Navigation aus    Navigation an
Erstelldatum: 14.04.2012

Griechenland ist ein Glücksfall

Zunächst die Frage, was hat ein Bild der hinduistischen Gottheit Kali mit der EU und mit Griechenland zu tun? Kali gilt als Göttin des Todes und der Zerstörung, aber auch gleichzeitig als Göttin der Erneuerung. Deshalb passt sie hervorragend als Synonym für die EU und den Euro. Die EU soll das alte System der Nationalstaaten zerstören und es durch eine Art Überstaat als Vorbote einer kompletten neuen Weltordnung als neues System ersetzen, Symbolisch könnte man also die Arme der Kali (Kali ist die mit den schwarzen Armen und dem schwarzen Gesicht) als die ehemaligen Nationalstaaten, aber auch als die ehemaligen nationalstaatlichen Währungen ansehen. Dieses Bild stellt Kali in Vereinigung mit dem Gott Bhairava dar. Bhairava (Shiva unter anderem Namen) könnte, so meine Phantasie, die USA darstellen und den Widerstreit der Vereinigung mit der eigenen machtvollen Identität von Kali darstellen. Erneuerung allerdings, das lehrt die Geschichte, muss nicht zwangsweise positiv sein. Sie ist im Fluss der Zeit lediglich eine von vielen Varianten des Lebens, die aber letztendlich immer wieder auf ein Ergebnis hinzielten und auch hinaus liefen, die Macht Einzelner über die Masse. Die EU und in ihrem Gefolge die NWO bezwecken nichts anderes. Auch insofern kann das Bild aus meiner Sicht sinnbildlich die Vereinigung der EU mit den USA darstellen, denn unter dem Namen Bhairava gilt Shiva als der Schreckliche und wie sieht wohl die Erneuerung einer "Zerstörerin (Kali) mittels der Vereinigung mit dem Schrecklichen (Bhairava) als Endresultat aus? Die Leiche, auf der die Beiden tanzen, versinnbildlicht uns alle (natürlich interpretiert der Hinduismus, das Bild völlig anders).

Griechenland ist ein Glücksfall, auch wenn die Presse und die Politik das anders sehen. Aber Griechenland zeigt in aller Klarheit, dass die EU nicht funktionell ist. Da hatte man schon lange in den EG-Verträgen eine Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) für die Mitgliedsländer der EU geplant und sich die Zustimmung der BRD mit der Wiedervereinigung 1989 (Delors-Bericht: stufenweise Verwirklichung der EWWU (Drei-Stufen-Plan), Beginn mit der 1. Stufe am 1. Juli 1990) erkauft. Dann wurde die Währungsunion zügig vorangetrieben und Anfang des neuen Jahrtausends verwirklicht. Ein großer Schritt für Europa, so tönten die Politiker in allen EU-Ländern. In allen? Nicht ganz, denn der Euro als Währung wurde offiziell 2002 nur von 12 Staaten (Einführung des Euro am 1. Januar 2002 Euro als offizielle Währung mit Euromünzen und Eurobanknoten in den zwölf Staaten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien) eingeführt. Inzwischen sind es nach der Ost-Erweiterung der EU 16 EU-Länder, die den Euro als Währung nutzen. Beitrittsländer müssen nämlich zuerst bestimmte Kriterien erfüllen, bevor sie den Euro als Währung übernehmen dürfen (Slowenien [am 1. Januar 2007], Malta und Zypern [am 1. Januar 2008], Slowakei [1. Januar 2009]. Lassen wir mal außen vor, dass es 6 weitere europäische Staaten gibt, die den Euro als Währung haben, obwohl sie nicht Mitglied der EU sind. Der Grund waren bereits bestehende gemeinsame Währungen (Fürstentümer Monaco und Andorra - Frankreich, Vatikanstadt und Marino - Italien, Spanien - Andorra). Großbritannien und Dänemark behielten sich das Recht vor, selbst über den Beitritt zur Währungsunion zu entscheiden.

