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Erstelldatum: 06.03.2007

Ein offener Brief der Kiefer Group (näheres unter dem eingefügten Link) verdient aus meiner Sicht, durch die Beteiligung vieler Unterschriften unterstützt zu werden. Als Anhang das Original Schreiben (Word-Datei) Seite 1 und Seiten 2-4

Offener Brief der Kiefer Group

KieferGroup
Initiative `Menschen, Wehrt Euch`
KieferGroup
Heinrich-Heine-Str. 5
47906 Kempen
Günther Kiefer
Vorsitzender der Initiative
Tel.: 02152/ 516318
Fax: 02152/ 558787
Mob:0171/ 3718360
Mail: monika-kiefer@t-online.de
Mail: guentherkiefer@kiefergroup.de
www.kiefergroup.de

- Macht muss zu mehr Geist und zu mehr Güte führen, sonst ist sie sinnlos -

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, sehr geehrter Herr Prof. Köhler, sehr geehrter Herr Müntefering, sehr geehrte Damen und Herren aus Politik, Wirtschaft, Medien, Institutionen, Verbänden, Vereinen, Foren und Initiativen,

dass Geist Macht hat und ist, ist keine Frage. Will aber Macht auch Geist haben und sein?

Vielleicht in den Bereichen, die der Öffentlichkeit, also einem großen Teil der Bürger dieses Landes, nicht wirklich transparent sind? In der Wissenschaft? An den Universitäten? In den Köpfen der Intellektuellen? In den Köpfen der Dichter, Denker und Schreiber vielleicht?

Die der Macht des vernetzten Denkens, der Macht der treffenden Worte und der Macht des strukturierten, disziplinierten und zielgerichteten Handelns mächtig und fähig sind? Und die dazu auch noch die mentale Stärke besitzen?

Was machen diese Menschen mit ihrer Macht? Gehen sie verantwortungsbewusst und verantwortungsvoll damit um? Nutzen sie diese ihre Macht, für sich und vor allem für dieses Land? Und ganz besonders für die, die von ihnen und ihrer Macht abhängen? Für die, die diese Fähigkeiten nicht haben? Für die Armen und Schwachen? Und damit im mehrfachen Sinn des Wortes für die gute Hälfte unserer Gesellschaft? Für den Souverän dieses Landes? Weil sie zum Geist der Macht und zur Macht des Geistes auch das wichtige Gut der Güte besitzen?

Weil sie wissen, das es nur eine gemeinsame Zukunft im Miteinander, im Nebeneinander und niemals im Gegeneinander geben kann?

Was aber kommt vom Geist der Macht und vom Geist der Güte bei den vielen Medien-/ Wahl- und Steuerbürgern an? Beim eigentlichen Souverän des Landes? Bei den Vielen, die den Geist, die Macht und den Schutz dieser Wenigen dringend brauchen?

Fühlen die Vielen, dass sie teilhaben dürfen, dass sie ein Teil des Ganzen sind, dass sie mitgenommen und wertgeschätzt werden? Dass sie gefördert und gefordert werden, dass sie ein überaus wichtiger und tragender Teil unserer Gesellschaft sind?

Jener Teil, der mit Stolz geschwellter Brust, glänzenden Augen, voller Leidenschaft und selbstbewusst zur Arbeit geht? Schon mit der nächsten Idee im Kopf, wie er seinen Arbeitsprozess effizienter und effektiver gestalten kann und der dies abends beim Bier stolz seinen Nachbarn, seinen Freuden und seiner Familie erzählt?

Denken Sie das?

Wir denken und wissen nein. Wir sehen und kennen fast nur noch gute Menschen und Mitbürger, die Angst haben, denen man die Angst ansieht und die, darauf angesprochen, ganz offen über ihre Angst und über ihren Frust reden.

