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Sehen so die Nachtichten der Zukunft aus? Ein satirische Betrachtung anno 2007

Neueste Nachrichten

Rüters Nachrichten 01.04.2007 Ulla Schmidt und Wolfgang Clement wurden von Bundespräsident Köhler mit dem Großen Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet. In einer bewegenden Ansprache verdeutlichte der Bundespräsident, dass es maßgeblich den beiden Ausgezeichneten zu verdanken sei, dass das hoch gesteckte Ziel, dass nur Besitzende auch das Recht haben, alt zu werden, dank des Ideenreichtums und des unermüdlichen Einsatzen bei den Reformen der Agenda 2010 erreicht worden sei. Ihnen sei zu verdanken, dass die weitreichende Verbreitung der Armut mit Hilfe der Reformen im Gesundheitswesen und der Rente und auf dem Arbeitsmarkt mit der Durchsetzung von Hartz IV gelungen sei. Die damit einhergehende Verkürzung der Lebenserwartung bei den unteren Einkommensschichten habe das über der Gesellschaft schwebende Damoklesschwert des demographischen Faktors in letzter Sekunde abgewendet. Nun endlich könnten die Wenigen, die noch die Altersgrenze von 70 Jahren für eine Rente (ab 2008) erreichten, sich auf eine sicherere Rente in Höhe des Sozialhilfesatzes freuen. Unter frenetischem Beifall der geladenen Gäste aus Kreisen der Hochfinanz, der Wirtschaft, der Wirtschaftswissenschaft und der Politik erfolgte die Übergabe der Auszeichnungen an Ulla Schmidt und Wolfgang Clement. In Ihrer Dankesrede betonten Beide, dass sie in ihren Anstrengungen nicht nachlassen würden.

Rüters Nachrichten 30.11.2006
Bundestagswahl 2006: Nach der endgültigen Stimmauszählung gab der Bundeswahlleiter das endgültige Ergebnis bekannt. Die Wahlbeteiligung zur Bundestagswahl lag bei 3,7%. Von den abgegebenen 2.257.000 Stimmen waren 1.621.358 ungültig. Die übrigen Stimmen teilen sich wie folgt auf:

SPD
41%
CDU/CSU
39,3%
Bündnis 90/Die Grünen
11,2%
FDP
5,2%
PDS
2,9%
Sonstige
0.4%

Nach Auskunft des Bundeswahlleiters hat es keine der neuen Parteien geschafft, die nach dem am 1.7.2006 mit großer Mehrheit verabschiedetem neuen Wahlgesetz erforderliche 50% Hürde für Neuparteien zu überspringen. Somit würde für diese Parteien auch keine Wahlfinanzierung durchgeführt, weil sie hierfür nach dem neuen Gesetz ein Mindestergebnis von 40% der möglichen Stimmen haben müssten, erläuterte der Bundeswahlleiter. Die ASG hat dieses Ziel mit 37,8% knapp verfehlt.
Bundeskanzler Schröder hatte bei der Ratifizierung des neuen Wahlgesetzes auf die Frage der Reporter, ob die Hürde nicht zu hoch sei, geantwortet: "Wenn man liest, was diese Parteien alles ändern wollen, benötigen sie die Mehrheit im Parlament. Die bekommen sie nur, wenn sie 50% plus 1 der möglichen Stimmen erhalten. Insofern ist die Hürde für den Einzug in den Bundestag gerechtfertigt. Die für diese Außenseiter abgegeben Stimmen werden als nicht abgegebene Stimmen geführt und von der Wahlbeteiligung subtrahiert, wenn sie die 50%-Marke nicht erreichen. Basta."

