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Erstelldatum: 08.02.2007

Hinaus in die weite Welt

Sie sind unter 25, haben keinen Job und müssen deshalb zu Hause bei Muttern wohnen? Das muss nicht sein!
Sie sind über 18, finden aber keine Lehrstelle? Das muss nicht sein! Ziehen Sie hinaus in die weite Welt, lernen Sie andere Länder und andere Sitten kennen: - Mit der Bundeswehr -!

Die Welt steht Ihnen offen und, anders als am PC, dürfen Sie auf richtige Menschen schießen, Bomben auf richtige Städte werfen, ein Leben voller Abenteuer und voller echter Action. Wenn es Sie dabei erwischen sollte, müssen Sie sich um ihre Beerdigung keine Sorgen machen, denn die Kosten übernimmt der Staat.

So sollte es eigentlich in den Werbebroschüren der Bundeswehr heißen. Wir sind Bestandteile eines Weltkriegs, eines Kriegs, den die USA in die Welt trägt und in den sie und einbeziehen. Die NATO, das Bindeglied zwischen den USA und den Europäischen Völkern in militärischen Fragen, sorgt schon mit entsprechenden Falschmeldungen dafür, dass die Stimmung bei den Menschen Europas in Zustimmung und den Wunsch, zu helfen, bei dem "heldenhaften Kampf amerikanischer Soldaten gegen den islamitischen Terrorismus und für den Glauben."

Um es klar auszudrücken, es geht im Irak, in Afghanistan, im nahen Osten und vermutlich bald auch im Iran nicht um Terrorismus. Es geht um Business, um Energieressourcen und mehr und um die Transportwege und hat nichts mit dem Kampf gegen den Terror zu tun. Ich bin der festen Überzeugung und die Zahl derer, die diese Überzeugung teilen, wächst, vor allem auch in den USA, dass das Attentat am 11.9. 2001 ein "Insiderjob" war, wie es die Amerikaner ausdrücken. Die erste Frage dabei sollte heißen: "Wer hat einen Nutzen davon?" Die Antwort ist eindeutig! Nur Bush, der vom Kongress für seinen Feldzug gegen die "Achse des Bösen" keine Gelder bewilligt bekommen hatte, was sich mit dem Attentat schlagartig änderte. Wer sich die Bilder vom Einsturz der Tower des World-Trade Center ansieht, erkennt, dass es sich dabei um eine kontrollierte Sprengung handelt und es gibt sehr eindrucksvolle Filmaufnahmen von diesem Einsturz. Für Bush hatte dieses Attentat noch einen Vorteil. Er bekam nicht nur das Kapital für seine Kriegsgelüste bewilligt, er setzte auch die Mär vom weltweiten (islamitischen) Terrorismus in die Welt.

Für Bush sen. (glaube ich) ist das Ganze nur Business, schließlich hängt die Fam. Bush tief im Geschäft mit dem Krieg (Rüstungsindustrie) und der Energie (Öl) drin. Aber George W. Bush ist, wie erst kürzlich der Weltpresse zu entnehmen war, Anhänger des Kreationismus, der davon ausgeht, dass das Leben auf der Erde genau nach den Worten der Bibel entstanden ist, dabei alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse ignorierend. Für Bush jun. ist sein Feldzug zusätzlich ein Glaubenskrieg und was fanatischer Glaube anrichtet, durfte die Welt in ihrer Geschichte bereits in vielfältiger Form schmerzhaft erfahren.

Die westliche Presse schreibt gerne im Zusammenhang mit dem Terrorismus über den islamitischen Fundamentalismus, aber recht selten über den christlichen Fundamentalismus auf Basis des Kreationismus. Man könnte vielleicht darüber lächeln, würden die christlichen Fundamentalisten nicht bei amerikanischen Wahlen ein derart gewichtiges Wort mitsprechen. Ohne sie wäre Bush nie an die Macht gekommen.