Sie haben Angst davor den Job zu verlieren, von ALG I leben zu müssen und nach 12 Monaten in ALG II abzustürzen und dann von der Hand in den Mund zu leben, gläsern und immer unter Beobachtung des Amtes und der Willkür des Amtes (Staates) ausgesetzt. Sie müssen jeden Schritt abstimmen und sich manipulieren und entwürdigen lassen, wenn sie sich nicht verweigern und dagegen klagen, wie es inzwischen einige Hunderttausend getan haben und sicher weitere Hunderttausend tun werden.

Die Angst vor diesem `Schicksal` wird von geschätzten 20 - 30 Millionen arbeitenden Menschen, also zwei Dritteln des aktiven Arbeitsmarktes, geteilt. Es sind insbesondere die Menschen und Mitbürger, die in Branchen arbeiten, die der strategischen und operativen `Globalisierung` und den damit verbundenen `Mitnahmeeffekten` ausgesetzt sind und in denen das Management, die Gewerkschaften und der Staat ganz besonders `geschlafen` und versagt haben.

So im Schiffbau, der Stahlindustrie, der Automobilindustrie, dem Bauhaupt- und Nebengewerbe, dem Handel, der Dienstleistung, der Textilindustrie, der IT Branche und in großen Teilen der Forschung und Entwicklung, um diese stellvertretend zu nennen.

1961 musste der Bremer Autobauer Borgward wegen Finanzschwäche erst Vergleich und dann Konkurs anmelden. Nachdem der Bremer Senat keine öffentlichen Mittel mehr bewilligen wollte, mussten 15 000 Mitarbeiter entlassen werden.

1982 endete die Selbstständigkeit des damals zweitgrößten deutschen Elektrokonzerns AEG. Eine überzogene Expansionspolitik hatte das Unternehmen mit seinen 178 000 Mitarbeitern in Zahlungsprobleme gebracht. AEG ging im Daimler-Benz-Konzern auf.

Schulden von knapp einer Milliarde Mark zwangen den Baumaschinenhersteller IBH 1983 zum Konkurs.

1986 führte der Neue-Heimat-Skandal zum Ende des völlig überschuldeten Immobilien-Konzerns der Gewerkschaften.

1989 zerfiel der Handelskonzern COOP. Manager hatten mit fingierten Bilanzen Milliarden-Kredite besorgt. 50 000 Mitarbeiter waren betroffen.

1994 wurde die Sportbodenfirma Balsam ein Opfer der kriminellen Machenschaften der Bosse. Finanzmanipulationen hatten 1,3 Milliarden Mark Schaden verursacht.

1994 flogen die Kreditbetrügereien des Immobilienunternehmers Jürgen Schneider auf. Schaden: fünf Milliarden Mark.

1996 meldete der größte deutsche Werftenkonzern Bremer Vulkan Konkurs an. 15 000 Mitarbeiter waren betroffen.

Im April 2002 brach der Medienkonzern von Leo Kirch unter der Schuldenlast von 6,5 Milliarden Euro zusammen.

Anfang Juni 2002 meldete der Baukonzern Philip Holzmann Konkurs an.

Im Juli 2002 erwischte es den Maschinenbauer Babcock-Borsig.

Mit der Post, der Bahn, ThyssenKrupp, Mannesmann, der Telekom, BenQ, Siemens, Opel, DC, Bayer, Karstadt, VW, den Banken, den Versicherungen, dem Bergbau und vielen, vielen anderen Branchen, kleinen, mittleren und großen Unternehmen, könnten wir hier fortfahren.

Mittlerweile sind alle hierarchischen Ebenen und gesellschaftlichen Schichten von dem `Phänomen` Arbeitslosigkeit, Armut und der Angst davor betroffen. Ausnahmen, wie eingangs beschrieben, stellen hier vielleicht noch die Ausnahme dar.

Geht man so mit dem Souverän eines Landes um?

