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Erstelldatum: 10.09.2009

Kernkraft

Kernkraft als Energielieferant ist ein umstrittenes Thema, auch in der Bevölkerung.

  • Ignoranten:
    Die simpelste Antwort auf das Thema Atomstrom ist: "Das interessiert mich nicht, bei mir kommt der Strom aus der Dose!"
  • Befürworter:
    Atomstrom ist die sauberste Energie, eine gerade im Zeichen des Klimawandels unverzichtbare Möglichkeit der Energieversorgung.
  • Kernkraftgegner:
    Kernkraft ist weder sauber noch sicher.

Das erste Argument soll witzig sein, ist aber ein Witz ohne Pointe, denn wer sich so äußert, ist entweder zu faul oder unfähig, sich mit der Materie auseinanderzusetzen.
Das zweite Argument kommt vor allem von den politischen Befürwortern aus den Kreisen der CDU, CSU und am stärksten von der FDP, wird aber teilweise auch in der Bevölkerung gebracht. Sieht man dann die Propaganda zu dem Thema, dann könnte man es fast glauben. Saubere Hallen, ein in sich geschlossener Block, verbunden mit Kühltürmen, aus denen allenfalls weiße Wolken in den Himmel steigen. Aber mit der Kernkraft ist es, wie mit manchen Menschen: Von außen bestens gestylt, innerlich verkommen und verschmutzt. Da ist zuerst die Kühlung zu nennen. Flusswasser wird für die Kühlung verwendet und als erhitztes Abwasser wieder in den Fluss zurück geleitet, für die Flüsse keineswegs von Vorteil und bei länger andauernder Hitze auch für das Kernkraftwerk ein Problem. Ist nämlich das eingeleitete Kühlwasser durch die Sommerhitze zu stark erwärmt, kann es die Kühlfunktion nicht mehr wahrnehmen und das kann fatale Folgen haben.
Von den Betreibern und den Befürwortern der Kernkraft wird auch stets versichert, dass die Kernkraftwerke sicher sind. Gelegentlich dringen mal Informationen über Störfälle nach außen, deren Ausmaß aber aus meiner Sicht immer verniedlicht wird, damit nur ja niemand nachdenklich wird und seine pro-Kernkraft-Einstellung ändert. Sicher, man wird für die Sicherheit alles tun (wenn es nicht zu teuer ist), aber der Mensch ist unfähig, wirklich alle Risiken im Vorhinein zu bedenken und präventive Maßnahmen dagegen einzuleiten. Das ist ähnlich wie das Autofahren, es geht lange Zeit gut, mitunter Jahrzehnte lang und dann plötzlich knallt es doch.

Aber nicht einmal der mögliche schwere Störfall ist das eigentliche Problem, sondern der Atommüll. Schließlich können die Brennstäbe eines Atommeilers nicht solange genutzt werden, bis auch das letzte radioaktive Isotop verbraucht wurde. Nach dem Abbrennen bleibt hoch radioaktiver Müll. Aber wohin damit? In Italien hat die Atomlobby die Mafia eingeschaltet (falls das unterschiedliche Gruppen sind), die diesen Müll weit weg von Italien ins Meer gekippt hat, z. B. vor den Küsten von Somalia, einer der Gründe dafür, warum aus Fischern Piraten wurden.

In Deutschland hat man ja CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne, aber auch die erforderlichen Experten, die für entsprechende "Spenden" Lagerorte für diesen Müll finden. Bevorzugt sind Salzbergwerke, wie z. B. Asse, Morsleben und Gorleben. Über das Endlager Asse war in der letzten Zeit viel zu lesen. Über Morsleben weniger, denn dieses Endlager war von der DDR als Endlager eingesetzt worden. Aber natürlich musste nach der Wende in Deutschland für die weitere Nutzung als Endlager für den Atommüll erst eine neue Tauglichkeitsprüfung her. Dafür hat sich unsere Kanzlerin Angela Merkel, damals noch Umweltministerin (als Kohls Mädchen) stark gemacht. Da sie ja studierte Physikerin ist, ein Umstand, auf den sie gerne verweist, wusste sie, was sie tat, als sie Morsleben eine "Unbedenklichkeitsbescheinigung" ausstellte. Auch bei der Frage um Gorleben als Endlager wurde seitens der Regierung Kohl massiver Druck ausgeübt, wie die Presse aktuell berichtet.