Ich möchte nicht weiter auf den Kreationismus in seiner konträren Darstellung zur Evolutionstheorie eingehen, denn das ist nicht der Sinn dieses Beitrags. Es geht um einen Weltkrieg, in den wir hineingezogen werden und wie ich denke, gegen der Willen der Mehrheit. Es waren die Politiker aller (damaligen) Parteien, die groß tönten, dass niemals mehr ein Krieg von deutschem Boden ausgehen sollte. Es war die CDU, gegen den Widerstand der SPD, die zusammen mit der FDP dafür gesorgt hat, dass eine Militärstreitmacht (Bundeswehr) in Deutschland wieder eingeführt wurde und das GG entsprechend änderte. Es war die große Koalition aus SPD und CDU, die 1968 ein Notstandsverfassung einfügte und mit ihr den Art. 80a, Satz 3. Satz 3 des Artikels 80a hebt im Grunde alle Aussagen des Grundgesetzes über den reinen Verteidigungsfall im Falle von Bündnisverpflichtungen auf. Auf diese Bündnisverpflichtung beruft sich nun die Bundesregierung, wenn sie den Einsatz von deutschen Tornados für die so genannte Enduring Freedom Mission auf Anforderung der NATO genehmigt.

Aus meiner Sicht zu Unrecht. Der Einsatz in Afghanistan, unabhängig von der Frage, wie man zu den Ereignissen des 11.9. steht, war und ist völkerrechtswidrig. Nach dem Volkerrecht war der 11.9. kein Angriff eines Staates, sondern, wie die amerikanische Regierung behauptet, das Werk islamitischer Terroristen. Der Überfall auf Afghanistan erfolgte ohne Kriegserklärung, es wurde eine Marionettenregierung eingesetzt und die "ISAF- und Enduring Freedom-Missionen", angeblich auf Bitten dieser neuen Afghanischen Regierung eingesetzt, stellen keinen Verteidigungsfall dar, der eine Bündnisverpflichtung rechtfertigt. Somit darf aus meiner Sicht der Art. 80a, Satz 3 nicht als Grundlage für den Einsatz der Bundeswehr herangezogen werden, was wiederum bedeutet, dass der Einsatz von Tornados für die Mission Enduring Freedom, bei denen es sich zweifelsfrei um Kampfeinsätze handelt (siehe dazu die Aussagen von Hans-Ulrich Klose), ein erneuter Verstoß gegen das Grundgesetz ist.

Auf dem NATO-Gipfeltreffen im April 1999 in Washington wurde im Zusammenhang mit dem neu verabschiedeten Strategischen Konzept als neue Aufgabe der "Schutz vor terroristischen Angriffen" festgehalten mit der Konsequenz, dass auch solche Angriffe unter Art. 5 des NATO-Vertrages fallen sollen. Faktisch bedeutet dies eine Erweiterung des Art. 5 des Vertrages, ohne dass es zu einer Änderung des Wortlautes des Vertrages gekommen ist. Liegt der Verdacht nicht nahe, dass diese Vertragserweiterung des NATO-Vertrages der hellsichtigen Vorausschau der amerikanischen Regierung auf das zweieinhalb Jahre später eintretende Ereignis des 11.9. 2001 Rechnung trug?

Die USA tragen den Krieg in die Welt hinaus und in ihrem Sog werden die Europäischen Nationen in diese Völkerrechtswidrigen Kriege verwickelt. Den Wunsch von Bush, auch den Iran anzugreifen, hat er noch lange nicht aufgegeben. Die Verstärkung der Truppen im Irak und der Umstand, dass zwei Flugzeugträger im Persischen Golf kreuzen, sind ein klares Indiz für seine Kriegsabsichten. Auch wenn die Presse es derzeit als Säbelrasseln abtut, täuscht das nicht darüber hinweg, dass Bush gewissenlos genug und eigentlich auch fest entschlossen ist, den Iran anzugreifen. Seine Reden zum angeblichen Atomprogramm des Iran haben den gleichen Glaubwürdigkeitscharakter wie seine Aussagen über Massenvernichtungswaffen im Irak. Lediglich der Kongress kann ihn (vielleicht) mit der demokratischen Mehrheit noch stoppen.

Eine opportunistische Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bereits den Irak-Krieg von Bush billigte, wird keine Hemmungen haben, Deutschland in einen solchen Krieg einzubinden. Angela Merkel hat ihr Fähnchen immer in den Wind der Mächtigen gehängt, seinerseits in der DDR später in Deutschland und vor allem bei Bush. Alles Gerede von ihr über "Friedensbemühungen", derzeit im Nahen Osten, sind nichts als hohle Phrasen, voll ausgerichtet auf die politischen Wünsche der USA und Israels.

