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Erstelldatum: 27.08.2006

Dieses Gedicht wurde mir von Herrn S. zugesendet. Es beschreibt in anschaulicher Weise die Nöte von Herrn Müntefering, Frau Schmidt, den Herren Thumann, Hundt, Henckel und vielen anderen. Also, liebe Rentner, nehmt doch auch mal Rücksicht auf die Gefühle dieser Menschen und macht ihnen das Leben leichter, indem Ihr rechtzeitig auf einen Sarg spart und diesen bei Erreichung des Rentenalters auch in Anspruch nehmt.

Gewiss, damit würde natürlich einiges an Konsum entfallen, Eltern wüssten nicht mehr, wohin sie ihre Kinder bringen sollen, wenn sie mal was vorhaben, Erben würden dumm aus der Wäsche schauen, weil ihr dann versuchen würdet, bereits vorher zu leben, die häufige Unterstützung von Kindern und Enkelkindern durch kleine oder auch größere Zuschüsse von Oma oder Opa würden entfallen, aber was ist das alles im Vergleich dazu, dass die vorgenannten Herrschaften endlich aufatmen könnten.

Natürlich würden die Pensionäre, also Beamte und Politiker, Eurem hehren Beispiel folgen und auch bei Antritt der Pension folgen (das ist ja meist ein wenig früher, weil ja Beamte es wegen ihrem Stress nicht so lange im Berufsleben aushalten, wie Ihr). Mein Gott, was könnte Steinbrück dann noch an Steuersenkungen für die Wirtschaft beschließen und unsere Angela noch für die Senkung der Lohnnebenkosten kosten tun (na ja, nur den Arbeitgeberanteil). Also, liebe Rentner, reißt Euch am Riemen, fahrt am Tag des Rentenantritts nach Holland und lasst Euch dort einschläfern (nach meiner Kenntnis ist das dort bereits möglich während man bei uns noch hinterher hinkt).

Rentner

Ach wie schön wär` doch das Leben,
würd` es keine Rentner geben,
denn den Alten und den Kranken
haben wir es zu verdanken,
daß die Staatsverschuldung steigt,
weil zuviel wird abgezweigt.
Denken wir da an die Rente,
was der Staat da sparen könnte,
was da alles übrig wär`,
gäb` es keine Rentner mehr.
Und die vielen Krankenkassen
würden sparen Riesenmassen
an den Pulvern, Tropfen, Pillen,
an den Hörgeräten, Brillen,
an den vielen Op`rationen,
die sich sowieso nicht lohnen.
Reich zu werden wär` nicht schwer,
gäb` es keine Rentner mehr.

Rentner kann man doch entbehren,
weil sie überall nur stören.
Müssen stets die Zunge wetzen,
statt die Freiheit jetzt zu schätzen!
Uneinsichtig sind die Alten,
wollen immer Recht behalten.
Schau`n zurück oft in Gedanken,
woll`n sich nicht einmal bedanken
für Bananen, Freiheit, Reisen,
woll`n die Marktwirtschaft nicht preisen,
und statt auf das Grab zu sparen,
woll`n sie nach Mallorca fahren!

Ach wie friedlich es doch wär`,
gäb es keine Rentner mehr.