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Erstelldatum: 01.04.2007

Globale Erwärmung

In meinen Beiträgen habe ich immer wieder aufgefordert, selbst zu denken und die eigene Position auch zu überdenken. Dieser Forderung gilt natürlich auch für mich.

Unter der Überschrift Kein Klimawandel? habe ich meine Meinung zu dem Thema geschrieben, dabei ausdrücklich betont, dass meine Aussage auf einem Gefühl und nicht auf Wissen basiert. In der Folge habe ich zahlreiche Mails erhalten, die mir mit sehr detailliert gehaltenen Erklärungen klar gemacht haben, dass meine Ansicht falsch ist und der Klimabericht auch wieder nur eine Masche ist, Panik zu erzeugen, um weitere Möglichkeiten der Abzocke zu eröffnen.

Mir fehlen die Kenntnisse, die Erklärungen der im Klimabericht aufgeführten Begründungen wirklich zu verstehen und mir fehlen die Kenntnisse, die detaillierten Gegendarstellungen zu verstehen. Mit meiner auf reinem Gefühl basierenden Meinung sitze ich also nun in der Zwickmühle. Findet nun ein Klimawandel statt oder nicht? Beide Seiten haben Argumente, die ich weder bestätigen noch entkräften kann. So ist das eben bei Themen, wo nur der Bauch, aber nicht das Hirn mitredet. Nun sollte ich mich entscheiden, aber wie? Die Antwort ist relativ einfach: "Es spielt keine Rolle, wer Recht hat!"

Stimmt der Klimabericht, ist es zu spät, noch eine Änderung zu bewirken. Auch die im Klimabericht erwähnte Zeitspanne zur Schadensbegrenzung halte ich für unsinnig. Hat sich der Mensch erst einmal in das ökologische Gefüge eingemischt und eine negative Wirkung in Gang gesetzt, ist diese nicht mehr mit den geforderten Reaktionen aufzuhalten. Auch wenn der Mensch immer glaubt, die Zusammenhänge in der Natur zu verstehen, erkennt er immer nur kleine Teilabschnitte.

Haben die Leute recht, die mit ihren Gegendarstellungen den Klimabericht als Schwindel entlarven, dann wird nichts passieren und wir können beruhigt weiter machen. Eines ist mir bereits klar geworden. Unsere Bundesregierung präsentiert sich mit Sorgenfalten im Gesicht vor den Kameras der Fernsehanstalten und ermahnt uns, sparsamer mit der Energie umzugehen. Aber die wirklichen Verursacher jeglicher Schadstoffeinführung in die Umwelt in den Maßnahmenkatalog einzubeziehen, dass hat die Regierung nicht vor.

Gerade noch mit Sorgenfalten über die Auswirkungen der globalen Erwärmung die üblichen Sprüche losgelassen, präsentieren sich unsere Politiker wenig später mit der freudigen Botschaft, dass der Flugverkehr ausgeweitet und verbilligt werden soll. Die Idee, Flugbenzin zu besteuern und damit die Schadstoffeinführung durch eine Minderung des Flugverkehrs einzugrenzen, diese Idee weist man weit von sich, weil das ja wirtschaftliche Auswirkungen hätte. Da wurden Milliarden für die Entwicklung von Hochgeschwindigkeitszügen ausgegeben, aber gleichzeitig wird der Kurzstrecken-Flugverkehr verstärkt und gefördert. Um ihn bewältigen zu können, werden für neue Landebahnen rücksichtslos Naturschutzgebiete vernichtet.

Die Idee, von der Autoindustrie die Entwicklung und Einführung von Motoren zu fordern, die weniger Treibstoff verbrauchen oder mit alternativen Energien angetrieben werden, war so schnell vom Tisch, wie sie aufgekommen war. Da genügte ein Satz seitens der Autoindustrie: "Das wird Tausende von Arbeitsplätzen kosten!" Dass das genaue Gegenteil der Fall sein müsste, weil für die Entwicklungsarbeit in kurzer Zeit zusätzliches Personal vonnöten wäre, dieser Gedankengang scheint für unsere Politik zu hoch zu sein. Außerdem kann angenommen werden, dass auch die Mineralölkonzerne eine kleine Warnung an die Politiker sendeten. Wer kann es mir verdenken, wenn ich aufgrund der Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit auf die Idee komme, dass besagte Konzerne vielleicht auch mit der Einstellung von Schmiergeldzahlungen gedroht haben könnten?

