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Erstelldatum: 19.07.2006

noch mal die
Bilderberger

Schon wieder Verschwörungstheorie, werden Sie sich sagen und wollen ausblenden? Tun Sie es nicht, denn Sie können einiges erfahren, was nachprüfbar ist und was Sie vielleicht schockiert. Zuerst aber die Frage, was ist denn eine Verschwörungstheorie? Ist sie nicht eine Theorie wie jede wissenschaftliche Grundthese auch? Sollte man nicht versuchen, diese Theorie zu beweisen? Was passiert in einem Gericht, in dem ein Angeklagter permanent leugnet? Es werden Indizien gesammelt und am Schluss erfolgt ein Urteil aufgrund von Indizien. Oder glauben Sie, es gibt grundsätzlich keine Verschwörungen? Nun, dann glauben Sie auch immer noch, dass die Erde eine Scheibe ist und dann ist das Nachfolgende für Sie uninteressant.

Man findet im Netz viel Informationen über die Bilderberger, aber alle, die darüber im Zusammenhang mit einer Verschwörung berichten, werden als Verschwörungstheoretiker belächelt. Ist es ein Witz oder praktizierte Dummheit, dass viele Leute, die über Aussagen zu den Bilderbergern lächeln, sich andererseits darüber beschweren, dass die Politik weitgehend vom Kapital und nicht von Politikern gemacht wird? Oder ist es einfach Feigheit, sich mit einem solchen Thema zu beschäftigen, weil man Angst hat, man könnte unangenehm auffallen?

Ich glaube fest daran, dass die Bilderberger ein verschwörerisches Komplott ist. Beweisen kann ich es nicht, aber ich kann aufzeigen, dass einige Personen des inneren Zirkels einen sehr fraglichen Background haben. Und das möchte ich hier machen, Sie mit einigen Dingen vertraut machen, die, so glaube ich, heute nur noch sehr wenigen Menschen geläufig sind.

Die Idee dieser Konferenzen stammte von einem berühmten Polen, Józef Hieronim Retinger, einem promovierten Literaturwissenschaftler und Politikberater. 1954 wurde das erste Treffen der Bilderberger vorbereitet und fand im Mai 1954 im Hotel de Bilderberg in Oosterbeek (Niederlande) statt. Von diesem Hotel wird auch der Name "Bilderberger "abgeleitet. Dieses Treffen ist allerdings keine feststehende Organisation, sondern es werden durch den Vorsitzenden, unterstützt von zwei (ehrenamtlichen) Generalsekretären werden in der Regel zwischen 110 und 120 prominente Leute aus der Politik, dem Finanzbereich, der Industrie, Gewerkschaften, Hochschulen und den Medien eingeladen. Ca. 2 Drittel davon stammen aus dem westeuropäischen Raum, 1 Drittel aus Nordamerika. In etwa gleich ist das Verhältnis von teilnehmenden Personen aus der Politik oder politischen Organisationen (1 Drittel) und der Rest aus den vorgenannten Bereichen.

Beginnen wir bei dem Mann, der das erste Bilderberger-Treffen einberief und 22 Jahre den Vorsitz hatte, Prinz Bernhard der Niederlande. Sein voller Name lautet: Bernhard Leopold Friedrich Eberhard Julius Kurt Karl Gottfried Peter Prinz zur Lippe-Biesterfeld und erst seit seiner Heirat 1937 mit der niederländischen Prinzessin und späteren Königin Juliane brachte ihm den Namen Prinz Bernhard der Niederlande ein.

Er ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Werfen wir deshalb einen Blick auf seinen Lebenslauf. Er wurde am 28. Juni 1911 als Sohn des Grafen Bernhard zur Lippe-Biesterfeld und dessen Ehefrau Armgard Kunigunde von Sierstorpff-Cramm in Jena geboren. Der Stammbaum der von Lippe lässt sich bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen.

