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Erstelldatum: 26.04.2007

Quasi-Spltting

Sind im Versorgungsausgleich andere öffentlich-rechtliche Anwartschaften als die aus der gesetzlichen Rentenversicherung auszugleichen ( zum Beispiel: Beamtenpension, Rente der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder), geschieht das durch Begründung von Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung ohne Beitragszahlung ( 1587 b BGB, 1 VAHRG). Diese Begründung von Rentenansprüchen wird auch als Quasi-Splitting bezeichnet, weil der Berechtigte so gestellt wird, als wären (quasi) die Versorgungsanrechte der Eheleute aufgeteilt worden.

Versorgungsausgleich

  • Der Versorgungsausgleich ist die Aufteilung der während der Ehe erworbenen Renten- und Versorgungsanwartschaften auf beide Ehegatten zu gleichen Teilen (ähnlich dem Zugewinn-Ausgleich) im Falle der Scheidung. Ausgleichspflichtig ist der Ehegatte mit den werthöheren Anwartschaften oder Aussichten auf eine höhere Versorgung.

Über das Quasi-Splitting entscheidet das Familiengericht.

Persönliche Anmerkung: Quasi-Splitting ist eine der vielen Fremdlasten, die der Rentenversicherung aufgebürdet werden. So wird der Versorgungsausgleich im Falle der Scheidung eines Beamten über die Rentenkasse abgewickelt, ohne dass ein beamter jemals Beiträge eingezahlt hätte.