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Erstelldatum: 20.06.2008

Gutachten für das Finanzministerium
durch den wissenschaftlichen Beirat des Finanzministeriums

Irgendwo habe ich gelesen, dass Steinbrück, unser erlauchter Herr Finanzminister, den wissenschaftlichen Beirat des Finanzministeriums als sein Gewissen bezeichnet hat. Das impliziert natürlich die Vermutung, dass er nicht im Besitz eines eigenen Gewissens ist, eine Möglichkeit, die ich durchaus einräume. Aber mit diesem, seinem Ersatzgewissen hat er, zumindest nach meiner Einschätzung, eine schlechte Wahl getroffen. Doch darauf komme ich noch.

Zunächst über das Finanzministerium, das wohl geheimnisvollste Ministerium dieses Landes. Geheimnisvoll deshalb, weil es zur Finanzpolitik eigentlich nicht berechtigt ist, hat es doch diese Funktion zusammen mit der DM an die EU abgetreten. Doch das ist nicht alles. Es hat eine GmbH gegründet, die "Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH". Alleiniger Gesellschafter ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen. Stammkapital der Ende 2000 gegründeten GmbH beträgt laut Handelsregister B (Amtsgericht Frankfurt/Main) 50,000 €. Die GmbH erfüllt eigenen Angaben zufolge Aufgaben bei der Haushalts- und Kassenfinanzierung des Bundes. Diese Aufgaben wurden zuvor dezentral vom Bundesfinanzministerium, der Deutschen Bundesbank und der Bundeswertpapierverwaltung wahrgenommen. Nun will ich die Aufgaben dieser GmbH nicht weiter beschreiben, das kann jeder selbst durch einen Klick auf den Link eruieren. Eine GmbH haftet nach meiner Kenntnis nur in der Höhe des Einlagekapitals. Aber dieses Unternehmen besorgt Herrn Steinbrück, wenn er es denn anfordert, auf die Schnelle mal ein paar Millionen bis ein paar Milliarden. Was mich auch ein wenig seltsam berührt ist das Gründungsdatum, denn es geht nicht mit der Abgabe der Finanzhoheit der BRD an die EU einher. Meiner Kenntnis nach existieren die Bundesbank, die Bundeswertpapierverwaltung und das Bundesfinanzministerium munter weiter. Halt, nicht ganz. Die Bundesschuldenverwaltung wurde 2002 in Bundeswertpapierverwaltung umbenannt und zum 31. 7. 2006 aufgelöst, bzw. ging zum 1.7. 2006 in der Finanzagentur GmbH auf. Die Bundesbank hat durch den Beitritt zur Währungsunion und die Abtretung der Finanzhoheit an die EU bereits den eigentlichen Sinn ihrer Aufgabe nicht nur abgegeben, sondern verloren. Wenn nun weitere Aufgaben an die GmbH ausgelagert wurden, frage ich mich: "Was ist der eigentliche Grund?"

Schön wäre es natürlich, wenn die Verantwortung für 1.500 Milliarden Schulden der BRD bei der Finanzagentur läge, diese pleite ginge und da nur bis zur Höhe des Stammkapitals von 50.000 € haftend, damit eine flotte Entschuldung der BRD zu Lasten der hauptsächlich aus den internationalen Banken und Fonds bestehenden Gläubiger bedeuten würde und damit schuldenfrei wäre. Aber leider, so fürchte ich, sieht hier die Rechtslage ein wenig anders aus. Aber wie? Rechtslage in Deutschland ist aus meiner Sicht wie die Abgabe eines Lottoscheins, man hat die Hoffnung, dass Recht gesprochen wird, aber die Wahrscheinlichkeit ist äußerst gering. Lasse ich meiner Phantasie freien Lauf, sehe ich das folgende Szenario vor meinen Augen.

