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Erstelldatum: 08.06.2010

Treffen der Bilderberger 2010
in Sitges (Spanien, bei Barcelona)

Nun ist es wieder vorbei, das Treffen der Bilderberger anno 2010. Sie haben wieder einmal darüber debattiert, wie man die Welt retten kann. Natürlich ist diese Aussage meine ganz persönliche Spekulation, denn über die Inhalte dieser Treffen wird ja nichts bekannt. Die Einladungsliste wird im Normalfall auch nicht bekannt, aber diesmal scheint doch etwas durchgesickert zu sein. Einen Namen vermisse auf der Liste. Kissinger fehlt, der doch sonst immer dabei ist. Kann das daran liegen, dass es in Spanien einen Haftbefehl gegen ihn gibt?

Wenn ich spekuliere, dass sie zusammen gekommen sind, die Welt zu retten, meine ich natürlich die gängige Version des Begriffes der Welt, sondern ihrer Welt, also die der Bilderberger und Ihresgleichen. Erstaunlich ist, dass diesmal auch in der Presse das Treffen erwähnt wird, schon fast ein Novum, denn in der Vergangenheit wurden diese Treffen verschwiegen und wenn sie wirklich einmal erwähnt wurden, dann wurden Kritiker als Verschwörungstheoretiker abgebügelt, so wie z. B. in der Thüringer Allgemeinen. Doch irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht ganz verwehren, dass der Autor dieses Artikels zumindest unterschwellig Kritik andeuten wollte.

Mein Versuch, einen Kommentar einzubringen, scheiterte allerdings, obwohl ich zwei Mal versucht habe, zu dem Artikel Stellung zu beziehen:

    Mein Kommentar

    Es ist schon erstaunlich, dass überhaupt einmal ein Bericht über die Bilderberger in der Presse erscheint, aber wenn, dann wird er stets mit den Worten wie "krude Verschwörungstheorie" begleitet.

    Auch ich habe auf meiner Internetseite über die Bilderberger geschrieben und, anders als das offenbar bei gelernten Journalisten der Fall ist, intensiv recherchiert und nur nachprüfbare Fakten aufgeführt. Würde das die Presse auch tun, dann würde sie z. B. darauf kommen, dass die 1957 unterschriebenen EG-Verträge, offiziell "Römische Verträge", maßgeblich von den Bilderbergern ausgearbeitet wurden (Wikipedia - Europäische Gemeinschaften -). Damit ist das Argument, dass die Bilderberger ein "reiner Debattierclub" sind, aus meiner Sicht ausreichend widerlegt.

    Der Begriff - Verschwörungstheorie - wird vor allem von der Presse immer im Sinne von "unsinnige Verdächtigungen" ausgelegt. Offenbar kommt der Presse nicht in den Sinn, dass jede polizeiliche Ermittlung eigentlich mit einer "Verschwörungstheorie" beginnt, wenn die Umstände einer kriminellen Handlung noch im Dunkel liegen. Es gibt meist Verdächtige und die Aufgabe der Polizei ist es, nun die Mosaiksteine zusammenzutragen, mit denen die Schuld eines der Verdächtigen zu beweisen ist. Man spricht dabei von Indizien. Wendet man hingegen diese Methoden bei Aussagen zu den Bilderbergern an, werden sie von vorneherein abgebügelt. Ich finde es dennoch seltsam, dass z. B. Angela Merkel 2005 auf einem Bilderbergtreffen war, auf dem auch der noch amtierende Kanzler Schröder (ohne Einladung) kurz eintraf, in offizieller Lesart nur, um "ein paar Grußworte" an die Teilnehmer zu richten. Dass kurz nach diesem Treffen Schröder dann die Vertrauensfrage stellte, Merkel anschließend als Kanzlerkandidatin ins Rennen zog, lässt schon einen gewissen Spielraum für Vermutungen. Die Presse, sonst eigentlich nicht zimperlich, wenn es um Vorverurteilungen geht, fand diese Vorgänge offenbar "nicht der Rede wert".

