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Erstelldatum: 29.08.2013

Deutsche Beteiligung am Krieg gegen Syrien?

Es scheint unabwendbar, dass man Syrien bombardiert. Natürlich mit chirurgischer Präzision, so dass nur die Anhänger und Truppen Assads getroffen werden. Na ja, ein paar Zivilisten könnten sich schon darunter befinden, Aber gibt es das überhaupt in diesem Krieg? Zivilisten? Wohl nicht im Repertoire von Obama, Hollande und Cameron. Wer sich dort befindet, wo die Bomben auftreffen, ist Anhänger Assads, auch die im Alter von 1 bis 90 Jahren und egal, ob männlich oder weiblich.

Deutschland sollte sich dieses Mal nicht wieder feige drücken, sondern lustig mitmischen. Gauck hatte schon recht lange keine Gelegenheit mehr, öffentlich, flankiert von hohen Militärs, vor ihm mit Fahnen bedeckte Särge von gefallenen Soldaten, diese mit honigsüßen Worten dem allmächtigen Gott anzuvertrauen, auch wenn der vielleicht gerade nicht hier, sondern im Sternennebel Andromeda und im Sternbild Beteigeuze unterwegs ist.

Wie auch immer, Gauck macht das schon, die Fernsehzuschauer werden in Tränen aufgelöst die bewegende Sendung mit leichter Zeitverzögerung verfolgen, die Eltern und Geschwister der "Gefallenen Helden" haben zwar Söhne verloren, durften aber dafür mal einen Händedrück von Gauck und hohen Militärs entgegen nehmen und das ist doch schließlich ein guter Ersatz, oder?

Doch die kriegslüsternen Parteien, CDU, CSU, SPD und Grüne haben mit dem Termin ein kleines Problem. Wenn Obama jetzt zuschlägt, verlieren sie entweder Wählerstimmen, oder sie müssen wieder absagen und können allenfalls mit Waffen aushelfen. Aber das würde ihr Ansehen in der Welt zerstören, wie die Presse zu Recht vermeldet. Denn das Ansehen in der Welt hängt heutzutage davon ab, dass man Länder in kriegerischer Absicht angreift, in denen man eigentlich nichts verloren hat. Aber man muss den Leuten dort doch helfen, die von einem Diktator drangsaliert werden, der im Verdacht steht, das von den nun empörten Ländern gelieferte Giftgas auch benutzt zu haben. Ebenfalls sicher ist, dass die Opposition (so nennt die Presse sie bei Bedarf), die ja ebenfalls dieses Gift besitzt, es nicht angewendet hat. Das wissen die Geheimdienste der USA, von Frankreich und Großbritannien ganz genau. Außerdem haben sie von Ärzte ohne Grenzen erfahren, dass man Kranke hatte, die eindeutig die Symptome dieses Giftgases aufwiesen.

Vergessen wird dabei allerdings, dass die Gemeinschaft "Ärzte ohne Grenzen" sich offenbar illegal in Syrien aufhält und ausschließlich auf Seiten der "Rebellen" praktiziert. Wenn es stimmt, dann gehören zu den Förderern dieser Gemeinschaft auch bekannte Konzerne und Banken, wie z. B. Goldmann Sachs, Google, Microsoft, ganz sicher einer aus dem Rockefeller-Clan (Letzterer wird im Geschäftsbericht der Gemeinschaft 2010 auch aufgeführt) und weitere. Auch gibt es im Netz Hinweise, dass zum Zeitpunkt des Anschlags keine Mitglieder der Gemeinschaft sich dort aufhielten, sondern lediglich medizinisches Material bis hin zu ganzen Kliniken geliefert haben. Ich kann das nicht überprüfen, halte es aber durchaus für möglich. Ich denke dabei, dass die Ärzte und Ärztinnen in dieser Gemeinschaft, die meist freiwillig dort arbeiten, sich auch nicht sonderlich darum kümmern, wer ihre Einsätze finanziert. Sie wollen wirklich nur helfen. Ob aber die Management-Ebene ebenso sauber bleibt, ist eine andere Frage.

Bei diesem ganzen medialen Gerangel treibt mich eine andere Frage um, die offenbar keine Presse zu stellen wagt. Warum holt man sich für die Einsätze nicht mal Schwenden, Norweger, Finnen, Schweizer und weitere Truppen von Nato-Staaten, die sich immer gepflegt raushalten, während wir jedes Mal mitmischen sollen und an Ansehen verlieren, wenn wir uns an Art. 26 des Grundgesetzes halten. Ich weiß, es ist ein Zeichen von Schlechtigkeit, wenn man nicht bereit ist, andere zu massakrieren. Deshalb ist Obama ja ein besonders guter Mensch, denn er übernimmt gleich die Funktion des Richters und des Henkers, nach dem Motto: "Und willst Du nicht mein Untertan sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein"

Eine weitere Frage treibt mich um. Wie wir inzwischen nach fast 70 Jahren erfahren haben, sind wir keineswegs ein souveräner Staat. Bei der UN werden wir immer noch als Feindstaat geführt und das endgültige Sagen haben bei uns immer noch die Alliierten, ausgenommen die bösen Russen, die wirklich in jeder Hinsicht ihre Kontrollrechte als Alliierter zurückgegeben haben. Das ist es vermutlich auch, was die am Tropf der USA hängenden Presseorgane so fuchst und sie immer wieder veranlasst, die Russen wie im kalten Krieg als das personifizierte Böse darzustellen.

Doch zurück zu unserem Status. Wir sind nach wie vor ein besetztes Land ohne Selbstbestimmungsrecht. Aber auch Kriege haben ihre Regeln, die in der Haager Landkriegsordnung niedergelegt sind. Und da frage ich mich, darf ein besiegtes und besetztes Land überhaupt in Kriegshandlungen der Sieger hineingezogen werden? Darf es, obwohl ihm das Recht abgesprochen wurde, Kriege zu führen, zumindest solange, wie sie noch keine Friedensverträge mit den ehemaligen Feindstaaten abgeschlossen haben, sich an Angriffskriegen überhaupt beteiligen oder Soldaten in besiegte Länder (Afghanistan) mit Kriegswaffen ausgerüstet senden? Oder ist das alles ein Verstoß gegen internationales Recht, der hingenommen wird, weil die Weltstaatengemeinschaft es nicht wagt, den Amerikanern mal Paroli zu bieten?

Die USA sind das kriegslüsternste Land auf dieser Welt, Kein Land hat in den letzten 200 Jahren derart viele Angriffskriege gegen weit entfernte Länder geführt, die dem Ursprungsland Amerika in keiner Form gefährlich werden konnten. Deshalb nennen sie es den Krieg gegen den Terror und tun alles dafür, Hass zu erzeugen, den Ursprung von Terror.

Auf der einen Seite morden sie mit unbemannten Drohnen oder mit Spezialkräften weltweit Menschen, die man anschließend als Terroristen der Al Kaida bezeichnet, auf der anderen Seite bewaffnen sie Terroristen der Al Kaida in Syrien (die Nusra) und tun erneut das was sie schon in Afghanistan gemacht haben. Sie heuern Söldner an, bilden sie aus und bewaffnen sie. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde so die Al Kaida gegründet, um stellvertretend in Afghanistan die Russen zu bekämpfen. Jetzt wiederholen sie das in Syrien mit den Rebellen, die im Prinzip nichts anderes als Söldner und Terroristen sind. Eine Opposition ist das wirklich nicht, sondern extremistische Gruppen, die von den Wahlen in Syrien ausgeschlossen wurden und deshalb gegen Assad vorgingen. Ein Geschenk für die Amerikaner, die die Region unbedingt destabilisieren wollen. Da stört es auch nicht, dass dazu vor allem fundamentalistische Moslems gehören, die einen "Gottesstaat" errichten wollen.

Wer nüchtern auf den 11.09. 2001 zurück schaut, wird feststellen, dass der angebliche Terroranschlag der Al Kaida nur einen echten Gewinner hatte, George W. Bush. Er bekam in der Folge die Mittel bewilligt, die ihm zuvor der Kongress verweigert hatte, um seine Kriege zu führen. Gleichzeitig konnte er Gesetze erlassen, mit denen die Freiheit der Amerikaner erheblich eingeschränkt wurde. Zu diesen Gesetzen gehört auch der Patriot Act und die Bildung des Konzentrationslagers Guantanamo. Der Patriot Act ist ein Ermächtigungsgesetz ähnlich dem von Hitler und mit der amerikanischen Verfassung nicht vereinbar.

Es ist zwar schon einige Jahre her, da hat Volker Pispers auf seine Art über die USA aufgeklärt. Wer Lust hat, kann sich diese 5 Videos ja mal ansehen.

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