  • Die Deutsche Bank hat sich, wie die meisten anderen Banken auch, verspekuliert (US-Immobilienkrise) und sie erwartet deshalb vom Finanzminister eine gehörige Geldspritze, so ein paar Milliarden.
  • Steinbrück sieht die Not und ist bereit, zu helfen. Dafür muss man eben bei den Arbeitslosen, den Rentnern u.a. ein wenig einsparen. Aber er hat das Geld ja nicht auf Halde liegen. Er muss es sich besorgen.
  • Die Finanzagentur, von Steinbrück beauftragt, sucht nun Geldgeber für die erforderlichen Milliarden.
  • Die Deutsche Bank ist bereit, einen Teil des Geldbedarfs als Kredit locker zu machen und übernimmt es, Steinbrück mit einem Milliardenkredit unter die Arme zu greifen.
  • Die Finanzagentur unterrichtet Steinbrück davon, dass die geforderten Finanzmittel bereitstehen.
  • Steinbrück überweist das Geld an die Deutsche Bank und hilft ihr so aus der Patsche.
  • Ackermann grinst, hat er doch nun verlorenes Geld in gutes Geld getauscht und weil er einen Teil des Kredits (vielleicht auch alles) aufbrachte, kassiert er auch noch Zinsen dafür von der BRD.
Aber wie gesagt, das ist nur meiner Phantasie entsprungen. Hmm, wirklich?

Das Finanzministerium ist, so meine naive Sichtweise, eigentlich ein Ministerium ohne Ressort. So wie ich das sehe, eine Verwaltungsstelle der EU. Dem wird Herr Steinbrück sicherlich nicht zustimmen, aber welche wirklichen Regierungsaufgaben, losgelöst vom Europäischen Auftrag ihm wirklich verbleiben, wird er sicherlich auch nicht beantworten, zumindest nicht in überschaubarer Form. Also schließe ich meinen Versuch, das Geheimnis des Finanzministeriums zu ergründen, als unerledigt ab und widme mich nun einer Sache, die auch ein wenig seltsam ist. Warum gibt ein Finanzminister eine Studie in Auftrag, die ein anderes Ressort betrifft, nämlich das Arbeitsministerium? Ging es nur darum, sein Gewissen, den wissenschaftlichen Beirat zu beschäftigen?

Die Studie mit dem Namen "Existenzsicherung und Erwerbsanreiz" umfasst 56 Seiten. Von den 56 Seiten sind nur 3 Seiten für eine Empfehlung verwendet worden. Der Rest beschreibt, was Institute sagen, Institute wie das IFO-Institut (Prof Sinn), IZA-Institut (Direktor ist Steuerhinterzieher Zumwinkel), der Meinung des Bundeswirtschaftsministeriums auf der Grundlage einer Studie des IZA-Instituts, der Expertise des Sachverständigenrats (Wirtschaftsweise). Auf der letzten Seite sind die Herren Professoren aufgelistet, die für die Studie verantwortlich zeichnen. Es lohnt, sich die Herren (und Damen) näher anzuschauen, denn es sind Namen, die vor allem für das derzeitige Liberale Konzept in der Wirtschaftspolitik stehen, Namen, die sich unter anderem in der INSM, vor allem im IFO-Institut und im Sachverständigenrat zur gesamtwirtschaftlichen Lage tummeln. Was ich nicht finden konnte, waren Mitarbeiter des IZA-Instituts, ausgenommen der Namensgleichheit (Zimmermann) mit dem IZA-Chef und damit eine mögliche Verwandtschaft(?). Aber der IZA-Chef Klaus Zimmermann ist auch Vorsitzender der ARGE. Nein, nicht was sie denken. Diese ARGE ist die Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute e.V und in dieser ARGE finden wir dann z. B. auch IFO-Chef Sinn wieder.

Das Ergebnis der Studie ist in etwa vergleichbar mit der Studie des IZA-Instituts für das Bundeswirtschaftsministerium. Auffällig ist, dass diese Studie in allen Bereichen die Worte "könnte, müsste, würde, sollte" etc. verwendet. Gefährlich ist die Studie, wenn sie in Ihrer Empfehlung diese Aussage machen:

    Lohnaufstockungen an die Arbeitnehmer und Lohnzuschüsse an die Arbeitgeber stehen insoweit im Konkurrenzverhältnis, als sie beide aus öffentlichen Mitteln gespeist werden müssen. Sie sind aber auch in Kombination vorstellbar. Welches Gewicht dabei der einen oder der anderen, die Workfare ergänzenden Maßnahme zukommen sollte, ist nicht allgemein vorzugeben, sondern könnte nach entsprechenden empirischen Experimenten entschieden werden. Deutschland hat einen solchen Weg mit den begonnenen Arbeitsmarktreformen im Grunde eingeschlagen; sie sollten nicht zurück genommen, sondern durch ein konsequenteres Workfare fortentwickelt werden.

