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Erstelldatum: 10.09.2006

Gott

Meine Überlegungen zu diesem Thema gehen von der Frage aus: "Gibt es einen GOTT?" Gleich vorweg sei gesagt, ich habe keine Ahnung und im Prinzip ist es mir auch egal. Sicher fragen Sie sich, warum ich dann überhaupt zu diesem Thema schreibe. Nun, ich finde, man sollte sich auch einmal mit den Überlegungen eines Atheisten auseinandersetzen.

Wenn Sie ein streng gläubiger Mensch sind, sollten Sie hier abbrechen, denn meine Absicht ist nicht missionarisch, anders gesagt, ich will niemanden von meiner Ansicht überzeugen. Meine Ansichten sind rein subjektiver Natur und können deshalb völlig falsch sein. Aber es gibt so viele Themen in der regionalen und der Weltpolitik, die ihren Ursprung in den Religionen haben, dass man sich mit diesem Thema getrost einmal auseinandersetzen sollte und auch Ungereimtheiten der auf dem alten Testament beruhenden Religionen mal offen aussprechen sollte.

Nehmen wir an, es gibt ein Wesen (ES), dass dieses und weitere Universen geschaffen hat, aus unserer Sicht also GOTT. Nach der vorherrschenden Meinung der Religionen hält ES jeden Menschen im Auge, erwartet, dass wir zu ihm beten und ES preisen. Ich frage mich, warum sollte ES das wollen. Unser Planet ist nicht einmal ein Sandkorn im Universum und die Wahrscheinlichkeit, dass ES die im gesamten Universum befindlichen Sonnen ausschließlich als Beleuchtung für uns Menschen geschaffen hat, ist eine groteske und arrogante Fehleinschätzung. Inzwischen hat man festgestellt, dass auch andere Sonnen Planeten haben, die sie umkreisen. Menschliches Leben basiert auf Elementen wie Wasser, Sauerstoff und Stickstoff und einiges mehr und natürlich gehen wir davon aus, dass das die Grundlage für Leben ist. Doch das finde ich vermessen. Es gibt selbst auf diesem Planeten Leben, wenn auch nur in niedrigster (aus unserer Sicht) Form (Bakterien), dass in einer Schwefelbrühe existieren kann, das in extremer Säure existiert, das ungeheure Hitze verträgt. Es gibt andere, höher entwickelte Formen, die unter extremen Druckbedingungen existieren (Tiefseefische) oder die extreme Druckschwankungen problemlos verkraften (Wale).

Was spricht also dagegen, dass auf anderen Planeten sich auch höher entwickeltes Leben auf einer gänzlich anderen Basis bilden konnte? Ist Leben nicht eine permanente Form der Anpassung an die Umweltbedingungen? Wir haben von anderen Planeten unseres Sonnensystems Satellitenbilder und konnten kein Leben auf diesen Planeten feststellen. Dabei gehen wir aber immer von Leben in uns bekannter Form aus. Wer sagt uns, dass wir überhaupt in der Lage sind, ein völlig anders geartetes Leben zu erkennen? Schon die Artenvielfalt auf der Erde sollte uns sehr vorsichtig bei solchen Behauptungen sein lassen, zeigt sie doch, dass ES jede Nische mit Leben angefüllt hat.

Nachdem wir Menschen uns aus der universellen Gattung der Tiere ausgeklammert und uns den Titel "Krone der Schöpfung" verliehen haben, hat unsere Arroganz bedeutende Fortschritte gemacht. Mehrheitlich halten wir uns noch immer für die einzige "Intelligenz" im gesamten Weltall. Mehrheitlich sprechen wir den Mitbewohnern unserer Erde auch jegliche Intelligenz ab. Warum eigentlich? Dass Tiere durchaus intelligent sein können, beweisen zahlreiche Arten immer wieder. Warum überlegen wir nicht einmal, ob ihre Intelligenz nicht anders ist als unsere? Warum stellen wir unsere Intelligenz nicht einmal auf den Prüfstand. Was hat uns unsere Intelligenz denn wirklich gebracht?
  • Kriege
  • Steinwüsten (Städte)
  • Pharmakonzerne statt Gesundheit
  • Sklaverei für die Mehrheit der Menschen im Dienste Weniger
  • Zerstörung der Natur
  • Ausrottung ganzer Gattungen ohne Grund
  • McDonald, Burger King, Coca Cola, Kaugummi u. a.
  • Ein riesiges Verteilungsproblem

