Klagelied eines Politikers

"Kann man denn nicht das Volk abschaffen?"
ruft der Minister wütend aus,
"die woll'n doch nur beim Staate raffen
und dafür geht viel Kohle drauf."

Und Ulla Schmidt meint, "Du hast recht,
es ist ein Kreuz mit diesen Leuten,
nie war's so schwierig, nie so schlecht,
sie etwas mehr noch auszubeuten."

"Das geht nicht," wendet Aldi ein,
"wer soll dann unseren Ramsch noch kaufen,
Ihr kauft im Feinkostladen ein
und wir müssten die Haare raufen."

"Aldi hat recht," sagt Tengelmann,
"die Politik kauft anders ein,
was ich dem Bürger andrehen kann,
bringt mir doch die Milliarden ein."

"Wer soll wohl Deine Autos bauen,
mit denen Dein Chauffeur Dich karrt,
Beamte würden das versauen,"
meint auch der Daimler-Chef ganz hart

Jetzt meldet sich Klein-Angela,
denn schließlich darf sie niemals schweigen,
"Was redet ihr für'n Quatsch denn da,
Ihr werden alles doch vergeigen."

Nun meldet sich auch Merck zu Wort,
"lasst mir nur ja das Volk zufrieden,
ist schließlich doch ein sich'rer Hort,
höhere Diäten durchzukriegen"

Bis jetzt noch schwieg der Westerwelle,
doch jetzt wird es ihm doch zu bunt.
"Wer braucht schon Volk, habt ihr ne Delle?
Hauptsache die Wirtschaft, die läuft rund"

Der Stoiber hat zwar nichts zu sagen,
mitreden will er aber doch,
"Meint Ihr, wir können's wirklich wagen?
vielleicht, da brauchen wir sie noch"

"Wir brauchen sie doch auch zum zahlen,"
wendet nun der Schröder ein.
"Und denke an die nächsten Wahlen
dann mahlen sie die Kreuzchen fein."

"Das Volk ist lästig. Find' ich auch,
Doch ohne geht es leider nicht,"
so meldet sich der Rezzo Schlauch
"ohne heißt auch Pensionsverzicht."