Er hat Jura studiert und trat 1935 als Referendar in den Dienst der IG-Farben. Dazu muss man ein wenig abschweifen. Die IG-Farben war 1935 eines der mächtigsten Monopole der Welt, das bereits damals global agierte. Schon 1904 hatten sie ein Kartell gebildet, die IG Farbindustrie und sich dabei an den amerikanischen Trusts orientiert. Das IG stand für Interessen-Gemeinschaft und bestand aus den Unternehmen AGFA, BASF und Bayer. Man beschränkte sich zunächst darauf, Erfahrungen auszutauschen und gegenseitige Konkurrenz durch die Herstellung gemeinsamer Produkte zu vermeiden. Während des ersten Weltkriegs schlossen sich weitere Chemieunternehmen dem Kartell an. Dazu gehörten: Cassella & Co. KG, Chemische Fabrik Griesheim-Elektron, die Chemischen Fabriken Uerdingen, die Hoechst AG und die Calle & Co. KG.

1925/26 gründete dann die BASF die IG Farbindustrie AG und nahm die anderen Unternehmen auf, die nunmehr nur noch Niederlassungen waren, also ihre rechtliche Selbständigkeit aufgaben. In Frankfurt entstand dann das Bürogebäude der IG-Farben, das damals größte Bürogebäude Europas (heute Uni Frankfurt).

Mit den Nazis hatten sie sich mehr als arrangiert. Sie haben dazu beigetragen, dass Hitler an die Macht kam, zusammen mit den damaligen Magnaten der Stahlindustrie, hier sind besonders Thyssen und Krupp von Bohlen Halbach zu nennen und der Kohleindustrie. Für die Wahl 1933 haben die IG-Farben Hitler mit der größten Einzelspende in Höhe von 400.000 RM unterstützt. Da nahmen sich die 100.000 RM von Thyssen schon fast mickrig aus. Während des 2. Weltkriegs haben die IG-Farben auf eigene Kosten (1 Milliarde RM) eine Buna-Fabrik (Herstellung synthetischer Kautschuk und aus Kohle synthetisiertes Benzin) in Auschwitz gebaut. Die mit dem Bau beauftragten Häftlinge wurden in dem eigens errichteten KZ Auschwitz III (Monowitz) untergebracht. Eine Tochter der IG-Farben hat das berüchtigte Zyklon B geliefert. Alleine in Monowitz sollen nach Untersuchungen mindestens 25.000 Häftlinge ums Leben gekommen sein, ganz zu schweigen von den mit Zyklon B vergasten Häftlingen.

Nach dem Krieg erfolgte durch die Alliierten die Zerschlagung der IG-Farben, allerdings in verharmloster Form, weil vor und während des Krieges eine enge Verflechtung mit den Nachfolgeunternehmen der Standard Oil (Rockefeller) bestanden hatte, auf die Rücksicht genommen wurde. 1951 beschloss die Bundesregierung, den Betrieb wieder aufzunehmen und das Unternehmen in die ursprünglichen Einzelunternehmen zu zergliedern. Von diesen ist heute nur noch Bayer und die BASF präsent. Alle anderen sind irgendwann durch Pleiten oder Fusionen wieder verschwunden. Lediglich die Wacker-Chemie ist heute wieder voll im Familienbesitz der Fam. Wacker.

So weit die Abschweifung zu den IG-Farben. Zurück zu Prinz Bernhard. Gleich im ersten Jahr wurde er Direktionssekretär der Niederlassung Paris. Er war Mitglied der SS und dort in der Reiterstaffel, später im NSKK (nationalsozialistisches Kraftfahrer Korps). 1936 lernte er die Prinzessin Juliane, Tochter der niederländischen Königin Wilhelmine der Niederlande kennen und wurde von ihr als Schwiegersohn akzeptiert, weil er Protestant und adelig war. In den Niederlanden gab es darüber heftige Diskussionen.

Kurz vor seiner Heirat traf er im niederländischen Königspalais den SS-Offizier Langenheim. Offiziell um seine Einschätzung zur politischen Situation in den Niederlanden und die Rolle der niederländischen Nazi-Partei zu erläutern.