Die Menschen haben Angst davor krank zu werden, sich krank mobben zu lassen und bei längerer Abwesenheit den Job zu verlieren. Deshalb gehen sie krank zur Arbeit, lassen sich krank mobben und fügen sich dabei bleibende und irreparable Schäden zu, die dadurch, dass das Immunsystem ständig und nachhaltig geschädigt wird, `großartige` Entwicklungs-Chancen haben.

So z. B. die `Wohlstandskrankheit` Krebs und weitere psychische Krankheiten, wie Rückenleiden und Depressionen, die u. a. in einer ständig steigenden Selbstmordrate ihr trauriges Ende finden. Von Aggressivität, Neid und Hass gar nicht zu reden, die sich an den Minderheiten und den Andersdenkenden abreagieren und in einer besonders perfiden Art von psychischer und physischer Gewalt enden.

Die 20 Millionen armen Menschen in Deutschland - Tendenz steigend -, haben, wenn man es zynisch formulieren möchte, diese Angst hinter sich.

Sie haben keinen Job mehr, kriegen auch keinen mehr oder `arbeiten`, wenn sie denn überhaupt so etwas wie `Arbeit` haben, für einen Hungerlohn, von dem sie in de Regel nicht mehr leben können.

Mehr als 10 Millionen Menschen und Mitbürger `arbeiten` für 1 (ALG II), für 400 (`Aushilfen` mit 160h pro Monat), für 700 (Friseure) oder für wenig mehr und werden dabei ausgenutzt, ausgebeutet und auf menschenverachtende Art und Weise physisch und psychisch terrorisiert und zerstört.

Von den vielen Obdachlosen - Tendenz steigend - und den völlig verarmten Rentnern und Kindern, die teils nicht das Existenzminimum haben, gar nicht zu reden.

Wir sind ein armes reiches Land. Die Armen gehen langsam, fast sicher und dazu noch fast unbemerkt vor die Hunde, weil sie in die perversen Sprüche der Zyniker - wer will, findet Arbeit - und in die Worthülsen der Politiker nicht reinbeißen können und nicht satt werden.

Und die Reichen werden immer reicher und scheren sich, Ausnahmen bestätigen die Regel, einen Dreck darum, wie viel Arme wo und unter welchen Bedingungen `leben` und wie viel wann und wo an diesem `Leben` sterben. Frei nach dem Motto - etwas Schwund gehört doch dazu, oder? -.

Es interessiert ja auch kaum einen wirklich - die zuständigen Hilfsorganisationen und die wenigen Engagierten ausgenommen - wer wo auf dieser Welt wann und warum stirbt. Darunter 40.000 Kinder pro Tag.

Diese menschliche Erbärmlichkeit und diesen Wahnsinn müssen wir stoppen und künftig unterbinden.

Die, die haben, müssen geben und helfen. Und die, die nichts oder wenig haben, müssen mit Stolz und Anstand nehmen können und nehmen dürfen, ohne das dafür Gegenleistungen erwartet oder verlangt werden.

Deshalb verlangen wir:

  • Eine klare Außenpolitik, die sich von jeglicher Gewalt und der Unterstützung derselben distanziert und sich der Hilfe Notleitender und Verfolgter verpflichtet.
  • Eine klare Innenpolitik, die sich von jeglicher Gewalt und der Unterstützung derselben distanziert und der Erhaltung der Demokratie, auf der Basis unseres Grundgesetzes, unserer Verfassung, dient und verpflichtet sieht.
  • Eine Regierung, eine Exekutive, eine Politik, die sich ihrem Sinn und ihrer Aufgabe bewusst ist. Die sich bewusst ist, dass sie den Auftrag des Souveräns dieses Landes erfüllt und die sich bewusst ist, dass die Erfüllung dieser Aufgabe im Namen und zum Wohle des Volkes geschieht und die sich bewusst ist, dass sie damit eine besondere Verantwortung und eine besondere Sorgfaltspflicht hat, auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht.