Bundeskanzler Gerhard Schröder äußerte sich befriedigt über das Ergebnis. "Wir haben vom Wähler den Auftrag bekommen unsere erfolgreiche Reformpolitik fortzusetzen. 41% der Stimmen sind ein hervorragendes Ergebnis und eine deutliche Steigerung gegenüber der letzten Wahl."
Die Kanzlerkandidatin der Union, Angela Merkel, zeigte sich vom Wahlergebnis enttäuscht. "Es ist uns zwar gelungen, unser Ergebnis zu steigern, aber das Ziel, die Regierungsverantwortung zu übernehmen und den notwendigen Reformprozess zu beschleunigen, haben wir nicht erreicht. Es ist uns wohl nicht gelungen, das Kopfpauschalenmodell dem Wähler deutlich zu machen."
Michael Glos in Vertretung von Edmund Stoiber äußerte sich verärgert. "Die CSU hat von Anfang an betont, dass die Entscheidung über den Kanzlerkandidat der Unionsparteien ein Fehler war. Wäre Edmund Stoiber nominiert worden, dann hätten wir das Wahlziel auch erreicht."
Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Kristina Sager, äußerte sich hoch zufrieden. Wir haben eines unserer besten Ergebnisse erzielt. 11,2% sind ein vom Wähler gesetztes Zeichen, die erfolgreiche Arbeit der Koalition fortzusetzen.
FDP-Chef Guido Westerwelle zeigte sich vom Wahlergebnis enttäuscht. Wir haben user Wahlziel nicht erreicht und werden weitere 4 Jahre harte Arbeit in der Opposition leisten müssen. Die Wähler haben offensichtlich das moderne, freiheitlich liberale Konzept der FDP nicht verstanden. Jetzt müssen wir erst genauer analysieren, woran das gelegen hat.
Von der PDS ist niemand zur Pressekonferenz erschienen. Soweit die Neuesten Nachrichten aus dem Wahlstudio der öffentlich parteilichen Fernsehanstalten.

Westfälischer Rundblick 27.1.2007 Nach bisher unbestätigten Meldungen plant RTL II nach "Supernanny" und "Supermamas" eine neue Serie über "Superminister". Wie aus unterrichteten Kreisen verlautet, haben sich der Vorstandsvorsitzende der RAG (ehemals Ruhrkohle AG) und ehemalige Wirtschaftsminister Müller und der amtierende Wirtschaftsminister Clement bereit erklärt, die Moderation der Sendung gemeinsam zu übernehmen. Ziel der Sendung soll sein, noch unerfahrenen Abgeordneten zu zeigen, wie man als Parteiloser, aus einer Kartellartigen Wirtschaftsbranche kommend, durch Ministererlaubnisse die Kartellrechte umgehen kann. Weiterhin soll aufgezeigt werden, wie man von der Landesliga direkt in die Spitzenmannschaft der Bundesliga gelangen kann, wenn man den richtigen Käse gekonnt serviert. Die Abgeordneten sollen lernen, wie man durch ständige Behauptungen über die Schaffung von Arbeitsplätzen Akzeptanz erreicht, auch wenn die aktuelle Lage gegenteilig ist. Weiterhin sollen Sie lernen, wie man mit gezielten Aktionen für die Zeit nach dem Amt, aber auch während der Amtszeit vorsorgen kann.
Als Assistent der beiden Moderatoren soll das Vorstandsmitglied der STEAG (Steinkohle AG) Alfred Tacke, ehemaliger Statssekretär im Wirtschaftministerium für das benötigte Datenmaterial zuständig sein. Das Honorar für die Moderatoren und den Assistenten soll, wie durchgesickert ist, 50.000 bzw. 30.000 für den Assistenten pro Sendung betragen. RTL II hat sich zu den Honoraren nicht geäußert.
Wir sind gespannt auf die erste Sendung.

DPO 1.2.2007 Nachdem das Amt für Verfassungsschutz alle Mitarbeiter aus der NPD abgezogen und das Verfassungsgericht die NPD als Verfassungsfeindlich verboten hat, wurden die verbliebenen 103 Mitglieder verhaftet und sollen kurzfristig unter Anklage gestellt werden.

OP 3.2.2007 Nach bisher unbestätigten Meldungen sollen alle verhafteten NPD-Mitglieder gefälschte Ausweise besessen haben.

Main/Oder Nachrichten: 3.4.2007 Wie wir aus sicherer Quelle erfahren haben, wurden die verhafteten NPD-Mitglieder heute wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie konnten sich mit fälschungssicheren Ausweisen als US-Bürger im Dienste der CIA und als Briten im Dienste des MI6 ausweisen. Nach einer noch unbestätigten Meldung wurde das Auswärtige Amt von Bundesaußenminister Joschka Fischer angewiesen, ihnen Deutsche Ausweispapiere für Beamte mit einer James Bond-Lizenz auszustellen.
Der Bundesminister des Innern erklärte gegenüber den Main/Oder-Nachrichten, der Schlag gegen die NPD sei ein voller Erfolg gewesen. Angela Merkel äußerte dazu, sie sei erstaunt, dass die SPD endlich mal eine Sache erfolgreich beendet habe.
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Krista Sager erklärte gegenüber den Main/Oder-Nachrichten: Mit der Zerschlagung der NPD sei eine große Gefahr vom Deutschen Volk abgewendet worden. Das schnelle und zielgerichtete Handeln bestätige die Schlagkraft der Rot/Grünen Koalition.

