewusst mit der Zockerei beginnen, wenn sie sich entscheiden, als Rücklage für das Alter (private Rente, Kapitalversicherung) sich für Modelle zu entscheiden, die auch ein wenig Rendite versprechen. Eins aber haben Geld und jegliche Form von Wertpapieren gemeinsam. Sie sind nichts als das Versprechen, dass man bei seiner Einlösung einen adäquaten Gegenwert erhält. Würde ich Sie bitten, mit 10.000 (um eine Summe zu nennen) zu geben und ich verspreche Ihnen, dass Sie dafür in 5 Jahren 12.000 zurück bekommen, bezweifle ich, dass Sie mir Ihr Geld anvertrauen würden. Verspricht es hingegen eine Bank oder eine Versicherungsgesellschaft, dann haben Sie das Vertrauen, mehr noch, Sie vertrauen ihnen Ihr Geld sogar über lange Zeiträume an, stocken unter Umständen über monatliche Beitrage dieses Geld regelmäßig auf (Rentenversicherung usw.). Sie wissen nicht, dass auch diese Berater wieder Berater haben, wenn sie mit dem von Ihnen und vielen anderen angelegten Geld auf den Finanzmarkt gehen, um "Rendite" zu erwirtschaften. Und wer meint, Ihre Berater hätten wirklich den großen Durchblick, irrt sich auch. Den haben nur ganz wenige Finanzjongleure, Leute, die mit zwei und dreistelligen Millionenbeträgen jonglieren und sich stets bewusst sind, dass sie mit mindestens einem Bein ständig im Knast stehen. Aber dafür verdienen sie Millionen und werden von Politik und Wirtschaft ja auch geschützt. Das geht auch mitunter lange gut, bis es zu einem Crash kommt, wie z. B. die derzeitige Finanzkrise. Wie diese Krise entstehen konnte und warum Deutschland derart von der amerikanischen Krise betroffen ist, hat Frontal 21 in einem Filmbeitrag ausführlich und eindringlich geschildert. Na ja, fast, denn es werden die Symptome geschildert, nicht die Ursache. Kapitalismus baut auf 2 Komponenten auf: "Zinsen und Ausbeutung". Das mit der Ausbeutung funktioniert problemlos, denn daran ist die Menschheit seit etlichen tausend Jahren gewöhnt und, so ist zumindest mein Eindruck, geradezu süchtig danach, ausgebeutet zu werden. Das mit den Zinsen führt zwangsweise in regelmäßigen Abständen zum Kollaps und wie selbstverständlich nimmt es die Allgemeinheit hin, dass sie die Rechnung für die Unersättlichkeit einiger weniger begleichen muss. Und wenn ein Teil der Allgemeinheit Schuldige sucht, sucht sie nicht unter den Verursachern, sondern bei denen, die sich nicht wehren können. Es scheint damit zusammenzuhängen, dass die Menschen der Kirche folgen und nie mehr versuchen, vom Baum der Erkenntnis zu naschen. Ein Sündenfall scheint ihnen zu reichen. Warum nur die Kirche Erkenntnis als Sünde bezeichnet???

In diesem Beitrag von Frontal 21 äußert sich Steinbrück auch darüber, warum es so wichtig ist, die Banken zu retten, schließlich seien sie die Arterien einer Nation. Der Vergleich ist wirklich gut. Was ist die ursprüngliche Aufgabe einer Bank? Es gibt Leute, die nicht alles eingenommene Geld in Form von Konsum ausgeben, sondern einen (kleinen) Teil sparen wollen, für eine spätere größere Anschaffung oder auch für das Alter. Andere haben Bedarf an zusätzlichem Geld und beschaffen sich dieses Geld durch einen Kredit. Das gesparte Geld des Einen könnte mit dem venösen Blut verglichen werden, dem der Sauerstoff fehlt. Durch die Weitergabe dieses Geldes in Form eines Kredits wird aber dieses verbrauchte Blut (Kapital) wieder mit Sauerstoff angereichert (Kredit) und damit dem Kreislauf zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen (Wirtschaft) wieder zugeführt.