Seine erste Reise als Mitglied des Königshauses führte ihn in die Reichskanzlei von Hitler. Die öffentliche Diskussion über einen möglichen Verrat niederländischer Interessen führte dazu, dass er aus allen Gruppierungen der Nazis austrat und brav ins Exil nach London ging. Die restliche Königsfamilie hielt sich in Ottawa in Kanada auf (dort war dieses Jahr die Bilderberg-Konferenz). In London versuchte Bernhard, in den englischen Geheimdienst zu kommen, aber man traute ihm nicht so recht. Auf Intervention von König Georg VI (UK) erlaubte man ihm später allerdings, in den Planungsstäben mitzuarbeiten. Später wurde er Offizier der Air Force. 1944 ernannte ihn seine Schwiegermutter zum Oberkommandierenden der niederländischen Streitkräfte und nach der Kapitulation nahm er an den Verhandlungen zu Kapitulation teil. Dabei sorgte er für einen Eklat in den Niederlanden, als er öffentlich Mitleid mit dem Wehrmachtsoffizier Blaskowitz äußerte, der zuständig für die Kapitulationsbedingungen der deutschen Wehrmacht in den Niederlanden war.

1961 wurde er Gründungspräsident des WWF (World Wildlife Fund). Neben außerehelichen Affären war er in den Lockheed-Skandal verwickelt, für den es offensichtlich auch Beweise gab, denn Ministerpräsident Joop den Uyl stellte ihn vor die Wahl: Anklage oder er zieht sich von allen Ämtern zurück. Er zog sich zurück, auch als Präsident des WWF.

1988 verkaufte er und seine zwei Bilder aus der Privatsammlung und spendeten das Geld 700.000 £) dem WWF. Seltsam mutet an, dass ein Jahr später Charles de Haes, der Generaldirektor des WWF, 500.000 £ an Prinz Bernhard zurück überwies, angeblich für ein privates Projekt. 1991 berichteten dann die Zeitungen, mit dem Geld seien für das so genannte Projekt "Schloss" Söldner angeworben worden (vorwiegend Briten), die in Organisationen eingeschleust werden sollten, die illegalen Elfenhandel betrieben, um so die Wilderer zu entlarven. Doch es stellte sich heraus, dass die Söldner sich am illegalen Handel beteiligten und, wie der irische Reporter Kevin Dowling aufzeigte, auch das südafrikanische Regime daran beteiligt war, vermutlich um den Fortbestand der Apartheid zu sichern. Der Reporter bezichtigte die im Projekt Schloss ausgebildete bzw. trainierte Spionageabwehr für das Boipatong-Massaker 1992 verantwortlich zu sein. In einem von Präsident Nelson Mandela 1995 in Auftrag gegebenen Untersuchungsbericht wurde angedeutet, die im Projekt Schloss ausgebildeten Söldner hätten Angriffe auf die ANC (Afrikanischer Nationalkongress, Interessenvertretung der schwarzafrikanischen und farbigen Bevölkerungsgruppen Südafrikas) geplant und durchgeführt. Sie hatten militärische Trainingscamps in den Naturschutzreservaten eingerichtet, in denen Kämpfer der UNITA und der RENAMO (Resistência Nacional Moçambicana) ausgebildet wurden. Prinz Bernhard wurde deshalb nie angeklagt, aber der dunkle Fleck auf seiner Weste auch nie raus gewaschen.

Der Prinz unterhielt weiterhin ziemlich intensive Kontakte zu Tibor Rosenbaum, dem Schweizer Bankier und Strohmann des Mafia-Finanziers Meyer Lansky und mit Robert Vesco. Vesco benutzte Amsterdam als Postadresse, als er erhebliche Summen aus den Fonds des von ihm kontrollierten Offshore-Finanzkonzerns Investors Overseas Services zweckentfremdete.

