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Erstelldatum: 12.06.2015

Nie wieder Krieg:

Wie aus einem echten Wunsch im Laufe der Zeit eine reine Floskel wird

Ein Kommentar, am 08.06.2015, von Klaus-Dieter Frankenberger in der FAZ zum G7-Gipfel hat mich dazu veranlasst, meinerseits einen kleinen Leser-Kommentar zu schreiben, ganz gegen meine Gewohnheit sehr kurz gehalten. In diesem Kommentar habe ich den Autor gebeten, doch mal Seneca zu lesen.

Wäre der Autor meinem Rat gefolgt, hätte er wohl wie ich feststellen können, dass trotz 2.000 Jahren verstrichener Zeit keine echte Entwicklung der geistigen, und noch weniger der auf Moral und Ethik basierenden Fähigkeiten bei den Menschen stattgefunden hat. Nach wie vor verschwenden die Menschen ihr Leben, indem sie den falschen Dingen nachjagen und dabei vergessen, zu leben und, was noch wichtiger ist, auch leben zu lassen.

Nun, für die FAZ galt mein Lesehinweis vermutlich schon als Verstoß gegen die Netiquette, oder man befürchtete, auch weitere Leser könnten auf die subversive Idee kommen, ein wenig bei Seneca, bzw. in seinen überlieferten Schriften zu stöbern und dadurch "gefolgschaftlichen" Schaden nehmen, und Gefolgschaft ist das Ziel der FAZ und ihrer auf USA-Wünsche getrimmten Meinungsmache.

Nicht weiter beachtet habe ich das am Ende des Kommentars in der FAZ eingeblendete Video. Das habe ich erst bemerkt, als ich ein zweites Mal auf die Seite der FAZ gegangen bin (ich wollte schließlich wissen, ob mein Kommentar erschienen war). Dieses Mal habe ich mir das Videobild, ein Gruppenfoto mit Merkel in der Mitte, genauer angesehen und fand es dann einerseits bezeichnend, andererseits aber ausgesprochen befremdlich:

Wenn man nur einen flüchtigen Blick auf dieses Bild wirft, wird man sagen: "Na und" und es als eines der vielen Bilder ansehen, mit denen uns die Presse ja gerne verwöhnt, Merkel als Mittelpunkt. Aber wenn man dann auf die Leute rechts neben der guten Angela blickt, wie sie einen "rechten" Gruß entrichten, der fatal an eine rechte deutsche Vergangenheit erinnert, könnte man vielleicht doch ein wenig nachdenklich werden.

Auch dazu habe ich der FAZ einen kurzen Leser-Kommentar geschickt, der natürlich nicht veröffentlicht wurde, aber keine 5 Min. später zierte ein anderes Video diesen Kommentar der FAZ. Allerdings hatte ich zuvor bereits den Schnappschuss gemacht.

Warum schreibe ich das? Weil ich beleidigt bin, dass mich die FAZ zensiert? Mitnichten, das bin ich gewohnt. Wenn man in Leserkommentaren in der deutschen Presse zu nahe an der Wahrheit ist oder verantwortliche Redakteure kränkt, indem man ihnen zumutet, vor dem Schreiben den Verstand einzuschalten, wird man zensiert, davon steht allerdings nichts in der Netiquette.

Ob Frankenberger meinen Hinweis auf Seneca überhaupt verstanden hat? Seneca war ein römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Politiker und als Stoiker einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit. Aus der Reihe "De vitae brevitate" sollten seine Bemerkungen zu der Kürze des Lebens, über den Zorn und von der Muße schon reichen, um uns aufzuzeigen, dass die Zeit in den letzten 2.000 Jahren zwar weitergelaufen ist, in den Denkprozessen der Menschen allerdings keine wirklichen Spuren hinterlassen hat. Was wir als "Entwicklung" bezeichnen, sind lediglich technische Errungenschaften. Und was wir mit diesen technischen Errungenschaften praktizieren, zeugt nicht von fortgeschrittener Intelligenz und erst recht nicht von klugem Handeln. Auch hier wieder als Beispiel die FAZ. Man lässt gegenüber Russland die Muskeln spielen. Aber wer ist "man"? Natürlich die "Friedenstruppe" NATO, geführt vom US-Oberkommandierenden. Auftrag, die Vasallenarmee auf Kriegskurs zu bringen, Russland zu provozieren und vermutlich Spielchen zu treiben, wie sie zu Zeiten der UDSSR von Reagan gespielt wurden. Bezeichnend und erschreckend in diesem Bericht der FAZ finde ich die Leserkommentare.