Tiefensee sinniert, den Autofahrer mit dem Instrument der KFZ-Steuer in die Verantwortung zu nehmen. Wer eine alte Kiste fährt, zahlt mehr, wer ein neues Fahrzeug fährt, weniger Steuern. Diese Idee zeigt, dass die Gegner der Klima-Theorie zumindest in dem Punkt Recht behalten, in welchem sie das ganze Gerede um die globale Erwärmung als Abzocke bezeichnen. Wenn über die KFZ-Steuer Gegenmaßnahmen ergriffen werden sollen, werden wie üblich die tatsächlichen Verursacher geschont. Der Fahrer eines 10 Jahre alten Polo, Kadett oder eines anderen Kleinwagens, der im Jahr vielleicht 8.000 km fährt, bläst mit Sicherheit weitaus weniger Dreck in die Luft, wie die Fahrer von Nobelkisten mit 200 PS (und mehr), die im Jahr 50.000 km und mehr zurücklegen, davon, wo immer möglich, mit Geschwindigkeiten von 200 kmh und höher. Zusätzlich werden die Ärmsten im Lande, die ALG II-Empfänger, per Gesetz dazu verurteilt, nur Autos mit hoher Schadstoffeinleitung zu fahren und folglich die stark gestiegene KFZ-Steuer aufzubringen.

Ein Thema wurde von der Politik erst gar nicht aufgenommen. Haushalte, die sich bemühen, Strom zu sparen, werden von den Energiekonzernen mit höheren Stromkosten belastet als die Energieverschwender. Wer kann es den Menschen also verdenken, wenn sie ihre Anstrengungen, Energie zu sparen, angesichts dadurch entstehender höherer Kosten wieder aufgeben? Es gibt noch zahlreiche weitere Beispiele, dass die Gegner der Klima-Theorie in einem Punkt absolut Recht haben. Das Thema wird dazu verwendet, den Menschen auf mannigfaltige Art Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne wirklich sinnvolle Gegenmaßnahmen zu treffen.

Wie eingangs erwähnt, ich weiß nicht, wer Recht hat. Doch das spielt für mich auch nicht die entscheidende Rolle. Die Gegner der Klimatheorie argumentieren u. a., dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe ein natürlicher Prozess ist und dabei nicht mehr CO2 freigesetzt wird, als zuvor aufgenommen wurde und CO2 ein natürlicher Bestandteil der Luft ist, der in der Vergangenheit bereits in wesentlich höheren Konzentrationen in der Atmosphäre vorhanden war, ohne das Leben auf der Erde zu beeinträchtigen. Sie argumentieren weiter, dass die unkontrollierte Rodung der Urwälder in Südamerika, Asien und Afrika weit dramatischere Folgen für die Menschheit hat als die prognostizierten Folgen eines nicht vorhandenen Klimawandels. Dass der mit den Urwäldern betriebene Raubbau gravierende Folgen hat, ist nicht nur unbestritten, sondern auch bewiesen. Also haben die Gegner auch in diesem Punkt Recht. Bei der Verbrennung von Öl, auch einem fossilen Brennstoff, bin ich allerdings skeptisch. Denn ob Heizöl oder Benzin, in beiden Fällen wird nicht das gefundene fossile Öl als Brennstoff verpustet, sondern ein mit mannigfaltiger Modifikation versehenes Endprodukt, welches mit dem ursprünglich gefundenen fossilen Öl nicht mehr viel gemein hat.

Auch das ist für mich nicht entscheidend. Entscheidend sind für mich die vielen Schattenseiten, die mit der technischen Revolution verbunden sind. Die technische Revolution hat die Menschheit einen gewaltigen Schritt nach vorne gebracht, lauten die Argumente der meisten Menschen. Das stelle ich in Frage. Die technische Revolution hat uns Mobilität, Möglichkeiten zu weltweiten Kommunikation, massive Entlastung bei schweren und gefährlichen Arbeiten, medizinischen Fortschritt und viele Erkenntnisse im Bereich der Chemie und der Physik gebracht. Das sind die Vorteile. Übersehen wird gerne, dass mit der technischen Revolution auch eine massive Umweltverschmutzung, riesige Müllberge, mörderische Massenvernichtungsmittel, chemische und biologische Kampfstoffe und vor allem eine zunehmende Entmenschlichung verbunden war und ist.