Seine Nazi-Vergangenheit wurde nie ernsthaft aufgearbeitet, ebenso wenig seine anderen diffusen Geschäfte. Als Vorsitzender der Bilderberg-Konferenz, eine Position, die er 22 Jahre lang innehatte, wirft es ein seltsames Licht auf die Konferenz, wenn er trotz aller Verfehlungen, auch während seines Vorsitzes, diesen Posten weiter bekleiden durfte. Seine Tochter Beatrix, die Königin der Niederlande, nimmt regelmäßig an den Bilderberg-Konferenzen teil.

Bis in die 70ger Jahre waren die Bilderberg-Konferenzen unbekannt. Aus diesem Grund sind auch die Teilnehmerlisten nicht auffindbar. Lediglich von einzelnen Personen ist bekannt, dass sie mindestens einmal an einer Bilderberg-Konferenz teilnahmen. Zu ihnen zählt Hermann Josef Abs. Dass er als langjähriger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank agierte und Finanzberater von Konrad Adenauer war, ist weithin bekannt. Weniger bekannt ist seine Nazi-Vergangenheit.

1937 nahm Abs ein Angebot als Nachfolger des verstorbenen Vorstandmitgliedes Gustaf Schlieper zur Deutschen Bank zu wechseln, und wird 1938 wird er in den Vorstand berufen, dessen Mitglied er bis Kriegsende 1945 blieb. Ebenfalls ab 1937 war er Aufsichtsratsmitglied der IG-Farben. 1941 wurde er Mitglied des Aufsichtsrates der Kontinentale Öl AG und Aufsichtsratsvorsitzender der Leipziger Pittler AG, einem Werkzeugmaschinenhersteller für die Produktion von Waffensystemen und Munition. Ende 1942 waren hier ein Drittel Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beschäftigt. Auf Initiative von Abs wurden bei der Pittler AG im Juni 1944 110 beschäftigte Kriegsgefangene mit geringer Arbeitsleistung abgestoßen, die man kurze Zeit darauf im KZ Buchenwald einlieferte.
Im Herbst 1944 war Abs Aufsichtsratschef der Mechanik GmbH Rochlitz einem Hydraulik-Hersteller für die Kriegsproduktion, die bei Leipzig ein unterirdisches KZ-Außenlager (Tarnname "Kali-Werk Georgi") mit ca. 1.000 Zwangsarbeitern und Häftlingen betrieb.

Als Vorstand der Deutschen Bank war er auch für die Arisierung von Unternehmen und Banken zuständig mitverantwortlich. Zu nennen sind hier das Bankhaus Mendelssohn und der Lederproduzent Adler & Oppenheimer, die neu gegründete Erft AG (die Familie Abs hält 50 % der Anteile) übernimm die Hubertus AG, ein Unternehmen, das mehrheitlich zum Konzern der jüdischen Petschek-Brüder gehört.

Nach dem Krieg wurde er von den Alliierten seines Amtes enthoben und für 3 Monate inhaftiert. Dann holte man ihn als Finanzberater in die britische Zone und nach dem Entnazifizierungsprogramm wurde er "entlastet" (Kategorie V). 1948 bis 1952 als Vorstandsvorsitzender der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Als Finanzberater von Adenauer hat er (erfolgreich) Finanzverhandlungen mit den USA und Großbritannien geführt. 1952 wurde er wieder als Banker aktiv, zunächst als Sprecher der Süddeutschen Bank Ag (ein Nachfolgeinstitut der Deutschen Bank. Als dann die Deutsche Bank wieder auflebte, wurde er dort Sprecher des Vorstandes und später Vorstandsvorsitzender. Er hatte später 30 Aufsichtsratsposten inne, davon 20 als Vorsitzender des Aufsichtsrats und galt als der mächtigste Mann und einflussreichste Mann im Bankwesen und in der Wirtschaft. Ein Banker aus Leidenschaft eben.

