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Erstelldatum: 03.12.2009

NWO oder New World Order

Redet man mit Leuten und versucht, das Gespräch auf politische Ereignisse zu bringen, winkt der größte Teil nach wie vor ab. Doch selbst Leute, mit denen man über politische Themen diskutieren kann, werden entweder hektisch und lenken ab auf andere Themen oder winken total ab, wenn das Gespräch auf die NWO kommt. Verschwörungstheorie ist dann noch die humanste Entgegnung. Du bist ein Spinner die wahrscheinlichste Reaktion. Gelegentlich trifft man auch Leute, die in der NWO ein Zukunftsmodell sehen, ein Modell, mit dem ein weltweiter Friede gesichert werden soll und in der EU sehen sie dann eine zunächst auf Europa beschränkte Entwicklungsstufe hin zu dem verklärten Blick auf eine Welt voller Frieden.

Aber sind solche Aussagen über eine neue Weltordnung und das politische Streben danach wirklich nur Ausgeburten der Phantasie oder Verschwörungstheorien? Eindeutig nein, denn selbst das Fernsehen als öffentliches Medium berichtet darüber, nicht ein einzelner Sender, wie z. B. 3sat, sondern vor allem die führenden angelsächsischen Fernsehsender wie CNN oder FOX. Hier einige Links zu englischsprachigen Fernsehbeiträgen:

Werfen wir einen Blick auf einen Beitrag von 3sat, in welchem der englische Soziologe David Held von der London School of Economics über diese Thematik seine Vorstellungen äußert. Interessant ist dabei die Einleitung für den Beitrag, wenn man auf den Hintergrund achtet. Die gezeigten Symbole weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit den in Verschwörungstheorien immer wieder genannten oder gezeigten Symbolen auf, können aber ebenso gut Symbole aus dem Wissenschaftsbereich sein. Sie sind auf YouTube nicht klar genug erkennbar. Deutlicher jedoch ist die plötzlich darüber schwebende Krone, die mich fatal an die englische Königskrone erinnert und damit Assoziationen an das britische Empire wachruft, die imperialen Bestrebungen der eigentlich kleinen Inselregion England, die in den vergangenen Jahrhunderten wie eine Krake die Tentakel ausstreckte, um sich mit Blut und Tränen alles anzueignen, was sie mit Gewalt nehmen konnten. Allerdings waren sie nicht die Einzigen. Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien und Deutschland folgten dem Beispiel und einige der damals mit Beschlag belegten Länder zählen noch heute als Kolonien zu diesen Ländern.

Aus den USA sind die Briten wieder rausgeflogen, davon kündet noch heute der amerikanische Unabhängigkeitstag.

British Empire in den Jahren 1492, 1550, 1660, 1754, 1822, 1885, 1914, 1938, 1959, 1974, 2007

Die britischen Kolonien wurden im Laufe der Zeit wieder aufgegeben (meist nicht ganz freiwillig), haben sich dann aber zum Britisch Commonwealth zusammen geschlossen, ein loser Staatenbund, lt. Statut von 1926 autonome Gemeinschaften innerhalb des British Empires, alle mit gleichen Rechten und keinem anderen Staat untergeordnet, aber als Mitglieder des Commonwealth verbunden durch die Treue zur englischen Krone. So versuchte die britische Krone, die nach Autonomie strebenden Kolonien (vor allem Kanada, Australien und Neuseeland) dennoch an sich zu binden. Seit Bildung des New Commonwealth (nach dem Beitritt der ehemals zu Britisch Indien gehörenden Staaten Ceylon und Pakistan) ist es nicht mehr zwingend für die Mitglieder des Commonwealth, das englische Königshaus als Staatsoberhaupt anzuerkennen. Heute gehören diesem losen Staatenbund insgesamt 53 Nationen an, Das wirft die Frage auf, was passiert, wenn die England Vollmitglied der EU werden sollte (einschl. Währungsunion) oder anders, falls aus der EU die Vereinigten Staaten von Europa werden? Werden dann die Commonwealth-Staaten Mitglieder der EU bzw. Staaten der EU?

