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Arten der Gewalt

Spricht man von Gewalt, werden damit meist unbewusst Bilder assoziiert, von dem Mann, der seine Frau schlägt, von prügelnden Hooligans, von Ausschreitungen bei einer Demonstration, von Krieg, also von physischer Gewalt, einer Gewalt, die Spuren hinterlässt, angefangen von blauen Flecken bis hin zum Tod.

Diese Art der Gewalt erzeugt Abneigung, denn viel zu selten wird ernsthaft hinterfragt, was der Auslöser gewesen ist. Es gibt Arten der Gewalt, subtiler, um nicht zu sagen hinterhältiger, weil nicht sichtbar. Da gibt es die kommunikative Gewalt, oft wirkungsvoller und nachhaltiger als die physische Gewalt. Verprügelt ein Mensch einen anderen, sind die Spuren oft nach wenigen Tagen verschwunden und das Leben geht wieder seinen gewohnten Gang. Kommunikative Gewalt kann aber bleibende Schäden hinterlassen, die niemals mehr heilen. Als Beispiel möge das Mobbing dienen, das immer mehr zu einem erkennbaren Problem im Umfeld der Arbeit wird. Beleidigungen, Gerüchte, bewusste Ausgrenzung, Hohn und Spott, Gehässigkeit und mehr sind die Spielarten. Sie hinterlassen nicht sichtbare Wunden, die mitunter niemals heilen.

Jeder Mensch ist nur begrenzt belastbar. Das gilt für die Psyche ebenso wir für die Physis. Prügelt man auf einen Menschen mit Faustschlägen, Fußtritten oder Knüppeln ein und hört nicht auf, ist irgendwann der Tod die Folge. Bei psychischer Gewalt ist das Ergebnis unterschiedlicher Art, aber immer bleiben Schäden, die öfter als bei physischer Gewalt nicht mehr zu heilen sind. Die einen ziehen sich zurück, entwickeln Ängste, bekommen Depressionen, reagieren mitunter mit Unterwürfigkeit in der Hoffnung, damit den Terror beenden zu können. Oder sie verlieren die Fähigkeit der dialogen Kommunikation. Oft endet das Verhalten letztendlich im Suizid.

Andere reagieren irgendwann mit Aggression. Die Ausgrenzung führt zur Entwicklung von Minderwertigkeitskomplexen und Gewalt empfinden sie dann als Befreiung, gibt ihnen ein Gefühl der Macht und wenn sie sich mit Gleichgesinnten zusammenrotten, entstehen Banden oder Gruppierungen, die immer wieder durch Gewaltausbrüche auffallen, für die eine rationale Erklärung fehlt. Ausgeübte Gewalt führt zur Verrohung, bei der nach und nach Hemmschwellen abgebaut werden.

Ich glaube, dass so genannte Amokläufe ihren Ursprung in der kommunikativen Gewalt haben. Sie stauen alles auf, hilflos, sich zu wehren, bis irgendwann eine Art Explosion erfolgt, ein Amoklauf ohne erkennbaren Anlass und ohne Bezug der Opfer zum Täter. Versucht man anschließend, die Ursachen eines Amoklaufs zu ergründen, findet man nichts, weil die eigentlichen Verursacher nicht einmal wissen, dass ihr Verhalten diese Reaktion auslöste und wenn sie zumindest eine Ahnung haben, werden sie den Mund halten.

Nicht selten hat häusliche Gewalt ihren Ursprung in dieser kommunikativen Gewalt. Es kann der in der Firma erfahrene Frust dazu führen, dass der Betroffene Frau und Kinder schlägt und misshandelt. Aber auch eine ständig nörgelnde Ehefrau, der nichts recht ist und die ihren Mann ständig mit Schuldzuweisungen traktiert, kann dazu führen, dass er irgendwann die Beherrschung verliert und zuschlägt. Ist eine solche Hemmschwelle erst einmal überwunden, wird leicht eine Gewohnheit daraus. Ein falsches Wort reicht dann schon zu einem Gewaltausbruch.

Jeder Mensch braucht für sein Ego gelegentliche Erfolgserlebnisse. Werden ihm die vorenthalten und erfährt er stattdessen Demütigung, Verachtung und Spott, wird sich irgendwann eine dauerhafte zerstörerische Reaktion ergeben, bei den einen in Form selbstzerstörerischer Handlungen, bei den anderen in der Form praktizierter Aggression.

Eine dritte Form der Gewalt ist die strukturelle Gewalt. Hier ist an erster Stelle der Staat zu nennen. Nicht von ungefähr kommen Begriffe wie "Gesetzgebende Gewalt, Gewaltenteilung, Polizeigewalt usw.". Der Staatsapparat hat ein Gewaltmonopol und nutzt es auf unterschiedliche Weise. So wird ein Diktator um sich eine gewaltbereite Gruppe scharen, die mit Gewalt seine Regierungsvorstellungen umsetzt und mit Angst und Schrecken jedes Aufbegehren unterdrückt. Dabei wird er aber sorgsam darauf bedacht sein, nicht selbst in die Schusslinie seiner "Getreuen" zu geraten, ein Vorhaben, das nicht immer gelingt, wie die Geschichte beweist.

Andere Staaten, die man nicht unbedingt als Diktaturen bezeichnen kann, nutzen eine Mischung aus Drohung und Gewalt dennoch für die Durchsetzung ihrer Politik. Auch wenn sie sich als Demokratie oder Republik bezeichnen, verwenden sie Gewalt für die Durchsetzung ihrer Politik. Hier ist es nicht unbedingt die physische Gewalt. Ich würde es als Abart der kommunikativen Gewalt ansehen, hier nicht in Form von Hohn, Spott und Verachtung, sondern in Form von mehr oder weniger subtiler Propaganda, um ein dem Ist entgegenstehendes Verständnis von Gegebenheiten in der breiten Masse zu verankern. Dass dabei Ausgrenzung, Beschimpfung und Verächtlichmachung durchaus probate Mittel sind, ist gerade in der heutigen Zeit leicht zu erkennen. Dabei gibt es kurzfristige Vorhaben, für deren Verwirklichung jedes Mittel recht ist, ausgenommen das Mittel der Wahrheit. Auf diese Art wurde in den USA der Irak-Krieg vorbereitet. Mit gefälschten Beweisen, ständiger Wiederholung des Bedrohungspotentials seitens des Irak, dem Hinweis, wer sich gegen die Regierung und ihren Plan eines Angriffs auf den Irak stelle, sei unpatriotisch und natürlich mit dem ständigen Verweis auf Querverbindungen zur al Qaida und dem Ereignis des 11. September wurde das Bewusstsein weiter Teile des amerikanischen Volkes, ja, sogar der Welt, regelrecht vergewaltigt. Diese Vergewaltigung hält bis heute an. Darstellungen der Geschehnisse im Irak werden gefiltert und es grenzt schon fast an ein Wunder, wenn einmal andere Nachrichten in den westlichen Ländern durchsickern, das ein anders Licht auf die Okkupanten wirft.

Aber wir müssen nicht in die USA auswandern, um diese Art der Gewalt zu erkennen. Es gibt genug davon im eigenen Land. Rente, Krankenversicherung, Hartz, alles wurde auf die gleiche Weise vorbereitet. Indem man Rentner als gierige Monster hinstellte, die der Jugend den Weg in die Zukunft verbauen, konnte man relativ leicht eine Ausgrenzung der Alten erreichen, dabei die tatsächlichen Umstände verschleiern. Bei den Krankenversicherung wurde das gleiche Prinzip verwendet und weil das alles so gut geklappt hat, wurde man bei den Hartz Gesetzen noch wesentlich dreister. So wie Beck derzeit Arbeitslose "ermahnt, man müsse nicht alles mitnehmen", haben Schröder und Clement bereits 2004 über die rücksichtslose "Mitnahmementalität" von Leistungsempfängern fabuliert. Beck kann man zumindest noch zugute halten, dass er auf das schlechte Beispiel von Gutsituierten verwiesen hat, etwas, dass Schröder und Clement seinerzeit völlig vergaßen. Dabei scheint der Masse nicht bewusst zu werden, dass Menschen, deren Geld gerade bis zum 20. des Monats reicht, logischer Weise die gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um überleben zu können. Großzügig übersieht die Masse, dass die Kritiker ausgerechnet aus den Reihen kommen, die nicht nur alle legalen Möglichkeiten ausschöpfen, sich zu bereichern, sondern durchaus auch illegale Methoden zur eigenen Bereicherung verwenden.

Bemerkenswert ist dabei, dass Solidarisierung offenbar in den oberen Ebenen (Politik, Kapital und Presse) wesentlich besser funktioniert, als in der breiten Masse. Das wird wohl mit den gemeinsamen Zielvorstellungen zusammenhängen. Vor allem ist aber ein besserer, interner Informationsfluss, mit Informationen, die der Masse nicht zugänglich gemacht werden, dafür verantwortlich, dass die übliche Informationsflut durch Presse, Rundfunk und Fernsehen selektiv nach ihrem Wahrheitsgehalt gefiltert werden kann.

Nehmen wir die Arbeitslosigkeit. Eigentlich weiß jeder in diesem Land, dass es keine Arbeitsplätze gibt. Trotzdem verfehlen Anschuldigungen über Faulheit, Schmarotzertum und die so genannte soziale Hängematte ihre Wirkung nicht. Arbeitslose sind Schmarotzer, für die ich von meinem sauer verdienten Geld zahlen muss, das bleibt hängen und verfehlt bei zu vielen seine Wirkung nicht. Auch der Umstand, dass man die Wirtschaft fördern muss, in Form von Steuerleichterungen, Subventionierungen und ähnlicher Propaganda, bleibt hängen, es muss alles nur oft genug wiederholt werden. Diese Art der kommunikativen Gewalt ist eine ständige subtile Art der Gehirnwäsche und damit darüber nicht nachgedacht wird, wird eine Fülle von Ablenkungsreizen geschaffen, so wie jetzt die Fußballweltmeisterschaft. Die Mehrheit fiebert diesem Ereignis entgegen, ohne dass ihr bewusst wird, dass dieses Fieber über Werbung, Nachrichten, Shows und etliches mehr systematisch hochgetrieben wird. Den Wenigsten wird die ungeheure Kommerzialisierung, aber auch Politisierung dieses Ereignisses bewusst, die eigentlich die Frage aufwerfen müsste, ob nicht ein Teil der Ergebnisse bereits im Vorfeld als geschäftliche und politische Transaktionen entschieden wurde. Es ist ein Milliardengeschäft geworden, kann man das wirklich dem Zufall und/oder den Kickern auf dem grünen Rasen überlassen?

Reizüberflutung ist ein probates Mittel, Information zu verhindern, dafür aber Botschaften zu vermitteln. Sieht man sich Filmangebote im Fernsehen an und denkt dabei an häufige Informationen aus Presse Funk und Fernsehen, fallen bei den Filmthemen häufig Übereinstimmungen mit aktuellen Nachrichten auf. Das ist keineswegs ungewollt. Es ruft einen Identifizierungsprozess hervor. Schließlich hat jeder Film einen Helden oder eine Heldin mit dem oder der man sich völlig unbewusst identifiziert. Ich beschreibe einmal kurz eine übliche Spielszene. Der abgrundtief Böse hat gerade einen heimtückischen und brutalen Mord begangen, den unser Held leider nicht mehr verhindern konnte. Aber er kommt früh genug, um die Verfolgung des Übeltäters aufzunehmen. In halsbrecherischem Tempo geht die Verfolgung durch verkehrsreiche Straßen. Es ist unausbleiblich, dass unser Held dabei mal ein Auto rammt, andere Wagen zusammenstoßen, weil er bei rot die Ampeln überfährt, sich Autos überschlagen oder in Flammen aufgehen. Am Schluss bekommt er Bösen doch noch nicht zu fassen, weil noch weitere, spektakuläre Ereignisse im Drehbuch eingeplant wurden. Welcher Zuschauer macht sich dabei schon Gedanken über die Unbeteiligten, die bei den Karambolagen vielleicht schwer verletzt oder gar getötet wurden?

Sie werden jetzt sagen, das ist doch nur für die Spannung und es waren Stuntman in diesen Autos. Stimmt. Aber im Film denken Sie darüber nicht nach. Sie akzeptieren die Sequenz so, wie Sie sie sehen und adaptieren, ohne es zu wollen, die Botschaft, dass jedes Mittel recht ist, das Ziel zu erreichen, in diesem Fall den Bösewicht zu fangen. Natürlich passiert das nicht bei einmaligem Sehen. Aber solche Sequenzen sind heute Standard in den so genannten Thrillern und häufig genug betrachtet, übernehmen Sie die Einstellung. Es ist nur eines von vielen Beispielen.

In diesem Jahr wird uns permanent eingehämmert, dass der Aufschwung endlich da ist. Es ist das Prinzip Hoffnung, mit welchem man hier arbeitet. Dazu gehört auch die Meldung, dass die Arbeitslosigkeit überproportional im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. Natürlich darf man diese aufflackernde Glut nicht behindern, indem man beispielsweise gegen die Verschärfungen bei Hartz IV aufbegehrt oder die erneute Nullrunde für die Rentner kritisiert. auch die weiteren Einschnitte ins Gesundheitswesen, die wir getrost erwarten dürfen, dürfen uns nicht verleiten, etwas zu fordern, was den beginnenden Aufschwung behindern könnte. Ist dann alles durch, wird der Ballon leise platzen. Oh, sorry, aber das war nicht voraussehbar. Wer macht sich schon die Mühe, mal zu sehen, ob die Arbeitslosigkeit wirklich zurückgegangen ist? So wurde im Internet berichtet, dass bei der BA eine Software eingesetzt wurde, die zum ersten Male die Zahl der Kranken (SGB III) richtig erfasst, die wegen ihrer Krankheit nicht in der Statistik aufgeführt werden. Stellt sich die Frage, ob die von der BA freudig gemachte Mitteilung eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit um 255.000 nicht eine Folge einer bereinigten Software ist. Oder hat man lediglich ein paar Arbeitslose in Ein Euro Jobs gedrückt? Unter Umständen sogar in welche, mit denen bestehende Arbeitsplätze vernichtet werden? Oder hat ein Unternehmen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in Minijobs verwandelt, weil drei Minijobber billiger als ein tariflich bezahlter Arbeiter ist? Wer schaut schon auf der Seite der Arbeitsagentur nach und erfährt dort, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs weiter gesunken ist? Wer liest schon aufmerksam die Kritik des Bundesrechnungshofes an der gängigen Praxis bei der Vergabe von Ein Euro Jobs, mit der massenhaft bestehende Jobs vernichtet werden? Wer aus dem Umfeld der nicht Betroffenen hat sich überhaupt schon einmal mit der Frage näher beschäftigt, unter welchen Bedingungen diese Ein Euro Jobs überhaupt vergeben werden dürfen?

Die Masse verdrängt die Gefahr, dass die Praktiken der Argen und der Bundesagentur für Arbeit für ihr eigenes Umfeld eine ständig wachsende Bedrohung darstellen. Sie stellen sich auch nicht die Frage, wie sozial eigentlich soziale Einrichtungen sind, wenn sie die Notlage der Langzeitarbeitslosen ausnützen und entgegen der gesetzlichen Bestimmungen Ein Euro Jobber für Arbeiten einstellen, die diese gar nicht ausführen dürften? Wenn die ehemalige Stewardess Sabine Christiansen mit Gästen wie dem Sternredakteur Joerges und dem ehemaligen Arbeitsminister Clement in einer Sendung mit dem Titel "Reich durch Hart IV, arm durch Arbeit" dafür sorgt, dass weitere Falschinformationen in die Masse gestreut werden, indem ein stellvertretender Chefredakteur sich darüber auslässt, dass Arbeitslose auf einen Stundenlohn von 12 kommen können und als Gegenbeispiel wieder die arme Frisöse oder den Wachmann anführt, wenn ein ehemaliger Arbeitsminister erneut ungestraft vom Betrug der Leistungsempfänger spricht und dabei mit Zahlen operiert, für die es nicht nur keine empirischen Daten gibt, sondern die erwiesenermaßen falsch sind, dann schluckt ein Großteil der Masse diese Angaben als Realität, Christiansen sackt für die Sendung nach meiner Kenntnis 30.000 aus den Mitteln der GEZ-Gebühren ein und auch Joerges und Clement werden wohl ein beträchtliches Honorar dafür bekommen, wissentlich Falschmeldungen verbreitet zu haben.