Abs war nie Mitglied der NSDAP. Ein Nazi war er trotzdem. Wie oft er an Bilderberg-Konferenzen teilgenommen hat, ist mir nicht bekannt. Aber wohl mehr als einmal, denn die Deutsche Bank ist immer vertreten, zuletzt durch Ackermann (2005).

Otto Wolff von Amerongen ist bzw. war ein weiterer ständiger Gast auf den Bilderberg-Konferenzen. Er gehört zum inneren Kreis der Bilderberger. Er ist ein Großindustrieller, von dem man weiß, dass unter seiner Führung Aktien, Gold und Wertpapiere von enteigneten Juden beschafft und für die Nazis in der Schweiz angelegt wurden. Der Regisseur Gerhard Friedl hat in einem mit Auszeichnungen versehenen Film Amerongens Rolle bei einigen Konkursen näher beleuchtet. Doch das alles hat von Amerongen nicht geschadet. Er war 20 Jahre lang Präsident des deutschen Industrie- und Handelstages und ist auch heute noch in zahlreichen Organisationen Ehrenpräsident, z. B. bei der Kölner IHK, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, der Deutschen Olympischen Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und auch dem Verband der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation.

Kurt Gerorg Kiesinger, seines Zeichens Bundeskanzler in Deutschland von 1965 bis 1968 hatte ebenfalls ein Nazivergangenheit, aber nicht so ausgeprägt. Man wirft ihm vor, dass er als Korporationsführer und Beisitzer in einem studentischen Philistervorstand mitverantwortlich war, dass diese Studentenverbindung den Nationalsozialismus mehrheitlich begrüßt hat. Außerdem arbeitete er unter Ribbentrop im Reichsaußenministerium und stieg dort zum Abteilungsleiter für Reichspropaganda auf und war zuständig für die Verbindung des Außenministeriums mit dem Propagandaministerium (Goebbels). Also weniger eine Nazigröße als ein biegsames Bäumchen, das es verstand, sich im Wind zu biegen.

Franz Joseph Strauß gilt als nationalsozialistisch unbelastet. Wie Bernhard von den Niederlanden war er ebenfalls in den Lockhead-Skandal verwickelt. Sollte er in dieser Zeit an den Bilderberg-Konferenzen teilgenommen haben, wird er sich sicherlich mit Prinz Bernhard ausgetauscht haben. Durch die Spiegel-Affäre geriet er 1962 in die Bredoulle. Seine Mitwirkung an dieser Affäre und der geschlossene Rücktritt der FDP-Minister zwang Adenauer dazu, bei der Neubildung des Kabinetts auf seinen Verteidigungsminister Strauß zu verzichten. Seine Reise 1977 nach Chile sorgte ebenfalls für einige Aufregung. Er empfing dort die Ehrendoktorwürde der Rechtswissenschaft, lobte ausdrücklich die Militärdiktatur Pinochets (wen wunderts, war ja auch von Kissinger eingefädelt) und übernachtete in der Colonia Dignidad des Sektenführers Paul Schäfer, der in Deutschland per Haftbefehl wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern gesucht wurde. Selbst Jahre später versuchte er noch Folteropfern der Pinochet-Diktatur politisches Asyl zu verweigern.

Hans-Günther Sohl, der spätere Vorstandsvorsitzende der Thyssen-AG wechselt von der Stinnes-AG 1933 zur Friedrich Krupp AG und von dort 1941 zu den vereinigten Stahlwerken (später Thyssen). 1942 wird er Wehrwirtschaftsführer der Reichsvereinigung Eisen und 1943 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vereinigten Stahlwerke. Wegen seiner Nazi-Vergangenheit wird er 18 Monate von den Alliierten interniert. Ab 1947 ist er für die Liquidation der vereinigten Stahlwerke zuständig, aus der hinterher die Thyssen AG entsteht. Dort wird er 1953 Vorstandsvorsitzender. Die Thyssen AG wird nach der Übernahme der Mehrheit am Rheinstahl-Konzern 1973 der größte Stahlkonzern Europas und der Zweitgrößte der Welt. Sohl war außerdem von 1972 bis 1976 Vorsitzender des BDI (Bundesverband Deutscher Industrie).