Im Umkehrschluss bestätigen die Damen und Herren, dass der gesamte Hartz-Komplex ein "empirisches Experiment war und ist" und empfehlen in einer für bestimmte Eliten typischen Boshaftigkeit, dieses "Experiment" zu erweitern. Diese Professoren sind oder waren alle an Universitäten tätig, vornehmlich im finanzwissenschaftlichen Bereich. Als Universitätsprofessoren sind sie vom Staat alimentierte Beamte mit hohen Bezügen und absoluter Arbeitsplatzsicherheit. Im Hamburger Abendblatt habe ich einen Bericht über die faulen Professoren gelesen. Ämterhäufung, opportune Wirtschaftsberichte und Vorlesungen und Nebentätigkeiten zeichnen auch diese Herren aus.

Ärgerlich finde ich, dass diese Herrschaften über Menschen in Lebenssituationen langatmige Studien anfertigen, dabei nicht den Hauch innovativer Ansätze erkennen lassen, sondern plakative Aussagen der üblichen Verdächtigen übernehmen und für "empirische Experimente" die ohnehin bedrohliche Situation Arbeitsloser vorschlagen. Herr Steinbrück, Ihr externes Gewissen ist keines, sondern aus meiner Sicht nur eine Ansammlung boshafter Menschen, die Mitmenschen als Objekte behandeln und diese Art der Betrachtung auch noch an die folgenden Generationen weitervermitteln. Es sind Leute, die keine eigenen Ideen einbringen, keine Lösungsansätze aufzuzeigen vermögen, aber als Elite gefeiert werden. Es sind Leute, die den Geist der Weimarer Republik aus der Zeit von 1929 bis 1933 wieder aufleben lassen und den Nährboden für faschistische Folgen ein zweites Mal in der deutschen Geschichte aufbereiten.

Schauen wir uns einige Aussagen genauer an. Sie berufen sich auf Aussagen der BA und Aussagen zur Schwarzarbeit in dieser Tabelle:

Zahl der sozialversicherungspflichtig 27,2 Mio Beschäftigten
Arbeitslose 2008, April rd. 3,4 Mio
Arbeitslosenquote 7,9 %
(bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, saisonbereinigt)
Davon Langzeitarbeitslose 1,2 Mio (länger als 12 Monate)
Bezieher von ALG I rd. 1,0 Mio
Bezieher von ALG II rd. 5,2 Mio
Arbeitslose ALG II- Bezieher rd. 2,4 Mio bzw. rd. 2/3 aller Arbeitslosen
nicht als arbeitslos geltend rd. 2,8 Mio
Bezieher von ALG insgesamt rd. 6,2 Mio
Gemeldete offene Stellen 592 000
(57 % der gesamten der BA bekannten offenen Stellen)
davon „normale“, soz.vers.pfl. 364 000
Hilfebedürftige Minijobber (April 2008) 684 000

Schwarzarbeit: Die Schätzungen bewegen sich in einer weiten Spannbreite. Sie reichen je nach Abgrenzung und Berechnungsmethode von knapp 500.000 (Feld und Larsen) über 8,5 Mio. Vollzeitäquivalenten (Schneider) bis zu rd. 13 Mio. Schwarzarbeitern (iwd v. 15.3.2007)

Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland, Monatsbericht, April 2008, Nürnberg; Schneider und Basedow (2006), a.a.O., Feld und Larsen (2005), a.a.O.; iwd vom 15.3.2007.