Das sind nur einige Beispiele aus einer ganzen Reihe. Tiere handeln nach unserem Denken aus Instinkt, ihre Fähigkeiten sind auf das Wesentliche beschränkt. Wir merken nicht einmal, dass die meisten unserer Handlungen ebenfalls Instinkthandlungen sind. Eine Menge unserer nicht vom Instinkt geleiteten Handlungen sind barer Unsinn, vergeudete Zeit. Arbeit gehört dazu. Sicher, bestimmte Arbeiten müssen getan werden, aber die meisten Arbeiten unserer Zeit sind überflüssig. Wir meinen nur, sie müssten sein und jubeln, wenn eine neue Erfindung kommt, die ein Produkt herstellt, dass keiner braucht, aber alle haben wollen. Und es schafft ja Arbeitsplätze. Wir haben Maschinen hergestellt, die Arbeit, die wir früher selbst verrichteten, nun für uns machen oder unseren Anteil an der Arbeit zumindest erheblich verringern. Wir haben die Maschinen erfunden und hergestellt, aber die Vorteile daraus schöpfen andere ab, die nicht einen Finger krumm machen. Statt dass diese Gerätschaften den Arbeitsaufwand für alle verringern, wirft man welche aus dem Arbeitsprozess heraus und beraubt sie ihrer Lebensgrundlagen. Und die Mehrheit sieht zu, wie bei wachsendem Reichtum gleichzeitig die Armut wächst. Tiere sind da scheinbar intelligenter. Sicher, die stärksten Tiere fressen zuerst und reichlich, doch dann dürfen die anderen an die Beute, denn sie fressen nur, was sie brauchen. Wir hingegen haben ein unvergleichliches Geschenk der Natur bekommen, die Intelligenz und Kreativität, doch beides missbrauchen wir nur. Wir setzen sie zum Nachteil der natur und zu unserem eigenen Nachteil ein.

Die Tatsache, dass wir Werkzeuge herstellen, lesen und schreiben können, verdanken wir in erster Linie der Stellung unseres Daumens. Nur unsere Daumenstellung befähigt uns, besser greifen, Werkzeuge herstellen oder schreiben und lesen zu können. Wäre die Stellung des Daumens nicht gewesen, wäre der Homo Australopithecina wohl Aasfresser geblieben. Erst die Herstellung von Gegenständen wie die Steinbearbeitung machte ihn zum Jäger, ließ das Gehirnvolumen wachsen. Diesem Umstand verdanken wir auch unsere Intelligenz. Gewiss, wir haben auch schöne Dinge geschaffen. Musik, Gedichte, Kunst. Aber auch Verbrechen, Mord, Drogen, Krieg, Gewalt.

Und wir haben uns unsere Götter geschaffen. In der Frühzeit der Geschichte waren es Geister. Alles war beseelt von Geistern, alles Unverständliche daraus wurde mit den Geistern erklärt. In jeder Gruppe der Menschen gab es einen Schamanen, der die Geister beschwor und versuchte, ihren Willen zu erkunden.

Als die Menschheit begann, Ansiedlungen zu bauen, verdrängten Priester die Schamanen und Götter die Geister. Über die Entstehung der Menschen wurden von den Priestern die abenteuerlichsten Geschichten erzählt und viele der Götter waren ausgesprochen blutrünstig. Sie verlangten nach Tier oder Menschenopfern. Jede Naturkatastrophe wurde dem Zorn der Götter zugeschrieben und mit Opfergaben wurde versucht, die Götter zu befriedigen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Lesen wir heute die Geschichten des Altertums, z. B. die griechische Geschichte, dann sind die Götter dieser Zeit natürlich reine Sagengestalten. Zeus (Jupiter), Hera (Juno), Ares (Mars), Aphrodite (Venus), Poseidon (Neptun), Apollon (Apollo), Athene (Minerva), Hestia (Vesta), Hermes (Merkur), Dionysos (Bacchus), Eros (Amor), Eos (Aurora) Artemis (Diana), Helios (Sol), Selene (Luna), Hades (Pluto), Demeter (Ceres), Persophene (Proserpina), Thanatos (Thanatos), Hebe (Luventas) Hypnos, Hekate, Hephästos (Vulkanus), diese Namen der griechischen (und römischen) Götterwelt waren im Prinzip im Aufbau wie die eines heutigen Konzerns. Zeus war der Boss und Hera seine Frau. Die übrigen Götter waren teils Vorstandsmitglieder, für bestimmte Unternehmensbereiche zuständig und in einer weiteren Untergliederung (die niedrigeren Götter) Bereichsleiter und Abteilungsleiter für spezialisierte Aufgaben. Aber alle Götter hatten sehr menschliche Eigenschaften, waren häufig untereinander zerstritten, konnten sich mit Menschen paaren und waren oft zornig auf die Menschen und ließen dann ihre Wut an ihnen aus. Auch diese Götterwelt hatte ihren Himmel und ihre Hölle. Der Himmel waren die glücklichen Inseln des Elysion, die Hölle war Tartarus, bewacht von Cerberus, dem Höllenhund mit den drei Köpfen. Im Gegensatz zur heutigen Religion war aber Hades für das gesamte Reich der Toten, also für Elysion und den Tartaros zuständig. Die Römer hatten die gleiche Götterwelt, lediglich die Namen waren andere (in Klammern). Betrachtet man die Götterwelt der Griechen, muss man sich Fragen, ob die Multinationalen Konzerne nicht ein Abbild der Griechischen Götterwelt sind.