Die Sendung Panorama des NDR zeigt deutlich, wie verlogen über die Kernenergie seitens der Atomlobby und der Politik, hier vor allem der CDU/CSU und der FDP gearbeitet wird. Warnungen von nicht käuflichen Experten werden in den Wind geschlagen, denn wenn man Kernkraftwerke weiter betreiben will, muss man irgendwohin mit dem strahlenden Müll. Aber weltweit gibt es nichts, was sicher genug wäre, denn dieser Müll wird die nächsten Millionen Jahre weiter strahlen. Ausgerechnet die Parteien, die so oft und so gerne von der Verantwortung für die nachfolgenden Generationen reden, hinterlassen eine tödliche Bedrohung für die Nachwelt, die so weit in die Zukunft reicht, dass die Menschheit das Ende der Strahlung vermutlich nicht mehr erleben wird. Ausgerechnet die Parteien (CDU, CSU und FDP), die mit "ehrlicher, verlässlicher Politik" werben, machen sich stark für die Laufzeitverlängerung der bestehenden Atomkraftwerke, reden nach wie vor von "sauberer Energie", im vollen Bewusstsein, dass sie lügen, dass sich die Balken biegen. Sollten sie nun vielleicht umschwenken, weil zu viel über die kriminellen Machenschaften der Atomlobby und der Politik in der Frage der Endlagerung der strahlenden Abfälle an die Öffentlichkeit gedrungen ist, werden sie betroffen äußern, davon nichts gewusst zu haben, so wie es Hans Hermann Matthöfer (SPD) in dem Bericht vom NDR macht, der für die Entscheidung, Asse als Endlager einzusetzen, in den 70er Jahren zuständig war. Er hat natürlich von nichts gewusst und ich denke, wenn man Ex-Kanzler Helmut Schmidt fragen würde, bekäme man die gleiche Antwort. Nur stellt sich dann die Frage, wofür wir den Regierungsapparat eigentlich brauchen, wenn die Entscheidungen doch nur von den untergeordneten Ebenen und den so genannten Experten getroffen werden? Darüber hinaus, wer entscheidet denn, welche Experten befragt werden? Die Lobby?.

Eine Studie wurde in den letzten Tagen veröffentlicht, dass Kinder in der Umgebung von Kernkraftwerken häufiger an Leukämie erkranken. Dabei ist die Strahlungsintensität in der Umgebung von Kernkraftwerken weitaus geringer, als die von Experten ermittelten Grenzwerte. Seltsam, immer sind es Experten, deren Urteil für die vermeintliche Sicherheit herangezogen wird und nie werden Experten gehört, die Bedenken äußern. Eines allerdings ist sicher, tritt der endgelagerte Atommüll aus irgendwelchen Gründen aus (z. B. über das Wasser oder durch tektonische Verwerfungen), wird die damit verbundene Strahlenbelastung die von den Experten festgelegten Grenzwerte um ein Vielfaches überschreiten. Das wird zu genetischen Veränderungen führen, verkrüppelte und kranke Kinder werden geboren, vormals Gesunde werden krank werden und das Gebiet, wo das passiert, wird auf Ewigkeiten verstrahlt bleiben. Die Verantwortung für die dann auftretenden Krankheitsfälle werden die Betreiber der Kernkraftwerke weit von sich weisen. Auch die Kosten aller Versuche der Sanierung der Endlager werden nicht von den Verursachern getragen, sondern von uns.

Wollen Sie wirklich Parteien wählen, die dafür verantwortlich sind und Ihnen weiterhin einzureden versuchen, Atomstrom sei sauber? Dann kommt nämlich außer dem Strom aus der Dose noch die Strahlung und die lässt sich weder von Mauern noch von Fenstern abhalten. Eine in des Wortes wahrster Bedeutung "strahlende Zukunft!"