Eine Überprüfung dieser Zahlen findet nicht statt. Auch zur ewigen Polemik der Schwarzarbeit wissen sie nur zu sagen, die Expertise von Feld und Larsen stelle die untere Grenze dar, die Berechnungen zur Schattenwirtschaft von Schneider bzw. dem IWD (Institut der deutschen Wirtschaft Köln, arbeitet für die INSM) die Obergrenze. Ich will mich gar nicht erneut aufregen über die obskuren Rechenmethoden zum Thema Schwarzarbeit. Darüber habe ich schon mehrfach berichtet. Hier geht es darum, wie auf die seltsamen Zahlen der BA eingegangen wird. Die Betonung bei den ALG II-Empfängern liegt wieder auf dem Terminus "unqualifiziert." Obwohl es in der Form nicht direkt ausgesprochen wird, liegt die Unterstellung, dass Langzeitarbeitslose zwangsweise unqualifiziert sind, in den Aussagen klar auf der Hand. Kein Wort dazu, dass ein großer Teil dieser Langzeitarbeitslosen in einem Alter ist, welches bei Bewerbungen direkt zu einer Absage führt. Aber gerade die älteren Langzeitarbeitslosen haben über einen langen Zeitraum ihre Qualifikation bereits unter Beweis gestellt. Auch die Situation auf dem Lehrstellenmarkt bleibt unberücksichtigt. Schon in der Anfangsphase der Studie wird klar, dass man nicht nach Gründen für die Langzeitarbeitslosigkeit sucht, sondern Wege aufzeichnen will, den Niedriglohnsektor auszubauen und die Tarifautonomie zu untergraben. Wie üblich der Hinweis auf das Hochlohnland Deutschland, ohne Verweis auf die Lebenshaltungskosten, die letztendlich ja an die Löhne angepasst sind. Es geht nur um ein Thema, Arbeitslose sollen für die Transferleistungen in Form von Bürgerarbeit oder Arbeitsgelegenheiten arbeiten und Unternehmen dafür bezuschusst werden. Dabei werden die Studien des IFO-Instituts und des IZA-Instituts herangezogen und Gewicht auf deren Aussagen gelegt, dass damit Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen würden. Kein Wort dazu, ob diese neuen Arbeitsplätze damit vom Himmel fallen oder wie sie ansonsten entstehen sollen. Ich sehe nur einen Weg, damit neue Arbeitsplätze zu schaffen. Normale Arbeitsplätze werden abgeschafft und dafür bezuschusste Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich geschaffen.

Auffällig ist, dass die Verfasser der Studie mehrheitlich für und in diesen Instituten tätig sind, die solche Modelle seit Jahren gebetsmühlenartig vorschlagen, also das IFO-Institut, dass mit seinen Leuten im Beirat quasi auf dem Schoß von Steinbrück sitzt (falls der nicht längst auf dem Schoß des Professors Sinn, dem Leiter des IFO-Instituts sitzt), die INSM und natürlich alle, die vor allem über das Wirtschaftssteuerrecht referieren und tausende Seiten von Abhandlungen zu diesem Thema verfassen und außerdem zu diesem Thema in entsprechenden Organisationen europaweit tätig sind, gegen gute Bezahlung, versteht sich. Was am Ende rauskommt, ist kaum anders, als das, was das IZA-Institut bereits für Glos, den Wirtschaftsminister vorgeschlagen (angeblich erarbeitet) hat. Was letztendlich herauskommt, verstößt gegen die Charta der UN, gegen die Charta der EU und gegen das Grundgesetz. Doch das stört unsere Politiker ja nicht und erst recht nicht diese professorale Elite.

Was völlig fehlt, ist die einfache mathematische Formel, dass man nicht 6,2 Millionen ALG II-Empfänger in die zur Verfügung stehenden sozialversicherungspflichtigen 364.000 offenen Stellen (Angabe der BA) stecken kann. Wer die Praktiken der BA kennt, weiß, dass diese offenen Stellen nicht wirklich existent sind, weil Stellen, die längst wieder besetzt sind, wochen- bis monatelang weiter in der Datenbank der BA aufgeführt werden. Was diesen Damen und Herren des wissenschaftlichen Beirats offenbar auch fehlt, ist der Weitblick, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung weder von einer krisengeschüttelten Finanzwirtschaft noch von der global tätigen Exportwirtschaft zu erwarten ist, sondern nur über die längst überfällige Stärkung der Binnenwirtschaft erfolgen kann, die dem Arbeitsmarkttourismus in die Billiglohnländer nicht folgen kann und zu einem großen Teil auch nicht folgen möchte.