Soweit wäre die Aussage sogar korrekt. Aber was passiert, wenn sich die Arterien vom Körper lösen oder ihre Aufgaben nicht mehr darin sehen, alle Muskeln und Organe mit Sauerstoff und Energie zu versorgen und sich stattdessen auf wenige Muskeln und Organe beschränken, ausgesucht nach Größe, nicht nach Funktion? Betrachtet man die Entwicklung, haben sich diese "Arterien" vom Körper gelöst, wollten den Weltkörper durchpulsen, völlig ungeachtet der Bedürfnisse des Körpers Deutschland. Und sie haben begonnen, das Blut mit Ersatzstoffen anzureichern, losgelöst von der Frage der toxischen Wirkung, um den stetig steigenden Sauerstoffbedarf (Zins und Zinseszins) zu befriedigen. Man erkennt, Steinbrücks Aussage ist nichts als eine der verbalen Floskeln, mit der er versucht, das Handeln der Regierung mit dem Bankenrettungspaket den Menschen als unabdingbar zu verkaufen, in der Hoffnung, dass sie nicht weiter darüber nachdenken.

Aber die Banken waren nie die Arterien des Staates oder der Volkswirtschaft Deutschland, sondern immer eigenständige Organe. Wenn schon ein solcher Vergleich, dann sind die kleinen, mittleren bis großen Unternehmen die Arterien des Staates, solange sie ausschließlich für den Binnenmarkt arbeiten oder produzieren. Der Export kommt dem Schnitt in den Finger oder einer Blutspende gleich und führt zu Blutverlust. In kontrollierten Dosen, kann das gut sein. Aber ein nicht gestoppter, sondern forcierter Blutverlust ist tödlich, auch für ein Volk und eine Volkswirtschaft. Und wer, wie es unsere Regierungen seit vielen Jahren machen, immer tiefer schneidet, entzieht dem Körper immer mehr Blut. Das Land blutet aus, aber die Politiker haben es all die Jahre wie eine Siegesmeldung verkündet, dass wir wieder einmal Exportweltmeister sind. Um für den globalen Markt billig zu produzieren, hat man die Arbeitslosigkeit gefördert, hat das Lohndumping gefördert, aber finanziell alles unterstützt, was global tätig war. Die damit erzielten Gewinne blieben im Finanzwesen und/oder in den Taschen einiger weniger Familien hängen.

Nun meinen manche Leute, die Regierung würde daraus Lehren ziehen und ihre Politik ändern. Diese Leute sind Narren, denn sie betrachten die Politiker noch immer als die Vertreter des Volkes. Doch sie sind längst die gelenkten Puppen des Kapitals. Die Parteien, die sie aufstellen, werden mit so genannten Parteispenden bestochen und diese Bestechung ist im Wahlerstattungsgesetz auch noch zwingend verankert. Eine Partei muss Spenden in einer entsprechenden Höhe ausweisen, will sie an der Erstattung der Wahlaufwendungen in vollem Umfang partizipieren. Aber die veröffentlichten Spenden über 50.000 und damit dem BT-Präsidenten gegenüber auskunftspflichtig reichen den Parteien nicht. Immer wieder werden große oder kleinere "Spendenskandale" bekannt und behandelt, als wären es Kavaliersdelikte. Aber die Gelder, die auf diese Art den Parteien zufließen, sind Bestechungsgelder. Sie fließen nur, egal ob öffentlich oder unter dem Tisch, wenn dafür Gegenleistungen erfolgen. Und diese Art der Bestechung ist wie ein Eisberg. Der größte Teil bleibt unentdeckt.