Damit komme ich wieder zurück zu dem Film über die NWO auf 3sat. Sehr skeptisch stimmt mich die nächste Sequenz, in welcher Barack Obama als Leitstern der neuen demokratischen und sozialen Weltordnung bezeichnet wird. Gewiss, weltweit wurde er im Wahlkampf als der Hoffnungsträger angesehen, der die Bush-Ära ablösen und den USA wieder Demokratie und soziale Verantwortung bringen sollte. Auch heute noch glauben weltweit viele Menschen, dass er trotz aller Schwierigkeiten diesen Weg beschreiten wird. Ich hingegen glaube nicht daran, denn die USA werden nicht von der Regierung regiert, sondern vom Kapital. Was Obama bisher auf die Beine gestellt hat, unterscheidet sich nicht wesentlich von dem, was Bush gemacht hat. Aber er ist wesentlich intelligenter als Bush und vermag sich besser zu verkaufen. Den Krieg in Afghanistan will er ausweiten. 30.000 zusätzliche Soldaten plus 5.000 bis 7.000 Soldaten der Bündnispartner aus der NATO. Er verkauft der Allgemeinheit diesen Schritt mit dem Hinweis auf eine Exit-Strategie. Gab es sowas nicht auch schon für den Irak und hört man heute noch etwas vom Abzug amerikanischer Truppen aus dem Irak? Und was hat es eigentlich mit der angestrebten Ausbildung der Polizei auf sich, wenn immer nur Soldaten eingesetzt werden, nicht aber wirklich fähige Ausbilder? Chinesen würden (und werden) sagen, dass Obama versucht, seine Truppen abzuziehen, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren. Der Krieg in Afghanistan hat eine andere Dimension. Es ist ein Krieg, den man nicht mit Bombardierung entscheiden kann, denn es ist ein Partisanenkrieg und die Unterstützung der Bevölkerung für die Taliban ist wesentlich größer, als aus der westlichen Presse ersichtlich wird. Man kann den Menschen dort nicht westliche Kultur aufzwingen, auch nicht damit, dass man korrupte Politiker wie Karsei in Amt und Würden hebt.

Wichtig scheint mir, dabei die Wortwahl des Berichts zu beachten. "Und die ausgesuchte Masse seufzt hoffnungsvoll" ist aus meiner Sicht ein ironischer, aber verdeckter Hinweis des Autors, nicht nur auf die Floskeln des "New Deals", sondern grundsätzlich auf die Form der Öffentlichkeitsmanipulation durch "ausgesuchte" Laiendarsteller, die das PRO von Maßnahmen unterstreichen sollen. Das recht selbstzufriedene Gesicht von Angela Merkel wird dabei von der Kamera recht gut eingefangen. Sie scheint sich bereits als Mitglied der "Weltregierung" zu fühlen.

Danach kommt der Interviewpartner David Held zu Wort. Er sieht die augenblickliche Situation als "geschichtlichen Moment", in welchem die globale Umstellung sich hin zu einer Weltregierung umbildet. "Unser Leben, unsere politischen Verhältnisse, unser Denken basiert noch auf den Ideologien von Staaten.
  • "Wir lehren die Schriften von großen Philosophen wie Machiavelli, Hobbes, Locke, Rousseau und so weiter, alles Denker, die Theorien über den Staat und das Verhältnis zwischen Staaten aufstellten." Das Problem, das uns bevorstehe, so Held, habe nichts mehr mit Staaten zu tun. Es gehe vielmehr darum, wie die Probleme im Interesse der gesamten Menschheit gelöst werden können.