Monotheismus (Fixierung auf einen Gott) hatte schon lange vor den Griechen in Mesopotamien seinen Ursprung genommen. Ausgangspunkt war ein Hirtenvolk aus dem Stamme der Semiten. Die Beschreibungen der Bibel beginnen eigentlich erst durch Moses, eine in der Bibel stark ausgeschmückte Gestalt, deren Existenz allerdings in der Forschung oft bestritten wird.

In den Büchern Mose findet man die Geschichte von der Entstehung des Universums und der Erde mit ihrem Garten Eden. Die Erschaffung des Menschen Adam aus Lehm und seines Weibes Eva aus einer Rippe von Adam, aber auch des erste Verbot (1. Mose 2,17), Aber die Geschichte kennt jeder, ziehen wir also ein Stück weiter, zum eigentlichen Stammvater der Juden, zu Abram, später Abraham geheißen. Er ist es, mit dem Gott lt. Mose ein Bund schließt. Doch damit verbunden sind einige merkwürdige Begebenheiten.

Abram hatte ein Weib, Sarai mit Namen. Auf Geheiß Gottes war er in die Nähe Ägyptens gewandert. Weil er nun fürchtete, dass Sarai wegen ihrer Schönheit viel Aufsehen erregen würde und man ihn evtl. killen würde, wenn man erfuhr, dass sie seine Frau war, sollte sie sich als seine Schwester ausgeben. Der Pharao erfuhr von ihrer Schönheit und holte sie in sein Haus und beschenkte Abram reichlich. Dafür, dass er Abrams Weib in sein Haus geholt hatte, schickte Gott ihm allerlei Plagen, so dass er Abram zu sich rief und ihn fragte, warum er nicht gleich gesagt habe, dass Sarai sein Weib sei. Danach ließ er Abram aus seinem Land geleiten und der zog wieder dorthin, wo er schon einmal einen Altar für Gott gebaut hatte (1. Mose 12 und 13). Für einen Gott ein merkwürdiges Verhalten, finde ich. Da belügen und betrügen Abram und Sarai den Pharao, und der Gott straft den Pharao dafür. Dieser Gott ist wahnsinnig auf Abram fixiert und ein wenig blutrünstig ist er auch. So lässt er in Mose 1, 15 Abram eine dreijährige Kuh, eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder plus einer Turteltaube und einer Jungen Taube bringen und mittendurch teilen. Diese Art Tieropfer waren eigentlich im Baalkult zu finden, für den monotheistischen Gott heutiger Prägung eher ungewöhnlich, ziehen sie sich aber noch eine ganze Weile durch das alte Testament. Auch die anschließende Unfruchtbarkeit von Sarai und die erste Leihmutter der Geschichte, die ägyptische Magd Hagar (1. Mose, 1, 16) mutet merkwürdig an.

All das berichtet Mose und noch eine Menge mehr. Natürlich ist es ein reicher Mann, mit dem Gott einen Pakt schließt, denn nach dem Ägyptenabenteuer ist Abraham sehr reich und hat sehr viele Knechte und Mägde. Und die Macht liegt immer in den Händen von Abraham und seinen direkten Nachkommen und nur mit und aus ihnen spricht der Herr.

Über den spektakulären Auszug des Volkes Israel aus Ägypten mit der Teilung des Jordan findet man in der gut beschriebenen Geschichte Ägyptens kein Wort. Als Moses dann die Gesetzestafeln bringt, die dieser Gott in Steintafeln geschlagen haben soll, muss er dafür an eine einsame Stelle gehen und offensichtlich ziemlich lange auf die Fertigstellung warten. Als er nämlich zurück zu seinem Volk kommt, haben die in der Zwischenzeit ein goldenes Kalb geschaffen und zu ihrem Götzen gemacht. Die Folge muss ein ziemliches Gemetzel gewesen sein, denn die Götzenanbeter wurden ja alle getötet.