    Nichts anderes als "Ermittlungen" liegt den Internetrecherchen der "Verschwörungstheoretiker über die Bilderberger" zugrunde. Was könnte aber eine Gruppe wie die Bilderberger machen, wenn sie tatsächlich Verschwörungen planen, um Medienaufmerksamkeit zu verhindern? Eine einfache und offenbar häufig verwendete Methode ist es, massenhaft eigene "Verschwörungstheorien" zum Thema ins Netz zu stellen, ausgeschmückt mit Querverbindungen zu Aliens, zu satanistischen Gruppierungen und sonstigen wirklich kruden Vorstellungen. Und schon hat man alle Verschwörungstheorien zum Thema ins Lächerliche gezogen und in der Masse gehen die wenigen, seriös recherchierten Fakten unter.

    Schaut man sich die Teilnehmerlisten der Bilderberger an (speziell die deutschen Teilnehmer), dann ist darunter so manches "Plappermäulchen" zu finden, Leute, die zu allem und jedem ihren Senf hinzugeben. Nur zum Thema "Bilderberger" haben sie so etwas wie eine Schweißnaht zwischen den Lippen. Auch die ZEIT schreibt gerne über die Aussagen zu den Bilderbergern von "kruden Verschwörungstheorien". Dabei hätte sie es doch so leicht, echte Aufklärung zu betreiben, ist doch seit den 70er Jahren immer ein Vertreter der ZEIT bei den Bilderbergtreffen anwesend.

    Wenn man als Journalist über die Bilderberger schreibt, andere Aussagen als die eigenen als Verschwörungstheorie abtut, ohne den Nachweis zu erbringen, dass die Aussagen wirklich nicht den Tatsachen entsprechen, diskreditiert sich ein solcher Journalist nicht selbst? Und, eine letzte Frage; Bedeutet Verschwörungstheorie wirklich, dass unmöglich eine Verschwörung stattfindet?

Ich war eigentlich nicht der Ansicht, dass mein Kommentar unflätig oder sonstwie unseriös gewesen ist und sich auch ausschließlich auf den Artikel bezog. Wenn dann ein solcher Kommentar nicht gebracht wird, lässt es die Zeitung irgendwie nicht so ganz im Licht einer "freien Presse" leuchten.
Auch der Spiegel erwähnt das Treffen, hätte aber ebenso gut darauf verzichten können, so nichtssagend, wie der Bericht ist. Ein wenig anders ist da ein Beitrag im Deutschlandfunk. Hier klingt, wenn auch sehr vorsichtig, Kritik an diesen Treffen durch.

Nun gibt es zu den Bilderbergern eine Menge Verschwörungstheorien, von denen auch ich etliche als recht abstrus ansehe. Meist werden die Bilderberger als Geheimbund dargestellt, die vor allem mit den Freimaurern und den Tempelrittern in Verbindung gebracht werden. Ich kann beide Organisationen, also Freimaurer und Tempelritter nicht beurteilen, habe aber natürlich eine Meinung dazu. Die Tempelritter waren eine fanatisch-religiöse Vereinigung des Mittelalters, die sich allerdings von der katholischen Kirche abgespalten haben und von der deshalb verfolgt wurden. Aber im Mittelalter war Fanatismus in religiösen Fragen normal und die Templer waren ein aus Rittern gebildeter Mönchsorden, um den sich allerdings zahlreiche Legenden gebildet haben. Eine der Legenden berichtet über das Weiterbestehen des Ordens in Schottland (da er dort offiziell nie aufgelöst wurde bzw. die päpstliche Bulle nie vorgelesen wurde), was zur Entstehung der Freimaurerei geführt haben soll.

