Navigation aus    Navigation an
Erstelldatum: 16.06.2007

Biotope

Entgegen den früher gängigen Ansichten sind Sumpfgebiete keine Verschwendung nutzbaren Landes, sondern oftmals letzter Zufluchtsort für bedrohte Arten der Fauna. Hat man in vergangenen Zeiten versucht, solche Sumpfgebiete trocken zu legen, um das Land nutzbar zu machen, gibt es zum Glück immer mehr Menschen, die begreifen, dass es sich dabei um Biotope mit einer artenreichen Fauna handelt.

Erst langsam sickert in das Bewusstsein der Massen die Erkenntnis, dass es solche Biotope auch im politischen Umfeld gibt. Auch hier glaubt die Masse, eine Trockenlegung sei die adäquate Form der Bereinigung, weshalb in letzter Zeit immer wieder versucht wird, das politische Biotop Niedersachen, insbesondere im Umfeld von Wolfsburg, trocken zu legen. Diese Art Sumpflandschaft, in Jahrtausenden gewachsen, haben wohl zu viele Menschen hierzulande nicht vermutet. Sie waren der Ansicht, es gäbe sie nur im Orient und in Asien. Doch das war wohl mehr dem Umstand zu verdanken, dass den Menschen der Blick dafür fehlte. Es gab den Sumpf immer und es wird ihn immer geben, denn ihn trocken zu legen, ist nicht möglich. Allenfalls kann er verlagert werden.

Dabei ist dieser Sumpf so artenreich. Prostituierte, Betriebsräte, Kommunalpolitiker, Landes- und Bundestagsabgeordnete, Konzern-Vorstandsmitglieder, sie alle haben sich in diesem Biotop in Niedersachsen prächtig entwickelt, bis, durch Pressehäme aufgeschreckt, auch andere auf die Artenvielfalt in diesem Sumpfgebiet aufmerksam wurden und aus reinem Egoismus fordern, diesen Sumpf trocken zu legen.

Ich kann hier nur der Justiz meinen Dank aussprechen, die zumindest mildernd in diesen Prozess eingreift. Dabei müsste uns doch allen klar sein, wie nützlich die Fauna dieses Gebietes ist. Jeder weiß, ohne Bienen gäbe es keinen Honig, aber wer denkt schon daran, dass es ohne den Personalvorstand von VW (das Zentrum des Sumpfes) kein Hartz IV gäbe. Es kennzeichnet die Unbesonnenheit der Menschen, dass man nun versucht, die Moorleichen aus diesem Gebiet auszugraben. Und man wurde auch fündig, zuerst Hartz, Volkert und Gebauer, nun Uhl und Lenz. Zum Glück gibt es ja die Justiz. Sie deckt diese so offensichtlich gewordenen Stellen des Sumpfes mit ein wenig Asche ab, damit die Allgemeinheit nicht über das wahre Ausmaß des Sumpfes beunruhigt wird und hilft so, dieses politische Biotop zu erhalten.

Schaut man sich weiter um, findet man ein ähnliches Biotop mit noch weitaus stärkerem Sumpfcharakter. Ich spreche von Sachsen. Dort hat der Sumpf den Charakter des Urschlamms. Die als Sumpfspezialisten bekannten Damen und Herren (Landesverfassungsschutz) haben über die Lebensformen und die Lebensart in diesem Biotop eine Studie erstellt. Leider ist ein wenig davon wieder an die Öffentlichkeit gedrungen und gleich kommen wieder die Verfechter der Sumpftrockenlegung. Dabei sind doch die Lebensformen in diesem Sumpfgebiet noch weitaus interessanter als in Niedersachsen. Die dominante Spezies dort scheinen die Mafioso zu sein, die allerdings in einer starken Symbiose mit den Spezies aus Judikative, Exekutive und Legislative leben. Der Landschaftspfleger dieses Biotops (Datenschützer) ist empört, dass Informationen über dieses einzigartige Biotop an die Öffentlichkeit gedrungen sind. Er verlangt, dass diese Informationssammlung wieder unter Verschluss kommt, weil die Sammlung illegal erworben worden wäre und damit einen Verstoß gegen das Artenschutzabkommen darstellt (Non verum vincit).

Politische Biotope sollte man unangetastet lassen, sind sie doch der einzige Garant für die Rückkehr ins Mittelalter mit Sklaverei, Leibeigenschaft und Fronarbeit. Nur der ungehinderte Austausch kommunikativer, pekuniärer und sexueller Art zwischen den drei echten Gewalten (Mafia, Kapital und Politik) schafft die erforderliche Ausgangsbasis für eine neue Feudalzeit globalen Ausmaßes.