Das alte Testament ist voll von recht grausamen Geschichten, Tieropfern und vielen anderen Dingen, die, so meine ich, dem Hirn von Menschen entspringen, aber nichts mit einem Gott zu tun haben, der ein riesiges Universum (oder auch mehrere) geschaffen hat. Dieser Gott hat den eigenartigen Hang, die Mächtigen "seine Wünsche" erfüllen zu lassen, vom Rest aber Arbeit und Demut zu fordern, mit dem Versprechen auf ein Leben nach dem Tode, wenn man gehorsam war oder der Hölle, wer sich seinen Wünschen auch nur ansatzweise widersetzt. Er lässt sich Paläste bauen, in dem ihm die Menschen huldigen sollen. Schließlich setzt er seinen Sohn in die Welt, in einer Weise, die mich an Zeus und Europa erinnerinnert, nur dass hier der heilige Geist die Aufgabe des Stiers übernimmt, lässt ihn qualvoll sterben und damit die Sünden der Menschen auf sich nehmen. Schon ein seltsames Ritual, irgendwie scheint dieser Gott ein Sadist zu sein, dem Qualen ein besonderes Vergnügen bereiten. Die Jünger dieses Sohnes tragen dann die Geschichte in andere Länder. In dieser Zeit ist es ein besonderes Privileg dieser vom Sohn des Gottes ausgehenden Religion, von Tieren zerfleischt und von den Römern gefoltert zu werden. Das sind dann die Märtyrer, scheußlich gestorben, aber im Paradies mit einem besonderen Platz bedacht. Der nach eigenen Aussagen liebste Jünger des Sohnes Gottes lässt sich zum Stellvertreter Christi küren, eine mit ziemlichen Machtbefugnissen ausgestattete Position. Statt den "Beladenen" die Füße zu waschen, lässt er sich die Füße küssen. So entsteht das Christentum. Er und seine Nachfolger weiten in der Folgezeit ihre Macht aus, begleitet von blutigen Gemetzeln und grausamsten Foltern, von Machtgier und Geldgier und immer darauf aufmerksam machend, dass es die vornehmste Pflicht ist, zu arbeiten und sehr bescheiden zu sein. Nach den Worten Jesu geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das ein Reicher in den Himmel komme, was die Kirchen aber nie abgehalten hat, die Reichen zu fördern, ihnen besondere Privilegien einzuräumen und die Armen zu fordern und zu versklaven. Ketzer waren nie die, die das Land mit Krieg überzogen, auch nicht die Pfaffen, die sich an den Kindern vergingen, sondern die, welche die Lehren der Kirche anzweifelten. Die heilige Inquisition nutzte ihre Macht, aufgrund von Denunziation und haltloser Beschuldigung Menschen auf das grausamste zu quälen und zu ermorden, um sich im Anschluss deren Besitz anzueignen. So hat die Kirche ungeheuren Reichtum erworben. Ihre Lehre verbietet im Grunde, zu leben und das Leben zu genießen. Sie bürdet dem Menschen ständig Schuld auf, selbst für Dinge, die eigentlich als die schönsten Geschenke der Natur angesehen werden sollten. Aber Schuld ist immer ein gutes Mittel zur Manipulation.
Sieht man sich die heutige Zeit an, dann sind es wieder die Parteien mit dem "C" im Parteinamen, die gegenüber der armen Bevölkerung die grausamste und zynischste Einstellung haben. Es sind die Parteien mit dem "C" im Parteinamen, die ihr OK geben, mit genetischer Manipulation Gott spielen zu wollen. Jegliche Ehrfurcht vor den Wundern Gottes ist ihnen fremd. Die Wege des herrn sind wahrlich sonderbar.

Schaut man in die USA, wo es die meisten christlich-religiösen Eiferer gibt, und auf die dortige Administration, die bei jeder Erklärung zig Mal Gott ins Spiel bringt und dann auf das unglaubliche Verlangen dieser Administration, Atomwaffen einzusetzen, dann müsste eigentlich jedem klar werden, dass diese Religiosität eine besondere Art der Heuchelei ist. Für mich immer unbegreiflich wird es sein, dass besonders Frauen oft ein tiefes (echtes) religiöses Empfinden haben, obwohl die ganze alttestamentarische Glaubenslehre von regelrechter Frauenfeindlichkeit geprägt, im Katholizismus bis in die heutige Zeit erhalten geblieben ist.