Die Entlastung der Arbeit durch Maschinen wird nicht zur Entlastung der im Arbeitsprozess Eingebundenen genutzt, sondern ausschließlich zur Bereicherung einiger weniger. Die zunehmende Mobilität wird in immer stärkerem Maße zur Intensivierung der Ausbeutung verwendet (siehe Adidas). Für das neoliberale Blatt Focus mag ein Lohn von 70 in Vietnam ein Spitzenlohn sein und aus dem Bericht wird die unverhohlene Begeisterung des Blattes für den Ausbeutungstourismus von Unternehmen wie Adidas erkennbar. Mit keinem Wort geht das Blatt darauf ein, wie denn die Arbeitsbedingungen dort aussehen und ebenso unerwähnt bleibt die mit dieser Praxis nachweisbare unverhohlene Gier dieses Konzerns. Ein Arbeiter von Adidas in Vietnam fertigt im Monat 76 Paar Schuhe, also pro Paar weniger als 1 Euro Arbeitslohn. Rechnet man nun sonstige Kosten wie Material, Verwaltung, Transport etc. hinzu, dann fabriziert Adidas ein Paar für rund 5 Euro. Nun schauen Sie mal, welchen Preis Sie hier dafür zahlen. Adidas ist auch im Schwarzbuch Markenfirmen zu finden.

Die Möglichkeiten der Kommunikation haben die Menschen nicht näher zusammen gebracht, sondern auseinander. Man trifft sich nicht mehr bzw. viel seltener, sondern telefoniert, weil es da viel leichter ist, nicht zuzuhören. Die Geselligkeit vergangener Zeiten hat einer Dauerberieselung durch Radio, Fernsehen, Werbung, Nachrichten und Filmen Platz machen müssen. Dabei wirken die Nachrichten in ihrer nach politischen und wirtschaftlichen Kriterien gefilterten Form wie eine ununterbrochene Gehirnwäsche. Diese Gehirnwäsche beginnt für die Jugend bereits im Vorschulalter mit verheerenden Folgen.

Die Mobilität hat uns den EU-Subventionstourismus gebracht, indem man Tiere, Obst und Gemüse über mehrere Grenzen hinweg durch die Länder karrt, um in den Genuss von Subventionen der EU zu kommen. Gegen diese Art Tourismus mit einer hohen Umweltbelastung wird nichts unternommen. Die Mobilität hat den Luftkampf in Kriegen zur dominierenden Waffentechnik werden lassen, mit denen ein Einzelner relativ ungefährdet Tausende töten und verstümmeln kann.

Die Entwicklung in der Physik, der Chemie und der Gentechnik hat uns eine Lebenshaltung mit Produkten, von denen eine Vielzahl toxisch belastet ist (Gifte zur Schädlingsbekämpfung), die mit einer Vielzahl von Zusatzstoffen, deren Wechselwirkung nie überprüft wurde, versehen sind, die Tiere wie leblose Fabrikware, bar jeglichen Gefühls behandelt, ein zunehmende Belastung des Trinkwassers und viele andere negative Folgen beschert.

Im Zusammenhang mit meinem Klimabeitrag habe ich auch mal wieder eine Mail bekommen, in welcher ich an das Thema Chemtrails erinnert wurde. Bei Wikipedia wird das Thema unter Verschwörungstheorie geführt. Aber eine Verschwörungstheorie muss ja nicht unbedingt falsch oder lächerlich sein, nur weil die Öffentlichkeit ein Thema leugnet und als solches abtut. Also habe ich mal bei Google nachgeschaut und unter dem Begriff 829.000 Einträge gefunden. Aber auch zu diesem Thema kann ich nichts sagen, ja, dazu habe ich noch nicht einmal eine Meinung. Das Einzige, was ich weiß, ist die Tatsache, dass es mit den Kondensstreifen von Flugzeugen die eigenartige Bewandtnis hat, dass bei manchen die Auflösung der Kondensstreifen sofort beginnt, manchmal bei anderen die Streifen stundenlang am Himmel sichtbar sind. Da ich vom Fenster aus sehr viele Flugbewegungen beobachten kann, beruht diese Erkenntnis auf eigener Beobachtung. Zwei der mitgelieferten Links habe ich mal geöffnet, einmal im Forum parsimony und einen auf die Seite Chemtrail. Vor langer Zeit habe ich einmal einen Bericht gelesen, der über die Versuche der Beeinflussung des Wetters berichtete. Wenn sich 829.000 Internetberichte mit diesem Phänomen befassen, ist es sicherlich mehr als ein bloßes Hirngespinst. Der Traum, das Wetter beeinflussen zu können, ist auch ein uralter Menschheitstraum und für mich wäre durchaus vorstellbar, dass das, was als die Beobachtung von Chemtrails berichtet wird, in diesem Zusammenhang zu sehen ist. Doch das ist nur ein Denkanstoß, wieder aus dem Bauch heraus, ohne wirkliche Kenntnis über das Thema. Ich möchte mich auch nicht in das Thema vertiefen, denn dazu müsste ich wohl versäumte Chemie- und Physik-Studien nachholen und mich darüber hinaus mit den verschiedenen Sphären der Atmosphäre befassen (Troposphäre, Stratosphäre, Mesosphäre, Ionosphäre usw.). Sich über das Thema ein echtes Wissen zu verschaffen, ist fast unmöglich, weil es zu viele Beiträge mit den üblichen Verdächtigen gibt und auch mit oft aberwitzigen Erklärungen, warum das geschähe. Gibt es die Chemtrails wirklich, dann ist die einzige logische Erklärung für mich der Versuch, das Wetter zu beeinflussen und da hoffe ich, dass ich diese Möglichkeit nicht mehr erlebe.
Ich habe dieses Thema hier einmal eingestellt, weil sicher der eine oder andere Leser sich auch schon einmal mit dem Thema befasst hat und, falls es stimmt, auch hier ein Zusammenhang mit einer globalen Erwärmung bestehen könnte. Ansonsten möchte ich auf eine Seite verweisen, die sich ausfühlich mit den klimatischen Geschehnissen auf der Erde befasst. Ich habe die Seite noch nicht durch, aber sie macht auf mich einen absolut seriösen Eindruck. http://www.biokurs.de/treibhaus/

