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Erstelldatum: 04.02.2016

Terrorismus und Plastik?

Es ist schon einige Zeit her, dass ich die Frankfurter Rundschau(1) als eines der wenigen seriösen Nachrichtenmagazine angesehen habe.

Damals hätte man, so glaube ich, in der FR bei Berichten wie diesem "USA wollen IS in Libyen angreifen" noch einen Hinweis gefunden, dass der IS eine Ausgeburt der Hölle ist. und die Hölle sich verniedlichend als "westliche Wertegemeinschaft" bezeichnet. Aber "Werte" sind seit der absoluten Unterordnung Europas unter die Fuchtel der USA nur noch inhaltlose Luftblasen. Sehe ich mir das in dem Artikel angezeigte Foto an, ist unschwer zu erkennen, dass es sich um eine Fotomontage der AFP handeln muss, denn die dargestellte Figur würde keinesfalls so unbeteiligt dastehen, wenn unmittelbar hinter ihr ein Öltank durch Beschuss in die Luft fliegt und dabei auch noch, die Hände in den Taschen, in die entgegengesetzte Richtung schauen.

Das, was man mal den "Arabischen Frühling" nannte, war wohl der US-Kampfbegriff, mit dem man die völlige Destabilisierung des Nahen und mittleren Ostens eingeleitet hat. So, wie die USA die al Qaida in Afghanistan aufgebaut hat, indem sie über den saudischen Milliardärssohn Osama bin Laden Tausende fanatische Moslems angeheuert haben, so wurden auch die Grundstrukturen des IS durch die USA und Großbritannien in Libyen aufgebaut, bis ein mörderischer Mob, vom Westen als "Rebellen" bezeichnet, Libyen weitgehend in Trümmer gelegt und Gaddafi auf bestialische Weise massakriert hatte. Diese so genannten Rebellen waren und sind der Grundstock des IS. Dann kam Syrien an die Reihe und erstmalig machten die USA kein Hehl daraus, was ihre wirkliche Absicht war. Das Motto lautete: Assad muss weg! Und die Presse der "westlichen Wertegemeinschaft" hatte wieder kein Problem damit, Assad als menschliches Monster zu diffamieren. Doch selbst, wenn das stimmen würde, was die Presse plötzlich alles über Assad zu wissen vorgab, hat die westliche Wertegemeinschaft mehr als 1.000 mal so viele Syrer auf dem Gewissen, als ein Assad in lebenslanger Arbeit hätte umbringen können.

Die Zahl der Menschen in Deutschland steigt, die zu begreifen beginnen, dass sie von der Politik und von der Presse von vorne bis hinten belogen werden. Die Aussagen eines Walter Steinmeier, einer Ursula von der Leyen, eine Angela Merkel, eines Siegmar Gabriel, eines Joachim Gauck, um nur die Wichtigsten zu nennen, haben in meinen Augen den gleichen Wahrheitsgehalt wie die der Menschen in den USA und in Großbritannien, die "mit Sicherheit" über das weltweit reichende Waffenarsenal eines Saddam Hussein zu berichten wussten. Die westliche Presse und die Europäische Politik incl. der Politiker der Nationalstaaten der EU weiß, dessen bin ich mir absolut sicher, dass diese Kriege im nahen und im mittleren Osten bereits zu Beginn der 90er Jahre in den USA geplant waren (siehe Wesley Clark, ehemaliger Oberkommandierender der NATO auf YouTube).

Vollmundig und laut wurde bei dem vom Westen finanzierten inszenierten Putsch (auch dessen bin ich mir absolut sicher) in der Ukraine (Maidan) über einen Bruch des Völkerrechts lamentiert, als die Bevölkerung der Krim in einer gewaltlosen Abstimmung den Anschluss an Russland beschloss. Besonders deutsche Politiker wussten sich mit diesen Aussagen vor der Presse in den Vordergrund zu spielen und man könnte meinen, dass solche Leute das Völkerrecht nur als Vokabular, nicht aber als Rechtssystem kennen. Würden sie es nämlich als Rechtssystem kennen, würden sie in den Abstimmungen gegen die Kriegsbeteiligung Deutschlands im Nahen und Mittleren Osten stimmen, weil diese Beteiligung gegen das Grundgesetz UND gegen das Völkerrecht verstößt.

Der AfD wurde von Merkel mit ihrem Eigentor "Wir schaffen das" eine breite Zustimmung ins Nest gelegt und damit wird das eigentliche Problem derer, die man die breite Masse nennt, einmal mehr offensichtlich. Die breite Masse sieht immer nur die Wirkung, vermeidet aber den Blick auf die Ursachen, Sie hat noch nie begriffen, dass sie Teil jeglicher Politik ist und damit bei allem die Fragen stellen müsste: "Warum?" und "Wem nutzt es?"