Die Freimaurer sind ein echter Geheimbund, um den ebenfalls zahlreiche Legenden in Umlauf sind. Solche Geheimbünde, von der Struktur her in verschiedenen Kreisen angelegt, wobei, je weiter man in den inneren Kreis gelangt, umso mehr Macht und vor allem Verbindungen zu Machtinhabern erlangt man. Ich halte es durchaus für möglich, dass solche Geheimbünde ein idealer Nährboden für echte Verschwörungen sind. Der nach Victoria auf den Thron gekommene Georg V war oberster Freimaurer in Großbritannien und es gibt Stimmen (übrigens auch von dem Bilderberger Niall A. Ferguson in seinem Buch The pity of war beschrieben), die ihn für den eigentlichen Auslöser des ersten Weltkriegs verantwortlich machen. Da könnte die Freimaurerei eine erheblich Rolle gespielt haben. Ein Kriterium bei einem Geheimbund ist die absolute Verschwiegenheit über jegliche Internas. Diese dürfte in den internen Ritualen ihre Ursache haben, die neben der Degradierung auch noch rituelle Bestrafungen beinhaltet.

Ich glaube allerdings nicht, dass alle Bilderberger auch Freimaurer sind, kann es aber auch nicht ausschließen. Ich halte die Bilderberger auch nicht für einen Geheimbund, weil er keine festen Mitglieder hat. Aber denkbar ist, dass der Innere Kreis, der immer aus den gleichen Leuten besteht, den eigentlichen Geheimbund darstellt. Was wäre besser, eine Verschwörung intern in einer Gruppierung zu besprechen, die von unwissenden Gruppen umgeben ist, die vielleicht wirklich kaum mehr als einen Meinungsaustausch tätigen, denn eines setze ich voraus, die Aufteilung der Teilnehmer in "Arbeitsgruppen", bei denen "unsichere oder neue Kandidaten" dort eingeteilt werden, wo es um Unwesentliches geht. Jede Arbeitsgruppe natürlich unter Leitung eines "Moderators", der die Gespräche in die Bahnen lenkt, in denen man sie haben will. Ich weiß, das ist wieder Spekulation, doch mangels internen Wissens meine Vorstellung, wenn ich das Sagen hätte.

Man sagt vielen deutschen Politikern nach, dass sie Mitglieder in Freimaurer-Logen sind. Bei den meisten vermutlich deshalb, weil sie sich dann noch wichtiger fühlen als sonst, aber auch, weil sie hoffen, durch Mitglieder des inneren Kreises karrierefördernde Verbindungen knüpfen zu können. Einer von ihnen, die das (so vermute ich) geschafft haben, dürfte Eckard von Klaeden sein, nunmehr zum dritten Mal bei den Bilderbergern zu Gast.

Wie schon gesagt, ich kann nicht wirklich beurteilen, ob Freimaurer bei den Bilderbergern herausragende Rollen spielen, kann es mir aber gut vorstellen, weil der Hang vieler Menschen zu Ritualen oft eine Form der Hörigkeit zu Mitgliedern in höheren Zirkeln, Ebenen oder Kreisen, wie immer man es nennen will, führen kann. Gerade Menschen, die bereits eine gewisse Macht besitzen, möchten diese ausweiten und sind dann natürlich auch zu allerlei Schandtaten bereit, wenn dies zur Aufnahme in einen höheren Kreis eines solchen Bundes führen kann. Doch, wie bereits gesagt, das ist reine Spekulation von mir.

