Die Probantin Ulla Schmidt

Prüfungsaufgabe einer Probantin vor dem Volks-Prüfungsausschuss

Probant:
Gesundheitsministerin Ursula Schmidt
Aufgabe:
Reform des Gesundheitssystems der gesetzlichen Krankenversicherung, nachfolgend GKV genannt

Als Ergebnis der Aufgabe hat die Probantin nachfolgend geschilderte Lösungen erarbeitet:
  • Arztwahl: Kassenpatienten suchen grundsätzlich zuerst einen Hausarzt auf, im Normalfall ein Allgemeinmediziner. Dieser überweist den Patienten an einen Facharzt, wenn ihm die Diagnose nicht möglich ist. Ein direkter Besuch des Patienten bei einem Facharzt wird mit einer Gebühr von EUR 15,00 dem Patienten belastet. Ausnahmen nur in speziellen Fällen wie z. B. Augenarzt oder die Arztwahl nach einem Unfall.
Auszug aus dem Konzept der Probantin:


Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen
Die Überversorgung vor allem im ambulanten Fachärztebereich soll abgebaut werden. Die Krankenkassen werden verpflichtet, flächendeckend Hausarztmodelle (der Hausarzt als Lotse im Gesundheitswesen) anzubieten.
Die integrierte Versorgung wird weiterentwickelt. Die Krankenhäuser werden für hochspezialisierte Leistungen zur ambulanten Versorgung geöffnet. Gesundheitszentren können eingerichtet werden. In der ärztlichen Versorgung wird ein Qualitätswettbewerb um das beste Versorgungskonzept in Gang gesetzt. Dazu können Krankenkassen im Bereich der integrierten Versorgung Direktverträge mit Ärzten abschließen.
Die bisherige Gesamtvergütung der ärztlichen Leistungen wird ab 2007 durch arztgruppenspezifische Regelleistungsvolumina (vereinbarte Menge x fester Preis) ersetzt. Die Vergütung der ärztlichen Leistungen wird grundsätzlich auf feste Preise umgestellt. Die Einkommen der Kassenärzte in den ostdeutschen Ländern sollen bis 2006 an das Westniveau angeglichen werden.

Einschätzung der Prüfungskommission: Mit dieser Maßnahme verfehlt die Probantin das Ziel.

Begründung:
    Der Arzt muss als Unternehmer angesehen werden. Die Überweisung eines Patienten an einen Facharzt bedeutet einen finanziellen Verlust. Hinzu kommt das Eingeständnis nicht ausreichender Kompetenz. Die Kompetenz eines Allgemeinmediziners nimmt nach Einschätzun der Prüfungskommission proportional ab. Ärzte sind auf regelmäßige Fortbildung angewiesen. Der Facharzt muss nur Fortbildungen sein Fachgebiet betreffend besuchen während der Allgemeinmediziner die Kurse aller Fachgebiete besuchen müsste. Da das nicht geht, bleiben dem Allgemeinmediziner zunehmend neue und wirksamere Behandlungsmethoden verschlossen. Die Gefahr von Fehldianosen oder zu später Überweisung ist groß. Damit kann diese Maßnahme nicht nur erhebliche Mehrkosten für die GKV verursachen, sondern auch die Gesundheit der Patienen schädigen. Hinzu kommt, dass für die Kassen ein erhöhter und kostenträchtiger Mehraufwand entsteht.
    Damit wird die vorgeschlagene Maßnahme von der Prüfungskommision als absolut falsch angesehen.

Bewertung:
ungenügend

Weitere Ausarbeitung: ====>