Es wäre nun müßig, die ganze Entwicklungsgeschichte der EWWU zu erzählen, denn dahinter verbirgt sich ebenso viel politische Trickserei, wie mit der gesamten Gründung der EU. Ein Beispiel darf man allerdings nicht aussparen, nämlich der Trick, mit welchem Griechenland die Vorbedingungen für die Euro-Einführung (Konvergenzkriterien) umging. Griechenland war bereits damals (2001) hoch verschuldet und hat eigentlich die Konvergenzkriterien nicht erfüllt Aber clever hat die Regierung einen buchhalterischen Trick benutzt, indem sie die Rüstungsausgaben nicht, wie zuvor, bei Lieferung im Haushalt aufführte, sondern auf den Bestellzeitpunkt rückdatierte. Damit war die amtierende Regierung nicht mehr verantwortlich für die Überschreitung der Konvergenzkriterien, sondern die Vorgänger-Regierung. Fairerweise sollte allerdings gesagt werden, dass auch die BRD ähnlich agiert hat. Um die Konvergenzkriterien nicht zu überschreiten, wurde die Telekom und die Post buchhalterisch an die KFW verkauft, real nichts weiter als eine Umbuchung, denn alles, diese beiden ehemaligen Staatsbetriebe betreffend, blieb in der Hand des Bundes. Aber solche Tricksereien wurden im Regelwerk der EG-Verträge nicht abgefangen und damit waren beide, Griechenland und Deutschland EURO-like.

Wenn ich behaupte, Griechenland sei ein Glücksfall, dann deshalb, weil sich nun die Schwächen dieses Währungsverbundes offenbaren. Da haben 16 Staaten ihre Finanzhoheit an die EU abgetreten, agieren aber finanzpolitisch so, als hätten sie noch die Macht über die Finanzen. Nun kommen finanzielle Turbulenzen für ein einzelnes Mitgliedsland auf und schon gerät dieses ganze Kunstkonstrukt ins Schwanken. Früher hätte Griechenland als Folge eine Abwertung des Kurses vorgenommen. Doch das ist nun unmöglich, denn das würde eine Abwertung aller übrigen 15 EU-Staaten des EWWU bedeuten. Nun fordert die EU, dass die übrigen Mitgliedsstaaten einspringen, vor allem die Melkkuh Deutschland. Aber Merkel ziert sich noch und wird vermutlich von Sarkotzki unterstützt werden, weil für den das Backen kleiner Brötchen nach der Schlappe bei den letzten Wahlen angesagt ist und Zahlungen zur Rettung Griechenlands bei der Bevölkerung derzeit sicher nicht gut ankommen.

Lt. Merkel soll im Zweifelsfall der IWF (Internationale Währungsfond)) eingreifen, wenn Griechenland Probleme in der Kreditbeschaffung bekommt. Und natürlich bleiben starke Sprüche der Kanzlerin nicht aus. Starker Tobak ist da die in der ZEIT abgedruckte Argumentation von Merkel:

    Den Willen, ihre Position zu verteidigen, zeigte schon Merkels Verweis auf den europäischen Stabilitätspakt und die "historische Verantwortung" der Deutschen, eine starke europäische Währung zu garantieren und so das Erbe von Politikern wie Helmut Kohl und Theo Waigel zu bewahren. Das deutsche Volk habe die Mark im Vertrauen auf einen stabilen Euro aufgegeben, und dieses Vertrauen dürfe die Bundesregierung unter keinen Umständen enttäuschen. "Ich hielte es für falsch, wenn wir den Stabilitätspakt aufweichen würden, ich hielte es sogar für verhängnisvoll", sagte die Kanzlerin. Im Gegenteil, der Pakt müsse gestärkt werden, um künftig "ein bewusstes Unterlaufen seiner Kriterien, wie wir das im Falle Griechenlands erleben mussten", zu verhindern. Quelle: ZEIT online