Glaubt man den Beteuerungen der Teilnehmer an diesen Treffen, werden "lediglich" die Probleme der Welt besprochen. Man könnte auch sagen, diese Leute reden dann über sich, denn sie sind das Problem. Sieht man sich die Teilnehmer an, so ist darunter niemand zu finden, der auch mal annähernd in die Nähe von Gegenden gekommen wäre, wo diejenigen leben, die unter den von diesen Leuten verursachten Problemen zu leiden haben. Die Teilnehmer weisen auch immer weit von sich, dass dort Absprachen getroffen oder politische und/oder finanzielle Weichen gestellt werden. Aber jeder Gangster streitet seine Taten auch so lange ab, bis sie ihm eindeutig nachgewiesen wurden. Wie war das mit Strauß, Kohl, Schäuble, Koch, Lambsdorff, Friedrichs, Rüttgers, Westerwelle, Tauss usw.? Sie alle haben jegliche Beteiligung an den Bestechungs- und/oder Parteispenden-Skandalen weit von sich gewiesen und gelogen, was das Zeug hält. Was ist mit den Bankern, für deren Zockerei wir nun haften sollen? Sie lügen und betrügen ausgesprochen gekonnt und betrachtet man die Landesbanken hierzulande, dann waren in diese Betrügereien auch immer führende Politiker verwickelt.

Um es deutlich zu sagen: "Ja, ich glaube fest, die Bilderberger betreiben eine Verschwörung". Dabei werden neu geladene Gäste vermutlich zunächst auf ihre Verwendbarkeit abgecheckt. Leute, denen die Konzepte der Bilderberger nicht gefallen, werden eben nicht wieder eingeladen. Andere, wie z. B. Angela Merkel, von der man weiß, dass sie ohnehin den Richtlinien aus den USA geradezu sklavisch folgt, muss man nicht neu einladen. Ihr kann man die "Botschaften" über Teilnehmer wie Klaeden zukommen lassen. Dass Koch erneut nach 2009 eingeladen wurde, ist wohl ein Zeichen dafür, dass die Merkel bei den Bilderbergern an Glanz und Gloria verloren hat und verfestigt meine Vermutung, dass sich die schwarz-gelbe Koalition nicht mehr lange halten wird. Diese Koalition hält keine Legislaturperiode durch, vielleicht nicht einmal mehr dieses Jahr.

Man sagt, die Bilderberger seien Globalisten und das klingt in so vielen Ohren nicht einmal schlecht. Aber es betrifft nicht den globalen Handel, sondern die globale Ausbeutung, schlimmer noch als zu Kolonialzeiten, unterstützt durch globale Finanzströme, die alles finanzieren, was Profit bringt, aber nichts, was Leben erhält oder fördert und durch multinationale Konzerne, die wie Landkraken über die Kontinente fahren und alles fressen, was als Konkurrenz bezeichnet werden könnte. Es geht um die globale Konzentrierung der Macht und die nehmen diese Leute für sich in Anspruch, die einen Kontinent nach dem anderen ausbluten.

Nicht ganz klar ist, woher die plötzliche Aktivität der Koalition rührt, bevor noch die Bilderberger ihre Begegnung beendet haben und nun plötzlich mit einem "Sparpaket" aufwartet. Ob da ein Zusammenhang besteht? Seit September hat sich nichts getan und nur wird plötzlich in zwei Tagen ein Sparpaket geschnürt? Nein, das hat natürlich nichts mit den Bilderbergern zu tun. Das rührt einzig und alleine aus einem plötzlichen und unerwarteten Anfall von Arbeitswut, der die Regierungsmannschaft erwischte, bevor sie sich in Sicherheit bringen konnte.

Sparen, das heißt für CDU und FDP natürlich, bei denen zu kürzen, die ohnehin nichts haben. Merkel sagte zuvor, eigentlich sogar zu Recht, dass man bei den Ausgaben sparen müsste. Nur, diese Idee scheint neu zu sein, denn bei der Rettungsaktion für die Banken ist diese Idee niemandem gekommen und das dort eingesetzte Geld ist mit Sicherheit futsch. Während die Einsparungen bei Hartz IV oder beim Elterngeld letztendlich auch die Einnahmeseite betreffen, weil damit der Binnenmarkt und in der Folge auch der innerdeutsche Handel Einnahmeverluste hat, was wiederum Arbeitsplätze kosten wird und die Steuereinnahmen verringert. Gleichzeitig wird erneut ein "Rettungspaket" für den Euro geschnürt, was offenbar die Börse nicht tangiert, denn der Euro fällt weiter. Doch auch hier scheint genügend Geld da zu sein, bzw. keine Angst vor Neuverschuldung zu bestehen. Aber das alles ist aus meiner Sicht ganz im Sinne der Bilderberger, zumindest derer im inneren Kreis. Der Verfall des Euro ist kein Zufall. Das ist gewollt und soll zu einer "Weltwährung" führen, aus meiner Sicht innerhalb der nächsten 2 Jahre.