Presseagentur Rüters 3.2.2005 Der Deutsche Käsereiverband hat Bundeskanzler Schröder aufgefordert, sein Produkt Hartz IV wieder vom Markt zu nehmen. Das Produkt erzeuge nicht nur einen schlechten Beigeschmack, sondern führe in vielen Fällen zu gesundheitlichen Schäden, angefangen bei häufigem Erbrechen bis hin zu irreperablen Schäden an Leib und Seele.
Der Käsereiverband hatte schon die Vorgängerprodukte des Kanzlers Hartz I bis Hartz III als nicht ausgereift abgelehnt.

DPO 5.2.2007 Befriedigt äußerte sich Bundeswirtschaftsminister Clement über die Erfolge der als gemein-nütz(l)ich eingestuften Deutschen Puff-AG. "Seit wir Ein Euro JobberInnen als Rundum-Service-Personal einsetzen, konnten wir die Zahl der Häuser erheblich ausweiten", meinte Minister Clement. "Das Unternehmen stellt auch die gesamte Berufskleidung wie Tangas, Netzstrümpfe, hochhackige Pumps und auch die Sonderkleidung aus Latex oder Leder, Peitschen etc.",meinte der Minister. Besonders gerne würden die Dienste von ausländischen Delegationen und den führenden Mitgliedern aus Politik und Wirtschaft in Anspruch genommen, so erklärte er.
Nach bisher unbestätigten Meldungen überlegen IWF, Weltbank und WTO, ihre Zentralen nach Deutschland zu verlegen, weil sie diesen Service, so ein Sprecher der WTO, vorbildlich im Sinne der Liberalisierung empfinden.
Aus gut unterrichteten Kreisen in Brüssel ist zu vernehmen, dass erste Überlegungen angestellt werden, den Sitz der EU nach Berlin zu verlagern.
Die Deutsche Puff AG ist zu 65% in der Hand des Bundes, 25% der Aktien werden von den Ländern gehalten und die restlichen 10 % sind als Mitarbeiter-Aktien an die Parlamentarier von Bund und Ländern ausgegeben worden. Die Gewinnerwartung läge in diesem Jahr erstmalig bei über 2 Milliarden , äußerte die Vorstandsvorsitzende Theresa Korlowski.
Kritisch äußerten sich hingegen die Betreiber der Herbertstraße, der Reeperbahn und anderer gleichartiger Etablissements. "Hier werden eindeutig bisher als sicher eingestufte Arbeitsplätze vernichtet", sagte der Sprecher dieser vormals erfolgreichen Branche.
Papst Johannes Paul II. ordnete anno 2005 einen Test an, der die sexuelle Reife von Priesteranwärtern prueft. Damit möchte die katholische Kirche aus den diversen Sex-Skandalen lernen und weitere verhindern.
Die aktuelle Entwicklung in Kultur und Gesellschaft ist, laut Papst, der Anlass um die Anwärter zu überprüfen, ob sie dem Zölibat gewachsen sind.
Seit Gründung der PUFF-AG werden die Tests ausschließlich in diesem Unternehmen durchgeführt. Unbestätigten Meldungen nach sind einige der dort tätigen Herren durchgefallene Testkandidaten.

Presseagentur Rüters 7.2.2007 Bundestagspräsident Thierse äußerte sich empört über die immer wieder aufflackernden Forderungen, die Nebeneinkünfte der Parlamentsmitglieder offen zu legen. "Die Nebeneinnahmen werden seit Jahren auf den Seiten des Bundes offen ausgewiesen. Sie betragen seit der letzten Diätenerhöhung 8.011 und 3.683 steuerfreie Pauschale. Das kann jeder nachlesen." Er bezeichnete die immer noch gestellten Forderungen nach Transparenz als eine "in der Geschichte der Bundesrepublik einmalige Hetzkampagne gegen die hart arbeitenden Parlamentarier".