Religion ist aus meiner Sicht seit jeher ein Instrument, mit Heilsversprechen die Massen zu manipulieren, in die gewünschte Richtung zu bringen. Auch der Wunsch nach steter Überwachung kommt vor allem aus dem christlichen Lager. Diktaturen und kriminelle Vereinigungen (z. B. die Mafia) hängen ihre Religiosität wie ein Firmenschild nach außen. Kirche und Diktaturen lieben es, groß angelegte Zeremonien zu zelebrieren. Für mich eine ritualisierte Heuchelei. Im Namen des Christentums wurde gemordet und gefoltert (Inquisition), in blutigen Kriegen ganze Völker abgeschlachtet (Kreuzzüge), das Wort Gottes mit dem Schwert und dem Strick verbreitet (z. B. die Christianisierung Lateinamerikas).

Nein, ein Gott, der ein ganzes Universum in all seiner Schönheit schuf, der Leben in mannigfaltiger Form und eine Welt (die Erde) in all ihrer Schönheit und Vielfältigkeit geschaffen hat, ein solcher Gott legt kein derart kleinkariertes und brutales Verhalten an den Tag, wie es uns die Religionen weismachen wollen. Den Beweis bekommen wir täglich durch die Natur, die in ihrem vielfältigen Zusammenspiel den Menschen immer wieder zeigt, dass sie nur einen Bruchteil der Wunder dieser Welt bisher verstanden haben, Wunder, die die Ausgewogenheit dieser natur stetig beweisen. Jeden einzelnen Menschen im Blickfeld zu haben, ist ein von den Kirchen geschaffener Mythos. Stellen Sie sich eine Laborassistentin vor, die im Labor in einer Petrischale eine Bakterienkultur anlegt. Für die Bakterien wäre sie der Gott, zu dem man betet. Die Laborassistentin hört weder die Gebete noch interessiert sie die einzelne Bakterie. Sie untersucht lediglich, ob die Gesamtheit des Bakterienstammes die angestrebten Kriterien erfüllt. Ist das nicht der Falle, wird der Stamm genau so schnell vernichtet, wie er geschaffen wurde.

Die Götter sind seit jeher der Versuch des Menschen gewesen, Erklärungen für Unerklärliches zu finden. Blitz, Donner, Sturm, Vulkane und viele weitere Dinge waren im Altertum weitgehend unerklärliche Phänomene. So wurden Götter dafür verantwortlich gemacht und die Herrschenden habe diesen Glauben für die Manipulation der Massen zu ihrem Vorteil ritualisiert. Um den Menschen das Gefühl zu geben, dass sie nicht unweigerlich sterben, um sie aber gleichzeitig den Wünschen gefügig zu machen, wurden Himmel und Hölle geschaffen. Aber wenn ein Mensch stirbt, ist das Individuum endgültig gestorben. Es lebt allenfalls in den Genen seiner Nachkommen weiter, nicht aber als Individuum in einem Himmel oder einer Hölle. Gott und Teufel sind nichts als in jedem Menschen verankerte Charaktereigenschaften und er selbst bestimmt, welche Seite die Oberhand gewinnt. Leider verdirbt Geld den Charakter und sorgt dafür, dass bei vielen Besitzenden die schlechten Charaktereigenschaften überwiegen.

Ich sagte es bereits am Anfang. Ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt, der all die Wunder geplant und geschaffen hat, die uns umgeben. Doch wenn es ihn gibt, ist die Menschheit nur ein kleiner unbedeutender Teil des Gesamtplans, so wie ein einzelner Statist in einer Mammutverfilmung, ohne besondere Bedeutung. Stört sie auf lange Sicht die Gesamtheit, wird sie entfernt, ohne ein Lücke zu hinterlassen. Der Mensch braucht die Erde, die ihn mit allem versorgt, was er braucht. Die Erde braucht den Menschen hingegen nicht. Im Gegenteil, ohne ihn wäre sie besser dran, müsste sie doch nicht die von ihm angerichtete Zerstörung immer wieder reparieren.

Wäre ich ein Fan von Däniken, würde ich sagen, die Götter waren ein soziologisches Experiment, von Außerirdischen angestoßen und eine Zeitlang verfolgt, bevor sie wieder nach Hause flogen. Doch nicht einmal an diese "Götterversion" vermag ich zu glauben. Wir sind einfach nur Schädlinge, Parasiten im Pelz der Natur.