Solche Aussagen sind aus meiner Sicht Bestandteil einer Philosophie, der ein entscheidender Denkfehler anhaftet. Nach dieser Philosophie ist der Mensch ein Herdentier, das willig dem Leittier folgt. Theoretisch ist da Wahres dran, aber in der Praxis zeigt uns die Geschichte, dass der Mensch eher zu den Rudelwesen gehört. Ein Rudel wird von den Alphatieren angeführt und die kämpfen erbittert um ihr Territorium. In der Tierwelt sind die Alphatiere die Stärksten im Rudel. Aber der Mensch hat ja einen Verstand und deshalb sind bei ihm die Alphatiere vor allem die, die den Verstand auch nutzen und nicht mehr mit rein körperlicher Gewalt agieren, wie es vielleicht in der Frühzeit der Menschen noch der Fall war, sondern vor allem mit rhetorischen und demagogischen Fähigkeiten "ihrem Rudel" weismachen, dass ihr Weg der einzig richtige ist. Gelingt es ihnen, die Menschen in ihrem Umfeld davon zu überzeugen, dass es keine Alternativen zu ihrem Weg gibt, dann folgt ihnen "das Rudel" bedingungslos. Es ist allerdings nicht nur die rhetorische und demagogische Begabung, sondern auch der Status, der eine Rolle spielt und bei den Menschen ist vor allem Geld und damit verbunden die Macht ein solches Statussymbol. In der Vergangenheit reichte dazu die hierarchische Struktur des Feudalsystems, das immer eng verwoben mit dem klerikalen System war. Während die weltliche Herrschaft durch die militärische Gewalt unterstützt wurde, drohte die klerikale Gewalt dem Zweifler mit "ewiger Verdammnis". Zur Unterstützung dieser zweigleisigen Herrschaftsstrategie waren die Feudalherrscher immer "Herrscher von Gottes Gnaden", was Widerstand gegen ein Herrschaftssystem immer im doppelten Sinne zur Gefahr werden ließ. Ein Aufstand gegen den weltlichen Herrscher war gleichzeitig ein Aufstand gegen die Gebote Gottes, deren Deutung ausschließlich dem Klerus vorbehalten war. Ein wenig ins Wanken geriet diese Aufteilung mit der Reformbewegung der Kirche, aber ernsthaft erschüttert wurde sie nicht.

Mit der industriellen Revolution geriet aber dieses zweigleisige Herrschaftssystem ins Wanken. Eine neue Kaste entstand, die Industriellen, die mit ihren Produkten allmählich auch die Omegatiere des Rudels in ihre Strategien einbauten, weil sie für die Produktion und für den Konsum immer mehr dieser bisher eher dahin vegetierenden Omegatiere benötigten. Sie begannen, die Macht des bisher dominierenden Adels einzugrenzen, bis sie ihn schließlich völlig überflüssig machten.

Die inzwischen dominierende Herrschaftsstruktur ist der Kapitalismus. Er konnte sich durchsetzen, weil mit ihm eine Reihe von Märchen verbunden wurde (vom Tellerwäscher zum Millionär), die in Einzelfällen sogar wahr werden konnten (siehe Bill Gates). Bei realistischer Betrachtung ist der Kapitalismus aber ein äquivalentes System zum Feudalismus. War im Feudalismus der Besitz von Land und die Nähe zum Herrscherhaus ausschlaggebend, ist es heute der Kapitalbesitz, das Vermögen, welches Geld und Besitz von Sachwerten jeglicher Art beinhaltet. Diese neue Herrschaftsstruktur dominiert auch die Politik aller Länder und der Begriff der Demokratie ist im Prinzip nur eine Farce. Demokratie bedeutet Herrschaft durch das Volk, aber in keinem Land der Welt herrscht das Volk und nur in wenigen Ländern kann das Volk innerhalb des üblichen Wahlzyklus Eingriffe in die Politik vornehmen (Plebiszit).

Das, was heute als Shareholder Value (geteilter Besitz) bezeichnet wird, dient in erster Linie der Vertuschung des tatsächlichen Vermögens, weil damit ein nahezu undurchdringliches globales Netzwerk geschaffen wurde, welches nicht mehr erkennen lässt, wem was gehört. Das, was uns als Globalisierung verkauft wird, hat den gleichen Zweck. Globalisierung ist die weltweite digitalisierte Form der Finanzströme, mit der es jedem Staat unmöglich gemacht wird, die tatsächlich erwirtschafteten Gewinne zu kontrollieren und zu besteuern. Und es ist die Ausweitung des Shareholder Value in Form von Beteiligungen innerhalb eines Netzwerkes, deren wahre Eigentümer nicht mehr zu ermitteln sind.