Irgendwie scheint mir, als käme die Diskussion um den Klimawandel der Atomlobby sehr gelegen. Ich kann nicht beurteilen, ob der Wandel überhaupt stattfindet oder es sich dabei um Klimaschwankungen handelt, von welchen die Erde seit Jahrmillionen betroffen ist. Aber ich glaube, dass kann niemand wirklich sagen, auch nicht die so genannten Experten. Wie stets, gibt es andere Experten, die das Gegenteil behaupten, aber deren Aussagen verhallen ungehört. Ich bin vor allem deshalb so skeptisch, weil so viel Trara gemacht, aber keine echten Konsequenzen getroffen werden. Der Raubbau an den Waldbeständen der Erde geht unvermindert weiter, obwohl Pflanzen die besten Vertilger von CO2 sind. Die 100-Watt-Birne wird von der EU verboten, aber es werden keinerlei Maßnahmen getroffen,, die nächtliche Beleuchtung der Städte zu reduzieren oder die Leuchtreklamen zu unterbinden, die Automobilbranche zu zwingen, nur noch Autos mit niedrigem Verbrauch zu produzieren oder den Flugverkehr einzuschränken. Im Gegenteil. Aber das ist ja auch Geschäft. Übrigens, die Verordnung, nur noch Energiesparlampen zu verwenden, ist auch Geschäft, denn für die Umwelt sind die meisten dieser Energiesparlampen wegen ihres Quecksilbergehalts ebenfalls mehr als schädlich.

Deshalb sollte sich jeder einmal fragen, wie glaubwürdig die Aussagen zum Klimawandel denn nun wirklich sind. Politiker düsen mit Flugzeugen von einem Ort zum anderen, lassen sich ihre Limousinen in den Urlaub nachsenden (Ulla Schmidt) und machen selbst keinerlei Anstrengungen, zur Einsparung von Energie beizutragen. Der Industrie werden ebenfalls keine echten Auflagen gemacht. Nachwievor werden z. B. Lebensmittel quer durch die Welt gekarrt. Beispiel Nordseekrabben: Sie werden in der Nordsee gefischt, dann nach Algerien oder an andere Orte in Afrika gekarrt, weil das Puhlen dort von billigen Arbeitskräften vorgenommen wird und dann zurück gekarrt, um sie in den Handel zu bringen. Das ist nicht nur Globalisierung, sondern auch Energieverschwendung in höchstem Maße. Obwohl Deutschland reich an Apfelsorten ist, werden Äpfel aus Übersee eingeflogen und in den Handel gebracht. Bei solchen Vorgängen werden Sie das Wort "Klimawandel" nicht zu hören bekommen. Im Gegenteil, die Regierung will viele Milliarden bereitstellen, damit die auf Kreditbasis funktionierende Vorfinanzierung der Transportkosten rund um den Globus aufrecht erhalten werden kann. Deshalb ist für mich der Klimawandel eine politische Fata Morgana, aus ganz anderen Gründen politisiert worden, als man uns weiszumachen versucht. Sparsam mit den Ressourcen umzugehen, ist eigentlich jedermanns Sache. Sparsam mit Energie umzugehen, ist alleine schon wegen der damit verbundenen Kosten eine Selbstverständlichkeit, wenn damit nicht nur Sparsamkeit, sondern auch noch Verantwortungsgefühl verbunden ist oder wäre, wäre der Wille zum Energiesparen vollkommen.

Jeder, der aus den vorgenannten Gründen die Atomkraft ablehnt, kann und darf nicht CDU, CSU, FDP oder SPD (wegen Mitverantwortung, siehe Matthöfer) wählen, sollte aber unbedingt wählen gehen, denn nicht wählen würde diese Parteien stärken, Auch die Kleinparteien zu wählen, sollte man auf die nächste Wahl verschieben, denn diesmal gilt es, die Gegenpositionen mit allen Mitteln zu verstärken, was Kleinparteien nicht können, weil sie an der 5% Hürde scheitern werden. Bleiben also nur noch die Grünen und die Linke. Die Grünen sind aus anderen Gründen nicht wählbar, weil sie die Zerstörung der Sozialsysteme in ihrer Zeit als Koalitionspartner der SPD (Agenda 2010) in vollem Umfang mit verantworten müssen. Bleibt also nur noch die Linke. Gehen Sie wählen und wählen Sie die Linke, die als einzige Partei noch nicht durch die Parteispenden der großen Konzerne und Banken bestochen und korrumpiert ist. Und jede Stimme ist wichtig, bei dieser Wahl mehr denn je.

