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Erstelldatum: 23.02.2009

Die Lehren des Sigmund Freud

Was war wohl die wichtigste Essenz der Lehren des Sigmund Freud? War es die Erkenntnis, dass manche Verhaltensweisen ihren Ursprung in traumatischen Kindheitserlebnissen hatten? Oder war es die Lehre, dass die Antriebsfeder allen Handelns die Sexualität ist? Ist es gar seine "Ödipus-Theorie" einer libidinösen Bindung an die Mutter und die Rivalität zum Vater? Ist es seine Meinung über den Penisneid, die Annahme, dass Frauen das männliche Geschlecht unbewusst um dessen Penis beneiden, der Mann hingegen die Kastration fürchtet? Oder ist es seine Ansicht, dass der Mensch eher ein triebgesteuertes denn ein seine Handlungen kontrollierendes bzw. bewusst planendes Wesen ist?

Um es ehrlich zu sagen, ich weiß es nicht. Ich habe keine Psychologie studiert und weiß deshalb über Freud nicht mehr, als alle anderen, die lediglich wissen, dass er als Begründer der Psychoanalyse gilt, obwohl selbst diese Aussage wohl nicht ganz richtig ist, hat doch schon vor ihm der Physiologe Josef Breuer mit seiner Patientin Bertha Pappenheim die Psychoanalyse angewendet (daher stammt wohl auch der Spruch, ich kenne meine Pappenheimer), indem er deren Traumatisierung in die einzelnen Symptome auflöste und sie dazu brachte, die ausgeforschten Verletzungen, Kränkungen, Ekel, Entwertungen, Gewalt u.s.w., die sie erlebt hatte auszusprechen, die sie normalerweise aufgrund der "guten Erziehung" nicht thematisieren durfte.

Ich vermag auch nicht zu erklären, warum ein wesentlicher Teil des Schriftwechsels, den Freud mit etlichen Kollegen hatte, mit Veröffentlichkeitssperren versehen ist, die bis ins 22. Jahrhundert reichen.

Wenn ich dennoch die Lehren von Freud hier anführe, hängt das mit Psychoanalyse an sich zusammen. Wie jedes Ding, hat auch die Psychoanalyse zwei Seiten, eine helle und eine dunkle. Die helle Seite ist es, dass man Menschen helfen kann, die durch im Unterbewusstsein vergrabene und verdrängte traumatische Erlebnisse Verhaltungsstörungen aufweisen, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung ihres Lebens führen. Ihnen kann ein guter Psychiater helfen, sich zu befreien.
Die dunkle Seite hingegen ist aus meiner Sicht weitaus gravierender und auch viel gewichtiger. Die Zahl derer, die durch die Psychiatrie wieder in ein geordnetes und vor allem befreites Leben zurück geführt werden, ist verschwindend gering gegen die Folgen der dunklen Seite der Psychoanalyse, der Möglichkeit, durch Kenntnis der Eigenschaften des Einzelnen und Kenntnis über ihr Gruppenverhalten die Menschen zu manipulieren.

Kann es sein, dass der für die Öffentlichkeit gesperrte Briefwechsel (Sigmund Freud Archives in New York) von Freud solche Manipulationsmöglichkeiten detailliert diskutierte und die Veröffentlichung deshalb unterbunden wurde, weil diese Informationen nur einer kleinen Minderheit zugänglich sein sollte, um von dieser Minderheit genutzt zu werden, ohne dass die Masse auch nur ansatzweise erfährt, welche Möglichkeiten der Manipulation es gibt? Ich weiß, das ist reine Spekulation, aber welchen Sinn ergibt diese Sperre ansonsten?

Dass sich Menschen durch rhetorisch Begabte manipulieren lassen, wussten die Jesuiten schon seit Jahrhunderten und haben ihre Leute speziell in dieser Form der Rhetorik unterwiesen. Doch inzwischen hat sich die Technik weiterentwickelt und damit neue Plattformen für die Manipulation der Massen geschaffen. Einbezogen in das Geschehen sind vor allem die Medien, wie Presse und Fernsehen, die, abhängig von der Politik und den Wirtschaftsverbänden, sich massiv an der Manipulation beteiligen. Dabei ist diese Manipulation nicht nur auf Nachrichten und Polittalks beschränkt. Schon das Filmangebot ist manipulativ, denn es werden damit unterschwellige Botschaften vermittelt. Ob nun Agenten- oder Kriegsfilme, die Botschaft ist fast immer gleich. Der gute Westen und der böse und hinterhältige Rest der Welt. In seltenen Fällen weichen Filme von diesem Schema ab und stellen auch mal die technischen Möglichkeiten und deren Missbrauch durch die Geheimdienste dar. Dann allerdings sind das immer nur einzelne Abteilungen, höchstens mal ein korrupter Senator. Dass der eigentliche Auftraggeber ganz oben sitzt, hat in der filmischen Darstellung Seltenheitswert.

Solche Muster prägen sich im Laufe der Zeit ein, auch dann, wenn der Betrachter glaubt, nur die spannende Aktion zu sehen. Mit so genannten Mystery-Serien werden zunehmend Botschaften übernatürlicher Phänomene angeboten. Geister, Hellseher und selbst Hexen haben Hochkonjunktur. Auch in Dokumentationen werden solche Botschaften zwar nicht direkt als real, aber zumindest als möglich bezeichnet. Dahinter verbirgt sich aus meiner Sicht der Hinweis auf die Hand Gottes, der aktiv in die Belange der Menschen eingreift, indem er Menschen vereinzelt mit solchen Fähigkeiten ausstattet. In einer Zeit zunehmender Kirchenabstinenz sollen damit wohl wieder Schäfchen eingefangen werden. Wie ist die ständig wachsende Zahl der gezeigten Horrorfilme zu begründen? Dienen sie der Abstumpfung gegenüber der Gewalt? Natürlich ist nicht jeder dieser Filme wirklich politisch motiviert, aber vom Geldgeber das Verlangen nach kleinen Korrekturen in der Handlung und das in den USA ohnehin für den Erfolg erforderliche Pathos des Patriotismus, dazu gängige Schnittmuster und man hat automatisch unterschwellige Botschaften.
Natürlich wird so mancher meinen, das wäre alles Blödsinn. Denen rate ich einmal zur Selbstanalyse. Wie verhalten Sie sich, wenn Sie einen solchen Thriller sehen? Nahezu jeder beginnt, sich mit dem Helden bzw. der Heldin zu identifizieren, mit ihm zu fühlen, seine Wut und seinen Hass auf den Bösen mit zu empfinden. Ob nun ein Cop, der den Bösen erschießt, obwohl dieser bereits wehrlos ist oder ob der CIA- oder MI6-Agent, der mit kühlem Lächeln den absolut Bösen ausschaltet, Sie empfinden es in diesem Moment als richtig und gerecht. Häufige Wiederholungen von Filmen des gleichen Schnittmusters ändern dann im Laufe der Zeit Ihre Grundeinstellung.

Kritische Geister versuchen nun, aus der Fülle der recht einseitigen Angebote heraus zu filtern, was wahr und was Manipulation sein könnte. Was dann dabei heraus kommt, kennen wir unter dem Oberbegriff "Verschwörungstheorie", ein Begriff, der grundsätzlich ins Lächerliche gezogen wird. Dabei vergessen die Menschen allzu leicht, dass jede Aufklärung aller kriminellen Aktivitäten mit einer Theorie beginnt, die sich als richtig oder als falsch herausstellen kann. Verschwörungstheorien sind da im Prinzip nicht anders, lediglich mit dem Unterschied, dass das Täterprofil seitenverkehrt ist.

Als Beispiel mag der Raub im Kaufhaus des Westens KaDeWe dienen. Das setzte den Machtapparat des Staates in Bewegung. Die Kripo versucht zunächst, aus den vorhandenen Spuren ein Täterprofil zu erstellen, um die noch unbekannten Täter zahlenmäßig auf eine kleine Gruppe ähnlich vorgehender Leute zu begrenzen. Erleichtert wird die Vorgehensweise, wenn am Tatort Fingerabdrücke oder DNS-Spuren vorgefunden werden, die bereits bei den Kriminalbehörden gespeichert sind. Damit können die Täter dann direkt überführt werden. Sind solche Spuren nicht vorhanden, oder nicht registriert, ist der erste Anhaltspunkt zur Tätereingrenzung lediglich die Art der Vorgehensweise. Die Verdachtsmomente sind dann lediglich nackte Theorie, aber die Macht des Staatsapparates erlaubt es den ermittelnden Behörden, evtl. vorhandene Beweise bei Tatverdächtigen mittels Hausdurchsuchung zu suchen, dabei Dinge, die ihnen verdächtig erscheinen, zu beschlagnahmen, die Verdächtigten vorzuladen und eingehend zu verhören. Einfacher gesagt, es ist eine theoretische Situation, in der Versuche der Aufklärung von oben (Machtapparat des Staates) nach unten (als Täter ins Auge gefasste Personen) erfolgt. Dabei werden logisch erscheinende Vorgänge, die aber nicht eindeutig bewiesen werden können, als Indizien gewertet, wenn ein Verdächtiger sie nicht eindeutig als fehlerhaft nachweisen kann. Beispielsweise der Nachweis eines Alibis für einen Zeitpunkt, der bereits Monate, manchmal sogar Jahre, in der Vergangenheit liegt, fällt so manchen Verdächtigen schwer, denn wer erinnert sich noch an einen bestimmten Zeitpunkt weit in der Vergangenheit, wenn er nicht gleichzeitig in eine Zeit fällt, die durch markante Erlebnisse oder durch eine zum relevanten Zeitpunkt übliche und nachweisbare Abfolge (z. B. regelmäßige Arbeitszeit) den Nachweis ermöglicht. Es ist gar nicht so selten, dass aufgrund solcher theoretischen Erwägungen ein Unschuldiger definitiv als Täter eingestuft und auch verurteilt wird.

Seitenverkehrt, also von unten nach oben, suchen Kritiker nach Anhaltspunkten für einen Nachweis bei Ereignissen, die aus ihrer Sicht durch die verschiedenen Machtapparate initiiert wurden, um sie anderen in die Schuhe zu schieben. Wenn ich den Begriff Machtapparate im Plural verwende, dann mit Sicht auf mindestens 2 weitere Gruppierungen, deren Macht dem des Staatsapparates nicht nur gleich kommt, sondern vermutlich erheblich größer ist, als die eines Staatsapparates. Gemeint ist die Hochfinanz und die Presse. Mit Presse bringe ich heute alles in Bezug, also die schreibende Zunft, das TV und den Hörfunk und, inzwischen ebenso allgegenwärtig, mit enormen Anteil in der Internetpräsenz. Hochfinanz und Presse als zwei getrennte Funktionen zu betrachten, ist im Grunde auch wieder falsch, denn die Presse ist im Besitz der Hochfinanz. In jedem Fall sind diese 3 Machtapparate inzwischen derart verwoben und verzahnt, dass man getrost davon ausgehen kann, das alle wirklich wichtigen Geschehnisse nur mit dem Segen dieser Dreifaltigkeit geschehen können.

Dem Verschwörungstheoretiker, der in der Regel nicht zu den Leuten gehört die in blindem Gehorsam alles abnicken, was "von oben" an ihn herangetragen wird, sucht nun bei auffallenden Ereignissen nach Beweisen, dass sie sich anders abgespielt haben, als sie öffentlich dargestellt haben. Ein typisches Beispiel ist der 11.9. Ein Ereignis, das gravierende Folgeereignisse mit sich brachte. Auf dieses Ereignis haben sich etliche Verschwörungstheoretiker gestürzt und in diesem Fall war es sogar relativ einfach, den Nachweis zu erbringen, dass die offizielle Version dieses Attentats nicht stimmen konnte. Es gab wegen des spektakulären Charakters mannigfaltige Beweise in Form von Filmmaterial und Zeugenaussagen. Warum blieben die sonst stets präsenten Abfangjäger der US-Luftwaffe alle am Boden? Wie konnten die Attentäter mehrere Flugzeuge entführen, in die Luft bringen und bis ins Ziel bringen, ohne dass die Meldung über die Flugzeugentführung sofort an die militärische Abwehr ging? Wer kann ernsthaft glauben, dass ein Selbstmordattentäter bei einem derart aufwändigen und minutiös geplanten Attentat rein zufällig auf dem Flugfeld einen Aktenkoffer mit Hinweisen auf die Täter vergisst und wieso hatte er einen solchen Koffer überhaupt bei sich?
Mit diesen Beweisen und Fragen gingen die Verschwörungstheoretiker an die Öffentlichkeit, wiesen nach, dass die offizielle Version der Vorgänge mit den physikalischen Gesetzen nicht in Einklang gebracht werden konnte. Das waren für jedermann sichtbare Fakten, gleichzusetzen mit dem Beutel "Stoff", den ein Fahnder in der Wohnung eines Dealers findet. Besser noch, ein Fahnder kann theoretisch einem Verdächtigen den Stoff untergeschoben haben. Aber die Filme, auf die sich die Verschwörungstheoretiker stützen konnten, wurden von teils offiziellen Quellen veröffentlicht.
Aber die Arbeit der Verschwörungstheoretiker war noch nicht vorbei. Für Sie waren die Ereignisse des 11.9. eine Arbeit der US-Geheimdienste, um in der breiten Öffentlichkeit Akzeptanz für die beabsichtigten Kriege zu erreichen und vor allem, vom Kongress die Mittel für diese Kriege bewilligt zu bekommen. Wenn die offizielle Version der Ereignisse nachweisbar falsch war, galt es 3 Fragen zu klären.

  1. Warum wurde die offizielle Version trotz gegenteiliger Beweise aufrecht erhalten?
  2. Wer hatte wirklich einen Nutzen von den Vorgängen?
  3. Welches Motiv hatten die Attentäter?

Die erste Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. War es das Wissen um die eigene Machtposition, dass man nicht einmal versucht hat, eine halbwegs glaubwürdige Version der Vorgänge zu verbreiten. Nicht nur die eigene Machtposition, sondern auch die Gewissheit, dass ein zu großer Teil der breiten Masse trotz aller gegenteiligen Beweise für die Erklärungen mit wissenschaftlichen eindeutigen Resultaten seitens der Zweifler blind und taub sein würde, weil es doch aus Politik und Presse anders verlautete.
Frage zwei war relativ einfach zu beantworten. Der Nutzen war eindeutig bei Teilen der Hochfinanz (Waffen- und Ölindustrie und dem Besitzer des WTC) und der politischen Administration, die kurz zuvor mit dem Begriff "Achse des Bösen" die künftigen Angriffsziele der sich fast ständig auf Beutezug befindlichen Militärmacht USA mit einem Präsidenten Bush festgelegt hatte. Weder ein Osama bin Laden noch die arabische Welt hatte auch nur im Mindesten ein Motiv, die Mittel, die Möglichkeiten oder irgendwelchen Nutzen von dem Anschlag.
Frage drei ist zwar relativ vielschichtig aber dennoch eindeutig zu beantworten. Es ging bei den mit der Achse des Bösen vorgestellten Angriffsziele nicht um das Öl alleine. Das war nur ein Aspekt. Es ging auch um die Transportwege des Öls und vor allem um die Vorherrschaft des Dollars bei internationalen Geschäften.

In den USA kann ein Präsident stolpern, wenn er die Presse gegen sich hat (siehe Watergate-Affäre). Wenn die Presse aber mitspielt, hat er nichts zu befürchten. Dann kann er selbst die für amerikanische Verhältnisse äußerst weit verbreiteten Zweifel an der Wahrheit über das Attentat vom 11.9. ignorieren. Für George W. Bush waren sie das Signal, endlich seine Kriegsmaschinerie in Gang zu setzen und kein westliches Land störte sich daran, dass Bush mit dem Überfall auf Afghanistan das Völkerrecht gebrochen hat. Aber das Völkerrecht, gerne in der Politik und der Presse verwendet, wenn es nützlich erscheint, existiert nicht wirklich. Es ist nur eine Sammlung von zwischenstaatlichen Abkommen, die zwischen einzelnen Staaten getroffen wurden (z. B. besteht die Haager Landkriegsordnung von 1907 aus 12 Einzelabkommen. Zusätzlich werden Rechtssubjekte wie die UN-Menschenrechtskonventionen, die Regeln der Europäischen Menschenrechtskommission (EMRK) und weitere zwischenstaatliche Abkommen als Grundlage des Völkerrechts aufgefasst. Doch diese ganzen Rechtsnormen sollen den jeweiligen Völkern eine Sicherheit vorgaukeln, die es nicht wirklich gibt. Die Durchsetzung der als Völkerrecht verstandenen Rechtssubjekte ist nämlich vor allem von der militärischen Stärke des Staates abhängig, der es durchsetzen möchte. Beispiel mag das Kriegsverbrecher-Tribunal in den Haag sein. Amerikanische Kriegsverbrecher werden von diesem Gericht nicht verfolgt, denn die USA haben die Abkommen nicht unterzeichnet. Nach den Statuten der Abkommen hätten die USA weder Afghanistan noch den Irak angreifen dürfen. Die Berufung auf einen Akt der Selbstverteidigung waren irrelevant, denn der 11.9., gleichgültig, von wem initiiert, war kein Angriff eines Staates, sondern ein terroristischer Akt. Dass die Weltgemeinschaft das akzeptiert hat, ist für die Zukunft der Präzedenzfall für die juristische Auslegung bei ähnlichen Vorfällen. Die USA haben damit zusätzlich einen neuen Aspekt eingebracht, die so genannte präventive Selbstverteidigung. Sie ist in keinem der Völkerrechtsabkommen aufgeführt, aber ein Freibrief, andere Nationen anzugreifen, um einem "möglichen Angriff" dieser Nationen vorzugreifen. Dass dieser Freibrief freudig von vielen Nationen angenommen wurde, zeigen die Drohungen gegen den Iran.

All das zeigt auf, wie quasi jede Staatsmacht mit Begriffen die Völker manipuliert und immer in dem Sinne, wie man es gerade für nötig hält, um die eigene Macht auszuweiten. Im Fall des 11.9. halte ich es für eine ausgemacht plumpe Manipulation, die zum Ausdruck bringt: "Wir haben gesagt, so ist das und ihr habt das zu glauben, denn ihr könnt nichts dagegen machen." Dahinter könnte man noch das Schrödersche Basta anführen.

Nun ist die Manipulation der Bevölkerung bei bestehenden Angriffsabsichten gegen andere Staaten ein alter Hut und sicher nicht den Lehren Freuds zu verdanken. Jedes Staatsoberhaupt weiß bereits seit der Antike, dass man die eigenen Massen aufheizen muss, sollen sie sich freiwillig ins Unglück und den Tod stürzen. Anders ist das mit Maßnahmen, die in der eigenen Bevölkerung Schaden anrichten. Das führte in der Vergangenheit ganz offen zur Diktatur. Im Prinzip war eigentlich jedes Feudalsystem eine Diktatur und der Diktator in Form des regierenden Monarchen wurde oft genau so von einer breiten Masse angehimmelt, wie das bei den Nazis mit Hitler geschah. Die dafür erforderliche Propaganda ist also auch nichts gravierend Neues.

Heute geht man da weitaus subtiler vor. Will man einschneidende Maßnahmen ergreifen, bereitet man das penibel vor. Wichtig ist, dass die Presse mitspielt. Die Agenda 2010 unter Schröder ist ein probates Beispiel. Die Agenda 2010 war ein Pulk von Maßnahmen gegen die gesamte arbeitende Bevölkerung, gegen Arbeitslose, Rentner und Kranke, aber auch gegen den Mittelstand in Industrie und Handel und die Freiberufler. Sie machen ca. 90% der Bevölkerung aus. Vorbereitet wurde das bereits lange zuvor mit eine Gruppe von Menschen, die in Deutschland ohnehin mit scheelen Augen angesehen wird, den Asylanten. Ein paar Presseberichte über das Schlaraffenland Deutschland für die Asylbewerber, dazu ein paar Berichte über angebliche Vergehen aus diesen Kreisen reichten da völlig aus, um in der breiten Masse Akzeptanz für stringente Maßnahmen zu erzeugen, die die Abschiebung, die Höhe der Transferleistungen und als Sahnehäubchen, die unbezahlte Arbeitspflicht im gemeinnützigem Interesse als wünschenswerte Maßnahmen einzuführen. Dass damit Vorbereitungen getroffen wurden, solche Maßnahmen auf die gesamte Bevölkerung auszuweiten, kam wohl nur wenigen aufmerksamen Betrachtern in den Sinn. Nun musste man nur noch warten, bis sich auch die Aufregung bei den Kritikern dieser Maßnahmen gelegt hatte. Das BVerfG, die obersten Hüter der angeblichen Verfassung, des Grundgesetzes, schlossen wie so oft die Augen und billigten "dem Gesetzgeber einen breiten Ermessensspielraum" zu, als sie diese im Prinzip grundgesetzwidrigen Maßnahmen als rechtswirksam absegneten.

Die nächste Maßnahme kam dann mit den Sozialhilfeempfängern. Plötzlich waren Presse (Vorreiter natürlich die Springer-Presse mit der BILD) und TV voll mit Berichten über Sozialbetrüger, die schamlos den Staat plünderten. Parallel dazu nahmen Berichte über Schwarzarbeit zu, deren Ausmaß nach den Berechnungen des Linzer Professor Schneider die Ausmaße von 350 bis 360 Milliarden Euro angenommen hatten. Natürlich waren es vor allem die Sozialbetrüger, die sich nebenher goldene Nasen durch Schwarzarbeit verdienten. Welch Wunder also, dass restriktive Maßnahmen bei der Sozialhilfe auf eine breite zustimmende Resonanz in der Bevölkerung stießen. Die konzertierte Aktion von Politik, Wirtschaftswissenschaft, Presse und Arbeitgeberverbänden funktionierte wie geplant. Jedem Menschen in diesem Lande hätte auffallen müssen, dass z. B. die Summen der angeblich durch Schwarzarbeit am Fiskus vorbei manövrierten Gelder absolut unreal waren. Es war eine ganz einfache mathematische Unmöglichkeit, denn die Summe entsprach einem Betrag von 4.500 € pro Einwohner im Jahr, vom Säugling bis zum Greis. Reduzierte man dann die Summen auf Sozialhilfe-Empfänger und Arbeitslose, kamen Schwarzarbeitsverdienste zustande, die bei 70.000 bis 80.000 € im Jahr lagen, immer noch davon ausgehend, dass jeder Transferleistungsempfänger Schwarzarbeit betrieb.

Aber so etwas wollte der selbstgerechte Teil in der Bevölkerung nicht wirklich wissen. Mit solchen Verzerrungen der Wirklichkeit hatte man den Nerv weiter Kreise in der Bevölkerung getroffen. Es gibt so viele Menschen in diesem Land, die in notleidenden Menschen Schmarotzer sehen, die sie viel Geld kosten. Es ist wirklich seltsam, dass sich Menschen darüber aufregen können, dass man einen Hilfsbedürftigen nicht einfach verhungern lässt, aber dabei völlig aus den Augen verliert, dass riesige Summen für den Erhalt eine Militärmaschinerie und für den Einsatz dieser Maschinerie in verschiedenen Teilen der Welt ausgegeben werden. Oder ist es ein Zeichen dafür, dass die dünne Tünche der Zivilisation nicht ausreicht, um zu verbergen, dass sich Menschen oft schlimmer als die meisten Tiere dieser Welt verhalten?

Die Agenda 2010 war bereits angekündigt, sprach von "großen Reformen", als von der Presse völlig unberücksichtigt ein merkwürdiger Vorgang stattfand. Der Staat gab eine neue Notstandsgesetzgebung heraus. Ungewöhnlich deshalb, weil der kalte Krieg und damit eine Gefährdung durch den Angriffe eines anderen Staates eigentlich völlig irrelevant geworden war. Die Mitgliedschaft in der EU und der NATO macht einen solchen Angriff noch unwahrscheinlicher. Was also hat den Staat bewogen, ausgerechnet jetzt neue Notstandsgesetze zu verabschieden? Warum schweigt die Presse dazu? Warum erfolgt keine Aufklärung der Bevölkerung über den Sinn und Zweck dieser Maßnahme? Sind diese Gesetze vielleicht die Vorbereitung für neuerliche Ungeheuerlichkeiten in der nahen Zukunft?

Vordergründig könnte man vermuten, dass man Sorge hatte, wenn die Aktivitäten der Agenda 2010 erst einmal von der Bevölkerung begriffen wurden, man dann einen Aufstand erwartete. Aber diese Vermutung reicht nicht aus, denn das hätte man auch ohne "Wirtschaftssicherstellungsverordnung" in den Griff bekommen. Nachdenklich stimmt mich, dass es im SGB II Paragraphen gibt, mit denen Transferleistungsempfänger dazu verdonnert werden können, statt Barleistungen nur noch Sachleistungen auf dem Weg über Bezugsscheine zu erhalten. Wurde damit ein erneuter Versuchsballon gestartet?

Ich erwähnte es schon, wenn man als kritischer Beobachter der politischen Landschaft beginnt, Ereignisse im Zusammenhang zu betrachten und aus den Ergebnissen logische Rückschlüsse zu ziehen, wird man automatisch zum Verschwörungstheoretiker und damit zur lächerlichen Figur. Nun, ich habe mich mit meinen berichten über die Bilderberger schon einmal auf dieses Terrain begeben und meine Hemmungen, in der derzeitigen Situation das noch einmal zu tun, sind recht gering. Wir haben, ganz offiziell, derzeit eine Finanzkrise. Ebenso ist unstrittig, dass ganz offiziell über eine neue Weltordnung nicht nur nachgedacht, sondern diese ganz gezielt angestrebt wird. Hier kommen wieder die Bilderberger ins Spiel. Ich halte sie für die Schmiede der EU. Nachweisbar ist, dass die französischen Verträge von ihnen ausgearbeitet wurden und ich gehe davon aus, dass auch alle Folgeverträge von ihnen ausgearbeitet oder zumindest auf ihrem Gedankengut entwickelt wurden.

Nun ist die Gesellschaft der Bilderberger eine recht schweigsame Gesellschaft. Zwar darf der deutsche Steuerzahler die Kosten für die Besuche dieser Treffen tragen, aber er darf nicht erfahren, warum es überhaupt so wichtig ist, dass deutsche Politiker, zusammen mit Bankern und Presseleuten an diesen Treffen teilnehmen und um was es dabei geht. Um einen Gedankenaustausch, bekommt man als einzige Antwort Doch in diesem Fall ist unverständlich, warum es

  1. keine Aussagen über die Ergebnisse dieses "Gedankenaustausches" gibt und
  2. warum dann der Steuerzahler die Kosten für diese sicherlich nicht billigen Treffen zu zahlen hat

Wie bereits gesagt, die Bilderberger sind eine recht schweigsame Gesellschaft. Doch gelegentlich kommen von Teilnehmern aus dem inneren Bereich doch einmal ein paar Aussagen, die, im Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen gesehen ein ganz anderes Bild der aktuellen Lage zeigen oder zumindest den Verdacht aufkommen lassen, dass es da Zusammenhänge gibt. Dabei sollten die wenigen Statements von Leuten wie Rockefeller und Kissinger im Zusammenhang betrachtet werden, weil sie als eine Art Agenda einen lange geplanten und geduldig vorangetriebenen Ablauf erkennen lassen, dessen Sinn und Zweck die Machtübernahme in der Welt durch eine kleine Gruppe der Mächtigen ist.

  • Bereits 1915 philosophierte Nahum Goldmann in seinem Buch "Der Geist des Militarismus" über den Weg in eine neue Weltordnung.
  • 1901 bedankte sich Rockefeller bei der Presse.
  • 1993 wurde durch einen Ausspruch von Kissinger einmal mehr deutlich, dass die Bilderberger mehr als nur ein Debattierclub sind.
  • Giovanni Agnelli und Prinz Bernhard der Niederlande äußerten sich da schon wesentlich deutlicher.
  • Auch Rockefeller äußerte sich eindeutiger mit Bezug auf eine Krise

Rockefellers Ausspruch von 1991 ist einmal (aus meiner Sicht) das Ergebnis vererbter und gepflegter Arroganz, wenn er von der Befähigung einer supranationalen Elite zur Weltbeherrschung spricht und wird gleichzeitig durch die derzeitige Finanzkrise ad absurdum geführt. Seine Aussage 1993 deutet an, dass eine Krise der Auslöser sein könnte, endlich die die letzte Phase der angestrebten Weltherrschaft zu beginnen. Das lässt aber auch die Interpretation zu, dass die Finanzkrise mit den zu erwartenden Auswirkungen auf fast alle Bereiche der Wirtschaft nicht das alleinige Ergebnis der Verantwortungslosigkeit der Bankmanager, sondern das Ergebnis einer sorgfältigen Planung ist, wenn man bedenkt, dass die FED, also die amerikanische Nationalbank, im Besitz einiger weniger Privatbanken ist. Welche das sind, kann man nur vermuten, denn ausgewiesen werden nur alle in der FED organisierten Banken, nicht aber, welche Banken Besitzer der FED sind. Vermutlich sind es noch immer die gleichen Hintermänner, die 1913 den Rassisten Wilson dazu brachten, die Staatsfinanzen der USA in die Hände einiger bekanntermaßen machtgieriger Banker zu legen. Vorausgegangen war eine Finanzkrise im Jahr 1907 in den USA, als deren Verursacher hinter vorgehaltener Hand J.P. Morgan angesehen wurde. In irgendeinem Artikel habe ich einmal gelesen, dass die Morgan-Bank und die FED auch diesmal bei der Pleite der Bear Stearns die ersten verhaltenen Erdstöße bereits im März zauberte. Die Netzeitung.de schreibt dazu:

    Die sich dramatisch zuspitzende Krise bei Lehman Brothers erinnert an das Schicksal des Wettbewerbers Bear Stearns: Die Investmentbank hatte im März wegen ähnlicher Probleme auf Druck der Notenbank FED ihrem Zwangsverkauf zustimmen müssen. Der Finanzkonzern J.P. Morgan zahlte für die Übernahme lediglich einen Schleuderpreis.

Doch das sind nur die Fälle, in denen die Haie aus dem Finanzteich andere große Fische aus dem gleichen Teich fressen. Die im Raum stehende Frage ist jedoch die nach der Manipulation der Gesellschaft in der heutigen Zeit. Hier hat die Manipulation in Deutschland bereits mit den Problemen der teilweise in Staatsbesitz befindlichen IKB begonnen, von der die KFW, die 38% der Aktien hielt, in Mitleidenschaft gezogen wurde. Schauen wir auf den Eintrag bei Wikipedia:

    Plötzliche massive Schieflage

    Am Montag, den 30. Juli 2007, veröffentlichte die IKB eine Ad-hoc-Mitteilung[2] mit folgendem Inhalt: Die Bank sei als Folge der Krise am US-amerikanischen Subprime-Markt in eine existenzbedrohende Schieflage geraten, zugleich trat der Vorstandssprecher Stefan Ortseifen zurück und das KfW-Vorstandsmitglied Günther Bräunig übernahm seine Aufgaben, außerdem sei kurzfristig ein Rettungspaket vereinbart worden. Schließlich wurde die erst 10 Tage zuvor im vorläufigen Quartalsbericht als ungefährdet dargestellte Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr durch eine Gewinnwarnung ersetzt. Bemerkenswert ist auch, dass dieser erst wenige Tage alte Quartalsbericht die möglichen Risiken aufgrund der Unsicherheiten auf dem US-Hypothekenmarkts noch mit einem einstelligen Millionenbetrag bezifferte.[3] Der Ad-hoc-Mitteilung vorangegangen war am Freitag, den 27. Juli 2007, eine Mitteilung an die IKB, dass die Deutschen Bank sowie andere Banken die Kreditlinien gegenüber der IKB kürzen wollen. Am Wochenende fand daraufhin eine Besprechung aus Vertretern des 38-prozentigen Hauptaktionärs KfW, der Bankenverbände (BdB, BVR, DSGV), der Bundesbank, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie des Bundesfinanzministeriums statt. Die tatsächliche Situation wurde als so dramatisch eingeschätzt, dass Jochen Sanio, Sprecher der BaFin, nachher von der größten Bankenkrise seit 1931 sprach.[4] Die KfW sowie die Bankenverbände vereinbarten über das Wochenende ein Rettungspaket in Höhe von 3,5 Mrd. Euro, von dem die KfW 70 % und die anderen Banken 30 % trugen. Durch dies Hilfsaktion wurde eine kurzfristig drohende Zahlungsunfähigkeit der IKB sowie eine mögliche Kettenreaktion für den deutschen Bankenmarkt abgewendet.

    Vorgeschichte

    Seit dem Jahr 2001 hat die IKB begonnen, unter dem Begriff „Portfolioinvestments“ ein neues Geschäftsfeld aufzubauen. Es wurde in längerfristige forderungsbesicherte Wertpapiere wie CDOs und ABS investiert, die in hohem Maße US-amerikanische Immobilienkredite enthielten. Die Finanzierung erfolgte revolvierend durch kurzfristige Geldmarktpapiere, wobei mehrere Banken zur Absicherung Liquiditätslinien zur Verfügung stellten. Zur Abwicklung dieser Geschäfte hatte die IKB im Ausland mehrere Zweckgesellschaften wie Rhineland Funding Capital Corp., Havenrock Ltd, Rhinebridge plc und andere gegründet, denen auch die IKB AG Liquiditätslinien zur Verfügung gestellt hat. Diese Zweckgesellschaften wurden bis zum ersten IKB-Konzernabschluss per 31. März 2007 nicht konsolidiert; dieser Abschluss wurde dann im Zuge der Krisenbewältigung durch eine geänderte Fassung ersetzt.[5] Die IKB hat auch selbst Verbriefungen derartiger strukturierter Wertpapiere über Zwischengesellschaften durchgeführt. Wie dem Jahresabschluss zum 31. März 2008 entnommen werden kann, summierte sich das risikobehaftete Volumen per Ende Juli 2007 auf über 10 Mrd. Euro.[6] So hatte die IKB AG allein dem Conduit Rhineland Funding eine Liquiditätslinie von 8,1 Mrd. Euro zugesagt. Da die Finanzmärkte ab Mitte 2007 forderungsbesicherte Wertpapiere mit hohen Anteilen an Immobilienkrediten nicht mehr abkauften und andere Banken den Zweckgesellschaften keine kurzfristigen Mittel mehr zur Verfügung stellten, drohte eine kurzfristige Inanspruchnahme der seitens der IKB AG zugesagten Liquiditätslinien, die die IKB AG alleine nicht darstellen konnte.

    Weitere krisenhafte Entwicklung

    Der Aktienkurs der IKB, der noch zu Jahresanfang über 30 Euro lag, sank bis zur ersten Augustwoche 2007 auf unter 10 Euro. Die ursprünglich für den 30. August 2007 geplante Hauptversammlung der IKB wurde auf einen neu festzulegenden Termin verschoben. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers wurde mit einer Sonderprüfung beauftragt. Mit Volker Doberanzke legte am 7. August 2007 ein weiteres Vorstandsmitglied sein Amt nieder. Seine Aufgaben als Finanzvorstand wurden zunächst von Dieter Glüder übernommen. Unter der Leitung von Lutz-Christian Funke, Direktor der KfW, wurde ein Krisenstab gegründet.

    Am 16. Oktober wurde in einer Pressemitteilung kurz über die Ergebnisse der Sonderprüfung durch PricewaterhouseCoopers berichtet. In Folge dessen schieden zwei weitere Vorstände (Markus Guthoff und Frank Braunsfeld) aus dem Unternehmen aus. Das Finanzressort wurde durch Reinhard Grzesik – ein langjähriger Finanzvorstand der Depfa Plc – übernommen. Es wurde angekündigt, dass der bereits erstellte aber noch nicht verabschiedete Konzern- und Einzelabschluss per 31. März 2007 angesichts der inzwischen bekannten Tatsachen geändert und neu erstellt werden soll.[8] Per Gerichtsbeschluss wurde PricewaterhouseCoopers anstelle der KPMG im laufendem Geschäftsjahr zum Abschlussprüfer bestellt.

    Am 29. November 2007 erhielt die IKB im Rahmen eines zweiten Hilfspakets des Bankenpools eine zusätzliche Risikogarantie über 350 Mio. Euro. Der Aktienkurs der IKB fiel bis zum Jahresende 2007 auf rund 6 Euro, dies führte in den Büchern der KfW zu einem deutlichen Abschreibungsbedarf.

    Um weiteren Liquiditätsbedarf zu decken, zeichnete die KfW am 7. Januar 2008 eine Wandelschuldverschreibung der IKB in Höhe von 54 Mio. Euro, die wenige Wochen später in Aktienkapital gewandelt worden ist. Der Anteil der KfW am Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich dadurch auf 43,4 %. Die Öffentlichkeit wurde am 18. Januar 2008 darüber informiert, dass die KfW einen Verkauf ihrer IKB-Anteile beabsichtige.

    Im Februar/März 2008 wurde ein drittes Hilfspaket über zunächst 1,5 Mrd. Euro benötigt. Letztlich sagte die KfW weitere 1,05 Mrd. Euro zu, die der Bund absicherte. Von den Bankenverbänden, die ebenfalls zu einer weiteren Sicherungsmaßnahme in Höhe von 0,5 Mrd. Euro aufgefordert worden waren, sagte der Bundesverband deutscher Banken 0,3 Mrd. Euro als letzte Hilsfmaßnahme zu, die dann jedoch nicht in Anspruch genommen wurde. Außerdem kündigte die IKB eine Kapitalerhöhung über knapp 1,5 Mrd. Euro an, wobei sich die KfW verpflichtete, hiervon mindestens Aktien im Wert von 1,25 Mrd. Euro zu zeichnen.

    Auf der Hauptversammlung am 27. März 2008 wurde der von der KfW kommende Werner Oerter als Nachfolger von Ulrich Hartmann zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Die Aktionäre beschloßen eine Sonderprüfung, um die Verantwortung von Vorstand und Aufsichtsrat zu klären. Die Entscheidung über eine Entlastung der beteiligten Personen wurde vertagt.

    Aufgrund der anhaltenden Krise der IKB erklärte am 7. April 2008 Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW, ihren Rücktritt. Als Nachfolger wurde Ulrich Schröder berufen.

    Die Zeichnungsfrist für die im ersten Quartal angekündigte Kapitalerhöhung endete zum 11. August 2008. Der im Prospekt angegebene Ausgabekurs in Hohe von 2,56 Euro (Verhältnis 6:1) lag allerdings während der Zeichnungsfrist meist über dem aktuellen Tageskurs. Auch deshalb wurden fast keine Aktien von freien Aktionären gezeichnet und die KfW musste ihre Zusage zur Übernahme der Kapitalerhöhung in Höhe von 1,25 Mrd. Euro erfüllen. Der KfW-Anteil an der IKB erhöhte sich dadurch auf 90,8 %.

    Verkauf an Lone Star

    Auf einer Pressekonferenz am 21. August 2008 wurde bekannt gegeben, dass die KfW beabsichtige, ihre gesamten Kapitalanteile an der IKB in Höhe von 90,8 Prozent an den amerikanischen Finanzinvestor Lone Star zu verkaufen. Nach Genehmigung durch die EU-Wettbewerbsaufsicht sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde die Transaktion am 29. Oktober 2008 vollzogen.[20] Der Kaufpreis betrug nach unbestätigten Presseberichten 115 Mio. Euro.

    Zusammenfassung

    Für die KfW-Bankengruppe stellt sich das Engagement bei der IKB als finanzielles Desaster heraus. Die existenzgefährdende Schieflage, die zudem innerhalb weniger Monate mehrfach eintrat, sowie die öffentlich und mit hohem Handlungsdruck ausgetragenen Verkaufsbemühungen erzeugten in der Öffentlichkeit einen negativen Eindruck bei der Aufsicht über die Geschäftspolitik der IKB sowie beim Krisenmanagement. Der erzielte Verkaufspreis lag deutlich unter dem zuvor genannten Ziel von 800 Mio. Euro. Zudem nahm die KfW 600 Mio. Euro risikobehaftete Wertpapiere von der IKB in ihren eigenen Bestand. Weitere Risikopapiere in Höhe von 1,5 Mrd. wurden in eine Zweckgesellschaft ausgelagert. Hinzu kommt ein Abschreibungsbedarf auf den Beteiligungswert. Der sich aus dem IKB-Engagement ergebende bilanzwirksame Verlust der KfW – einer Anstalt des öffentlichen Rechts – beträgt nach bisher veröffentlichten Zahlen über 8 Mrd. Euro.[21] Außerdem hat die Bundesregierung direkt während der Stützungsaktionen rund 1,2 Mrd. Euro übernommen und hat eine Garantie in Höhe von 0,6 Mrd. Euro für die oben genannten von der KfW übernommenen Wertpapiere zugesagt.[22] In Summe ergeben sich Aufwendungen für den Steuerzahler in Höhe von rund 10 Mrd. €; weitere 1,4 Mrd. € haben die Bankenverbände zugeschossen.

    Quelle: Wikipedia

Dazu noch die Stellungnahme des Bundesfinanzministeriums..

  • Was aber ist daraus ablesbar? Da ist zunächst der Umstand, dass die IKB dem gepriesenen Trend des Liberalismus bedingungslos gefolgt ist, indem sie weltweit Firmen und Niederlassungen gründete und weit über ihre Möglichkeiten hinaus diese stark toxischen Papiere anhäufte. Der Vorstand und Aufsichtsrat der KFW, vollbesetzt mit "hochrangigen Politikern", hat als größter Anteilseigner wohl keine Einwände gehabt.
  • Natürlich war der Schuldige für die angehende Pleite schnell ausgemacht, die amerikanische Subprimekrise. Vergessen die Zeit, als noch ebenso hochrangige Mitglieder der Regierung für diese Anlageformen (CDOs und ABS) warben und dabei betonten, dass sich der Staat aus diesem Geschäft heraushalten sollte:

    • Staatssekretär Asmussen (Bundesfinanzministerium) 2006 in einer öffentlichen Schrift:
      „Seitens des BMF wird im Umsetzungsprozess der Basel II-Regeln für ABS vor allem auch darauf geachtet werden, dass den Instituten keine unnötigen Prüf- und Dokumentationspflichten entstehen werden, wenn sie in „gängige" ABS-Produkte mit gutem Rating investieren."

  • Lt. Merkel und Steinbrück ist das Rettungspaket für die Banken wichtig, um damit wieder Vertrauen und Sicherheit für das deutsche Bankensystem zu erreichen. Aber auch beim Sturz der IKB und den rund 10 Milliarden verschwendeten Steuergeldern für diese Rettung, die eigentlich ein Steuergeschenk an den Lone Star Hedge Fond war, argumentierte der Bundesfinanzminister mit dem lapidaren Satz: "Weil sonst das Vertrauen in das Deutschen Bankensystem über die Maßen erschüttert worden sei."
  • Nun läuft die Rettungsaktion für HRE (Hypo Real Estate) und wieder weiß unser Finanzminister zu begründen, dass die bereits verpulverten Milliarden für dieses Institut ungeheuer wichtig wären, weil im Falle der Insolvenz das Ganze für den Staat noch teurer würde. Trennt man sich aber mal von der offiziellen Darstellung, findet man ganz andere Aussagen, Aussagen von seriösen Leuten wie Werner Rügemer, der schon heftig gegen die verlogene Darstellung der PPP-Modelle angegangen ist. Er meint: Verhindert die Bankenrettung!. In einem Interview bei Heise gibt er Antworten auf die damit verbundenen Fragen. (Interview-Teil 1: und Interview Teil 2. Leute wie Albrecht Müller (Nachdenkseiten und früherer Berater von Willi Brandt) verweisen auf Zusammenhänge, dass offenbar die Deutsche Bank auf Umwegen über die HRE saniert werden soll und damit als Geldwäsche-Bank (Bad Bank) für die toxischen Papiere der Deutschen Bank benutzt wird (mit Wissen und dem Segen der Bundeskanzlerin und dem Bundesfinanzminister (um nur die Hauptakteure zu nennen).

Frau Merkel macht sich ja nun international dafür stark, das supranationale Institutionen in Zukunft das internationale Finanzsystem überwachen sollen. Dies betonte Sie auch wieder auf dem gerade stattgefundenen G8-Gipfel. Zusammenfassend sagte sie: "Bla, bla, bla...", denn mehr war es wirklich nicht. Als sie allerdings betonte, diese Aufsicht solle auch für Hedge-Fonds gelten, hätte sich allseits Gelächter breit machen müssen. Gerade die Hedge Fonds waren und sind es, die mit diesen Risiko-Papieren das große Geld machten. Hätte Merkel gesagt, dass die Fonds (und Equity-Fonds) verboten werden müssten, hätten ihre Aussagen zumindest ein wenig Inhalt gehabt. Die Aufgaben dieser internationalen Finanzaufsicht wird wohl vor allem Instituten wie der WTO, dem IWF und der Weltbank zufallen. Der Normalbürger nickt dann zufrieden, denn er sieht, dass etwas getan wird. Aber weiß er nicht, dass die Narrenfreiheit für das internationale Finanzsystem im EU-Vertrag ganz explizit festgeschrieben ist? Und wie ist das mit Frau Merkel? Hat sie das vergessen? Oder weiß sie es nicht einmal, weil sie den Vertrag gar nicht kennt?
Natürlich kennt sie den Vertrag, aber der Hinweis auf diese Bestimmungen des Vertrages würde sicherlich die Begeisterung ein wenig trüben, die man ihr in Deutschland für die "effiziente und ausgewogene Politik" entgegen bringt.
Der Verschwörungstheoretiker in mir stellt sich allerdings die Frage, ob die hier zustimmend nickenden Bürger, einem Mann einen Job als Wächter über ihren Tresor geben würden, von dem sie wissen, dass er beim letzten Einbruch derjenige war, der die Türen und den Tresor geöffnet hat. Denn tatsächlich waren es die supranationalen Einrichtungen, die den ganzen Finanzbetrug erst ermöglicht und über lange Zeit effektiv verschleiert haben. Das im Hintergrund dazu auch immer die FED und die Bilderberger den Dirigentenstock geschwungen haben, steht für mich außer Frage.
Geht es um die Frage der Effizienz der Frau Merkel, muss ich allerdings zustimmend nicken. Die Ausweitung der Armut hat sie effizient betrieben, beim fortschreitenden und schleichenden Betrug am Rentner hat sie wirklich viel Fingerspitzengefühl gezeigt. Den Klimawandel hat sie richtig populär gemacht und damit neue Felder eröffnet, wie man ohne große Mühe abkassieren und dabei Klima Klima sein lassen kann. Wie man das Geld der Steuerzahler vor allem in Krisenzeiten in die stets offenen Taschen der Hochfinanz leitet, stellen sie und Steinbrück gerade eindrucksvoll unter Beweis. Auch das erneuerte Abfeuern einer Streubombe mit Namen Missfelder ist der Beweis für effektive Diffamierung und Diskriminierung von Millionen Bürgern dieses Staates durch diese ach so "christlichen" Partei.

Nun, spätestens hier lande ich wieder bei den Notstandsgesetzen und den Bilderbergern. Sind die 2004 eingeführten Notstandsgesetze eine Vorbereitungsmaßnahme auf den Zeitpunkt, an dem der Deutsche Michel letztendlich doch erkennt, dass er mit der gesamten Politik der letzten 20 Jahre genasführt wurde, weil diese Politik bewusst auf die Destabilisierung des Nationalstaates Deutschland ausgerichtet war? Sind die Absichten von Schäuble und etlichen anderen Politikern, den Einsatz der Bundeswehr im Innern durchzusetzen, nichts anderes als Sicherungsmaßnahmen, um Aufständen aus der Bevölkerung mit militärischer Macht begegnen zu können, wenn man den Staat Deutschland endgültig an die EU abtritt?

Erstaunlich fand ich in der Sendung "Kulturzeit" auf 3SAT politische Beiträge. Eigentlich war ich von dieser Sendung nur kulturelle Themen gewohnt. Doch diesmal (am 18.02.) wurde ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke über die Frage der Enteignung geführt, ein Begriff, der nicht nur negativ belegt ist, sondern so völlig konträr zu einem kapitalistischen System steht. Auffallend für mich (ich neige schließlich dazu, Verschwörungen zu vermuten) war die schnelle Sprechweise ohne die geringste Stockung, mit der von Lucke antwortete. War es, wie so oft im Fernsehen, ein zuvor bis ins Detail abgesprochenes Interview? Wenn nicht, kann ich den Mann für die Schnelligkeit seiner Antworten und die schnelle und flüssige Sprechweise nur bewundern. Kein Zögern, keine noch so kurze Pause, um nach einem passenden Begriff zu suchen. Wirklich bemerkenswert. Aber ich habe auch noch Textbeiträge zur Finanzkrise gefunden, die ich ausgesprochen lesenswert fand.

Wohin geht unser Geld
Im Sinkflug

Einige Leute sind aus meiner Sicht mit den Problemen der jetzigen Zeit recht zufrieden. Mr. Rockefeller hat seine Krise und kommt damit sicherlich seinen Weltherrschaftsphantasien wieder ein Stückchen näher. Gerne beschreibt ihn die Presse als großen Philanthropen. Ich würde ihn als einen der größten Intriganten bezeichnen, der seine reichlich vorhandenen Mittel stets ausschließlich zur Erfüllung der eigenen Phantasien eingesetzt hat, auch wenn das nach außen anders wirkt. Er hatte immer erheblichen politischen Nutzen von seinen "Geschenken" und weitete seine Macht damit kontinuierlich aus. Und er ist nicht alleine. Von seiner Sorte gibt es weltweit noch einige. Verschwörungstheoretiker sprechen von ca. 300 Familien, deren Kapital ausreichen würde, ganze Staaten zu kaufen, Aber man muss ja nicht übertreiben, Es genügt doch völlig, einige wenige Leute zu kaufen, die in Schlüsselposition sitzen. Das ist billiger und effektiver.

Aber lassen Sie sich von diesen Gedanken nicht anstecken. Es ist halt nur die Meinung eines Menschen, der inzwischen glaubt, dass das ganze politische System einschließlich des Finanzsystems Teil einer riesigen Verschwörung ist. Sie müssen das nicht wirklich glauben. Warten Sie einfach, bis die Regierung den Notstand ausruft und Sie live erleben dürfen, was die Älteren schon in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg erfahren durften: "Lebensmittelmarken und leere Schaufenster und Regale."

Man muss eben alles einmal mitgemacht haben. Für die Pummeligen unter Ihnen wird das sicherlich ein Erfolgserlebnis, denn das Schönheitsideal wird sich wandeln. Runde Formen und ein Bauch werden dann wieder Signale des Wohlstands sein. Die meisten Menschen werden dann auch wieder die Skelettstruktur des Menschen kennenlernen, weil die Knochen nur noch von der Haut zusammengehalten werden. Warten Sie einfach ab, es kann nicht mehr lange dauern. Oder glauben Sie etwa, die Notstandsgesetze wären nur aus Langeweile aufgesetzt worden?

Eines ist aber wirklich sicher. Politik, Hochfinanz und Wissenschaft haben von Sigmund Freud gelernt, wie man analytische Verfahren gezielt nutzen kann. Auch wenn Sie noch nie Schwierigkeiten mit irgendeiner Behörde hatten, Big Brother weiß alles über Sie. Denn Sie haben sich ihm ständig offenbart, über die Kreditkarte, die Kundenkarte, Ihr Handy, Ihr Navigationsgerät und noch etliche andere Möglichkeiten der Ausforschung. Orwell wäre stolz auf Sie, denn Sie erfüllen seinen Roman mit echtem Leben. Nicht als Individualwesen, sondern als Teil der grauen Masse.