Relativ zum gleichen Thema der Spiegel-Bericht: US-Studie: Mehrheit der Deutschen würde Nato-Partner nicht verteidigen

Auch hier sind die Leserkommentare eher erschreckend, nicht nur der wegen der offensichtlichen Unkenntnis, sondern auch wegen der grundsätzlichen Haltung, die die mit der permanenten Provokation Russlands durch die NATO bestehenden Gefahren völlig ausblenden, was vermuten lässt, diese Leute denken nicht mal über ihre Schreibe nach.

Ich kann immer nur staunen, wie kritiklos manche Begriffe akzeptiert werden. Da ist zuerst mal der Begriff "Repräsentative Umfrage". Man befragt einen winzigen Teil einer Bevölkerung zu einem Thema, rechnet es hoch auf die gesamte Bevölkerung und schon hat man eine "Bevölkerungsmeinung"? Was glaubt man wohl, wie viele Leute eine Teilnahme an einer solchen Befragung ablehnen, weil sie fürchten, ihre Bewertung des Themas könnte ihnen negative Folgen eintragen, weil sie sich nicht mit der gewünschten politischen Linie deckt. Und wer sichert eigentlich und auf welcher Basis ab, dass die Befragten überhaupt einen Durchschnitt der Bevölkerung abbilden? Hinzu kommt, dass die in der Regel angewendeten Multiple Choice-Verfahren bestens geeignet sind, ein den Wünschen der Auftraggeber entsprechendes Ergebnis zu verschaffen.

Dann die Leser-Kommentare zur NATO. Wer von diesen Lesern, die sich zum kommentieren berufen fühlen, hat sich wohl mal näher mit diesem Militärbündnis beschäftigt? Die NATO ist nicht das, was uns die Presse immer über sie glauben machen will. Die NATO wurde und wird uns als Friedensbündnis verkauft, doch die Wahrheit ist eine völlig andere. So gibt es die "Out of Area"-Doktrin, in der sich die NATO selbst ermächtigt hat, auch außerhalb des Bündniskreises in kriegerische Ereignisse einzugreifen, auch gegen bestehende UNO-Beschlüsse. Die NATO war in Afghanistan Oberbefehlshaber der ISAF-Truppen und damit militärisch weit außerhalb ihres Bündniskreises an einem völkerrechtswidrigen Krieg beteiligt. Von weiteren, ähnlichen Einsätzen gar nicht zu reden.

Ein Blick auf die Struktur der NATO reicht, um zu erkennen, dass sie nichts anderes darstellt, als eine europäische Vasallenarmee der USA. Oberster Befehlshaber der NATO ist der Supreme Allied Commander Europe (SACEUR) der NATO Allied Command Operations, immer ein US-4-Sterne General. Der gerne zitierte Generalsekretär der NATO hat keinerlei Befehlsgewalt, sondern ist lediglich für die Public Relation innerhalb der EU zuständig und die basiert auf reiner US-Propaganda.

Doch was ist Propaganda und wie unterscheidet sie sich von der Information? Glaubt man wirklich, dass alles, was die russische Presse schreibt, reine Propaganda ist, aber was die westliche Presse so schreibt, sei reine Information? Die westliche Presse steht der russischen in Sachen Propaganda in nichts nach. "Gute" Propaganda ist die, die man in Informationen versteckt. Wenn die westliche Presse schreibt, dass die baltischen Staaten fürchten, dass die Russen sie annektieren wollen, wird damit dem Leser suggeriert, es gäbe Gründe für diese Befürchtungen, nur dass die Presse keine Begründungen nennt. Es reicht, dass wir glauben, es gäbe Gründe und die so genannte völkerrechtswidrige Annexion der Krim wird dabei stets erwähnt, um beim Leser die Assoziation zu wecken, was mit der Krim geschehen sei, das gelte auch für die baltischen Staaten. Und der Terminus "völkerrechtswidrig" zieht dabei bei der Leserschaft immer, denn völkerrechtswidrig handeln immer die anderen, nicht der Westen, denn der Westen, das sind wir und wir sind immer die Guten.

