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Schwindel über Arbeitszeit

Arbeitszeit ist jetzt nach der Wahl wieder ein Diskussionspunkt, der natürlich sehr kontrovers diskutiert wird. Unternehmensberatungen wie z. B. Roland Berger, McKinsey usw., Politik, Unternehmensverbände und die Vertreter der Großindustrie behaupten, das Heil läge in Mehrarbeit, natürlich unbezahlt. Damit würden die Unternehmen im Rahmen der Globalisierung wettbewerbsfähiger und somit würden Arbeitsplätze geschaffen. Dabei sei darauf verwiesen, dass zahlreiche Wirtschaftsunternehmen der Klein- und Mittelsstandsindustrie sehr abweichende Meinungen zu den von ihren Standesverbänden vertretenen Meinungen haben.

Arbeitnehmernahe Verbände vertreten naturgemäß eine andere Meinung. Sie verweisen darauf, dass der technologische Fortschritt es den Unternehmen in immer stärkerem Maße ermöglicht, mit immer weniger manueller Arbeit immer mehr zu produzieren und fordern massive Arbeitszeitverkürzungen. Parallel zu dieser Debatte wird über die sozialen Standards debattiert. Geht es nach dem Willen der ersten Gruppe, müssen Sozialbeiträge vom Arbeitseinkommen abgekoppelt werden, weil die als Lohnnebenkosten bezeichneten sozialen Aufwendungen der Unternehmen sich kostentreibend auf die Produktpreise auswirken und damit die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen belasten. Natürlich ist die Arbeitnehmerseite hier wieder gegenteiliger Ansicht.

Hier geht es aus meiner Sicht um Scheindebatten, um vom wirklichen Problem abzulenken. Produktion ist ein Geschäft mit Grenzen, gleichgültig, ob man es regional, also intern in den Staaten, oder global, also weltweit betrachtet. Obwohl Begriffe wie "Marktsättigung" permanent als unsinnig bezeichnet werden, gibt es sie. Hat jeder Haushalt mal erst ein bestimmtes Produktionsgut, benötigt er erst ein neues, wenn das alte irreparabel defekt ist. Natürlich gilt das nicht für alle Produkte. Manche Produkte sind in einem Haushalt mehrfach vorhanden, so z. B. bei Kraftfahrzeugen ein Zweitwagen, oder bei Kleidung, die pro Haushaltsmitglied mehrfach vorhanden ist. Hinzu kommt die Mode. Mode ist nicht nur eine Frage der Textilindustrie, sondern auch bei mannigfaltigen anderen Produkten ein Grund, ein Produkt vor der Zeit der Unbrauchbarkeit durch ein "Moderneres" zu ersetzen. Dabei kann "modern" eine Frage des Stils, aber auch eine Frage der besseren und u. U. sichereren Technik sein. Doch das alles genügt nicht, die zunehmende Masse Mensch dauerhaft bei gleich bleibenden Arbeitszeiten zu beschäftigen.

Theoretisch wären mit den Ländern der Dritten Welt noch potentielle Märkte zu erschließen, dem stehen aber die Erwägungen der Industrieländer gegenüber, dass die in diesen Ländern vorhandenen Ressourcen an Bodenschätzen dann von diesen Ländern selbst beansprucht werden könnten. Diese Ressourcen sind aber für den Standard der Industrienationen lebenswichtig, weil sie derzeit den größten Teil dieser Ressourcen (Öl, Metalle) für den eigenen Wohlstand nutzen. Deshalb ist trotz aller gegenteiligen Appelle die Linderung der Not in den Staaten der Dritten Welt nicht erwünscht, weil ein Anwachsen der Bevölkerung die Entwicklung einer eigenen Industrie und damit die Selbstnutzung der Bodenschätze oder der produzierten Agrargüter bedeuten würde.