Historisch betrachtet hat sie ja vielleicht sogar recht, denn es ist an sich wirklich historisch gesehen einzigartig, dass sich ein Mensch über geltendes Recht hinwegsetzen kann, indem er einfach sein Ehrenwort gibt. Dass hingegen der Deutsche die D-Mark im Vertrauen auf die Stabilität des Euro geopfert hat, ist historisch betrachtet eine Lüge, denn er wurde nicht gefragt, ebenso wenig, wie man ihn gefragt hat, ob er die EU wirklich wolle. Und ob die Neuverschuldung der BRD 2009 und 2010 dem Stabilitätspakt zur Ehre gereicht, ist eine weitere Frage. Denn die Telekom und die Post sind schon privatisiert und die Bahn, ja auch bereits eine von der KFW verwaltete AG. Sicher, die schwarz-gelbe Koalition hat die endgültige Privatisierung der Bahn, also den Verkauf der Aktien durch die KFW an "Investoren", bereits auf ihrer Agenda, Aber sie wird diesen Verkauf erst dann tätigen, wenn sie weitere Milliarden in die Hochrüstung der Bahn (weitere Trassen für Hochgeschwindigkeitszüge, neue Achsen für die ICEs) ausgegeben hat, Ausgaben, die keine Einwirkung auf den Preis haben werden. Doch das ist ein anderes Thema.

Griechenland ist nur der erste Fall, denn weitere Aspiranten der Euro-Zone sind im Visier der Geldmafia. So wurde von der Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit von Portugal bereits herabgestuft und man kann als sicher annehmen, dass weitere Mittelmeerländer folgen werden. Aber Abstufungen durch die Ratingagenturen haben zur Folge, dass für Kredite höhere Zinsen verlangt werden und wirken sich damit zwangsläufig auch auf den gesamten Währungskurs aus. Anders gesagt, der Kurs des Euro fällt. Für die Zocker wieder ein Grund, Wetten abzuschließen, ob der Kurs weiter fällt oder wieder steigt und wie das bei der Geldmafia so ist, hilft man ein wenig nach, um das Wettergebnis ein wenig zu beeinflussen, indem man Kredite verweigert oder gibt. Wenn Merkel dann also fordert (ZEIT), die EU-Länder müssten sich streng an den Stabilitätspakt halten und Länder, die das nicht tun, dürften nicht durch Kredite anderer EU-Länder gestützt werden, ist das bereits eine Bedeutungsänderungen der beiden Buchstaben EU, die dann nicht mehr für Europäische Union sondern für Eklatante Uneinigkeit stehen sollten. Wie gerne hat man die Mitgliedsländer der EU bisher als große Familie dargestellt. Aber das, was da momentan mit Griechenland abläuft, ist dann vergleichbar mit dem Bruder, der dem anderen Bruder nicht aus der Patsche hilft und ihn stattdessen zur Bank schickt, in diesem Fall zum IWF. Aber der IWF ist noch viel schlechter als sein Ruf und der ist schon schlecht genug.

Allmählich kristallisiert sich heraus, dass die EU kein tragbares Fundament hat. Sie ist nach wie vor eine Ansammlung von Nationalstaaten, in denen jeder dieser Staaten das tut, was er seit Bestehen getan hat. Er kocht sein eigenes Süppchen. und zwar auf höchst undemokratische Art. Denn in den wirklich gravierenden Themen hat das EU-Parlament die gleichen Rechte wie Sie, wenn Sie ins Theater gehen. Es ist Zuschauer und kann keinen Einfluss auf die Handlung nehmen, außer Buhhh zu rufen oder zu klatschen.

Griechenland ist ein Glücksfall. Das ist natürlich nur meine subjektive Sicht. Aber die Fassade der EU hat Risse bekommen und weil ein wirklich tragbares Fundament fehlt, bedarf es nur noch einiger kleinerer Erdbewegungen, möglicherweise ausgelöst von der Zockerbande, denen Steinbrück/Merkel die Milliarden regelrecht aufgedrängt haben und die EU kracht wie ein auf Sand gebautes Gebäude zusammen und das wird unweigerlich gewaltigen Staub aufwirbeln. Doch hat sich der Staub erst einmal gelegt, wird man endlich feststellen, dass es innen hohl und inhaltslos war. Ich, mit meinem Hang zu einer Bilderberg-Verschwörung würde allerdings sagen, die ganze EU war nur eine Kulisse für eine Bilderberg Horror-Szene, die nun abgedreht ist und wieder demontiert werden kann. Welche Szene als nächstes folgt, das wissen nur die Bilderberger und die, das wissen wir ja, verstehen sich aufs Schweigen.