Machen wir einen Schwenk zu den Teilnehmern anderer Nationen, vor allem der USA bei den Bilderberg-Konferenzen.

An erster Stelle möchte ich hier die Fam. Rockefeller nennen. John D. Rockefeller (Abb.) galt als der reichste Mensch der Welt. Er war der Gründer der Standard Oil, die er zusammen mit seinem Bruder William Rockefeller zur führenden Oil-Kompanie in den USA ausbaute. Das Anti-Trust-Gesetz auf Betreiben des amerikanischen Präsidenten Teddy Roosevelt führte zur Zerschlagung des Trusts der Standard Oil in 34 Einzelunternehmen.

Die Folge war, dass der Shareholder Value rapide sank. John D. Rockefeller nutzte das und kaufte Aktien seiner Unternehmen auf, die bald darauf wieder kräftig stiegen, was ihm nach Schätzungen 200 Millionen $ Gewinn einbrachte, nach heutiger Rechnung wären das ca. 44,5 Milliarden $. Sein Bruder William stieg aus der Standard Oil aus und stieg statt dessen vermehrt in Grundbesitz, Immobilien und Eisenbahnen. Außerdem stieg er in die National City Bank (das ist die heutige City-Bank) ein, die er zusammen mit der Fam. Stillmann kontrollierte. William Rockefeller saß in 35 Gesellschaften im Vorstand und gilt auch als Mitbegründer des Metallgiganten Amalgamated Copper.

So viel zur Vorgeschichte. Die Nachkommen der beiden Brüder sind bis heute recht aktiv und alle reich. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn .....
  • nicht die Nachfolge-Unternehmen der Standard Oil (neben anderen großen US-Firmen) rege Geschäftsbeziehungen zu den Nazis und den IG-Farben während der ganzen Zeit der Nazi-Herrschaft unterhalten hätten
  • Wenn nicht die National City Bank neben anderen Großbanken regelrechte Geldwäsche für die Nazis und die mit den Nazis kooperierenden US-Unternehmen betrieben hätte

Bei Delacorte Press ist 1983 ein Buch von Charles Higham zum Thema "Trading with the Enemy, The Nazi - American Money Plot 1933-1949" erschienen. Auszüge aus dem Buch (in englisch) hat

Third World Traveler veröffentlicht.

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Über die Rockefellers wird gerne berichtet, dass sie "Philantropen" seien, weil sie große Teile ihres Vermögens in Stiftungen investierten.
  • The Rockefeller Foundation, gegründet 1913, heute geleitet von den Nachkömmling David Rockefeller. Für die Verwaltung seines Vermögens unterhält David ein Büro in der 56. Etage des Rockefeller Centers, das mit Picassos und Cézannes ausgestattet ist. Die Stiftung dient der Förderung der öffentlichen Gesundheitswesen und der medizinischen Ausbildung, des wissenschaftlichen Fortschritts und der Sozialforschung, sie hat sich eingesetzt für eine Steigerung der Nahrungsmittelproduktion, für Kunst und Kultur und viele andere Bereiche des öffentlichen Lebens rund um den Globus.
    Das ist die offizielle Version. Faktisch werden aber die Stiftungen von Rockefeller dirigiert. So macht die Stiftung intensiver Werbung für gentechnisch manipulierte Pflanzen, vor allem in der Dritten Welt. Sie bildet Biotech-Ingenieure der Drittweltstaaten aus und in Zusammenarbeit mit der IWF, die bei Kreditvergabe an diese Länder Bedingungen wie Anbau von Biotech stellt, wird die Landwirtschaftliche Produktion dieser Staaten in eine totale Abhängigkeit zu den USA gebracht.