Der globale Austausch von Waren fand zu allen Zeiten statt und wurde lediglich begrenzt durch die Möglichkeiten der Transport- und Handelswege und die Haltbarkeit der Waren. Dass das mit der fortschreitenden Technik durch Kühlsysteme und blitzschnelle Transportmittel erheblich ausgeweitet wurde, liegt in der Natur der Sache. Dennoch ist das nicht wirklich ein Problem. Das echte Problem ist, was der Mensch daraus gemacht hat und den Begriff Mensch darf man dabei nicht auf alle Menschen beziehen, sondern muss ihn auf die Alphatierchen beschränken. Insofern sind auch die veröffentlichten Vermögenslisten (Forbes) kaum mehr als ein Witz, weil die tatsächlich vorhandenen Beteiligungen nicht aufgedeckt werden, sondern wie bei einem Eisberg nur den sichtbaren Teil der Vermögen anzeigen. Erkennbar wird das, weil die Vermögensangaben der Reichsten seit Jahren scheinbar nicht mehr zu wachsen scheinen, obwohl die Unternehmen, die sie (offiziell) betreiben, satte Gewinne abwerfen (siehe ALDI). Eingangs stellte ich die Behauptung auf, dass diese Alphatierchen durch ihren Verstand zu Alphatierchen wurden. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie gelernt hätten, das gesamte Potential des Verstandes zu nutzen. Bei ihnen wurde lediglich der Teil des Hirns aktiviert, der jede Situation danach selektiert, welchen persönlichen Nutzen sie daraus ziehen können.

Wenn nun in der Folge in dem Bericht die mit dem New Deal gemachten Versprechungen betrachtet und dabei mit der Realpolitik verglichen werden, wird einmal mehr deutlich, dass diese Versprechungen inhaltlich reine Luftblasen sind, mit dem Hintergrund, die Masse der Omegatiere für die Rechnung (Finanzkrise) zahlen zu lassen. Wenn Held dann im Folgenden die UNO als wundervollen Traum bezeichnet, ist er entweder ein Träumer, oder einer jener Helfershelfer, die den Weg zu einer NWO didaktisch vorbereiten sollen.
Im Zusammenhang mit der NWO taucht immer wieder ein Name auf: "Rockefeller", von der Presse als Philanthrop hochgelobt. Sicher, die Rockefellers haben im Laufe der Zeit viel gestiftet, vor allem, um ihr Image aufzubessern. Unerwähnt bleibt bei all diesen Stiftungen, welchen Einfluss sich die Rockefellers mit diesen Stiftungen bewahrt haben. So haben sie auch das Grundstück für das Hauptgebäude der UNO in New York gestiftet (Wert 8,5 Millionen US-$). Welche Strategie Rockefeller damit verbunden hat, bleibt sein Geheimnis. Stiftungen haben immer den Anschein des Wohltätigen und in den USA werden von der Bevölkerung die Reichen nach dem beurteilt, was sie stiften. Aber Stiftungen und damit die Stifter haben immer politischen Einfluss und sind oft nur verdeckte Instrumente für weitaus weniger humane Ziele. Aus meiner Sicht ist die von Rockefeller 1952 gegründete The Population Council, Inc. mit den Zielen Familienplanung, Gender, Geburtenkontrolle in aller Welt nichts als die eingeschränkte und besser getarnte Fortsetzung selektiver Ausgrenzung, die von den Nazis begonnen wurde. Mit den von Rockefeller mit gegründeten Bilderberg-Konferenzen und der ebenfalls von ihm gegründeten trilateralen Kommission hat er 2 mächtige supranationale Organisationen ins Leben gerufen, die offiziell keine Politik betreiben, inoffiziell aber sehr rege sind nahezu jede politische Handlung beeinflussen. So ist der Grundstein der EU, die Gründung der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) mit den Römischen Verträgen wesentlich auf den Bilderberg-Konferenzen erarbeitet worden. Gleichzeitig gründeten die Staaten auch die Europäische Atomgemeinschaft (EAG oder heute EURATOM). Zusammen mit der bereits 1951 gegründeten EGKS bestanden nun drei Gemeinschaften, die auch als Europäische Gemeinschaften bezeichnet wurden.