Dabei gehe ich davon aus, dass eine Mehrheit der Menschen (nicht nur der Deutschen) sich das Völkerrecht, als dickes Buch vorstellt, in dem geschrieben steht, was Völker dürfen und was nicht. Dabei sei mir ein Vergleich gestattet. Völkerrecht lässt sich mit Deutschem Recht in der Begriffsbestimmung vergleichen. Es ist nicht ein einzeln definiertes Rechtssystem, sondern ein Sammelsurium der verschiedensten Rechtsnormen, so wie auch das Deutsche Rechtssystem sich in unterschiedliche Rechtsnormen unterteilt. Völkerrecht ist ein Sammelbegriff für alle Rechtsnormen, die das Verhältnis der (unabhängigen) Staaten untereinander und die Beziehungen zwischen den einzelnen Staaten und den internationalen Organisationen regeln. Im Gegensatz zum Recht kann das Völkerrecht nicht von einer zentralen Gewalt durchgesetzt werden, sondern ist von der Anerkennung der jeweiligen Staaten abhängig. Völkerrecht entsteht durch Verträge (Abkommen, Konventionen, Pakte etc.), die sich mit der Anerkennung fremder Staatsgebiete, Beschränkung kriegerischer Handlungen, dem diplomatischen Austausch und Verkehr, der Schlichtung von Streitigkeiten, Fragen des internationalen Handels etc. beschäftigen. Von zentraler Bedeutung sind die Verfassung der Vereinten Nationen (UN-Charta) von 1945, die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen, die Konventionen und Abkommen des Europarates. Das bedeutet, dass der Terminus "völkerrechtswidrig", der gerne recht inflationär angewendet wird, in der Realität der Abwägung etlicher und hoch komplexer Rechtssysteme bedarf und zusätzlich noch bestehende Pakte und zwischenstaatliche Verträge berücksichtigen muss.

Wer denkt schon bei uns darüber nach, dass die Krim aufgrund eines Votums der Bevölkerung der Krim Russland angegliedert wurde mit dem Hintergrund, dass die Ukraine zu diesem Zeitpunkt als Folge des Maidan-Putsches keine gewählte zentrale Regierung sondern lediglich eine gültige Landesregierung, die der Krim hatte., Und diese zu dieser Zeit einzige legitime Regierung hat Russland um die Eingliederung der Krim zu Russland gebeten. Es war auch keine militärische Handlung der Russen, sich die Krim "einzuverleiben", sondern Ergebnis einer Volksabstimmung, etwas, was westliche Nationen (außer der Schweiz) mehr fürchten, als der Teufel das Weihwasser. Dass die Krim für Russland eine geostrategische Bedeutung hatte, anders als die baltischen Anreiner-Staaten, bleibt ohnehin in der Presse stets unbeachtet. Propaganda soll Meinungen in der Bevölkerung herstellen und nicht zum nachdenken ermuntern. Ob also dieser Vorgang "völkerrechtswidrig" war, könnte nur in langwierigen Rechtsverfahren internationaler Gerichte geklärt werden. Das wäre ein Prozess, der sich über Jahre hinziehen würde.

Wie Propaganda im Westen funktioniert, wurde schon in der Kuba-Krise deutlich. Damals wurde Kennedys Haltung in der Presse als grandioser Sieg gefeiert, wobei Fakten unter den Tisch fielen. Fakt war nämlich, dass Chruschtschows Kuba-Trip damit zusammenhing, dass die Amis an der türkischen Grenze 25 auf die UDSSR gerichtete Atomraketen installiert hatten und Chruschtschow aus diesem Grund auf Kuba Atomraketen installieren ließ bzw. installieren wollte. Der scheinbar grandiose Sieg Kennedys, der zum Abzug von Chruschtschow führte, basierte vor allem darauf, dass Kennedy die Demontage der Raketenbasen an der türkischen Grenze zugesichert hat. Doch diese Tatsache wurde von der Presse gekonnt ignoriert, denn niemand sollte erfahren, dass Chruschtschow es eigentlich gewesen ist, der sein Ziel erreicht hatte. Zwar sind die Fakten heute bekannt, doch noch immer liegt der Tenor der Berichte auf einem grandiosen Sieg Kennedys. So kann man einen strategischen Rückzug (Abbau der Raketen an der türkischen Grenze) als siegreiches Manöver darstellen. Das war Propaganda vom Feinsten und davon zehrt die USA noch heute.

Betrachtet man nun die Aktivitäten der NATO an den Grenzen Russlands, ist es nicht Russland, dass andere Länder bedroht, sondern die NATO, die entgegen anderslautender, aber nicht schriftlich fixierter Absprachen mit Gorbatschow die NATO nicht von den russischen Grenzen ferngehalten hat. Dass es bei der Ukraine (und auch in Georgien) vor allem darum ging bzw. immer noch geht, den NATO-Beitritt in diesen Ländern zu forcieren, beweist ein Artikel in der Süddeutschen von 2010. Wörtlich heiß es in dem im Mai 2010 veröffentlichten Artikel:

"Die Regierung in Washington übte über ihre Außenministerin Condoleezza Rice Druck auf Berlin aus, und dabei besonders auf den Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier, Georgien und der Ukraine ohne Umwege den schnellen Weg in die NATO zu ermöglichen."

Das beweist wiederum die Propaganda der westlichen Presse, die beteuert, diese ehemaligen UDSSR-Mitgliedsstaaten wären "freiwillig" in die NATO eingetreten, eine gekaufte "Freiwilligkeit". An den baltischen Staaten wäre die USA ganz sicherlich nicht im mindesten interessiert, wenn es ihr nicht darum ginge, der NATO an den Grenzen Russlands Militär-Stützpunkte zu ermöglichen oder Raketenbasen zu bauen und, wie in letzter Zeit immer häufiger, Russland mit militärischen Manövern in diesem Bereich zu provozieren. Dazu gehören auch die jetzigen Vorhaben über die Verlegung von NATO-Truppen von einem NATO-Stützpunkt auf einen anderen. Die NATO und damit die USA und ihre westlichen Vasallen bedrohen Russland und nicht umgekehrt.

Ich gebe unumwunden zu: Ja, ich bin gegen die US-Politik, ich bin gegen die gegen alle Rechtssysteme verstoßenden Drohnenmode durch die USA, denn wenn nur die Aussage von US-Geheimdiensten reicht, andere als Terroristen zu denunzieren, um sie ohne Urteil eines ordentlichen Gerichtes (das US-Geheimgericht zählt nicht) einfach zu ermorden und dabei den Tod anderer in Kauf zu nehmen, handelt nicht nur wie ein Mörder, er ist einer und Merkel macht sich damit zur Komplizin von Mördern, denn sie lässt die Koordination dieser Mordinstrumente von Ramstein aus zu. Ich bin gegen die US-üblichen Maßnahmen, ein Land erst mit Bomberstaffeln in Grund und Boden zu bomben, aber in unserer Presse nichts darüber zu lesen, wie viele Unschuldige dabei umgebracht wurden und wie viele Menschen nach Abzug der Staffeln aufgrund der verwendeten Uranmunition später noch ihr Leben lassen müssen und wie vile verkrüppelte Kinder dadurch auf die Welt kommen. Und ich bin noch gegen eine Menge anderer Aktivitäten der US-Geheimdienste und der US-Regierung. Die USA ist nicht unser Freund und Partner und war es nie. Die USA benutzt uns und das seit 1945. Und genau so lange hat sie uns unter Kontrolle.

Ja, mir ist das heutige Russland lieber. Russland mag nicht das Eldorado sein, aber es ist weitaus friedlicher, als die USA. Es war Russland, das bei der Wiedervereinigung ohne Wenn und Aber abgezogen ist, anders als Frankreich, England und die USA. Die haben eine Wiedervereinigung verhindert. Stattdessen sind die Länder der DDR der BRD beigetreten. Wer glaubt, das sei Jacke wie Hose, der irrt, denn rechtlich macht das einen gewaltigen Unterschied. Rechtlich wurde damit den Ländern der DDR unser Rechtssystem übergestülpt, einschließlich unserer Beliebigkeits-Verfassung (ich nenne sie so, weil sie nach Belieben den Wünschen der Regierenden angepasst werden kann und wird). Und man konnte den Osten mit der Treuhand nach Belieben plündern. Gerne wird von interessierter Seite darauf hingewiesen, dass der Osten eine veraltete Technik hatte. Möglich, aber mit dieser veralteten Technik haben sie eine Menge Billigprodukte hergestellt und an deutsche und europäische Unternehmen verkauft. So hat IKEA damals in der DDR produziert. Die Marke Privileg (Otto, Neckermann usw.) wurde in der DDR produziert, billige Jeans für C&A kamen aus der DDR (Quelle: Volker Pispers) und das alles mit total veralteter Technik? Ich denke, viele Ossis wissen das besser.

Wiedervereinigung? Die Treuhand war eine staatlich organisierte Diebesbande mit dem Auftrag, den Osten auszurauben. Diesen Auftrag hat sie mit deutscher Gründlichkeit auch ausgeführt. Nur die Menschen im Osten, die waren an der so genannten Wiedervereinigung nicht wirklich beteiligt und hinken selbst heute noch in wichtigen Dingen (Löhne, Renten) hinterher.

Genau betrachtet erleben wir seit geraumer Zeit eine Neuauflage des alten Rom, mit Imperator (Obama), Vasallenarmee (NATO) und abgeschwächten Gladiatorenkämpfen (Fußball, Olympia etc.) und ein Heer von Sklaven, Lohnsklaven, Arbeitslose und Rentner. Um diesen Status aufrecht zu erhalten, muss Aktionismus vorgetäuscht werden, so wie der G7-Gipfel.

Die G7, das sind die USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien Deutschland, Italien und Japan. Früher war das mal die G8, als auch Russland eingeladen wurde weil man mit den stets besoffenen Jelzin noch echte Erfolge erzielen konnte. Doch heute ist Putin in Russland an der Macht und aus unerfindlichen Gründen hat der was dagegen, den Ausverkauf Russlands an den Westen weiter zu unterstützen und diese Haltung macht ihn zum Diktator, zumindest in den Augen des Westens. Russland hat so viel, was wir im Westen gerne hätten, aber Putin weigert sich, das rauszurücken. Da war doch Jelzin wirklich der bessere Mann, denn dessen Währung war der Wodka. Putin wurde gewählt, so wie Merkel, Obama und die G7-Hanseln? Nein schon ein wenig anders, denn Putin hat die Mehrheit des Volkes wirklich hinter sich und das macht alle G7-Mitglieder neidisch. Deshalb werden uns Kriminelle wie Chodorkowski als Opfer der Willkür Putins präsentiert, Nutten wie Pussi Riot als Systemkritiker und Leute wie Kasparow als Oppositionelle. Für diese "Helden" westlicher Presse haben die Russen nur Verachtung übrig. Heute ist Putin Pfui, das sagt uns die Presse täglich und die Politik auch, also haben wir das zu glauben.

Was den G7-Gipfel betrifft, finde ich es schon ein wenig vermessen, wenn der FAZ-Redakteur davon faselt Die Welt brauche Deutschland als Führung und wenn er die G7-Chefs wie den Nabel der Welt darstellt.

Doch schauen wir mal, wie viel Land die G7-Länder haben und wie viel Landmasse alle Länder der Welt:

G7:
21.642.732,00 km2
Die Welt:
127.032.393,44 km2

Die größten und/oder bevölkerungsreichsten Länder werden beim G7-Gipfel völlig ausgeklammert, die Bevölkerungen der G7-Staaten werden ohnehin nicht gefragt, da reicht es, wenn die Medien ihnen die Wichtigkeit und die "herausragende Bedeutung" dieser sich da versammelnden Heuchler und ihrer arschkriechenden Gefolgschaft einhämmern. Man faselt von Demokratie, während man die absolute Diktatur und die totale Überwachung immer weiter und immer schneller vorantreibt.

Wenn es um den allgegenwärtigen Terror geht, muss man nicht in Richtung Osten schauen, sondern in Richtung USA, der EU und der eigenen Regierung. Das, was man uns als Terrororganisationen präsentiert, wurde von westlichen Geheimdiensten und westlichen Regierungen erst ins Leben gerufen, um unliebsame Staaten zu destabilisieren oder sie auszubeuten und uns vom eigenständigen Denken abzuhalten. Längst ist das "nie wieder Krieg" zur billigen Floskel verkommen, weil uns Fernsehbilder und Fernsehkommentare nicht das mit einem Krieg wirklich einhergehende Entsetzen zeigen und auf die, die solches Entsetzen noch kennengelernt haben, heute niemand mehr hört.

Wie in Zeiten des alten Roms helfen als Ablenkung vom wahren Geschehen die Spiele, heute vor allem Fußball oder sonstige Großveranstaltungen und natürlich alle mehr als dümmlichen Fernsehspiele der 3. Programme. Da dürfen die Öffentlich Rechtlichen ja nicht zurückstehen und verwöhnen uns auch immer öfter mit gleichartigem Müll.

Und wieder ist es die FAZ, die uns vorsichtig auf den "richtigen Wege", ein Weg, der das eigentliche Ziel von CETA, TTIP und TISA ist. Staaten sind sinnlos, eigentlich sind wir doch längst in der Hand von Konzernen. Noch klingt in solchen Reportagen Skepsis mit, dass war am Anfang auch bei TTIP so. Aber das wird sich im Laufe der Zeit ändern, dann werden uns die Vorzüge klar gemacht, die es haben soll, wenn wir zu Sklaven der Konzerne gemacht werden.

Google ist der Aufhänger und viele IT-Experten werden sich zu Wort melden, dass es ja jede Menge Alternativen gibt. Doch abgesehen davon, dass nicht jeder PC-Nutzer auch IT-Experte ist, frage ich mich, ob diese Alternativen wirklich existieren. Wir sollten einen Blick auf unser täglich Brot werfen. Wir kaufen Produkte mit oft phantasievollen Namen. Und selbst, wenn man versucht, herauszubekommen, wer letztendlich wirklich als Unternehmen dahinter steht, hat man Probleme, denn in der Realität beherrschen 5 Riesenkonzerne den größten der Lebensmittelbranche und das gleiche gilt bei fast allen anderen Produkten. Wer weiß denn wirklich, wo Unternehmen wie Microsoft, Google, Facebook usw. so noch alles die Finger im Spiel haben? Wer glaubt ernsthaft, dass nicht auch der IT-Bereich einer Kapitalvernetzung durch diese Riesenunternehmen unterliegt? So etwas läuft nicht öffentlich ab, sondern es sind Strohmänner, die man an die Front schickt.

Na ja, warten wir noch ein wenig. Vielleicht erfahren wie ein wenig davon, welche Direktricen Ursula von der Leyen von der diesjährigen Bilderberg-Veranstaltung mitbringt, zu der sie eingeladen wurde. Es wird wohl Anweisungen kriegerischer Natur geben, warum ansonsten sollte man eine Kriegsministerin zu diesem Treffen einladen, nach verschwörungstheoretischer Meinung ein Treffen, bei dem die geheime Weltregierung ihre Anweisungen verteilt.

Aber ja, es ist Verschwörungstheorie, denn die Geheimhaltung der Gespräche dieser so genannten Eliten ist eine Verschwörung, sonst müsste sie von den Teilnehmern nicht geheim gehalten werden und wenn man sich darüber Gedanken macht, können diese Gedanken nur theoretischer Natur sein. Es wäre einfach, diese Verschwörungstheorie aus der Welt zu schaffen, sagt uns doch einfach die Wahrheit, worüber ihr da jedes Jahr tuschelt!!!