Frankfurter Rundblick 11.2.2007 Nach einem 17-Stündigem Verhandlungsmarathon haben sich die Vertreter der Arbeitnehmerseite der neuen EG (Einheitsgewerkschaft) Friedhelm Sumer und der Arbeitgeberverbände (Rogowski als Vertreter des Vorsitzenden des BDI, Hundt für den BDA, Dr. Busch als Vertreter von Gesamtmetall, Prof. Sinn vom IFO-Institut in München und einige Mitglieder der INSM) einigen können.
"Es ist uns gelungen, das Tarifniveau einheitlich auf 1 langfistig festzuschereiben", betonte Sumer befriedigt. "Damit ist auch das Gerede von der Ausgrenzung bei den Arbeitsgelegenheiten vom Tisch, weil die Aufwandsentschädigung dem Tariflohn gleichgesetzt ist", betonte Sumer.
Hundt vom BDA meinte dazu: " Es ist uns nicht gelungen, den Tarifsatz auf 80 Cent zu setzen. Dafür konnten wir aber unsere Vorstellungen einer 48 Std.-Woche durchsetzen und den bezahlten Urlaub auf 3 Wochen reduzieren. Insgesamt können wir mit dem Kompromiss leben."
Bundeskanzler Schröder und Bundeswirtschaftsminister Clement äußerten sich zufrieden. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung", meinten beide zu dem Ergebnis.

Rüters Nachrichten 10.02.2005 Auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus erklärte Präsident Bush der Weltpresse die weitere Strategie zur einheitlichen Wirtschaftsliberalisierung in der Welt.
"Nachdem wir dank unseres demokratischen Kampfes mit der Unterstützung unserer Freunde aus Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Australien auch die Demokratie im Iran und in Syrien etablieren konnten, ist es uns gelungen, den Wirtschaftsstandard in den meisten Ländern der Welt dem von Afghanistan, Bangladesch, Indien und den südamerikanischen Ländern anzugleichen. Lediglich die skandinavischen Länder wehren sich noch, die Grundvoraussetzungen für eine florierende Wirtschaft anzuerkennen. Aber an der Befriedung der dortigen Wirtschaftsräume arbeiten unsere Experten bereits mit Hochdruck. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann einheitliche Wettbewerbsbedingungen unter amerikanischer Führung zum Weltstandard werden.
Die noch vereinzelt zu verzeichnenden terroristischen Aktivitäten im Iran und in Syrien werden von uns mit aller Härte bekämpft. Dank unserer neu entwickelten, kleinen Atombomben können wir nun punktgenau mit geringen Kollateralschäden die Widerstandsnester bekämpfen. Der Radius der kleinen Atombombe beträgt nur wenige Quadratkilometer und lediglich der Fall-Out erstreckt sich über ein paar 100.000 Quadratkilometer.
Zum Schluss möchte ich Sie noch informieren, dass meine offizielle Krönung zum Welt-Imperator am 26. März 2007 stattfinden wird. Für die Krönungsfeierlichkeiten ist der Zeitraum eines Monats vorgesehen. Ich danke Ihnen."

Ein Pressesprecher des Weißen Hauses erklärte, die in der Nordsee, dem Skagerak, der Ostsee und dem bottnischen Meerbusen beobachtete Konzentrierung amerikanischer Seestreitkräfte seien Teil des Manövers "Einheit". Spekulationen über einen Angriff auf Skandinavien entbehrten jeder Grundlage.

DPO: 15.02.2007 Ulla Schmidt und Wolfgang Clement, dessen Affaire mit Ulla Schmidt nach inoffiziellen Meldungen zu einer Trennung von seiner Frau geführt habe, haben gemeinsam eine Villa in Berlin Tegel bezogen und eine Partnerschaft eintragen lassen:

Nach bisher unbestätigten Meldungen soll die Nachricht, dass die Partnerschaft kinderlos bleiben würde, einen Freudentaumel in der Bevölkerung ausgelöst haben

Rüters Nachrichten: 17.02.2007 Minister Clement, angesprochen auf die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen von 7 Millionen Arbeitslosen meinte, man müsse das positiv sehen. "2005 habe man nur 5 Millionen Gründe für eine Arbeitsmarktreform gehabt, jetzt seien es schon 7 Millionen Gründe: