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Erstelldatum: 24.04.2007

Berechnung der Rente

Abhängig Beschäftigte zahlen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Aus den Beiträgen wird mit einer Formel berechnet. lassen wir die Notationen der Formel

  • n = Wachstumsrate der Bevölkerung
  • p = Wachstumsrate des Lohnsatzes
einmal außer Acht und fixieren uns auf reale Werte. Ein GRV-Beitragszahler zahlt von seinem Bruttoeinkommen einen Rentenbeitrag incl. des Arbeitgeberanteils von derzeit 19,9%. Gehört er zu den Besserverdienenden und übersteigt sein monatliches Einkommen 5.250,00 (West) oder 4.450,00 Ost (Monatswert der

Beitragsbemessungsgrenze (BBG)), dann zahlt er nicht vom gesamten Einkommen den prozentualen Beitrag, sondern nur bis zum in der BBG angegebenen Wert, also 1939% von 5.250,00 (WEST) bzw. von 4.450,00 (Ost). Diese Werte gelten auch, wenn das Einkommen normalerweise unter der BBG liegt, aber in Monaten mit Sonderzahlungen darüber (Z. B. Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld).

Aus den so gezahlten und für alle 12 Monate addierten Beiträgen ergibt sich die Jahressumme der Beitragsleistung und die Jahressumme des beitragspflichtigen Einkommens (BE). Vom Staat wird auf der Basis des durchschnittlichen Einkommnes (Ermittlung durch das Stat. Bundesamt) ein Durchschnittseinkommen (DE) ermittelt. Ihr BE wird nun durch das DE geteilt und das Ergebnis ist der Wert der Entgeltpunkte (EP) für das entsprechende Jahr. Das ergibt also die folgende Rechnung:
  • BE / DE = EP
Mit echten Zahlen wird das verständlicher. Nehmen wir fiktive Zahlen an:
  • BE = 19.500,20
  • DE = 21.400,00
  • Die Rechnung: 19.500,20 / 21.400,00 = 0,9112 EP

Die im Laufe Ihres Arbeitslebens angesamelten EP werden bei Renteneintritt addiert. Sonderberechnungen werden dabei für Ausbildungszeiten (max. 3 Jahre) oder auch bei Kindererziehungszeiten von der Rentenversicherung errechnet. Die aus der Addition aller ermittelten Entgeltpunkte ermittelte Summe (SEP) wird dann mit dem aktuellen Rentenwert (RW) multipliziert. Der aktuelle Rentenwert beträgt derzeit 26,13 (West), bzw. 22,97 (Ost). Das Ergebnis der Multiplikation ist dann die Bruttorente, die sie solange beziehen werden, bis sich der Staat entschließt, den RW anzuheben, also das zu tun, was im eigentlichen Konzept der dynamisierten Rente vorgesehen und versprochen war, die Rentenanpassung. Aber unsere Politiker tun sich viel leichter damit, Diäten und steuerfrei Pauschalen für Abgeordnete anzupassen, als dieses bei den Renten.

Alle genannten Werte sind nicht statisch. Ein Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze bringt höhere Einnahmen in die GRV und wird ziemlich regelmäßig praktiziert. Der Durchschnittsverdienst wird jedes Jahr ermittelt, aber erst zwei Jahre später endgültig festgelegt (Was bei Neurentnern zu einer Veränderung der Rentenhöhe führen kann). Der Rentenwert ändert sich immer dann, wenn die Politik großzügig ist und eine Rentenerhöhung vornimmt.

Von der Bruttorente geht dann Ihr Anteil an der gesetzlichen Krankenversichrung und der volle Beitrag für die Pflegeversicherung ab. Überschreiten Sie mit der Höhe Ihrer Rente den Arbeitnehmerfreibetrag, dann müssen Sie für Ihre Rente Steuern zahlen.