Wir werden in immer stärkerem Maße wieder eine Kriegslüsterne Gesellschaft und eventuelle Widerstände der Bevölkerung werden im Zweifelsfall durch den Einsatz der Bundeswehr im eigenen Land gewaltsam bekämpft. Nicht umsonst will Schäuble das Maß der Überwachung erheblich auswerten, mit Schießbefehl auf Passagierflugzeuge, mit der Datenspeicherung und mit der Online-Überwachung der PC's, die er auf den Verfassungsschutz ausweiten will, obwohl es (zumindest bis jetzt) keinerlei rechtliche Grundlagen dafür gibt.

Es ist auch Fakt, dass die Bundesagentur für Arbeit gut mit den Wehrbehörden zusammenarbeitet und nach meiner Kenntnis in Köln bei der ARGE sogar ein Rekrutierungsbüro unterhält. Ein weiterer Vorteil der Hartzgesetze aus Sicht der Politik - man kommt leicht an Kanonenfutter heran -.

Den Deutschen wird vorgeworfen, dass sie gegen Hitler keinen Widerstand geleistet haben. Jetzt wäre es an der Zeit, gegen die Kriegsvorhaben von CDU und SPD Widerstand zu leisten, ansonsten werden wir in einen Weltbrand hineingezogen, wie es ihn bisher noch nicht gegeben hat.

Die Geschichte beweist, dass mit der Angst der Bevölkerung operiert wird, wenn eine Regierung Argumente für einen Kriegseintritt schaffen will. Jeder Krieg der Geschichte ging immer nur um zwei Dinge: "Geld und Macht." Die Argumente der Regierungen waren dabei stets mit scheinbaren Fakten unterlegt, oft von den jeweiligen Regierungen selbst inszeniert. Das war beim Reichtagsbrand in Berlin so, beim Überfall auf Polen, wurde im Vietnamkrieg angewendet (Operation Ajax), in Europa bei Aktionen gegen Linke und die so genannten Roten Brigaden (Operation Gladio) und in zahllosen anderen Fällen. Die Brandsetzer (Politik und Kapital) leben meist in Sicherheit, die Folgen tragen immer die Menschen der Kriegsführenden Länder.

Eltern müssen sich darüber klar werden, dass es ihre Kinder sind, deren Leichen irgendwo in einem Massengrab verschwinden oder die verstümmelt und traumatisiert wieder nach Hause kommen (siehe Veteranen in den USA). Den Jungen, die es als Abenteuer ansehen und mit den Computerspielen am PC vergleichen, sei gesagt, es sind nur selten die Generäle, die man in die Leichesäcke packt, oder denen man die Gliedmaßen amputiert und anders als am PC stirbt man nur einmal und zwar endgültig. Krieg ist auch kein Abenteuer, sondern Schweiß, Entbehrung, ständige Angst und Schmerz. Allen sei gesagt, dass Krieg entmenschlicht. Mord wird zur Gewohnheit, das Töten eines Kindes zum Alltag und die Vergewaltigung zur Abwechslung. Krieg weckt alle schlechten Instinkte, die jeder in sich trägt und der letzte Krieg sollte das zur Genüge bewiesen haben. Deshalb kann ich nur raten, sich zu wehren. Die Koalition will nicht den Terror bekämpfen, sondern ihn exportieren.

Gewinner, das sind einzig und alleine die Aktionäre der Rüstungskonzerne und des dazu gehörenden Interieurs. Deren Kinder nehmen auch nicht an den Kriegseinsätzen teil, sondern sonnen sich auf den Bahamas oder anderen schönen Plätzen auf der Welt. Nicht zu vergessen, unsere Eltern und Großeltern konnten noch behaupten, dass sie nichts von den Vorgängen im dritten Reich wussten. Die heutigen Generationen haben diese Ausrede nicht mehr, denn die Informationsflut der heutigen Zeit unterrichtet so viele Details, dass jeder sich daraus ein objektives Bild selbst zusammensetzen kann. Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie zu den Schuldigen gehören wollen.