Damit kann in Verbindung mit Aussagen von Rockefeller der Logik folgend geschlossen werden, dass die NWO ein lange vor der offiziell zugegebenen Zielsetzung bereits von mächtigen Privatpersonen geplant wurde und erst heute offiziell propagiert wird. Die Gründung der EU ist nicht, wie Held andeutet, eine Zersplitterung nach altem Schema, sondern Teil der NWO-Strategie, deren erster Grundsteine, so wie ich das sehe, mit der privaten FED begann, an deren Gründung wiederum auch der Rockefeller-Clan neben J. P. Morgen, Goldmann Sachs und die deutsche Warburg Bank sowie das Bankhaus Khun-Loeb beteiligt waren. Die nachfolgenden Banken waren die Gründer-Banken der FED:

    Chase Manhattan Bank New York
    Goldman Sachs Bank New York
    Lehmann Bank New York
    Khun Loeb Bank New York
    Warburg Bank Hamburg und Amsterdam
    Rothschild Bank London Paris
    Israel Moses Seif Bank Italien
    Lazard Brothers Bank Paris

Damals (1913) war noch ersichtlich, welche Hintermänner zu welcher Bank zu zählen waren. Das ist heute anders und weil in den letzten fast 100 Jahren ein eifriges Monopoly stattgefunden hat, durch Fusionen und Verkäufe das Netzwerk immer undurchsichtiger wurde, kennt man heute zwar die Banken, die innerhalb der FED aktiv sind (weil per Gesetz jede größere US-Bank auch in der FED vertreten sein muss), aber welche Banken heute die Aktien der FED halten und wer die eigentlichen Besitzer dieser Banken und damit der FED sind, ist genau so unbekannt, wie die Vermögen, die sie im Laufe der letzten 96 Jahre mit der FED gemacht haben. Und wenn es darum geht, Geld zu waschen oder in undurchsichtigen Kanälen versickern zu lassen, wer wäre da besser geeignet, als eine Notenbank? Sicher, immer wieder wird dem entgegen gehalten, dass die FED vom Staat kontrolliert würde. Eine eher lustige Meinung, bedenkt man, dass die US-Finanzminister immer aus Bankkreisen und meistens von Goldmann-Sachs gestellt werden.

Held, der im 3sat-Beitrag von der UNO als wundervollem Traum spricht, scheint nicht realisiert zu haben, dass dieser "wundervolle Traum" von Beginn an als reines Machtinstrument der USA ausgelegt worden ist. Der schlechte finanzielle Rahmen ist gewollt, denn die UNO soll nicht den USA die Macht aus den Händen nehmen können. Die Mitglieder des ständigen Sicherheitsrats, bestehend aus den USA, Frankreich, Großbritannien, Russland, China, können jeden Antrag mit einer Stimme zu Fall bringen. Wäre es nach den USA gegangen, wären Russland und China keine Mitglieder im ständigen Sicherheitsrat geworden, aber ohne wäre der Aufbau zum Scheitern verurteilt gewesen, wie das zuvor schon beim von Präsident Wilson ins Leben gerufenen Völkerbund der Fall war. Frankreich und Großbritannien sind fast immer der Meinung der USA und damit können die USA die UNO nach Belieben für ihre Interessen einsetzen, solange sie nicht fundamentale Interessen Russlands oder Chinas berühren. Die übrigen Staaten in der UNO oder im erweiterten Sicherheitsrat sind durch wirtschaftliche Interessen derart stark an die westlichen Nationen gebunden, dass die USA fast immer ihre Interessen durchsetzen kann. Klappt es einmal nicht, wie beim Irak-Krieg, dann macht die USA einen Alleingang, im Schlepptau die "Willigen" und schafft Fakten, die dann im Nachhinein von der UNO übernommen werden. Was nicht in das Konzept der USA passt, wird von den USA nicht übernommen (siehe Kriegsverbrecher-Tribunal in den Haag).

Geht es um die Versprechungen, die Macht der Banken einzuschränken und sie auch haftbar zu machen, beweist die Praxis, dass in diese Richtung nichts unternommen wird. Seit dem 1.12. ist der Lissabonvertrag in Kraft, Wurde am KAPITEL 4, DER KAPITAL- UND ZAHLUNGSVERKEHR (ab Artikel 63 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union) etwas geändert? Nach meiner Kenntnis nicht und somit haben die Banken und mit ihnen die Bankster Narrenfreiheit per Gesetz, einer völlig undemokratisch beschlossenen Gesetzgebung, die aber der nationalen, also deutschen Gesetzgebung übergeordnet ist. Dass die meisten Artikel des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union bereits Bestandteil der von den Bilderbergern ausgearbeiteten Römischen Verträge sind und die neuen Artikel größtenteils bereits in den römischen Verträgen angeführte "Empfehlungen" für die weitere Entwicklung der EU sind, scheint nur einer sehr kleinen Gruppe bekannt.