Diese Form des Wegschauens ist das eigentliche Dilemma. Sie ist die Ursache dafür, dass die Medien, egal ob unser Staatsfernsehen oder die üblichen Presse-Organe die Masse vor sich hertreiben kann, wie eine Herde Schafe. Wenn ein Gniffke, seines Zeichens Chefredakteur von ARD-aktuell, einen Kommentar wie den der Tagesschau zum Thema AfD(2) verbreiten darf und plötzlich wieder das als Argumentation hervorkramt, was nicht erst seit den Bestrebungen zur Gründung einer EU absolut verpönt war, sondern den Deutschen konsequent nach WKII regelrecht verboten wurde, nämlich an den Nationalstolz zu appellieren, mit dem Verweis darauf, dass wir schließlich Fußballwelt- und Handball-Europa-Meister sind, ist das ein Zeichen des Vertrauens der Schaf-Treiber darauf, dass ihnen die Herde willig folgt, weil sie glaubt, auf eine saftige Wiese getrieben zu werden und nicht zur Schlachtbank.

Fakt ist es aber, dass alles Veränderliche seine Wirkung aufgrund von Ursachen erzielt, den wahren Ursachen, die im Politik- und Medienbetrieb stets anders dargestellt werden, wenn es opportun erscheint. Dabei können Politik und Presse stets darauf vertrauen, dass die Masse schluckt, was man ihnen als Ursachen vorsetzt und für das man immer wieder neue Begriffe prägt. Sehen wir uns den Terminus "Wirtschaftsflüchtlinge" an. Die Deutschen werden seit Jahrzehnten mit der so genannten Entwicklungshilfe konfrontiert, wo man das gute deutsche Geld den Entwicklungsländern in den Rachen schmeißt, ohne das sich dort wirklich etwas verbessert. Sie assoziieren den Terminus "Entwicklungsländer" mit "armen Ländern" und empfinden den Mangel an Änderung in diesen Ländern als Affront gegen sich, weil wir doch wirklich alles versuchen, zu helfen, nicht nur mit der Entwicklungshilfe, sondern auch mit Patenschaften für Kinder dort und weiteren Hilfestellungen. Wohin die Gelder der Entwicklungshilfe wirklich fließen und wie die so genannten "Geberländer" auf Basis von undurchsichtigen Geschäften ein Vielfaches dessen aus diesen Ländern absaugen, was sie als "Entwicklungshilfe" hineinpumpen, das sieht die Masse nicht. Sie erkennt nicht, dass die sogenannten Infrastruktur-Programme in diesen Ländern nicht den Einheimischen zugutekommen, sondern den dort tätigen Konzernen. Sie sieht nicht, dass die Exporte in diese Länder in vielen Fällen die dort bestehenden Strukturen zerstören und sie macht sich wenig Gedanken darüber, wie es sein kann, dass diese aufgrund ihrer Bodenschätze reichen Länder den Menschen dort so viel Elend und Armut bescheren.

Und wenn dann Menschen dieser echten Armut zu entfliehen versuchen und in die Länder "flüchten", wo der Sage nach Milch und Honig fließt, dann werden sie als "Wirtschaftsflüchtlinge" bezeichnet.

Ursache und Wirkung? Wie anfangs angemerkt, achtet die Masse zumeist nur auf die öffentlich publizierte Wirkung und beschäftigt sich nicht mit den Ursachen, bzw. nur mit den publizierten Ursachen, die nur selten mit den tatsächlichen Ursachen etwas gemein haben.

Oft genug werden aber auch Vorhaben für die Öffentlichkeit publiziert, die nicht nur weitab jeglicher Realität sind, sondern zusätzlich bei den Menschen ob der möglichen Wirkung Bauchschmerzen verursachen und das, obwohl sie sich des tatsächlichen Ausmaßes solcher Vorhaben nicht wirklich bewusst sind. So der Bericht im Tagesspiegel(3); "Bundesregierung will Bargeld-Limit von 5000 Euro". Will uns dieser Mann wirklich weismachen, man könne Terrorismus mit Plastik bekämpfen?

Wenn in der Presse solche Meldungen auftauchen und das in immer kürzeren Abständen, ist das ein untrügliches Zeichen, dass sich dahinter wirklich große Schweinereien verbergen. Es ist das Prinzip, dass Jean Claude Juncker, ehemaliger Chef des Steuerhinterziehungs-Zwergstaates Luxembourg und jetziger Chef der EU-Kommission vor Jahren so süffisant darlegte:

    Das einzige Mittel, etwas Demokratisches demokratisch zu stoppen, ist Geschrei und Aufstand! "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." Premierminister von Luxemburg Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie (SPIEGEL 52/1999)

Allerdings hat Juncker damals eine Silbe verschluckt, denn es hätte heißen müssen: "Das einzige Mittel, etwas Undemokratisches demokratisch zu stoppen, ist Geschrei und Aufstand!

