Navigation aus    Navigation an
Erstelldatum:04.06.2014

Was beim Besuch von Pornoseiten passieren kann

Ich bin begeistert. In der FAZ lese ich, dass übermäßiger Porno-Konsum das Hirn schrumpfen lässt. Das man das feststellen kann, ist doch ein Triumpf der Medizin und der Technik, vor allem dann, wenn man dazu nur 64 Testpersonen benötigt.

Zähle ich nun 1 + 1 zusammen, komme ich aufgrund dieser Meldung zu dem Schluss, dass westliche Politiker und westliche Presseredaktionen sich seit langer Zeit übermäßigem Pornokonsum hingeben. Nun verstehe ich auch, dass die gleiche Zeitung, die darüber berichtete, auch über Putin in dieser Form berichtet. Offenbar ist auch dieser Redakteur ein Porno-Fan. Gleiches vermute ich bei der Süddeutschen, wobei sich die Süddeutsche auf die Aussagen von Obama und Rasmussen, vor allem deren Aussagen zum Militärhaushalt der NATO-Staaten beschränkt, der ja unbedingt erhöht werden muss. Doch der Verzicht auf die konträre Meinung bzw. Stellungsname von Putin unterbleibt, was auch diesen Bericht als einseitig und tendenziös erscheinen lässt. Doch nun kann man Verständnis dafür entwickeln, weil vermutlich ein geschrumpftes Hirn nicht mehr fähig ist, zwischen Realität und PR zu unterscheiden. Das scheinen die Zeitungsredaktionen den Lesern zu überlassen, die gerade in der Süddeutschen eindeutig in ihren Kommentaren Stellung beziehen, nicht nur durch die Kommentare an sich, sondern auch die Leserempfehlungen zu den einzelnen Kommentaren.

Nun muss ich zugeben, dass es mir an einer in der heutigen Zeit erforderlichen Fantasie mangelt. Wenn mir Obama, Rasmussen, Merkel usw. vorrechnen, dass 1 + 1 in der dezimalen Rechenweise einen erheblich anderen Wert als 2 ergibt, kann ich das nicht verstehen.

Rasmussen z. B. betont, dass Russland in den letzten 10 Jahren seine Militärausgaben um mehr als 10% pro Jahr gesteigert habe. Schaue ich dann auf die weltweiten Militärausgaben (Wikipedia), erkenne ich, das Rasmussen eine mir nicht bekannte mathematische Formel nutzen muss.

SIPRI (Stockholmer internationales Friedensforschungsinstitut)
Schätzung der Militärausgaben
Land 2008
in MRD $
2011
in MRD $
2013
in MRD $
Vereinigte Staaten 607,0 739,3 640,0
Volksrepublik China 84,9 89,8 188
Vereinigtes Königreich 65,3 62,7 57,9
Frankreich 65,7 58,8 61,2
Russland 58,6 52,7 87,8
Deutschland 46,8 44,2 48,8
Japan 46,3 58,4 48,6

Bei Wikipedia werden 3 Tabellen angezeigt, für jedes Jahr eine und auch mit unterschiedlich vielen Staaten. Ich weiß nicht, ob alle 3 Tabellen auf den Schätzungen von SIPRI beruhen, unterstelle das aber mal.

Ob die Zahlen stimmen? Keine Ahnung und meine Hand würde ich dafür nicht ins Feuer legen, schließlich vergibt Schweden in Stockholm ja auch den Friedensnobelpreis.

Wenn die Schätzungen in Bezug auf Russland hinkommen, müsste Putin 2013 seine Militärausgaben wirklich stark erhöht haben, was aber sicherlich keinen Grund zur Sorge gibt, dass er nun andere Länder überfällt. Aber die schon lange vor der Ukraine-Krise begonnene Stänkerei des Westens gegen Putin und damit auch gegen Russland kann schon dazu beigetragen haben, dass Putin das Militär aufrüstet und vor allem modernisiert. Auch die Absichten des Westens in Bezug auf die Ukraine hat Putin mitbekommen und ich gehe davon aus, dass sein Geheimdienst auch einiges zu diesem Thema mitbekommen hat, was wir in der westlichen Presse nicht finden werden (Grund könnte zu intensiver Porno-Genuss der westlichen Redakteure sein).

Wenn ich mir die Militärausgaben der USA dabei betrachte und sie mit denen Russlands vergleiche, dann auch noch die militärischen Stützpunkte der USA und die Russlands zähle, mir dann noch reale Geschehnisse wie z. B. die von Obama, dem Friedensnobelpreisträger, angeordneten Morde mittels Drohnen in Ländern dieser Welt, in denen die USA eigentlich nichts verloren hat (Obama zeichnet schließlich die Listen ab, in deren Folge die Joy-Stick-Morde, koordiniert von US-Stützpunkten in Deutschland, erfolgen), komme ich zu einem völlig anderen Schluss als unsere Presse und unser TV, wo die Bedrohungslage der Welt zu suchen ist. Zähle ich dann noch die NATO hinzu und muss sehen, dass es kein Presseorgan und keine TV-Sendung gibt, die einmal ernsthaft eruiert, wie viel Geld durch die Hände der NATO läuft, an welchen militärischen Projekten die NATO wirklich beteiligt ist, wie hoch die Zahlungen der BRD und der anderen EU-Staaten an die NATO wirklich sind (ich glaube nämlich, dass diese Zahlungen im Bundeshaushalt bewusst verschleiert werden, indem man sie auf viele unterschiedliche Haushaltspositionen verteilt, von denen vermutlich etliche keinen Rückschluss auf NATO- und/oder weitere Militärausgaben zulassen und vermute das gleiche Prozedere auch bei der EU und den Mitgliedsstaaten der EU), dann kann das eigentlich doch nur an zu intensiver Betrachtung von Pornoseiten liegen, oder?

Was man weiß, ist, dass die Finanzmittel der NATO 2010 bereits mehr als 1.000 Milliarden Dollar betrugen, aber solche Daten muss man mühsam im Netz suchen.

Wenn ich nun ein Fazit ziehen sollte, würde ich zunächst das Max Planck-Institut ersuchen, den Test auch mal mit Leuten zu machen, die den ganzen Tag vor der Glotze sitzen oder zu häufig die Mainstream-Medien lesen (wenn sie überhaupt noch lesen), ob das nicht auch zu einem Schrumpfen des Hirns führen kann und vielleicht sogar intensiver, als der Besuch von Porno-Seiten. Beim Studium mancher Facebook- oder Twitter-Chats kann nämlich durchaus der Verdacht aufkommen, dass diese Schrumpfung nicht nur aufgrund von Besuchen auf Porno-Seiten gefördert wird.