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Erstelldatum: 29.08.2006

Es ist nicht unser Krieg


Das Schreiben von einer Dame an Angela Merkel

Frau Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel

Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

InternetPost@bundesregierung.de

Geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Sie beabsichtigen erneut deutsche Soldaten für fremde Interessen einzusetzen.

Sie und andere Regierungsmitglieder äußerten im Zusammenhang mit den Kriegshandlungen in Nahost zum wiederholten Mal, daß die Bundesregierung (nicht gleichzusetzen mit dem deutschen Volk) ohne Einschränkung an der Seite Israels stehe. Mit dieser einseitigen Parteinahme, Frau Dr. Merkel, haben Sie die Möglichkeit einer Teilnahme unserer Soldaten an einer „neutralen“ Friedenstruppe ausgeschlossen. Unsere Soldaten werden – dank Ihrer Botschaft – als Verstärkung der israelischen Armee / als Kriegspartei - verstanden und auch so wahrgenommen werden. Sie haben den Blick für die Realität verloren.

Die BBC hat eine Aufstellung über Israels gewollte Zerstörung der libanesischen Infrastruktur geliefert. Bis jetzt enthält sie 3 bedeutende Flughäfen, 3 wichtige Häfen, mehr als 5.000 Privathäuser, 62 Brücken, 22 Tankstellen, 72 Überführungen, 3 Dämme, 4 TV- und Kommunikationsanlagen, 3 Hauptkraftwerke, 150 private Firmen, einschließlich einer Papiertuchfabrik, einer Milchfabrik und einer Flaschenfabrik. Was hat all das mit Kampf gegen den «Terrorismus» zu tun? Gemäß Genfer Konvention sind solche Angriffe Kriegsverbrechen. (Quelle: The Privateer, NR. 558, Anfang August 2006).

Israel bombt und wir nehmen die Flüchtlinge auf?! Die, auch von Ihnen, aus einer unseligen Vergangenheit abgeleiteten moralischen Verpflichtungen Deutschlands enden spätestens dort, wo die Lebensinteressen des eigenen Landes und des eigenen Volkes bedroht sind!

Der jüdische Politologe und Publizist Alfred Grosser sagt in einem Interview der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“, Israel begeht im Libanon nichts anderes als Kriegsverbrechen. Frau Dr. Merkel, Sie wollen deutschen Soldaten befehligen, sich an Kriegsverbrechen zu beteiligen und gefährden das Leben dieser jungen Menschen!

Ich verwahre mich dagegen, daß Sie diese Entscheidung im Namen der Deutschen treffen. In meinem Namen und der meiner vielen Freunde nicht! Ich bin überzeugt, daß eine große Mehrheit unseres Volkes Ihr Treiben nicht billigt.

Privat bleibt Ihnen, Ihren Regierungsmitgliedern und allen Abgeordneten des Deutschen Bundestages unbenommen, sich selbst einzubringen. Z.B. die Jüngeren gehen selbst, die Älteren schicken die eigenen Kinder, Enkel, Nichten und Neffen als „Freiwillige“ an die Front.

Leserbriefe u.a. aus der F.A.Z. geben in deutlichen Worten die Sorge und den Unmut vieler Deutscher wider. Frau Evelyn Hecht-Galinski schreibt „Ich bin schmerzlich betroffen und entsetzt“. Auch ich, Frau Bundeskanzlerin, bin betroffen und entsetzt über diese deutsche Bundesregierung und ihre willigen Helfer im Deutschen Bundestag.

Sage niemand, er habe es nicht gewußt!

In beklemmender Sorge

Ulla Lang