Halten wir fest: Marktsättigung kann nur durch Innovation oder durch die Erschließung neuer Märkte vermieden werden. Innovation bedeutet dabei die Entwicklung neuer Produkte oder die Weiterentwicklung existierender Produkte, um damit den Anreiz zu geben, ein bereits vorhandenes Produkt durch ein Neueres zu ersetzen, bevor das alte Produkt unbrauchbar geworden ist. Neue Produkte werden nicht in dem Ausmaß entwickelt, um dem Prozess der Verringerung des Bedarfs an manueller Arbeit durch die fortschreitende Technisierung zu kompensieren. Der Austausch von Produkten vor der endgültigen Unbrauchbarkeit ist nur bei wenigen Produkten zu erwarten Nur Wenige werden sich einen neuen Toaster oder einen neuen Staubsauger kaufen, weil es an diesen Produkten marginale Verbesserungen gibt. Um immer auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben, benötigt man auch die Mittel. Beispiel Auto. Wer es sich leisten kann, kauft sich in regelmäßigen Abständen einen Neuwagen, weil sich Technik und Design verbessert, also weiter entwickelt haben. Aber das können sich nur die wirklich Gutsituierten erlauben. Doch die "abgelegten" Wagen landen nicht auf dem Müll, sondern werden als Gebrauchtwagen von der nächsten sozialen Schicht gekauft. Dieser Prozess geht weiter, bis der letzte Käufer das Fahrzeug so lange fährt, bis es wirklich unbrauchbar geworden ist. Selbst dann werden die noch verwertbaren Teile für Reparaturzwecke verwendet. Hier entsteht also trotz Mode und verbesserter Technik kein wirklicher Neubedarf vor der Zeit der endgültigen Unverwertbarkeit.

Der Trend zur so genannten Wegwerfgesellschaft hat sich von den USA auf die anderen Industrienationen übertragen. Alle kleineren Produkte werden von vornherein so konzipiert, dass sich eine Reparatur nicht lohnt, weil sie teurer als eine Neuanschaffung wird. Das ist nicht nur ein Desaster für die Umwelt, weil damit eine Ausbeutung der Natur, eine steigende Umweltverschmutzung und ein steigender Energiebedarf verbunden ist, es wirkt sich auch negativ auf die Arbeitsprozesse aus. Der Herstellungsprozess ist weitgehend automatisiert, bedarf also nur noch minimaler Eingriffe durch manuelle Tätigkeiten. Reparaturen werden durch Aufbau und Design bewusst verhindert, weil die Lebensdauer eines Produkts beschränkt bleiben soll. Arbeitsintensive Prozesse wie beispielsweise Reparaturen werden also bewusst unterbunden, um möglichst viele Neuprodukte verkaufen zu können.

Die Folge ist, dass man Leute entlassen muss, weil man mit weniger Personal trotzdem die Produktion steigern kann. Das Problem ist, entlässt man einen Mitarbeiter, wird damit auch ein potentieller Kunde entlassen, zumindest wird der entlassene Mitarbeiter aus finanziellen Gründen weniger oft die Produkte kaufen. Damit wird der Kundenstamm verringert, was zur Folge hat, dass die Produktion gedrosselt werden muss, weil der Markt kleiner geworden ist.

Jetzt sollte man meinen, dass dieser Umstand dazu führen müsste, dass Unternehmen freiwillig die Arbeitszeit kürzen, um ihren potentiellen Kundenstamm zu halten. Doch dem ist nicht so, die Zahl der Arbeitslosen steigt und die Folge ist ein permanenter Rückgang des Binnenmarktes. Manche Unternehmen lagern deshalb ihre Produktion in Staaten aus, wo aufgrund der Armut der breiten Bevölkerung niedrige Löhne und fehlende soziale Standards die Produktion so verbilligen, dass man Konkurrenten unterbieten kann. Doch das gilt nur für wenige Unternehmen. Der Rest muss also Gewinneinbußen hinnehmen.

Wirklich? Hier kommt die Komponente ins Spiel, die bei allen Begründungen der Unternehmensführer, der Politik und der Unternehmensberatungen unerwähnt bleibt, der Kapitalmarkt. Unternehmer investieren ihre Gewinne nicht oder nur zu einem geringen Teil in ihr Unternehmen, sondern suchen sich gewinnträchtige Anlagemöglichkeiten, um so Gewinneinbußen bei der Produktion durch Gewinne auf dem Kapitalmarkt mehr als wett zu machen. Und jetzt passiert etwas, was eigentlich paradox ist. Benötigt ein Unternehmer Kapital, beispielsweise für die Anschaffung neuer Maschinen, leiht er sich das das Geld, setzt also nicht die erwirtschafteten Gewinne ein. So kann er nicht nur die neuen Maschinen steuerlich absetzen, sondern auch die Zinsen, die er für das aufgenommene Kapital zahlen muss und seine Steuern reduzieren bis hin zur Steuerbefreiung. Seine erwirtschafteten Gewinne investiert er auf dem Kapitalmarkt, um damit Zinsgewinne zu erzielen. Die Kosten für das aufgenommene Darlehen muss das Unternehmen aufbringen und notfalls entlässt man weitere Mitarbeiter. Da Unternehmer für Verluste, die sie mit einem Unternehmen einfahren, in der Regel nicht persönlich haften müssen (je nach Gesellschaftsform), kann er im Zweifelsfall so lange dieses Spiel treiben, bis er pleite ist, und trotz der Pleite Gewinne erzielt hat. Nach dieser Methode arbeiten vor allem ausländische Investoren, die, die laut Müntefering als Heuschrecken über unser Land herfallen.

Hier liegt das eigentliche Problem. Durch Zins und Zinseszins wächst Kapital exponentiell. Das bedeutet, der Zinsgewinn des ersten Jahres bringt im Folgejahr bereits Zinsen ein. Dafür muss man keinen Handschlag tun. Einmal angelegt, wächst das Kapital ständig. Es gibt dabei nur ein Problem. Um immer wieder Zinsen (möglichst hoch) zu bekommen, muss man jemanden haben, der dieses Kapital leiht und den gewünschten Zinssatz auch zahlt, kurz gesagt die Kreditnehmer, angefangen beim Kleinkredit, über Überziehungskredite bis hin zur Staatsanleihe.

Aber das angesammelte Kapital wächst immer schneller. Während der so genannte "kleine Mann" vermehrt sein Gespartes opfern muss, um noch einigermaßen über die Runden zu kommen, ist das Kapital der Großen zu einem gigantischen Haufen angewachsen. Aber auch das ist nicht problemlos. Wachsendes Kapital bekommt immer mehr Probleme damit, "Abnehmer", also Schuldner zu finden. Natürlich gibt es Ausweichmöglichkeiten, z. B. der Aktienmarkt. Aber das Monopolyspiel dort hat auch schon nicht mehr den gleichen Effekt, wie das Jahrzehntelang war. Konnte man früher mit einem kontinuierlichen Wachstum in Form einer Wertsteigerung der Aktie rechnen, ist der Aktienkurs heute ein einziges Auf und Ab, die Folge so genannter "Mitnahmeeffekte", wie es im Börsenjargon so schön heißt. Immer mehr Fondgesellschaften heizen das Spekulationsgeschäft kräftig an, denn das Interesse der Fondsmanager ist, durch geschickte Spekulation möglichst hohe Renditen zu erzielen. Für die Anteilseigner gut, für Aktienkurse schlecht, weil besonders die im Fokus der Fond-Manager stehenden Aktien dabei oft ein verzerrtes Bild der realen Geschäftssituation liefern. Außerdem sind Aktien mit starken Kursschwankungen für Privatanleger eher uninteressant, weil zu risikoreich. Bestimmte Fonds machen aber genau das. Sie spekulieren mit starken Risiken, allerdings weniger auf dem Aktienmarkt. Sie kaufen Unternehmen, die Probleme haben, bezahlen aber nur einen Teil von ca, 30 % aus ihrem Kapital, der Rest wird über Kredite den gekauften Firmen aufgebürdet. Damit die ohnehin schon gebeutelten Unternehmen diese zusätzlichen Lasten schultern können, müssen sie im Auftrag der neuen Herren einen extremen Sparkurs fahren. In der Realität bedeutet das, Personal wird massenhaft entlassen, Innovation, also Fortentwicklung fällt unter den Tisch, dafür werden aber viel zu hohe Gewinne, teilweise wieder über Kredite finanziert, ausgeschüttet. Man kann es auch anders sagen. Das Unternehmen wird systematisch zerstört, um für einen kurzen Zeitraum hohe Gewinne zu erwirtschaften. Danach folgt der Konkurs oder die Zerschlagung des Unternehmens, indem man es Stückchenweise weiter verkauft. Fonds mit dieser Masche nennt man Hedge-Fonts und Equity Fonds. Für die Wallstreet-Manager wurden lt. Spiegelbericht vom 13. 1. unter dem Titel "Ferrari-Händler, macht euch bereit!" jetzt 21,5 Milliarden $ Boni ausgeschüttet. Die Belohnung dafür, dass man Menschen arbeitslos machte und Firmen in die Pleite trieb.

Real bedeutet das, in die Expansion von Unternehmen wird nur noch investiert, wenn etwas grundlegend Neues geboten wird, Ansonsten findet Wachstum nur noch auf dem Kapitalmarkt statt oder, wie zuvor aufgezeigt, um aus der Zerschlagung eines Unternehmens Renditen zu erzielen. Und es gibt immer noch ein wachsendes Kapital, welches nach Anlagemöglichkeiten sucht. Die Privatisierungswelle, vor allem in den Industriestaaten, ist nichts anderes, als dem privaten Kapital weitere Investitionsmöglichkeiten zu bieten, die Renditen versprechen. Gleichzeitig wird immer mehr in Wertobjekte investiert, weil man auf der Seite des Großkapitals längst weiß, dass die aufgeblähte Finanzblase platzen muss und dieser Zeitpunkt sehr nahe ist. Also häuft man Werte an. Kunst, Edelmetalle, Edelsteine, Antiquitäten, Immobilien, kurz alles, was einen bleibenden Wert besitzt. Kommt ein Finanzcrash, trifft es zwar die Mehrheit der Bevölkerung, nicht aber das Kapital, obwohl es am lautesten jammern wird.

Immer wieder gerne wird der Unternehmer als derjenige dargestellt, der Jobs schafft und sein Risiko wird stets stark herausgestellt. Eine geschickte Masche, den Arbeitnehmer zu einer Art Bittsteller zu degradieren, der in Abhängigkeit vom Wohlgefallen seines "Herrn" lebt. Aber Arbeitgeber und Manager schaffen keine Jobs, sie vernichten eher welche. Jobs werden durch Nachfrage geschaffen. Kommt ein Produkt gut an und steigt deshalb die Nachfrage, dann will der Arbeitgeber den Boom nutzen, seine Produktion steigern und stellt deshalb Leute ein. Das damit verbundene Risiko ist relativ gering, denn selbst wenn der Boom nicht anhält, bieten ihm Steuerabschreibungen den Weg, mit relativ geringen Verlusten (wenn überhaupt) aus der Sache herauszukommen. Außerdem lässt das Interesse der Käufer nicht schlagartig nach, es bleibt also Zeit, sich vorzubereiten. Hinzu kommt, dass der Kapitaleinsatz das Ergebnis aus zuvor erzielten Gewinnen ist, die nicht er, sondern seine Belegschaft erwirtschaftet hat. Da sind Spekulationen an der Börse viel gefährlicher, weil man dort seinen Einsatz über Nacht verlieren kann (siehe Neuer Markt).

Die von Regierung, Arbeitgeberverbänden, Lobbyisten, Unternehmensberatern, den so genannten Wirtschaftsweisen und wissenschaftlichen Experten permanent geforderten Wachstumswerte, damit die Arbeitslosigkeit bekämpft werden kann, dienen ausschließlich dazu, Einschnitte in allen Bereichen zu begründen. Alle sind nichts anderes als Handlanger des Großkapitals, weil genügend Krümel von dem Kuchen für sie abfallen. Tatsächlich wird über Verlustabschreibung der Verlust zum Gewinn und die Vernichtung von Arbeitsplätzen wird staatlich subventioniert. Mit Privatisierung von Unternehmen vergibt die Politik Einnahmequellen, mit dem Verkauf von Immobilien kreieren Sie weitere Belastungen für den Staatshaushalt, mit den Steuergeschenken an das Kapital verringern sie die Steuereinnahmen, wobei die als Begründung angegebene Ankurbelung der Wirtschaft keinerlei Effekte gezeitigt hat. Aber man kann dann immer begründen, warum weiter privatisiert werden muss und warum der Finanzminister sparen muss und so geht der Staat Stück für Stück in die Hände von Privaten über. Das Ganze läuft unter dem Namen Liberalisierung, was Freiheit vorgaukelt aber Knechtschaft bedeutet. Der freie Markt ist keineswegs frei. Wenige Große teilen ihn unter sich auf, die Kleinen haben dabei keine Chance, sie werden geschluckt oder zerstört und nur noch in Nischen, die für die Großen uninteressant sind, werden ein paar Wenige überleben.

Es existiert bereits ein neuer Feudalismus: der "Kapitalfeudalismus". Die Forderungen der WTO mit GATS haben nur den Zweck, die letzten Reste staatlicher Gewalt in die Hände von Privaten zu übergeben Die EU-Verfassung soll dem Zweck dienen, diesen Vorgang zu beschleunigen. Gentechnik soll die Kontrolle über Nahrungsmittel und Bevölkerungsdichte verwirklichen. Die Beteiligung des Kapitals an sozialen Maßnahmen soll abgelöst werden. Jeder soll unter dem Schlagwort "Eigenverantwortung" die Lebensrisiken selbst abdecken.Wer dazu nicht in der Lage ist, hat selber Schuld. Das Kapital sieht seinen Beitrag nur darin, aus uns rauszuquetschen, was sich rausquetschen lässt. Wir sind für sie keine Menschen, sondern Objekte, die man nutzt, solange man sie brauchen kann. Anschließend auf den Müll damit. Wir werden seit Jahrzehnten regelrecht domestiziert, diesen Vorgang widerspruchslos hinzunehmen. Ängste vor Terrorismus, Krankheiten, Alter und etliches mehr werden permanent geschürt, um immer stärkere Kontrollmechanismen einzuführen. Wir sind längst Marionetten, die nicht einmal wissen, wer die Fäden zieht, an denen wir baumeln. Wir machen mit, wenn man uns gegeneinander aufhetzt, zu dumm, den Hintersinn zu begreifen und vor allem zu dumm, unsere Macht zu nutzen.

So liegt in unserer Hand der Konsum. Mit ihm könnten wir so viel bewirken, lassen uns aber einlullen von billigen Sprüchen wie "Geitz ist geil" oder "ich bin doch nicht blöd" und "die Müller Milch, die machts". Wir denken nicht, wir reagieren lediglich auf künstliche Anreize (Werbung). Da wird einerseits behauptet, man habe kein Geld, um statt bei Aldi, Lidl oder Schlecker in kleinen Läden zu kaufen und damit diesen Geschäften und den dortigen Mitarbeitern eine Chance zu geben, andereseits telefoniert man zig mal am Tag mit dem Handy ohne Grund, macht sich den Spaß und verschickt SMS'e und schmeißt damit sein Geld zum Fenster raus. Es reicht, uns unsere Wichtigkeit zu bestätigen, wenn wir per Handy jederzeit und überall erreichbar sind und deshalb lassen wir uns diesen Spaß viel kosten. Mit kontrolliertem Konsum wäre das Geld sinnvoller angelegt.

Sklaverei hat Jahrtausende als normal gegolten. Offiziell wurde die Sklaverei abgeschafft, doch im Herzen sind wir Sklaven geblieben, bereit, für ein paar Brosamen andere und uns selbst zu verraten. Deshalb ist die Forderung nach mehr Leistung auch legitim. Es ist das Recht von Herren, von ihren Sklaven ein Optimum an Leistung zu erwarten, schließlich werden sie dafür ja gefüttert. Und wer keinen Herrn mehr hat? Kismet. Soll er sehen, wo er bleibt. Vielleicht hat man ja Verwendung für ihn, wenn Monsanta gegen Bayer oder Unilever gegen Nestle Krieg führt.
Jede Tiergattung hat mehr Respekt vor den Artgenossen als der Mensch vor Menschen. Und so was nennt sich "Krone der Schöpfung".