Sehen wir uns an, was die derzeitige Regierung in Sachen Finanzkrise unternommen hat und was man unter "Rettungsschirm" zu verstehen hat. Ich verweise nochmals auf den die Aussagen von Gregor Gysi im Parlament zur HRE. Danach sollte man sich diesen Bericht der ZEIT durchlesen. Gysi hat recht mit seiner Aussage, dass es eine vorsätzliche und damit strafbare Handlung wäre, sollte sich herausstellen, dass der Finanzminister schon von der Pleite der HRE wusste, als die Mutter (Hypo-Vereinsbank) noch haftbar war. Der Artikel in der Zeit und etlichen anderen Blättern beweist nun, dass Steinbrück hier vorsätzlich gehandelt hat, damit die Hypo-Vereinsbank ungeschoren davon kommt und die Lasten "zur Rettung" der HRE voll zu Lasten der Steuerzahler geht. Die Entscheidung darüber hat nicht Steinbrück alleine getroffen, sondern die gesamte Regierungsspitze und FDP oder Grüne hätten das ebenso abgesegnet. Wie viel Geld der Finanzminister inzwischen genau in die HRE gepumpt hat, lässt die Regierung im Dunkeln. Ich schätze so ca. 100 Milliarden. Es ist der gleiche Finanzminister, der dann wenig später über die "möglichen" Ausgaben durch das Rentensicherungsgesetz fabuliert (siehe mein Beitrag Diskussion über das Rentensicherungsgesetz.

Was hat die Regierung noch getan, um die Finanzkrise zu bewältigen? Nun, man hat die Bilanzregeln erleichtert. Ein kurzer, leicht ironischer Blick von Plus-Minus (6 Minuten) klärt uns auf. Dieser kleine Bericht zeigt, wie pervers inzwischen die Regelungen sind, um das Kapital davor zu schützen, Steuern zahlen zu müssen und nach welchen Regeln die so genannten Bad-Banks funktionieren. Damit werden die Bilanzen geschönt und mit Verlustabschreibungen die Zahlung von Steuern umgangen. Das sind Regelungen, zu denen die INSM, das IFO-Institut, der Bürgerkonvent, die Bertelsmannstiftung, die Unternehmerverbände und viele andere "Experten" Beifall klatschen. Es ist aber für den, der einmal darüber nachdenkt, auch ein Hinweis, welche Politik uns nach den Wahlen erwartet, wenn wir als Wähler diesem Tun nicht endlich einen Riegel vorschieben.

In der Berliner Umschau wurde berichtet, mit welchen Vorhaben sich Schwarz/Gelb nach der Wahl befassen wird, vorausgesetzt, sie haben die erforderliche Mehrheit. Ich kann nicht sagen, ob das alles so stimmt, aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, denn die Ideen über die Verpflichtung zur unentgeltlichen Arbeit für Arbeitslose wurden bereits von den verschiedensten Abgeordneten in der Vergangenheit ins Gespräch gebracht. INSM und IFO-Institut stellen seit langer Zeit die Forderung von Kürzungen bei den Sozialleistungen und die Ausweitung der Ein Euro Jobs auf die Industrie, ohne die lästige Einschränkung der "Gemeinnützigkeit und Zusätzlichkeit". Eine schwarz-gelbe Regierung könnte und würde dieses Szenario verwirklichen und all die Narren, die heute in Foren noch so laut schreien, dass solche Maßnahmen richtig sind, dürfen sich nicht wundern, wenn sie dann in kurzer Zeit für Ihre Arbeit nur noch 1 Euro die Stunde bekommen. Wer das für unmöglich hält, "es wird bereits heute praktiziert", wie der Bundesrechnungshof festgestellt hat. Den Bericht des BRH finden Sie als Anhang 3 auf Seite 184 hier: Drucksache 16/11488. Ein Bericht der ARD zeigt in drei Teilen unter dem Titel die Armutsindustrie, mit welchen Methoden die Behörden heute bereits arbeiten und damit ganz eindeutig gegen bestehende Gesetze verstoßen.