Wie schon der Titel besagt, es geht um Anreize, wie man Langzeitarbeitslose dazu bewegt, wieder in einen nicht mehr existierenden ersten Arbeitsmarkt zurückzukehren. Natürlich wird in der Studie auch die Frage des Mindestlohns behandelt. Welch Wunder, auch hier kommt man zum Ergebnis, von Sinn, der INSM und dem IZA-Institut schon lange marktschreierisch verkündet: "Absolut falsch, das würde zu Massenentlassungen führen." Obwohl diese Damen und Herren alle mehrsprachig ihre Geistesblitze, die mehr an einen Kurzschluss in der Stromleitung erinnern, in Wort und Schrift zu verfassen vermögen, wurden sie offenbar bei Studien anderer EU-Länder, die das exakte Gegenteil beweisen, von einer plötzlichen Leseschwäche erfasst. Auch die Frage eines Bürgergeldes behandeln und verwerfen sie, würde das doch die Anreize, zu arbeiten, völlig zum Erliegen bringen. Nein, die Empfehlung dieser Leute ist eindeutig. Die bereits bestehende Sklaverei in der Form von Arbeitsgelegenheiten muss ausgeweitet werden. Nur so sind die Langzeitarbeitslosen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Was interessiert da noch eine Studie der BA, erarbeitet vom IAB, die besagt, dass die Erfolge mit den so genannten Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) weitgehend ausgeblieben sind. Auch die Information des IAB, dass die Vermittlung Arbeitsloser durch private Vermittler keine Erhöhung der Erfolgschancen zur Folge hatte, scheint in der Bewusstseinsebene des externen Gewissens unseres Finanzministers keinen Einzug gehalten zu haben.

Was diese Studie darstellt, kann ich nur mit dem Aufwärmen einer bereits sauer gewordenen Mahlzeit vergleichen. Sie besteht aus einem Mischmasch wirtschaftsliberaler Wunschträume von Löhnen unterhalb des Existenzminimums, der Abschaffung oder zumindest Aushöhlung der Tarifhoheit durch eine gesteigerte Erpressbarkeit der Gewerkschaften und einer Ausweitung des Zwangs zu minimal- bis unbezahlter Arbeit, vor allem im kommunalen Bereich in Form von so genannter Bürgerarbeit und den althergebrachten Arbeitsgelegenheiten. Ich betrachte diese Studie aber als einen Indikator des Weges, den die EU wirklich zu gehen gedenkt.

Ich denke, wenn jemand Deutschland in den Abgrund führt, sind es diese zur Elite gezählten Personen, die mit vielen Worten nicht mehr zu sagen haben als das, was andere schon vor ihnen sagten. Es ist wie im Fernsehen. Schlechte Filme, die auch nach der 10. Wiederholung nicht besser werden. Kein Wunder, dass in Deutschland Bildungsnotstand herrscht, wenn seine Professoren nicht einen neuen Gedanken zu fassen vermögen. Ich nenne das Stagnation der Denkprozesse.