So wie diese gibt es noch eine Reihe anderer Stiftungen und die mit den Stiftungen verbundenen Ziele hören sich alle gut an. Aber das gehört zum amerikanischen Gesellschaftssystem, das inzwischen auch in Deutschland kopiert wird. Es ist ein Methode des Einseifens der Bevölkerung, mit der man den Kapitalismus als humanitäres System verkauft. Eine Stiftung kann dann ihre Ziele unter dem Deckmäntelchen der Gemeinnützigkeit viel besser verkaufen, wie man auch am Beispiel der Bertelsmannstiftung in Deutschland sehen kann.

Das "humanitäre Engagement" ist gleichzeitig ein Exportschlager der amerikanischen Hochfinanz, der Traum vom American-way-of-life. Wie gut es funktioniert, kann man in Deutschland wunderbar beobachten. Die gelieferten Hilfsgüter nach dem 2. Weltkrieg haben dazu geführt, dass noch heute massenhafter Protest kommt, wenn man gegen die USA schreibt oder spricht. Sie haben uns befreit und geholfen, dass der Aufbau in Deutschland viel schneller als erwartet vonstatten ging. Dass das nicht so uneigennützig war, wie es damals schien, können wir heute sehen. So enthielt der Marshal-Plan ganz klare Direktiven, beim Wiederaufbau Deutschlands die amerikanische Geschäftspolitik zu übernehmen. Der gleiche Mann, der den Marshall-Plan ausarbeitete, ist auch verantwortlich für die Direktrive PP-23.

Ich möchte nicht weiter abschweifen. Fest steht, dass das Mäntelchen der reinen Nächstenliebe auf die Rockefellers nicht anwendbar ist. Die Gründung der Rockefeller Foundation fällt erstaunlicher Weise ins gleiche Jahr, in dem unter Führung der beiden Grossfinanzgruppen Rothschild und Rockefeller eine private Zentralbank (FED oder Federal Reserve System), legitimiert durch Präsident Wilson, die Geldgeschäfte der USA an sich gerissen hat und beherrscht es noch heute. Kennedy, der ein Gesetz erließ, das Notenbanksystem wieder unter die Kontrolle des Staates zu bringen, wurde kurze Zeit später ermordet und sein Nachfolger Johnson hatte nichts eiligeres zu tun, als diese Gesetze wieder zu annulieren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Betrachten wir noch eine schillernde Figur im Bilderberg-Reigen: Henry Kissinger. Welch Zufall, seine ersten politischen Gehversuche hat er unter dem Gouverneur Rockefeller getätigt. Für die deutsche Presse und Politik ist er eine hehre Lichtgestalt. Zusammen mit dem Nordvietnamesen Lê Ğuc Tho erhielt er 1973 den Friedensnobelpreis für den Friedensvertrag mit Nordvietnam, den Lê Ğuc Tho im Gegensatz zu Kissinger jedoch ablehnte, da der Krieg zu dieser Zeit noch andauerte. In einer Sendung, die ARTE 2004 ausstrahlte, wurde Kissinger beschuldigt, die Verlängerung des Krieges provoziert zu haben, weil der vorzeitige Rückzug sich negativ für die anstehenden Wahlen ausgewirkt hätten. Ein weiterer Vorwurf, der Kissinger in dieser Sendung gemacht wurde, dass er den Mordauftrag für den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende in Chile gegeben hätte, die dem nachfolgenden und blutigen Regime des Diktators Pinochet den Weg zur Macht öffnete. Es ist definitiv belegt, dass die CIA den Putsch gegen Allende massiv unterstützte, so wie sie in anderen, lateinamerikanischen Ländern Militärregime oder den Putsch rechtsgerichteter Kreise unterstützte. Und es ist erwiesen, dass Kissinger in einigen dieser Terroraktionen die Finger im Spiel hatte und bei anderen Aktionen im Verdacht steht, daran beteiligt zu sein, ohne dass man ihm etwas nachweisen konnte. Man weiß ja, dass das Erinnerungsvermögen bei Politikern schwach ausgeprägt ist und so konnte sich auch Reagen vor einem Untersuchungsausschuss nicht erinnern und damit war auch Kissinger aus dem Schneider.

