Navigation aus    Navigation an
Erstelldatum:03.08.2014

Kriege und sonstiger Wahnsinn

Den letzten Krieg haben wir ja alle noch in Erinnerung. Diese Aussage ist natürlich falsch, wenn wir damit den 2. WK verbinden, denn den haben nur wenige in Erinnerung, es sei denn, sie sind weit über 70 Jahre alt.

Die Kriege, an die sich alle Deutschen erinnern, fanden und finden irgendwo auf dem Globus statt, haben fast alle einen humanitären Hintergrund, weil man der armen geknechteten Bevölkerung die Segnungen der Demokratie bringen will.

Die Erinnerung an den 2. WK wurde uns hingegen eingeimpft und wird uns stets als ewige Schuld der Deutschen vor Augen geführt. Warum eigentlich? Nein, ich habe es nicht vergessen, wir sollen sechs Millionen Juden ermordet haben. Nun werde ich zynisch klingen, meine das aber ganz nüchtern, wenn ich sage: Na und?

Ist nicht das Abschlachten ganzer Völker und ganzer Volksgruppen seit jeher eine Lieblingsbeschäftigung der Menschen? Wie viele Menschen hat wohl die Kirche im Laufe ihrer Existenz abgeschlachtet oder abschlachten lassen? Wie viele Menschen wurden abgeschlachtet, als westliche Länder andere Staaten kolonisierten, vor allem von den Briten, den Belgiern, den Spaniern, den Portugiesen, den Buren und den Deutschen? Fühlen sich die heutigen Amerikaner (ich meine ganz Amerika) schuldig, dass sie die Ureinwohner dieses Kontinents bis auf kleine Reste völlig ausgelöscht haben? Fühlten sich die USA schuldig, als sie in Hiroshima und Nagasaki durch den Atombombenabwurf auf einen Schlag Hunderttausende Zivilisten töteten? Fühlen sie sich heute schuldig, wenn sie bei Ihren Kriegszügen Uran-ummantelte Munition verwenden, die dort, wo sie verwendet wurde, nachhaltige Folgen bewirken?

Will ich den 2. WK etwa beschönigen und gegen andere Kriege aufrechnen? Ganz im Gegenteil. Dieser Krieg hat einmal mehr gezeigt, dass es nur auf die Situation ankommt, um die Bestie Mensch zu aktivieren und alle zivilisatorische Tünche fallenzulassen.

Doch wie kommt es zu einem Krieg? Lassen wir bei dieser Frage doch einmal die offizielle Darstellung außen vor, zumindest fast, denn die offizielle Darstellung ist Teil der Vorbereitung. Das ist es, was einen Krieg wirklich ausmacht, die akribische Vorbereitung. Kein Krieg kommt in der Form zustande, wie hinterher behauptet. Es gibt Hintermänner (immer), für die ein Krieg Vorteile bringen soll, zumeist über die offensichtlichen Vorteile wie z. B. die Steigerung der Umsätze von Waffenfabrikanten hinaus.

An dieser Stelle sei eine kleine Zwischenbemerkung erlaubt. Deutschland ist ja der drittgrößte Waffenexporteur der Welt und Minen sind einer der Verkaufsschlager. Machen wir alle uns eigentlich mal Gedanken darüber, dass diese heimtückischen Geräte weder Freund noch Feind kennen sondern einfach explodieren und Menschen töten oder zumindest verstümmeln, völlig losgelöst von der Frage, ob Mann, Frau oder Kind, ob Freund oder Feind? Aber es gibt außer den Waffenherstellern und Exporteuren noch eine Gruppe, die davon profitiert, zumindest dann, wenn die Opfer nur verstümmelt werden. Wussten Sie, dass Deutschland auch eine der führenden Nationen bei der Herstellung von Prothesen ist? Wenn das keine Win-Win-Situation ist. Zynisch? Ja, finde ich auch!

Nun gehen wir Deutsche ja verantwortungsvoll mit dem Verkauf von Waffen um. Keine Waffenverkäufe in Krisengebiete. Außer vielleicht nach Israel (wegen unserer unverbrüchlichen Schuld). Oder an die Saudis oder an Katar oder ... Diese Aussage ist Heuchelei pur, denn was nutzt es, wenn alle "friedlichen" Nationen Waffen bunkern, ohne sie zu nutzen? Im Zweifelsfall muss man eben ein wenig nachhelfen. Außerdem haben die Waffenfabrikanten und Waffenhändler schon immer Möglichkeiten gefunden, Waffen an die zu verkaufen, die sie haben und auch benutzen wollen.

Gehen wir mal von einer Grundlage aus. Würden keine Waffen gebaut, gäbe es keine Kriege. Folglich ist es ganz einfach. Die Wurzel dieses Übels sind die Waffenproduzenten und das beinhaltet auch deren Konstrukteure, deren Arbeiter und deren Verwaltung. Natürlich werden die alle Schuld von sich weisen. Die Herstellung von Waffen ist schließlich ihr Job. Stimmt, aber ein mörderischer Job und das erweitert die Zahl der Schuldigen an solchen Massakern ganz erheblich.

Warum aber überhaupt Kriege? Ich denke, die meisten Kriege der Vergangenheit waren entweder nichts anderes als Raubzüge oder den Allmachtsphantasien Einzelner geschuldet. Als die Kreuzritter auf ihre "göttlichen Feldzüge" ausrückten, lockten vermutlich die erwarteten Reichtümer des Ostens, der damals kulturell dem Westen haushoch überlegen war, weitaus mehr als der versprochene himmlische Segen. Karl der Große, Napoleon, Hitler und viele andere waren von der Macht besessen und die dabei erbeuteten Güter waren ein willkommener Nebeneffekt, schließlich müssen solche Kriege auch finanziert werden.

Andere wiederum, wie z. B. die Rothschilds, haben Kriege angezettelt und finanziert und sich über die Finanzierung eine goldene Nase verdient. Leuten wie Bush (Junior und Senior), Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Colin Powel ging es vor allem darum, die Kontrolle über den weltweiten Energiehandel zu behalten, denn in diesem Geschäft waren sie alle tätig. Und sie wussten sich einig mit den Hintermännern aus den Banken, allen voran Goldmann Sachs, der Krake, die ihre Fangarme weltweit nicht nur im Bankgeschäft, sondern auch in der Politik platziert hat. Leute wie der Rockefeller-Clan, der seit über 100 Jahren seinen politischen Einfluss nicht nur geltend macht, sondern ausweitet, sie und weitere agieren weitgehend aus dem Hintergrund und haben ihre Männer in der Politik und der Presse sitzen, wenn es darum geht, Unruhe in der Welt zu verbreiten.

Wie man Kriege anzettelt, das beweist uns unsere Presse derzeit mit ihrer Berichterstattung über die Ukraine und Russland und jubelt die Faschisten in der Ukraine hoch, wie sie es in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts auch schon gemacht haben. Auch der Bösewicht ist ausgemacht. Das ist Putin und ihm unterstellt man alles Mögliche, während man über das Tun und Lassen in und mit der ukrainischen "Regierung" seitens den USA und der EU Stillschweigen bewahrt.

Seit Beginn der Kampagne frage ich mich, ob die USA und die EU wirklich so geistig umnachtet sind, sich auf einen Krieg mit Russland einzulassen und deshalb diese Vorbereitungen durch die westliche Presse betreiben. Inzwischen glaube ich dank einer kleinen Notiz im Handelsblatt, den Hintergrund dieser Hetzkampagne gefunden zu haben. Es geht wohl doch nicht darum, einen Krieg mit Russland anzuzetteln und offenbar vertraut man dabei auf Putin als das, was er wirklich ist, ein besonnener Staatsmann, das krasse Gegenteil von dem, was uns die Presse über Putin erzählt. Es geht um Energie, genauer um Gas. Europa ist derzeit vom Gas der Russen abhängig und sorgt damit für den wirtschaftlichen Aufschwung in Russland. Das ist den US-Amerikanern ein Dorn im Auge. Als Chodorkowski in Verhandlungen mit Exon-Mobil und Chevon-Texas trat, war das Frohlocken in den USA groß. Beteiligung von den US-Energieriesen an russischen Bodenschätzen! Doch dann machte Putin diesem Deal ein Ende. Logisch, dass im Westen Chodorkowski als Saubermann dargestellt wurde und nicht als der Gauner, der sich in Zeiten eines stets besoffenen Jelzin Milliardenwerte unter den Nagel gerissen hatte. Chodorkowski wird wie die Timoschenko von der westlichen Presse und Politik als Heilsbringer hochgejubelt und als nun ein Gericht in Den Haag diesem Gauner 50 Milliarden als Schadenersatz zusprach, jubelte die Presse. Aber tut sie das nicht immer, wenn jemandem auf seinem Beutezug eine besonderer Coup gelungen ist? Und natürlich hat das Urteil auch keinen politischen Hintergrund, Gott bewahre. Ich hätte nie geglaubt, dass man so viel Ekel empfinden kann, wie ich inzwischen gegenüber westlicher Politik und Berichterstattung empfinde.

Doch zurück zu der kleinen Nachricht im Handelsblatt. Der oberste Guru der Behörde für Geowissenschaft sagt uns, dass Skepsis vor Fracking aus geowissenschaftlicher Sicht unbegründet ist, wenn man die nötige Sorgfalt walten lässt.

Diese Aussage hat mich besonders beeindruckt:

    Es koste Mühe, überhaupt wissenschaftliche Argumente zu finden, die gegen das Fracking sprächen, sagte Kümpel. "Mit dieser Sichtweise stehe ich nicht allein. Die 16 geologischen Dienste in Deutschland und alle geologischen Dienste in der EU - alles staatliche, interessensneutrale Fachbehörden - sehen das ebenso", sagte der Behördenchef.

Bisher hatte ich noch keine Ahnung davon, dass wir "interessensneutrale Fachbehörden" in Deutschland haben. Heißt das nun, dass auch die Interessen der Bevölkerung diesen Behörden schnurz sind? Um seine Mühen, wissenschaftliche Argumente gegen Fracking zu finden, empfehle ich ihm das YouTube-Video Gasland.

Nun glaube ich zu wissen, worum es bei dem Russland-Bashing wirklich geht. Russland ist böse und bei den Bösen kauft man nicht ein, vor allem nicht, wenn es Alternativen gibt und diese Alternative ist Fracking. Und Fracking, das bedeutet unerschöpfliche Energie-Ressourcen. Sehen wir mal davon ab, dass der Terminus "unerschöpflich"schon mehrfach missbraucht wurde. Einst war es die Kohle, dann das Öl und der in unserer Beton-Welt der dringend erforderliche Sand (das weiß kaum jemand, dass Sand inzwischen rar geworden ist, zumindest der Bausand, weil sich Wüstensand zum bauen nicht eignet. Ihm fehlt die Bindungsfähigkeit bei der Erstellung von Beton, weil die Sandkörner rund geschliffen sind). Aber die einzigen unerschöpflichen Ressourcen auf diesem Planeten sind die Lüge, die Dummheit und die Gier, das ist zumindest meine Meinung.

Ich denke, wir können froh sein, dass in Russland ein Putin regiert, denn ein weniger besonnener Staatsmann hätte auf die Provokationen des Westens längst in weitaus gefährlicherer Weise reagiert. Stellen Sie sich vor, in Russland säße ein Präsident wie der NATO-Generalsekretär Rasmussen. Nicht auszudenken.

Die Ukraine ist ein Paradebeispiel dafür, wie man Kriege inszeniert. Ich denke, wenn Russland gezwungener Maßen auf die verhängten Sanktionen mit einer Erhöhung der Gaspreise reagiert, werden unsere Politiker "schweren" Herzens Fracking die Genehmigung erteilen. Schließlich hat man ja vom obersten Guru für Geowissenschaft bereits grünes Licht erhalten. Was macht es schon, wenn man einen Giftcocktail mit annähernd 600 hochtoxischen Substanzen in den Boden pumpt. Geht es schief (und das wird es), entschuldigt man sich, dass man das nicht ahnen konnte.

Finden Sie es immer noch zynisch, wenn ich bei der Frage nach 6 Millionen ermordeten Juden lakonisch frage: "Na und"? Es ist keine Frage der Größenordnung, sondern der Hintergründe und vor allem der Informationsbasis. und mitschuldig sind wir alle, weil wir es dulden, weil wir den Kriegstreibern die Möglichkeiten geben, weil wir die Waffen auch herstellen und uns keine Gedanken darüber machen, was sie bei ihrem Einsatz für Unheil anrichten. Die Möglichkeiten, uns gegenseitig zu massakrieren, werden dabei dank unserer Wissenschaft immer besser. und es wird ständig praktiziert, dieses gegenseitige massakrieren, aus den fadenscheinigsten Gründen (siehe Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Israel, Palästina). Nur die Begründung muss stimmen. Wenn wir (der Westen) einem Land die Demokratie bringen, geht das doch am besten mit Bomberstaffeln und einem flächendeckenden Bombardement, Hauptsache, es ist ein "gerechter Krieg" und neben den gerechten Kriegen gibt es dann noch die heiligen Kriege.

Welcher Typ Krieg es ist, das sagt uns die Presse dann schon, denn für irgendwas muss sie schließlich auch nützlich sein. Insofern ist Krieg mit der Religion verwandt, Es kommt auf das Ausmaß der Heuchelei an. Und auch das ist, so scheint mir, eine unerschöpfliche Ressource.