Held moniert die Arbeit des IWF und der Weltbank und meint, sie hätten nicht demokratisch gehandelt. Wie sollten sie, werden sie doch stets von den Leuten angeführt, die nur die Machtinteressen des Kapitals im Auge haben. Es sind (wie die EU) supranationale Einrichtungen, zu denen auch die WTO zählt, deren Interessen vom Kapital gesteuert wurden und weiterhin gesteuert werden. Ein Blick in die Verträge der EU, in die Satzungen der WTO, in die Arbeitseisen der Weltbank und des IWF reicht eigentlich, um zu erkennen, dass alle nur auf ein Ziel ausgerichtet sind, die Gewinne der "Global Player" zu sichern und auszuweiten. Und diese Global Player haben längst damit begonnen, die übrigen Menschen in nützlich und unnütz zu ordnen. Sie betrachten völlig mitleidlos das Massensterben in Teilen der Welt, bedingt durch Hunger und Krankheit. Diese Menschen werden als die absolute Elite angesehen, aber für mich sind sie die schlimmsten Parasiten. Irgendwann wird das auch der Allgemeinheit klar werden und vermutlich eine ähnliche Reaktion auslösen, wie die französische Revolution, Auch damals wurden die Parasiten eines lokalen Systems ausgelöscht, nur dass schon in der Revolution neue Parasiten heranwuchsen.

Ich halte alle Menschen für Träumer, die glauben, dass eine EU oder eine UNO (nun mal als Weltregierung angedacht), die Probleme dieser Welt lösen könnten. Und eine Weltregierung nach den Vorstellungen von Menschen wie Rockefeller würde aus meiner Sicht in eine Diktatur bisher noch nie gekannten Ausmaßes ausarten. Doch auch so haben wir eigentlich genügend Anschauungsmaterial, welches beweist, dass die Menschheit für diesen Traum offenbar ungeeignet ist. Ein Blick auf die ständig wachsenden großen Konzerne reicht. Mit wachsender Größe verändern sich die Ziele. Die Alphatierchen an der Spitze haben keinerlei Verbindung mehr zur Masse der Omegatierchen. Ihre Interessen sind auf sich selbst und auf Ihresgleichen gerichtet. Bedürfnisse, Nöte und Ängste der Masse nehmen sie gar nicht mehr wahr, können sie auch nicht nachempfinden, denn dazu müssten sie einmal das richtige Leben kennengelernt haben. Und im Untergrund gieren die Warlocks, heute als Shareholder bezeichnet, die es mit Kurssteigerungen begrüßen, wenn die Alphatierchen in den Konzernen (Vorstand und Aufsichtsrat) mal wieder Tausende in den Abgrund (Arbeitslosigkeit) gestoßen haben. Die Shareholder sind eigentlich Parasiten, von denen wohl die meisten noch nie einen Betrieb von innen gesehen haben. Ihr Sinnen und Trachten ist ausschließlich auf den eigenen Vorteil gerichtet. Shareholder, das sind schwerpunktmäßig Banken, Versicherungen und Fonds und wer in Persona dahinter steckt, dass weiß kein Mensch, zumindest kein Mensch aus der Allgemeinheit.

Die Alphatierchen wären längst wieder auf den Teppich zurückgeholt worden, hätten sie nicht die vielen opportunistischen Helfer und Helfershelfer in Politik und Wissenschaft. Vor allem aber könnten sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht werden, wenn die Omegatierchen endlich erkennen würden, dass auch sie einen Verstand haben und endlich beginnen würden, ihn zu nutzen. Aber das haben sie in den 8.000 Jahren der Geschichte der Sesshaftigkeit des Menschen nicht gelernt. Wie sollten sie es heute lernen, wo man ihnen ihre Minderwertigkeit regelrecht einpaukt?