Diese Art Bewusstseinsverzerrender Gewalt nehmen wir nicht als Gewalt wahr. Aber Gehirnwäsche ist eine der brutalsten Formen der Gewalt. Eine Gewalt, die uns zum Objekt degradiert, mit dem man beliebig verfahren kann. Eine Gewalt, die uns dazu bringt, die Geschehnisse als unabwendbar hinzunehmen und unseren Widerstand bricht. So werden Untertanen erzeugt, die bedingungslos tun, was man ihnen vorschreibt, ohne dabei über die Folgen nachzudenken. Eine Gewalt, die uns zu Marionetten werden lässt, bei der die Herrschenden nur an den richtigen Fäden ziehen müssen, um uns in der gewünschten Form tanzen zu lassen.

1929 bis 1933 wurde die gleiche Politik betrieben, wie heute. Man stigmatisierte die Arbeitslosen, kürzte die Einkünfte der Arbeitenden und die Wirtschaft schrie wie heute: "Das reicht nicht, mehr, mehr ..."! Dann kam ein Führer und man folgte ihm willig. Man achtete nicht auf die Kleinigkeiten am Rande, mit denen braune Horden Willkür trieben, oder man schaute gekonnt weg, wie man es gelernt hatte. Gemordet wurde mit bürokratischer Gründlichkeit und wohl dokumentiert. Man schrie begeistert "JA" bei der Frage, ob man den totalen Krieg wolle. Dann überfiel man Länder, zerstörte, raubte und mordete, Krieg eben. Als dann im Land die Lebensmittel rationiert wurden, begnügte man sich. Das hatte man ja auch schon früher gemusst und zum Glück war man diesmal nicht selber schuld, sondern die anderen, die Feinde. Millionen starben. Millionen wurden zu Krüppeln. Kinder lernten ihren Vater nie kennen und mussten vielleicht noch mit ansehen, wie die Mutter vor ihren Augen Opfer dieses Krieges wurde. So wurde das Ende schließlich doch als Befreiung wahrgenommen und das Land wieder aufgebaut.

Jetzt ist das Land längst wieder in seiner vollen Blüte, aber der Nektar wird denen, die diesen Aufbau verwirklichten, vorenthalten. Wieder wird die Politik von damals betrieben, nur sind die Möglichkeiten der Propaganda und die der Ablenkung heute wesentlich besser. Die Masse wird willenlos, reagiert zum größten Teil, wie es gewollt wird. Man sieht die Gewinne ins Maßlose steigen und akzeptiert dennoch die Botschaft über die Ausweglosigkeit. Man schaut tatenlos zu, wie das, was man mühsam aufgebaut hat, an moderne Raubritter verteilt wird, ohne den geringsten Nutzen für die Allgemeinheit.

Man wird es akzeptieren, wenn Deutsche wieder als Soldaten andere Länder überfallen. Ist ja für einen guten Zweck und dient der Friedenssicherung. Dass dieser Frieden in vielen Fällen mit gezielten Maßnahmen der Länder, die nun den Frieden sichern sollen, erst gestört wurde, dass die Geheimdienste der westlichen Länder gezielt Kriege und Bürgerkriege angezettelt haben, um anschließend mit ihren Truppen das betroffene Land überfallen, angeblich, um Frieden zu schaffen, in der Realität, um die Abhängigkeit dieser Nationen von den Industrienationen zu verstärken und sie noch leichter ausbeuten zu können, das will die Masse nicht wirklich wissen.

Wir sind die gleichen Narren geblieben, wie wir es schon seit Hunderten von Jahren sind. Objekte eben, für eine kleine Gruppe zur freien Nutzung. Wir nehmen die VerGEWALTigung erneut widerspruchslos hin. Strukturen ändern sich nicht wirklich und strukturelle Gewalt erst recht nicht. Marionetten bleiben eben Marionetten, auch wenn sie fälschlicher Weise glauben, Menschen mit einem eigenen Willen zu sein. Schließlich ist dieser Glaube auch nur ein eingepflanztes Programm, bei dem Politik, Presse, Kapital und ihre Helfershelfer aus Wissenschaft und Forschung die Parameter bestimmen, nach denen es abläuft.