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Gert Flegelskamp
Rhönstr. 17
63071 Offenbach
Internet: http://www.flegel-g.de
Mail: gert@flegel-g.de
07. August 2005

An die Regierungsmitglieder und alle Abgeordneten

Betr.: GEZ- Gebühren für die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten


Sehr geehrte Damen und Herren,

Nach der Sendung des NDR vom 4.8. d. M. mit dem Titel: - Die Hartz-IV-Falle - Arbeiten lohnt sich nicht! - hat sich in mir endgültig die Meinung gefestigt, dass die Erhebung von GEZ-Gebühren verfassungsrechtlich bedenklich ist.

Laut Grundgesetz Art. 3 Abs. 3 darf niemand wegen seines Glaubens, seiner Rasse oder seiner Herkunft benachteiligt werden.

Da aber nicht alle Bürger dieses Landes der aus Kapital, Politik, Wirtschaft, Medien und ca. 75 Prozent der Wirtschaftswissenschaft gebildeten Glaubensgemeinschaft des Neoliberalismus angehören, sind für diese Bürger die GEZ-Gebühren nicht tragbar.

Die Übertragung der frohen Botschaft der neoliberalen Glaubensgemeinschaft nimmt inzwischen einen derart breiten Raum bei den Sendeterminen der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten ein, dass es den nicht der Glaubensgemeinschaft angehörenden Bürgern nicht mehr zuzumuten ist, für diese Art religiöser Werbung Pflichtgebühren zu bezahlen. Die finanziell gut ausgestattete Glaubensgemeinschaft der Neoliberalen ist durchaus in der Lage, sich auch ohne Gebührenzahlungen der Allgemeinheit zu finanzieren.

Außerdem könnten Sie für die Finanzierung Mitgliedsbeiträge vorsehen und zusätzliche Spenden sammeln. Ich bin überzeugt, dass viele der Bürger, die bereits in den Genuss der Wunder des Neoliberalismus gekommen sind, gerne bereit sind, großzügig für die neoliberale Kirche zu spenden, die ihnen ja schon Segnungen wie die Gesundheitsreform, die Rentenreform und die Arbeitsmarktreform beschert hat. Ich bin sicher, dass vor allem Rentner und Langzeitarbeitslose, von dem unverhofften Geldsegen durch ALG II, wie ja aus dem oben erwähnten Bericht des NDR hervorgeht, oder der mit Nullrunden gesicherten Rente, gerne bereit sind, zu Ihrem Glauben zu konvertieren, um mit Beiträgen und Spenden die Missionsarbeit Ihrer Missionare, wie z. B. Frau Sabine Christiansen oder Frau Anja Reschke, zu unterstützen. Dabei gehe ich davon aus, dass die vom NDR für die Arbeit der GEZ angeworbenen Mitarbeiter für die Bearbeitung der Anträge auf Gebührenbefreiung, denen man zu dem viel zu hohen ALG II nun auch noch einen Bonus von 200 und mehr monatlich zahlt, indem man sie zusätzlich pro Stunde mit einem Euro entlohnt (das Rechenmodell habe ich den Aussagen von Prof. Boss entnommen, dessen höherer Mathematik ich nicht zu folgen vermag), bereits in Ihre Glaubensgemeinschaft eingetreten sind.

Ich bitte Sie, meinen Antrag wohlwollend zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Gert Flegelskamp

PS: Eine Frage hätte ich noch. Ist Ihre Glaubensgemeinschaft eine Untergruppierung oder eine Absplitterung der Scientology oder eine eigene, den gleichen Gott (Mammon) anbetende Gemeinde?

D. O.