CSU und FDP haben offiziell verkündet, dass sie Steuersenkungen nach der Wahl wollen und haben gleich dabei gesagt, dass die "Eliten mehr Geld im Beutel" haben sollen. Falls Sie nicht wissen, wer die Elite ist, das sind die Leute, von denen Sie seit vielen Jahren geschröpft werden, denen keine Lüge zu groß und keine Methode zu abgefeimt ist, selbst vom geringsten Einkommen noch so viel wie möglich in die eigenen Taschen zu leiten. Es sind die Leute, die mit ihren Zahlungen an Politiker und Parteien die Politik seit Jahren kaufen, die mit dem Versprechen auf Postenvergabe nach Ende der politischen Karriere Politiker dazu bringen, gewinnträchtige Vorhaben zu realisieren, zu Lasten der Allgemeinheit. Bei Lobby-Control findet man etliche Namen solcher gekauften Politiker, nicht alle, denn dafür sind es zu viele.

Aber die Deutschen scheinen korrupte Politiker zu lieben, denn sie wählen sie bei jeder Wahl erneut. Schäuble war in die Spendenaffäre der CDU unter Kohl verwickelt, so offensichtlich, dass er damals von seinen Ämtern zurückgetreten ist und es schon schwierig war, seine aktive Mittäterschaft zu vertuschen. Unter Angela Merkel wurde er nicht nur wieder in die Politik geholt, sondern sogar noch zum Chef der exekutiven Organe gemacht, für mich völlig unverständlich. Angela Merkel war aktive Funktionärin der DDR und die gleichen Leute, die die Linke immer als SED-Nachfolge bezeichnen, haben sie (Angela Merkel) und viele andere Aktive der DDR in maßgebliche Funktionen im Staate geholt. Die Presse hat noch vor wenigen Tagen berichtet, dass viele Stasi-Leute in Politik und öffentlicher Verwaltung verblieben sind und in der heutigen Politik kräftig mitmischen.

OK, das war nach dem Nazi-Regime nicht anders. Aber wenn dann die Schreihälse gegen die Linke laut werden, sollte man ihnen klar sagen, dass sie elendige Heuchler sind. Die DDR ist seit 20 Jahren Geschichte und in der Linken sind nicht mehr Ex-DDRler als in den anderen Parteien auch. Es ist richtig, die DDR war kein Rechtsstaat. Aber wer behauptet, die BRD sein ein Rechtsstaat, hat dieses System und besonders dieses Rechtssystem noch immer nicht begriffen. Wäre die BRD ein Rechtsstaat, hätte vor 20 Jahren der Auftrag für eine neue Verfassung erteilt werden müssen. Wäre die BRD ein Rechtsstaat, gäbe es für die Staatsanwaltschaft keine Weisungsbefugnis durch die Exekutive. Wäre die BRD ein Rechtsstaat, würden Richter nicht durch die Exekutive ins Amt berufen und ihre Beförderung nicht von der Opportunität abhängig gemacht. Wäre die BRD ein Rechtsstaat, würde der Verfolgung von Rechtsbrüchen durch Politiker nicht solche Hürden auferlegt, wie das seit Gründung der BRD der Fall ist. Wäre die BRD ein Rechtsstaat, hätte sie im ehemaligen Jugoslawien nicht Krieg spielen dürfen, dürfte ein Minister Jung nicht behaupten dürfen, in Afghanistan würde die Bundeswehr keinen Krieg führen, ja, die BRD hätte sich nicht einmal an diesem NATO-Auftrag beteiligen dürfen. So könnte man noch viele Dinge anführen, auch eine Menge Dinge, die es in der DDR nicht gab.

Lange Zeit habe ich die Filme und Geschichten über Vampire für billigen Blödsinn gehalten. Heute weiß ich, es gibt sie wirklich. Anders als in den Geschichten und Filmen trinken sie aber kein Blut und treten auch tagsüber in Erscheinung, ohne sich aufzulösen (leider). Sie ernähren sich von Lebenskraft, der Lebenskraft eines ganzen Volkes und sie bekommen nie genug. Je mehr sie in sich aufsaugen, umso gieriger und unersättlicher werden sie. Ihre Fangzähne sind die Lobbygruppen, sie selbst sitzen in den Chefetagen und Aufsichtsräten der Banken und multinationalen Konzerne, in den Plenarsälen des Bundestages und der Landtage und in den Nobelvillen der Superreichen.