Technisch hat sich die Menschheit in den letzten 100 Jahren mit unglaublichem Tempo weiter, ethisch und moralisch hat sie sich zurück entwickelt. Eigenverantwortung ist das Schlagwort der Zeit. Doch wer wirklich eigenverantwortlich handelt, kann nicht zum Nachteil anderer handeln, denn dann wird er der Eigenverantwortlichkeit nicht gerecht. Eigenverantwortung ohne Mitverantwortung ist nicht einmal denkbar, geschweige denn machbar. Wer nur rafft, zum Schaden anderer, ist sich offensichtlich der Unverantwortlichkeit seines Tuns nicht bewusst oder sieht Verantwortung nur bei anderen, nicht bei sich selbst. Es ist ganz offensichtlich, dass unsere Politiker oftmals Begriffe anwenden, deren Sinn sie nicht verstehen. Dies gilt auch für den Begriff "Eigenverantwortung."

Jeder Stoff, den wir verwenden, kommt aus der Natur. Aber dem Menschen ist es gelungen, viele dieser Stoffe so zu modifizieren, dass sie nicht mehr in den Kreislauf der Natur zurückgeführt werden können, ohne bleibende Schäden anzurichten. So gelangt giftiger Abfall in die Umwelt, radioaktiver Müll wird im Boden gelagert und man erfindet immer neue Waffen, sich gegenseitig zu töten und zu verstümmeln. Grund- und Trinkwasser wird durch Überdüngung von Böden mit Kunstdünger oder durch die Einleitung ungeklärter Giftstoffe in die Flüsse vergiftet und viele andere tägliche Vorkommnisse beweisen, dass die geforderte Eigenverantwortung nicht wächst, sondern schrumpft.

Welche Rolle spielt es da noch, ob die CO2 Emissionen wirklich verantwortlich für eine globale Erwärmung sind. Wir haben so viele andere Wege gefunden, unsere Lebensgrundlagen selbst zu zerstören, kommt es da auf eine mehr oder weniger noch an? Blasen wir mit dem ständig wachsenden Verkehr nicht noch genügend andere Schadstoffe in die Luft? Merken wir nicht in den Ballungszentren, dass je nach Wetterlage das Atmen schwerer fällt? Ist nicht eine zunehmende Zahl von Krankheiten, vor allem Allergien, Beweis genug, dass wir uns selber krank machen?

Ob eine globale Erwärmung kommt und wenn ja, ob wir dafür verantwortlich sind, das kann ich nicht beurteilen. Dass aber mit der technischen Revolution die Zerstörung unserer Umwelt, das Aussterben ganzer Tiergattungen die Rodung der Wälder mit allen nachteiligen Folgen in einem ungeheuer beschleunigtem Maße fortgeschritten sind, steht außer Frage. Wenn wir, wie die Kirche behauptet, das Ebenbild Gottes sind, dann nur äußerlich, denn wir zerstören sehr nachhaltig das, was uns die Natur oder meinetwegen auch Gott geschenkt hat. Ist das der Sinn des Lebens?