Wenn ich an dieser Stelle noch einmal auf den Vorfall am Kundus zurückkomme, scheint das deplatziert. Aber es ist ein Hinweis, der Ihre Wahlentscheidung am 27.09. beeinflussen könnte. Wenn diese Regierung und vor allem die CDU/CSU an Jung als Verteidigungsminister festhält und versucht, die Vorfälle am Kundus als Ausrutscher darzustellen, verlässt sie rechtsstaatlichen Boden, denn sie verstoßen damit eindeutig gegen Art. 20 Abs. 3:

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

Das Grundgesetz geht allen (nachgeschobenen) Artikeln über die Bundeswehr (BW) immer nur von einem Verteidigungsfall aus. Der Einmarsch unserer Truppen in Afghanistan kann aber nicht als Verteidigungsfall gewertet werden, einer der Gründe, warum Jung das Wort "Krieg" immer so weit von sich weist. Seitens Afghanistans hat es zu keiner Zeit kriegerische Handlungen gegen Deutschland gegeben. Bisher wurde der Truppeneinsatz immer mit damit begründet, dass es um die Ausbildung von Polizei und Militär ginge. Aber 100 Polizisten und Tausende Soldaten ohne die Befähigung zur Ausbildung von Polizei und Militär sind ein Missverhältnis, wenn man die Aussagen ernst nehmen will.

Der Vorfall am Kundus ist jedoch eindeutig als Angriffshandlung anzusehen. Oberst Klein hat die Entscheidung getroffen, ohne sich auf Zeitdruck berufen zu können, was seinen Befehl noch als Kurzschlusshandlung in einer brenzlichen "Gefährdungslage" hätte entschuldigen können. Die bombardierten Laster standen sei Stunden unter Beobachtung, weit von einem Ort entfernt, wo eine akute Gefährdung anzunehmen war. Damit wurde die Handlung von Oberst Klein zu einer Angriffshandlung und es spielt nicht einmal eine Rolle, ob es sich bei den durch die Bombardierung Getöteten um Taliban oder Zivilisten handelte. Die Entscheidung des Oberst hat damit aus einer Art Blauhelmeinsatz eine Kriegshandlung im Sinne eines Angriffskrieges provoziert.

Unser GG als höchstes Gesetz sieht aber keine Entsprechung für einen Angriffskrieg vor. Daraus folgert, dass es auch keine gesetzliche Regelungen für einen Angriffskrieg gibt. Sollte es sie geben, sind sie ungültig, weil sie keine Entsprechung im GG haben. Aber nach Art. 20 Abs. 3 ist der gesamte Staatsapparat an Gesetz und recht gebunden. Jede Handlung, die sich außerhalb des gesetzlichen Rahmens bewegt, wird damit zu einem Verstoß gegen unsere derzeit noch gültige Verfassung. Wenn als Folge des Vorfalls nicht unmittelbar die Abberufung des Verteidigungsministers erfolgt, der sich ja voll und ganz hinter Oberst Klein gestellt hat und Oberst Klein nicht sofort suspendiert und angeklagt wird, agieren die Parteien im rechtsfreien Raum ohne gesetzlichen Auftrag. Die NATO-Bündnisverpflichtung kann auch nicht angeführt werden, denn auch dieser Vertrag ist nachrangig zu unserem Grundgesetz.

Vielleich wachen ja die Damen und Herren in Regierung und Bundestag noch auf. Wenn nicht, sollten Die Wähler den Vorfall als Präzedenzfall ansehen, der weitere, nicht durch gesetzliche Regelungen autorisierte Handlungen zur Folge haben kann, wenn diesen Parteien auch künftig Regierungsverantwortung übertragen wird.