Die Abschaffung von Bargeld ist eine solche Schweinerei, die im ersten Go Aufschrei hervorbringt, doch je öfter sie propagiert wird, um so geringer der Widerstand. Das liegt auch an dem Umstand, dass sich nur die Wenigsten der echten Wirkung bewusst sind, die ein solches Vorhaben mit sich bringt.

Das nun von CDU-Staatssekretär Meister angekündigte Vorhaben klingt zunächst weniger dramatisch, als es ist. So mancher denkt bei sich, wann hantiere ich schon mal mit Bargeld-Summen oberhalb dieser Grenzen. Doch man höre auch Juncker: "Wir machen weiter, Schritt für Schritt ..." Es wird eine Tür aufgestoßen und wenn man mal erst den Fuß zwischen die Tür gestellt hat (erst mal mit 3.000 bis 5.000 beginnen), ist das Aufreißen der Türe (völlige Abschaffung der Bargeldes) nur noch eine Frage der Zeit. Dass man das derzeitige Hauptthema der öffentlichen Diskussion als Begründung anführt, wird trotz aller Lächerlichkeit dieser Behauptung bei so manchen Menschen fruchten.

Spöttisch könnte man fragen, ob dieser CDU-Politiker Angst vor Geldbomben hat. Ja, es ist sicherlich ein Schock für Terroristen, wenn ihre Geldbomben auf ein Mindestmaß reduziert werden. Dabei hatte ich im Stillen gehofft, mal von einer großen Geldbombe getroffen zu werden.

Bargeld ist der einzige noch verbliebene blinde Fleck beim ansonsten heute schon gläsernen Menschen. Seit diesem Monat haben wir IBAN-Pflicht. Das bedeutet, sämtliche Geldtransaktionen, die über Banken- oder Karten-Transfers abgewickelt werden, laufen über die europäische SWIFT-Zentrale. SWIFT liefert Daten an die amerikanischen Geheimdienste, das ist bewiesen. In der Beraterfirma von SWIFT, Booz Allen Hamilton, angeblich unabhängig, saßen der Ex-CIA-Chef James Woolsey und der Ex-NSA-Direktor John Michael McConnel, was schon reichen sollte, bei SWIFT die wahren Hintergründe zu erkennen.

Und genau zu diesem Zeitpunkt kommen die Überlegungen, den Bargeldverkehr einzuschränken? Zufall? Mit Terrorismus hat es wirklich zu tun, aber mit staatlichem Terrorismus gegen die Bürger. Er macht jeden Bürger zum absolut kontrollierbaren Subjekt und birgt Gefahren, über die wir uns heute noch keine Sorgen machen, weil wir sie übersehen. Netzausfall, Hacker, Fehler in der Bank, ein Tippfehler bei der IBAN-Überweisung usw. kann den Kontoinhaber schon Kopf und Kragen kosten. Nein, Otto Normalverbraucher muss keine Angst haben, solange er nicht aufmüpfig wird oder in ein Portfolio passt, das man gerade benötigt. Dann aber hat man über ihn Daten und Fakten, deren Brisanz er selbst nie erkannt hat, weil ihm die daraus konstruierbaren Zusammenhänge bisher fremd waren.

Halten wir fest, alle kriminellen Organisationen waschen seit Jahrzehnten ihr Geld, Milliardenbeträge (trotz Meldepflicht aller über 10.000 hinausgehenden Transaktionen), ohne dass damit eine Verbesserung im "Kampf gegen die Mafia" eingetreten wäre und die führenden Köpfe des Terrorismus können und werden das auch so handhaben.

Auf welcher Seite die Banken stehen? Das sollte jedermanns Phantasie überlassen bleiben. Welche Auswirkungen das letztendlich haben kann und wird, das hat Egon W. Kreuzer(4) in seinem Pad Nr. 5/2016 deutlich gemacht und ich bin überzeugt, dass sich kaum jemand dieser ganzen Tragweite bewusst ist. Die wenigsten Menschen haben sich doch überhaupt schon mal mit den Unterschieden zwischen Giral- und Bargeld befasst und immer noch grassiert die weit verbreitete Meinung, wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten, ausgenommen natürlich durch Terroristen. Aber machen Sie sich klar, die Wahrscheinlichkeit, dass Sie 6 Richtige mit Superzahl im Lotto haben ist größer, als die Opfer eines Terroristen zu werden und wenn überhaupt, dann kann man nicht einmal sicher sein, ob ein solcher Anschlag nicht das Werk von Abteilungen eines Geheimdienstes ist (wie Gladio), denn Angst war schon immer eine Triebfeder, den Sicherheit versprechenden staatlichen Aktivitäten zu folgen, obwohl ein solches staatliches Versprechen lediglich heiße Luft ist.

Fußnoten

(1) USA wollen IS in Libyen angreifen Frankfurter Rundschau
(2) "Nerven bewahren" ARD-Aktuell
(3) Bundesregierung will Bargeld-Limit von 5000 Euro Tagesspiegel
(4) Bargeldverbot ist Diktatur Egon W. Kreuzer