Navigation aus    Navigation an

20 für einen Arzt-Besuch?

Im Focus war zu lesen, die Praxisgebühr solle ab 01.01. 2007 verdoppelt und auch die Zuzahlung zu Medikamenten erheblich erhöht werden. Als Quelle wurde Bielefelder "Westfalen-Blatt" genannt.

Zunächst ist das mal nur ein Gerücht. Fest steht aber, dass derzeit das Thema Krankenversicherung auf der Aktionsagenda der großen Koalition steht und nach den Worten eines Nachrichtensprechers solle dabei ein "Kompromiss zwischen Bürgerversicherung, dem Modell der SPD und Kopfpauschale, dem Modell der Union gefunden werden."

Noch eine Aussage wurde von einem Politiker gemacht: "Diesmal muss die Reform mindestens 20 Jahre halten." Das da nur Schlechtes auf uns zukommen wird, kann sich jeder ausrechnen. Kompromisse der Regierung sollten eigentlich nicht mit dem beschönigenden Wort "Kompromiss" sondern mit der ehrlichen Bezeichnung "Desaster" bezeichnet werden. Es ist auch nicht unbekannt, dass sich unsere Kanzlerin Angela Merkel die Senkung der Lohnnebenkosten auf die Fahnen geschrieben hat. Wohl ein Steckenpferd von ihr, bar jeder Kenntnis über die reale Gewichtung der so genannten Lohnnebenkosten im wirklichen Wirtschaftsleben, aber nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die "Berater der Kanzlerin" reine Wirtschaftslobbyisten sind, deren Hauptaufgabe darin zu bestehen scheint, immer wieder die gleiche Mär über die fehlende Konkurrenzfähigkeit Deutschlands im globalen Wettbewerb herauszustreichen. Dabei werden immer die Vorbilder USA und England hervorgehoben, weil man dort mit harter Hand das Wirtschaftsleben in die richtige Richtung gebracht habe. Würden Politiker ihren eigenen Verstand nutzen, statt die schön formulierten Aussagen ihrer Berater vorzulesen, müssten Sie sich die Frage stellen, warum die USA ein Handelsdefizit von 780 Milliarden Dollar hat und warum Großbritanniens Handelsüberschuss so massiv hinter dem Deutschlands angesiedelt ist, dessen Handelsüberschuss 780 Milliarden beträgt.

Natürlich könnte man auch eine Verschwörung unterstellen. Immer wieder werden wir darauf verwiesen, dass eine Vergreisung der Gesellschaft zu befürchten ist, dass zu wenige Kinder geboren würden. Jetzt könnten natürlich manche Leute einmal die Frage aufwerfen, weshalb man trotz dem Geburtenrückgang und den offiziell damit verbundenen Sorgen die Kinderarmut derart in die Höhe treibt. Lese ich dann Gerüchte über die erhöhte Praxisgebühr und höhere Medikamentenzuzahlungen, betrachte ich dabei die steigende Zahl der Arbeitslosen und der Geringverdiener, die wachsende Armut bei den Rentnern, dann drängt sich mir der Verdacht auf, dass man die Lebenserwartung der bewusst in die Armut Getriebenen radikal reduzieren will. Wer sich Gesundheit nicht leisten kann, stirbt früher. Notfalls kann man mit einer kleinen inszenierten Pandemie wie der Vogelgrippe ja auch nachhelfen. Eine Zwangsimpfung des mit starken Nebenwirkungen behafteten Impfstoffes "Tamiflu" als unterstützende Maßnahme wäre da sicher sehr wirkungsvoll.

Ich mache kein Hehl daraus, dass ich glaube, dass mit der so genannten Vogelgrippe bewusst Panikmache betrieben wird. Es gibt dabei zu viele Ungereimtheiten. Auf Rügen waren es die Höckerschwäne, die vom Virus befallen wurden. Wie haben sie ihn bekommen? Sie sind keine Zugvögel mehr, sondern gehören zu den Arten, die in diesem Gebiet sesshaft geworden sind. Die Todesursache der Vögel wurde nicht untersucht sondern einfach unterstellt, dass sie an H5N1 eingegangen sind. Aber die Vogelgrippe ist nichts Neues sondern existiert seit Jahrzehnten. Vögel können das Virus in sich tragen, ohne davon krank zu werden. Die Menschen auf Rügen wissen aber, dass jedes Jahr fast die Hälfte der Tiere an Entkräftung durch Nahrungsmangel im Winter eingeht und der Winter war in diesem Jahr kalt und lang. Wildvögel fliegen Tausende Kilometer mit der Vogelgrippe im Körper? Und sterben dann am Ziel an dieser Krankheit? Tamiflu wurde in den USA entwickelt. Nur, dort gibt es keine Vogelgrippe, dafür aber Politiker, die sich an Tamiflu goldene Nasen verdient haben. Es gibt so viele Ungereimtheiten in diesem Zusammenhang, dass man sich wirklich fragt, was die wahren Gründe für diese Panikmache sind. Hilfreich wäre eine Übersicht, wie viele Opfer die Nebenwirkungen von Tamiflu gekostet haben.

Ich habe bereits einmal darüber berichtet, dass es heute ein öffentliches politisches Sponsoring gibt. Sieht man sich die gesponserten Gelde an, sticht die Tatsache ins Auge, dass 80 % der gesponserten Gelder an das Bundesgesundheitsministerium gegangen sind. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass der größte Teil dieser Mittel in Höhe von 44.582.222,- wohl von Pharma-Konzernen und Ärzte-Lobby-Gruppen kommen. Sieht man dann die Ergebnisse der Gesundheitsreform zum 01.01. 2004, kann es leicht passieren, dass mancher unwillkürlich an Korruption denkt. Die Gesundheitsreform 2004 hat gezeigt, dass die Pharma-Konzerne völlig und die Ärzte fast ungeschoren blieben, die Patienten also die Sanierung der Kassen alleine tragen durften. Die versprochenen Beitragssenkungen blieben aus. Mit Verweis auf die Preise der Medikamente wird jetzt eine erneute Reform angesteuert und auch hier werden wieder die Patienten die alleinige Last zu tragen haben. Warum die Medikamentenpreise derart in die Höhe schnellen, danach wird nicht gefragt. Es wäre an der Zeit, den Giftküchen der Pharmaindustrie mal stärker auf die Finger zu schauen. Die steigende Zahl Tablettensüchtiger lässt da leicht die Vermutung aufkommen, dass vielleicht in manche Pillen Suchtfaktoren eingebaut werden, denn Sucht bringt Geld in die Kassen, wohlverstanden, in die Kassen der Pharmariesen, nicht der Krankenkassen.

Wenn Unternehmen dem Staat oder den Parteien großzügige Spenden machen, erwarten sie Gegenleistungen und bekommen sie und ich bezeichne das als Korruption. Manus Manum lavat sagten schon die alten Römer. Wir sagen: "Ein Hand wäscht die andere." Das Innenministerium betonte bei der ersten Veröffentlichung der Einnahmen an Sponsorengeldern, bei der Annahme von Geldern dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass dafür Gegenleistungen erwartet würden. Es hat nicht gesagt, dass es nicht so sein dürfte.

Wenn die Aussagen im Focus sich als stimmig erweisen, betrachte ich das als einen Angriff auf die Volksgesundheit mit dem Ziel, die Lebensspanne der armen Bevölkerung zu verkürzen. Oberstes Ziel eines Politikers ist es doch, die Armut auszurotten und da ist dieser Weg doch sicher wirkungsvoll.