Niemand wird mich überzeugen können, dass Politiker diese Folgen nicht sehen. Sie wussten schon bei der Einführung des Euro, dass diese Währung bei der unterschiedlichen Struktur der Volkswirtschaften nicht funktionieren kann, doch kaum hatte man den Lissabonvertrag endlich unter Dach und Fach, kommt die Bankenkrise und direkt danach ist es der Euro, der abstürzt. Dabei fallen schon einige merkwürdige Zusammenhänge auf. Die "überraschende" Bankenkrise war weitaus weniger überraschend, als es auf den ersten Blick scheint. Das Desaster bei der IKB, die bereits lange vor dem Zusammenbruch von Lehmann Brothers wegen wertloser Derivate (CDOs und ABS) in die Pleite zu gehen drohte und nur durch Milliarden an Steuergeldern davor bewahrt wurde. Nachdem Riesensummen aufgewendet wurden, wurde die Bank dann für 137 Millionen Euro an die "Heuschrecke" Lone Star verkauft, allerdings nicht, ohne vorher große Teile der toxischen Papiere (Verbriefungen) in die KFW auszulagern und Lone Star mit Milliarden-Bürgschaften zu sichern.

Das Milliardengrab HRE und deren Tochter Depfa PLC ist noch weitaus dubioser. Die HRE ist aus der Hypo-Vereinsbank hervorgegangen. Lt. Aussage von Gregor Gysi in einer Bundestagsdebatte hat der damalige Finanzminister Steinbrück einen Tag, nachdem die Haftung der Hypo-Vereinsbank (als Mutter) erloschen war, die Pleite der HRE verkündet. Es ist ausreichend durch die Presse gegangen, wie viele Milliarden (3-stellig) in diese Bank gepumpt wurden. Ist das dem "gewieften" Finanzminister Steinbrück etwa entgangen? Dabei spielen 24 Std. in der Politik und in der Justiz eine entscheidende Rolle. 24 Std. zu spät die Pleite der HRE verkündet und schon war die Hypo-Vereinsbank aus der Haftung entlassen, zu Lasten der Steuerzahler. 24 St. zu spät die Anklagepunkte vom Ermittlungsrichter an die Spruchkammer übergeben, und schon war ein Jahr der Steuerhinterziehung "vergeben", die Anklagesumme sank unter eine Million Euro und ersparte Zumwinkel den Knast.

Der dritte Fall waren die Landesbanken, quer durch ganz Deutschland. Sie alle machten Verluste und an den dubiosen Praktiken waren immer auch Politiker beteiligt. Die korrupten Bankmanager wurden statt mit Knast mit Millionenbeträgen an Abfindungen verabschiedet, incl. exorbitant hoher Rentenzusagen. All diese Vorfälle begannen weit vor dem Zusammenbruch von Lehmann Brothers und immer ging es um die gleiche Art Papiere, welche Auslöser der Finanzkrise waren. Da saß ein Staatssekretär (Jörg Asmussen) im Aufsichtsrat der IKB und hat sich dabei massiv dafür eingesetzt, die Papiere zu kaufen, über die die IKB dann stolperte. Eigentlich kein Wunder, denn er war außerdem Mitglied im Gesellschafterbeirat der Lobbyorganisation True Sale International GmbH (TSI), die sich für die Entwicklung des deutschen ABS-Marktes einsetzt. Probleme mit ABS (Asset Backed Securities) sind eine der Hauptursachen der Finanzkrise 2008. Auch der Wechsel des Finanzministers nach der BT-Wahl hatte für diesen Staatssekretär keine Auswirkungen. Er wurde von Schäuble übernommen und hat derzeit die Verantwortung zur Politik gegenüber Griechenland während dessen Finanzkrise. Jörg Asmussen sitzt derzeit im Lenkungsausschuss des Bankenrettungsfonds SoFFin, im Verwaltungsrat der Finanzaufsichtsbehörde BaFin und im „Wirtschaftsfonds Deutschland“, der ohne parlamentarische Kontrolle über Staatsbürgschaften für Unternehmen entscheidet.