Definitiv ist seit Anfang der 90ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts bekannt, dass eine von Kissinger entwickelte Strategie unter dem Namen NSSM-200 in die US-Politik eingegangen ist und auch verfolgt wird. Die Aktionen der Rockefeller Foundation liegen auf dieser Linie.

Ich habe hier einige der Personen aufgeführt, die ständig an den Bilderberg-Konferenzen teilnehmen. Niemanden scheint zu stören, dass bei einigen deutschen Teilnehmern eine nachgewiesenen Nazi-Vergangenheit existiert, auch nicht bei den jüdischen Teilnehmern. Offensichtlich hat der Holocaust einige Jüdische Mitglieder der Hochfinanz auch nicht gehindert, trotzdem Geschäfte mit den Nazis zu machen.

An den Bilderberg-Konferenzen haben inzwischen mehr als 2.000 Personen teilgenommen, immer aus Kreisen der Politik, der Hochfinanz und der Industrie. Es waren Leute wie Bahr, Scheel, Genscher, die man eigentlich (relativ) positiv in Erinnerung hat, Andere, wie Bazel, Graf Lambsdorff und Schröder hat man in weniger guter Erinnerung. Doch man sollte bedenken, diese Leute sind eigentlich nur Befehlsempfänger.
Von den Konferenzen sind die Teilnehmerlisten öffentlich, zumindest seit einiger Zeit. Die amerikanische Internet-Seite Bilderberg.org hat die Teilnehmerlisten seit 1991 veröffentlicht. Aber von dem, was sich in dem jeweiligen Hotel abspielt, ist nichts bekannt. Nur ganz selten kommt es vor, dass sich jemand mit einem Ausspruch verplappert, schließlich sind es auch nur Menschen (was diese Leute aber nicht zu begreifen scheinen). Aber das Ziel ist klar. Die Bildung einer Weltregierung, beherrscht von Bankern, Großindustriellen und Medien-Moguln. Das geht auch aus verschiedenen Aussagen hervor, die Teilnehmer der Konferenzen irgendwann machten, aber auch aus einem Auszug aus einem Buch des jüdischen Politberaters Nahum Goldmann, das in Deutschland 1915 veröffentlicht wurde.

Hier weitere Aussagen:

Nun mag Ihnen eine Weltregierung ja ganz angenehm erscheinen, eine einheitliche Welt, keine Kriege. Dann sollten Sie aber bedenken, für die Leute, die Sie dann wirklich regieren, sind sie kein Mensch, sondern ein beweglicher Gebrauchgegenstand, leicht programmierbar und leicht ersetzbar.. Und wie ein Gruppe Gangster arbeiten sie jetzt zusammen, aber wenn der Coup geglückt ist, beginnt der Streit um die Beute und haben Sie schon einmal gesehen, wie sich Geyer und Hyänen um die Beute streiten? Das ist harmlos im Verhältnis zu dem, was sie dann erleben werden.

Niemand hat die Bilderberger gewählt, niemand hat sie legitimiert, aber sie bestimmen die Richtlinien der Politik. Die jährlichen Meetings dienen dazu, den aktuellen Jahresplan an die Handlanger weiter zu geben. Die eigentlichen Drahtzieher bleiben im Dunkeln, aber sie müssen mächtige Druckmittel haben, weil inhaltliche Aussagen über die Konferenzen nie veröffentlicht werden. Es mutet seltsam an, kurz nach der diesjährigen Konferenz bricht die Krise in Nahost aus und wir müssen befürchten, dass sie sich ausweitet. Condoleezza Rice sagte im Fernsehen: "das sind die Geburtswehen eines neuen Nahen Osten". Ob Rockefeller und Rothschild sich vielleicht bei Beginn des 2. Weltkriegs geäußert haben: "Das sind die Geburtswehen eines neuen Europa"? Das ist natürlich Spekulation, aber möglich wäre es.