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Neue Wege

Durch einen Leser meiner Seite habe ich eine überlegenswerte Anregung bekommen.

Pressemeldungen der letzten Zeit lassen erkennbar werden, dass Politiker ihr eigentliches Einkommen nicht aus den Diäten incl. einer Steuerfreien Kostenpauschale beziehen, sondern ein Mehrfaches aus diversen Nebentätigkeiten.

Es ist eine alte Weisheit, wenn es heißt: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Und hier setzt die Idee an. Ob man sich diese Weisheit nicht auch für Arbeitslose nutzbar machen könnte?

Man stelle sich vor, alle Arbeitslosen schließen sich in einem Verein zusammen und zahlen monatlich einen Beitrag von einem Euro. Wenn man dann die Zahl der tatsächlich Arbeitslosen zugrunde legt, also die Fälschungen der statistischen Werte außer Acht lässt, dazu noch alle Sozialhilfeempfänger ebenfalls in den Verein integriert, dann käme man auf Vereinseinnahmen von ca. 8 Millionen Euro (8 Millionen Mitglieder) monatlich.

Rechnet man jetzt, dass unser Bundestag 602 Abgeordnete incl. der Überhangmandate hat, dann wäre der Verein in der Lage, jedem Abgeordneten ein Gehalt in der Größenordnung von 12.000 monatlich zu zahlen und ein Rest von ca. 15.000 Euro jährlich verbliebe in der Vereinskasse. Mit diesem Rest ließe sich noch eine zusätzlich Prämie für herausragende Entscheidungen im Sinne des Vereins zahlen.

Allerdings ist zu bedenken, dass ja bei der Gesetzgebung der Bundesrat ebenfalls ein gewichtiges Wort mitzureden hat und natürlich über eine einseitige Begünstigung der Bundestagsabgeordneten sicherlich nicht sonderlich erfreut wäre.

Bayern
181
Baden Württemberg
128
Berlin
130
Brandenburg
88
Bremen und Bremerhaven
83
Hamburg
133
Hessen
110
Mecklenburg Vorpommern
71
Niedersachsen
184
NRW
231
Rheinland-Pfalz
100
Saarland
51
Sachsen-Anhalt
115
Sachsen
120
Schleswig Holstein
89
Thüringen
88

Zusammengerechnet ergibt das 2035 Abgeordnete in unseren Ländern. Stellt sich also die Frage, wie könnten die vom Verein ebenfalls versorgt werden? Nun, es ist ja bekannt, dass die Bezüge von Landtagsabgeordneten geringer als die von Bundestagsabgeordneten sind. Würde der Beitrag für den Verein auf 3 erhöht, würden monatlich für die Versorgung unserer Landtagsabgeordneten immerhin noch stolze 7.500 erschwinglich sein.

Zusammengerechnet müsste der Verein für 2.667 Abgeordnete 22.486.500 monatlich an Gehältern zahlen, hätte Einnahmen von 24.000.000 monatlich, würden also als Prämien und für die interne Vereinsverwaltung noch 1.514.000 im Monat verbleiben.

Damit hätten Arbeitslose eine eigene Lobby, Regelsätze würden nach oben korrigiert, damit genügend Geld für den Vereinsbeitrag verbleibt und die Ein Euro Jobs würden sicherlich auf 2 Euro aufgestockt. Sollte man darüber nicht einmal nachdenken?

Übrigens, für 14.000 monatlich wäre ich bereit, den Vereinsvorsitz zu übernehmen. Dann wäre auch die verbleibende Prämiensumme eine glatte Zahl. Die übrigen aktiven Vereinsmitglieder würden natürlich ehrenamtlich arbeiten.