Solche "Besonderheiten" findet man nicht in der Presse und sie scheinen auch von den Politikern als ganz normal angesehen werden. Zum jetzigen "Sparpaket" der Bundesregierung haben sich natürlich auch die üblichen Verdächtigen zu Wort gemeldet. Leute wie Sinn (Vorname wohl Un), der INSM Botschafter Michael Hüther oder der jetzige Chef der Wirtschaftsweisen finden es richtig, dass die Regierung den Rotstift bei den Armen angesetzt hat. Sie gelten als Chefökonomen, scheinen aber über die Jahre noch nicht begriffen zu haben, dass der Binnenmarkt mit jeder Kürzung beim Arbeitslosengeld oder den Renten noch stärker in die Bredouille gerät, weil der Konsum derer, die geschont werden, trotz der Schonung nicht steigen wird. Auffällig auch, dass entgegen der "wirtschaftlichen Erfordernisse" keine Kürzungen der Diäten (derzeit 7.668,- €), der steuerfreien Kostenpauschale (derzeit 3.969,- €) oder bei den Ministergehältern vorgenommen wurden. Im Gegenteil. Die steuerfreie Pauschale steigt automatisch jedes Jahr. Und die Fraktionsvorsitzenden der Parteien bekommen ebenfalls erhebliche Mehrvergütungen, nämlich mindestens zwei Diäten plus eine Kostenpauschale. Doch der FDP scheint das nicht zu reichen. Sie will mehr.

Was die Kürzungen bei Hartz IV angeht, hat nach meiner Kenntnis die Bundesregierung die Forderungen des BVerfG nach einer klar definierten Regelsatzbemessung noch nicht erfüllt, aber kürzt bereits, sehr zur Freude der Arbeitgeberverbände. Ursula von der Leyen hält großartige Ansprachen von "Anreizen zur Arbeit", weil ihr offenbar nicht in den Kopf will, dass es keine Arbeit gibt. Seltsam auch, dass die Ein Euro Jobs nicht gestrichen werden. Ob das wohl daran liegt, dass viele Kommunalpolitiker nebenher Vermittlungen und Unternehmungen betreiben, die Ein Euro Jobber "vermieten" und dafür pro Jobber oft mehr als doppelt so viel Subvention einnahmen, als der Jobber für seine Arbeit erhält?

Die Probleme dieser Welt, das sind nicht die Armen und Kranken, weder hierzulande, noch in Afrika, Indien, den USA oder China oder sonst wo, sondern einzig und alleine die Leute, die für diese Probleme verantwortlich zeichnen, u. a. Leute wie die Bilderberger, die Mitglieder der trilateralen Kommission oder des Council on Foreign Relations. Und es sind die buckelnden Diener dieser Leute, die für Bezahlung zu jeder Schweinerei bereit sind. Und es ist die schweigende Masse, die still hält, aus Gewohnheit, aus Feigheit oder weil sie glaubt, daraus Vorteile für sich zu ziehen. Aber es ist wie bei der Goldwäsche. Das Sieb wird solange geschüttelt, bis alles im Schlamm versunken ist, außer dem Gold, dass "die da oben" alleine für sich beanspruchen.