Die Verantwortlichen dieser Studie
Prof. Dr. Clemens Fuest (Vorsitzender) Köln, 
  • Kronberger Kreis
  • Stiftung Marktwirtschaft
Prof. Dr. Kai A. Konrad (Stellv. Vorsitzender) Berlin,
  • CEPR Fellow
  • CESifo Fellow
  • IZA Fellow
Prof. Dr. Dieter Brümmerhoff Rostock
Prof. Dr. Thiess Büttner München,
  • Bereichsleiter Öffentlicher Sektor ifo Institut
Prof. Dr. Werner Ehrlicher Freiburg/Br., D
  • Direktor Institut für Finanzwissenschaft
  • Direktor Institut für Spar- und Girowesen
Prof. Dr. Lars P. Feld Heidelberg,
  • Research Fellow im CESifo Research Network
  • Mitglied im Vorstand der European Public Choice Society
  • Mitglied im Editorial Board des European Journal of Political Economy
  • Mitglied im Editorial Board von Public Choice
  • Mitglied im Beirat des European Center for the Study of Public Choice, Rom
  • Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Initiative and Referendum Institute (IRI Europe) in Amsterdam
Prof. Dr. Lutz Fischer Hamburg
Prof. Dr. Heinz Grossekettler Münster/W.,
  • American Economic Association
  • Arbeitskreis Europäische Integration e.V.
  • European Society for the History of Economic Thought
  • Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft
  • International Institute of Public Finance
  • Kuratorium des Freiherr-vom-Stein-Instituts
  • List-Gesellschaft
  • Ludwig-Erhard-Gesellschaft
  • Thünen-Gesellschaft
  • Verein für Socialpolitik (dogmengeschichtlicher, finanzwissenschaftlicher und industrieökonomischer Ausschuss)
Prof. Dr. Günter Hedtkamp München
Prof. Dr. Klaus-Dirk Henke Berlin
Prof. Dr. Johanna Hey Köln,
  • Mitglied der Kommission Steuergesetzbuch der Stiftung Marktwirtschaf
  • t
  • Gründungsmitglied INSM
Prof. Dr. Bernd Friedrich Huber München,
  • Fellow CESifo
Prof. Dr. Wolfgang Kitterer Köln,
  • Vizepräsident beim Bund der Steuerzahler
  • Direktor des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitutes
Prof. Dr. Gerold Krause-Junk Hamburg
Prof. Dr. Alois Oberhauser Freiburg/Br.
Prof. Dr. Rolf Peffekoven Mainz,
  • Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Prof. Dr. Dieter Pohmer Tübingen
Prof. Dr. Helga Pollak Göttingen
Prof. Dr. Wolfram-F. Richter Dortmund
Prof. Dr. Ulrich Schreiber Mannheim,
  • ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH
  • Verein für Socialpolitik (Ausschuss Unternehmensrechnung)
  • Mitherausgeber von Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung/Schmalenbach Business Review (zfbf/sbr)
Prof. Dr. Hartmut Söhn Passau
Prof. Dr. Christoph Spengel Mannheim,
  • ZEW, dort Leitung und Koordination von Forschungsprojekten im Forschungsbereich „Öffentliche Finanzwirtschaft und Unternehmensbesteuerung“
  • Mitglied der Faculty des Postgraduate-Studiums „International Tax Law“ an der Wirtschaftsuniversität Wien
  • noch weitere Aktivitäten zum Thema "Unternehmensbesteuerung"
Prof. Dr. Klaus Stern Köln Mitglied in
  • der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft
  • der Deutschen Sektion der der Internationalen Juristenkommission
  • des Deutschen Juristentags, der Deutsch-Italienischen Juristenvereinigung
  • der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft
  • der Deutsch-Japanischen juristischen Vereinigung, der Gesellschaft Münchener Juristen, der Gesellschaft für Rechtspolitik, der Gesellschaft für Rechtsvergleichung
  • der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
  • Verein für Socialpolitik
  • der Juristischen Gesellschaft zu Berlin
  • der Kölner Juristischen Gesellschaft und der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer
  • der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Marcel Thum Dresden
  • seit 2002 wissenschaftlicher Geschäftsführer ifo-Dresden
Prof. Dr. Dietmar Wellisch
  • Hamburg International Tax Institute (IIFS) der Universität Hamburg
  • wissenschaftlicher Beirat des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)
  • wissenschaftlicher Beirat bei der Bertelsmann Stiftung in Fragen der steuerlichen Förderung der betrieblichen Altersversorgung
Prof. Dr. Wolfgang Wiegard Regensburg
  • Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin
  • Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Wirtschaftsweise)
Prof. Dr. Berthold Wigger Nürnberg M
  • Mitglied des Vorstands des Steuerinstituts Nürnberg
  • Research Fellow des CESifo München
Prof. Dr. Horst Zimmermann Marburg/Lahn
  • Verein für Socialpolitik (Finanzwiss. Ausschuss)
  • Regionalwiss. Ausschuss, Umweltökon. Ausschuss
  • American Economic Association
  • International Institute of Public Finance
  • Internationale J.A. Schumpeter-Gesellschaft