Anmerkung:

Wir denken, dass unsere Regierung diesem Bewusstsein und diesen Anforderungen nicht gerecht wird und in keinem Punkt dem Willen des Volkes entspricht.
  • Eine klare Sozialpolitik, die diesen Namen auch verdient. Auf der Basis unserer Verfassung, unseres Grundgesetzes und im Name des Volkes. Die Menschenwürde ist und bleibt unantastbar, ebenso wie die Freiheit und die Entfaltung des Einzelnen, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Familie und auf einen Arbeitsplatz.

Anmerkung:

Wir denken, dass diese Rechte kaum noch vorhanden und/oder stark eingeschränkt sind. Das muss sich zum Wohle des Volkes, zum Wohle der Gemeinschaft und zum Wohle des Friedens in der Gemeinschaft ändern.

  • Eine klare Steuer- und Verwaltungspolitik. Die effizienter und effektiver wird und bleibt. Die Verwaltung abbaut und Entwicklung aufbaut und fördert. Die Steuern deutlich senkt und die den Verwaltungsapparat minimiert.

Anmerkung:

Wer bei 20 Millionen armen Menschen in diesem Land Luxuslimousinen als Dienstwagen fährt und Bezüge aus Steuergeldern bekommt, die dem 50 bis 100fachen der Hartz IV Bezüge entsprechen, hat nichts begriffen.

  • Eine klare Versorgungs- und Umweltpolitik, die auf umweltschonende und erneuerbare Energien setzt, auf mehr Ökologie, auf mehr preiswert und auf weniger billig.

Anmerkung:

Das heißt, Hybridtechnologie, Wind- und Sonnenenergie, ökologische Landwirtschaft und umweltbewusstes Denken und Handeln aller.

  • Eine klare Gesundheits- und Rentenpolitik, ohne Armut und ohne 4 Klassen Medizin
  • Eine klare Arbeitsmarktpolitik, die fordert und fördert und Perspektiven bietet. Und denen, die sich in der selbstbemühenden Warteschleife befinden, ein Bürgergeld in Höhe von 1.200 pro Person, damit sie sich ohne Druck und Angst und ohne auf - Nepper, Schlepper, Bauernfänger, Ämter und Wärmestuben - angewiesen zu sein, eine ihren Talenten und Fähigkeiten und eine der Menschenwürde gerecht werdende Aufgabe suchen können.

Anmerkung:

Es ist mehr als genug Kapital in unserer Gesellschaft, um all dies zu verwirklichen. Es muss nur anders verteilt werden. Wenn 50% unserer Gesellschaft 96% des Kapitals besitzen und 50% nur 4% des Kapitals, bleiben die einen `reich` und die anderen `arm` und unsere Gesellschaft kann und wird nicht funktionieren, weil Neid, Hass, Aggressivität und eine überbordende Bürokratie und Verwaltung das Miteinander bestimmen.

Da helfen auch keine noch so zynischen Sprüche wie - wer will, schafft es - wer arbeiten will, findet Arbeit - usw. Das sind die Sprüche derer, die diese frühimperialistische, rechtlose und willkürliche Entwicklung in unserem Land - Ausbeutung durch das Kapital - gerne weiter vorantreiben möchten. Auch diese Menschen werden irgendwann begreifen (müssen), dass es nicht funktioniert, wie der November 1989 stellvertretend für alle andere dieser Tage gezeigt hat.

Weitere Briefe werden dem folgen und viele Aktionen der KieferGroup `Menschen, Wehrt Euch`. Wir wollen die seelische, die emotionale Armut, in diesem Land bewusst machen helfen und die Menschen wach rütteln und ihnen und Ihnen immer wieder sagen, dass nicht nur die Klimakatastrophe auf uns wartet, sondern viele weitere Katastrophen, wenn wir nicht endlich wach werden.

Günther Kiefer

Zu den Inhalten und Forderungen des Briefes haben Menschen und Staatsbürger mit ihrem guten Namen und mit ihrer Unterschrift ihr Einverständnis erklärt:

Vorname: Familienname: Wohnort: