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Erstelldatum: 26.09.2008

Die skurrile Idee des sich selbst regulierenden Marktes

Der Markt regelt sich selbst auf der Basis des Angebotes. Das ist die skurrile Idee des Neoliberalismus, die gerade auf dem Finanzmarkt einen herben Gegenbeweis erfährt. Das Traurige an der Sache ist, die Opfer des Gegenbeweises sind nicht die Verursacher, oder zumindest nur zu einem geringen Teil, sondern wieder einmal die normalen Bürger, die ohne Einfluss auf das Geschehen sich immer wieder an die Gegebenheiten anpassen müssen, wenn sie überleben wollen, die normalen Bürger, die aber auch nicht ganz unschuldig an der Situation sind, weil sie sich immer wieder von Versprechungen und unrealistischen Ideen einfangen lassen, momentane Vorteile sehen und nutzen, ohne die Langzeitperspektive zu betrachten. Wäre es nicht so leicht, die Bürger gegeneinander auszuspielen, hätten wir keine Finanzkrise, denn wir hätten uns längst massiv gewehrt.

Diejenigen, die zuvor die Vorteile dieses zum Scheitern verurteilten Systems lautstark verkündet haben, sind die Gleichen, die nun genau so lautstark verkünden, sie hätten es schon immer gewusst. Hört man den Finanzminister zu dem Thema, weiß man nicht, ob man nun laut lachen oder sich lieber bewaffnen soll. Liegt es an den bevorstehenden Wahlen oder was veranlasst ihn, den USA plötzlich Vorwürfe wegen dem zügellosen Streben nach Renditen zu machen? Will er etwa sagen, dass er nun von dem Zug, auf dem er und seine Vorgänger Jahre mitgefahren sind, abgesprungen ist? Wohl kaum, denn das soll lediglich eine weitere Beruhigungspille für die Bevölkerung sein, ein Hinweis, dass die Schuldigen nicht im eigenen Land zu suchen sind, sondern weit weg, dort über dem großen Teich. Es ist die übliche Taktik, Verantwortung weit von sich zu weisen. Im gleichen Atemzug zu behaupten, das auf drei Säulen stehende Bankensystem in Deutschland aus privaten, öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Instituten zeige sich im internationalen Vergleich relativ robust, halte ich für eine bodenlose Frechheit, sind doch bereits etliche öffentlich-rechtliche Institute wegen ihres abenteuerlichen Finanzgebarens ebenfalls ins Trudeln geraten und mit Milliarden aus der Steuerschatulle gestützt worden. Natürlich wäre es aus Sicht des Herrn Steinbrück nicht sonderlich vorteilhaft, jetzt einzugestehen, dass die mit der Währungsunion einhergehende Verlagerung der Finanzhoheit aus deutscher Hand in die Hände der EU, genauer der LZB, in Zeiten wie jetzt der Reaktion des Finanzministeriums die Macht eines Koma-Patienten zuteil werden lässt. Außer großen Reden bleibt ihm nichts als beten, dass der Kelch an Deutschland vorbeigehen möge. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Gebete erhört werden, ist allerdings geringer als 6 Richtige im Lotto mit Superzahl.

Die USA habe ein Rettungspaket geschnürt, so zumindest berichtet die deutsche Presse einhellig. Wie immer in den letzten Jahren ist es die einzige unabhängige Presse in diesem Land, das Internet, welches zu berichten weiß, was der offiziellen, unabhängigen und nur der Wahrheit verpflichteten Presse offenbar verborgen geblieben ist. Die Rettungsaktion des US Finanzministers Henry Paulson hat einen merkwürdigen Zungenschlag. Dabei sollte nicht ganz undberücksichtigt bleiben, dass der derzeitige Finanzminister Paulson ehemals im Vorstand der Goldmann-Sachs-Bank gesessen hat und immer noch ein Aktienpaket der Bank in Höhe von ca. 500 Millionen Dollar besitzt. Die Internetseite Alles Schall und Rauch berichtet dann auch, mit Link auf das US-Presseorgan New York Times als Informationsbasis, welche abschließende Ungeheuerlichkeit die derzeitige Administration der USA noch schnell in die Wege leiten will, bevor sie abtritt.

§ 8 des Gesetzes zur Rettung der Krisenbanken beinhaltet diesen Passus:
    “Die Entscheidung des Ministers was dieses Gesetz betrifft, sind nicht überprüfbar und werden nach eigenen Ermessen der Behörde entschieden und dürfen durch kein Gericht oder einer anderen Behörde überprüft werden.”

Ermächtigungsgesetze wie 1933 in Deutschland sind scheinbar inzwischen weltweit wieder in Mode gekommen. Angela Merkel hat eines in Art. 23 des Grundgesetzes einfügen lassen, um den Coup mit dem Lissabonvertrag durchziehen zu können, Bush will ein solches Gesetz ins Finanzsystem integrieren, wobei man sich fragen muss, ob dieser Passus nicht eine ähnliche Wirkung zeitigen wird, wie ihn der Deal auf Jekyll Island im Jahre 1910 zur Folge hatte.

Auf Einladung des damaligen Senators Nelson Aldrich trafen sich Repräsentanten der größten Finanzinstitute auf der damals größtenteils im Besitz des Finanziers J. P. Morgan befindlichen Insel Jekyll Island, um über das zukünftige Finanzsystem der USA zu sprechen. Die wichtigsten Gäste:
  • Sen. Aldrich
  • A.P. Andrews (Assistant Secretary des Treasury Department)
  • Paul Warburg (eingebürgerter Deutscher repräsentativ für Kuhn, Loeb & Co.)
  • Frank A. Vanderlip (Präsident der National City Bank of New York, größtenteils im Besitz der Rockefellers)
  • Henry P. Davison (senior partner der J. P. Morgan Company)
  • Charles D. Norton (Präsident der Morgan-dominierten First National Bank of New York)
  • Benjamin Strong (Repräsentant von J. P. Morgan)
Im Vorfeld hatte es 1907 eine große Bankenkrise in den USA gegeben. Natürlich sind es reine Verschwörungstheorien, wenn J. P. Morgan nachgesagt wird, ganz bewusst diese Krise ausgelöst zu haben, um eine in den Händen von privaten Finanziers befindliche Notenbank in den USA zu implementieren. Ebenso eine reine Verschwörungstheorie ist es, dass die von Senator Nelson Aldrich (später mit den Rockefellers durch Einheirat verwandt) im Rahmen der National Monetary Comission eingesetzte Expertengruppe nach Europa gesendet wurde, um die Notenbanksysteme Europas zu betrachten, diese Kommission besonders vom englischen Notenbanksystem in den Händen der Rothschilds angetan war. Weiterhin ist es reine Verschwörungstheorie, dass Aldrich zu Beginn der Weihnachtsferien den Gesetzentwurf zur FED 1913 einbrachte, weil fast nur Befürworter noch nicht in den Weihnachtsurlaub gefahren waren.
Keine Verschwörungstheorie hingegen ist es, dass eben diese Herren von Jekyll Island die Gründerbanken der privaten FED wurden. Keine Verschwörungstheorie ist es, dass Paul Warburg Hauptautor des Federal Reserve Act und führender Kopf des FED wurde. Seltsam mag anmuten, dass der Bruder von Paul Warburg, Max Warburg Vorstand der Rothschild/Warburg Bank in Frankfurt und gleichzeitig Chef des deutschen Geheimdienstes war. Inwieweit die Aussagen stimmen, dass sowohl über die Wallstreet-Schiene als auf über den Hamburger Warstein-Zweig Hitler teilweise großzügig finanziert wurde, kann ich nicht beurteilen. Aber darüber geschrieben wurde von etlichen Autoren aus dem amerikanischen Raum, wie man unter dem Titel Wer finanzierte Hitler und die NSDAP nachlesen kann.

Als sicher kann man konstatieren, dass bei der Übernahme des Notenbankgeschäfts in den USA sich im Hintergrund ziemlich unsaubere Machenschaften abspielten. Diese FED wickelt nun wieder ein für sie sehr lukratives Geschäft ab, indem Sie dem amerikanischen Staat 700 Milliarden Dollar leiht (für die dieser wie immer Zinsen zahlt), die ein Finanzminister, der ein ehemaliges Vorstandsmitglied einer FED-Bank ist, Rechte zugestanden bekommen soll, die ihm die absolute Macht verleihen, das Geld nach seinem Gutdünken zu verwenden, ein Recht welches ihm dann kein Gericht und kein Kongress mehr absprechen oder es aufheben kann. Selbst, wenn ich meine ganze Phantasie aufwende, fällt mit keine plausible Erklärung, warum der § 8 in die Gesetzgebung für die Hilfestellung des angeschlagenen Bankensystems eingefügt wurde und welchen substantiellen Nutzen er haben soll. Ebenso wenig vermag ich eine Erklärung dafür finden, warum dieser nicht unerhebliche Umstand in der derzeitigen weltweiten Finanzkrise, keinen Widerhall in der deutschen Presse und der deutschen Politik gefunden hat.

Verschwörungstheorien entstehen vor allem durch undurchsichtige und nicht nachvollziehbare Handlungen in der Politik, dem Finanzwesen und der Wirtschaft und so manche Verschwörungstheorie wurde im Nachhinein als echte Verschwörung entlarvt, oft mit wirklich erschreckenden und blutigen Geschehnissen verbunden. Dieses Gesetz weckt in mir die Frage, ob es sich dabei um eine weitere Verschwörung handelt, die vielleicht in direktem Zusammenhang mit den vielen undurchsichtigen Aktivitäten einer NWO (Neue Weltordnung) von Seiten der finanziellen Machthaber steht.

Erstaunlich ist, dass seit mehr als 100 Jahren immer wieder die gleichen Namen, die gleichen Unternehmen auftauchen, wenn es um undurchsichtige und meist umtriebige Geschehnisse geht und man, wenn man dann die verschiedenen Publikationen verfolgt, es immer auf ein Ziel hinausläuft, eine Weltdiktatur, gesteuert von immer den gleichen Familien einer Finanzaristokratie, deren Finanzgebaren immer wieder mit zwielichtigen und unsauberen Machenschaften in Verbindung gebracht werden kann. Dahinter muss man wohl die eigentlichen Ursachen der Kriege suchen, Kriege, die nicht nur mit Waffen ausgetragen werden, sondern auch mit Wirtschafts- und Finanzsystemen, mit denen die Menschen in immer größere Abhängigkeiten bis hin zu an Sklaverei erinnernden Maßnahmen getrieben werden.

Der Markt regelt alles, ist das Motto des Neoliberalismus, der Markt ist selbstregulierend. Was für ein Nonsens! Der Markt wird seit langer Zeit von einigen wenigen Familien kontrolliert und manipuliert. Sie kontrollieren, wer auf dem Markt bestehen darf, wer mit wem fusioniert, wie man Politiker ins Amt hievt, die ihre Ziele unterstützen und wie man sie schmiert. Nein, ein Markt reguliert sich nicht selbst. Er ist, was er immer war und immer bleiben wird, ein Umschlagplatz für Waren und etwas, was man mit dem nötigen Kleingeld und der nötigen Skrupellosigkeit jederzeit manipulieren kann. Sie agieren zum Teil im Hintergrund, zum Teil öffentlich und vielen Menschen ist wohl inzwischen klar geworden, dass Regierungen nur die Strohmänner dieser Hintergrundaktivisten sind. Sie haben überall auf der Welt nichtstaatliche Organisationen ins Leben gerufen, bei denen neu "gewählte" Regierungen zuerst antanzen müssen, um sich "Ratschläge zu holen. Auch in Deutschland haben wir solche Gruppen: INSM, Atlantik-Brücke, Aspen-Institute, Bilderberger, Bertelsmann-Group und andere. Sie bilden ein weltumspannendes Netzwerk, sagen der Politik, wer als Experte zu welchem Thema gefragt werden soll, bestimmen, was in die Presse kommt, wie man dem eigentlichen Souverän Sand in die Augen streut.

Diese halb geheim agierenden Drahtzieher beherrschen im Prinzip bereits die Welt, wenigstens die westliche Welt, aber frei nach James Bond; "die Welt ist nicht genug" reicht es ihnen scheinbar nicht, die Welt zu beherrschen. Sie wollen die Welt besitzen. Was soll man mit den vielen unnützen Fressern, die man nicht braucht? Vielleicht ist meine Analyse über die Georgia Guidestones einfach falsch, vielleicht sind diese Steine wirklich die Zielsetzung von Leuten, deren Selbsteinschätzung und Überheblichkeit weit über das hinaus geht, was frühere Feudalherrscher an den Tag legten.

Es ist an der Zeit, dieses Netzwerk zu zerreißen, diesen Gruppen das Handwerk zu legen. Wie? Das geht nur, wenn sich die nominell als Souverän bezeichneten Völker vernetzen und die Zerschlagung dieser Gruppen als gemeinsames Ziel unter Hintenanstellung aller übrigen persönlichen Befindlichkeiten und Ansichten festlegen und betreiben. Vielleicht ist es dazu bereits zu spät, weil die hinter diesen Gruppierungen stehenden Machtstrukturen auch die Geheimdienste und das Militär beinhalten. Aber diese auf Befehlsempfang programmierten Systeme sind vielleicht noch in mündige Bürger zu wandeln und wenn wir es nicht versuchen, finden sich spätestens unsere Kinder in einer Feudalstruktur wieder, die alle bisher bekannten Diktaturen in den Schatten stellt. Wir kennen die hässliche Fratze des Kapitalismus erst als Schattenriss. Hoffen wir, dass wir sie nie in ihrer ganzen Hässlichkeit zu Gesicht bekommen.