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Erstelldatum: 29.01.2013

Zensur durch die ZEIT

Die ZEIT berichtete über die Abdankung von Königin Beatrix der Niederlande. Ich mochte mich der Beurteilung der ZEIT nicht so ganz anschließen und habe deshalb einen Kommentar geschrieben. Er wurde zunächst als Leserkommentar 18 veröffentlicht, kurze Zeit später aber mit diesen Worten zensiert: Entfernt, wirr und diffamierend. Die Redaktion/fk.

Was hatte ich geschrieben, dass die Redaktion auf diese Weise antwortete? Begonnen hatte ich mit den Worten: Sie war eine Bilderbuchkönigin. Halt, Tippfehler, es muss Bilderbergerkönigin heißen.

Danach hatte ich angeführt, dass ich es merkwürdig fand, dass der Pole Józef Hieronim Retinger den Nazi Prinz Bernhard der Niederlande beauftragt hatte, die Bilderbergtruppe aufzustellen. Ein Fehler ist mir dabei allerdings unterlaufen. Versehentlich hatte ich Prinz Bernhard zum Mann von Beatrix anstatt zum Vater erklärt. Fakt aber ist, Prinz Bernhard war ein Nazi, denn er war Mitglied der NSDAP und in der Reiterstaffels der SS stationiert. Fakt ist auch, dass er die Bilderberggruppe gründete, die ihren Namen vom Hotel Bilderberg in Oosterbeek, Niederlande erhielt, dem Hotel, in dem das erste Treffen der Bilderberger stattfand. Ich habe auch erwähnt, dass Prinz Bernhard den Vorsitz der Bilderberger hatte, bis zum Bekanntwerden seiner Verwicklung in den Lockheed-Bestechungsskandal. Dann hatte ich nur angeführt, dass nach dem Ableben von Prinz Bernhard Königin Beatrix häufige Teilnehmerin der Bilderbergkonferenzen war.

Um ehrlich zu sein, dass der Beitrag zensiert werden würde, damit hatte ich schon gerechnet, denn wenn es um das Thema Bilderberger geht, reagiert die Zeit immer sehr empfindlich. Kein Wunder (aus meiner Sicht), ist sie doch stets präsent auf diesen Konferenzen und auch der Herausgeber der ZEIT, Helmut Schmidt, war mehrmals Teilnehmer der Bilderbergkonferenzen.

Sieht man mal von der Verwechslung (Mann- Vater) ab, habe ich folglich nur geschrieben, was man jederzeit nachprüfen kann und war deshalb ärgerlich über die Begründung der Zensur, die ich als diffamierend empfunden habe. Nicht, dass ich zensiert wurde, sondern über die Wortwahl der Zensur.

Folglich habe ich mich entschlossen, einen weiteren Leserbeitrag zu schreiben, von dem ich wusste, auch er würde zensiert werden, aber er richtete sich auch vor allem an die Redaktion. Doch diese Reaktion durch mich war nicht möglich, denn mein User war ebenfalls gesperrt worden. Da ich auf der Zeit schon etliche Kommentare geschrieben habe, hat die Redaktion wohl damit gerechnet, dass ich diese Aussage nicht so ohne weiteres auf mir sitzen lassen würde.

Also habe ich den folgenden Kommentar an die Redaktion geschickt:

    Zu Beitrag 18 bei den Leserkommentaren

    Was die ZEIT dort als Begründung für die Zensur von Beitrag 18 anführt, empfinde ich als diskriminierend und wirr, denn alle dort angeführten Behauptungen sind auf Wikipedia dokumentiert. Prinz Bernhard der Niederlande war Mitglied der NSDAP und gehörte zur Reiterstaffel der SS, was ihn als Nazi ausweist. Ebenfalls war er in die Lockheed-Affäre verwickelt. Er wurde von Retinger angeworben, eine Gruppierung aus Wirtschaft, Politik und Finanzen zusammenzustellen, die Geburtsstunde der Bilderberger. Auch Königin Beatrix ist seit dem Ableben von Prinz Bernhard regelmäßige Besucherin der Bilderbergtreffen. Aber über die Bilderberger schreibt die ZEIT nicht so gerne, dafür ist sie selbst zu stark in diese Gruppe involviert, vor allem Nass und Schmidt.

    Nun wurde ich von der ZEIT gesperrt, ob dauerhaft oder temporär, weiß ich nicht und interessiert mich auch nicht sonderlich. Zensur wird vor allem von den Leuten ausgeübt, die was zu verbergen haben und die ZEIT ist schnell mit Zensur bei der Hand, vor allem, wenn es um das Thema Bilderberger geht. Aber die Zeit hat mir damit ja Stoff für einen Beitrag auf meiner Webseite gegeben. Entschuldigen Sie, wenn ich dennoch nicht dankbar bin.

    Mit gar nicht freundlichen Grüßen
    Gert Flegelskamp

Ob die ZEIT darauf reagieren wird, weiß ich nicht und interessiert ich auch eher nur am Rande. Natürlich, ich habe eine Aversion gegen Fürsten- und Königshäuser, die in den Völkern über Jahrtausende nicht mehr als Sklaven und Ausbeutungsobjekte sahen, auch wenn sie verbal anderes behaupteten und heute noch behaupten. Sie waren die Diktatoren der letzten paar tausend Jahre. Heute schimpfen wir uns zwar als Demokratie, reden großartig von Menschenrechten und werden von so genannten Eliten in nahezu gleicher Form behandelt, wie zuvor vom Adel. Und Presse und Politik sind dabei hilfreiche Handlanger. Von der Presse wird das Recht auf freie Meinungsäußerung schon lange nicht mehr akzeptiert. Sie zensieren nicht nur Beiträge, die sich in der Wortwahl vergreifen, sondern haben sich längst auch das Recht auf Zensur angemaßt, wenn sich ein Leserkommentar manchen Wahrheiten zu sehr nähert. Speziell die Bilderberger und ihnen ähnliche Organisationen sind solche "Elitetreffen", deren Sinn ganz sicher nicht ist, die Lebenssituation der Normalbürger zu verbessern.

Und wenn die Presse auf Hinweise auf solche Veranstaltungen in dieser Weise reagiert, sehe ich darin weder Hinweise auf Meinungsfreiheit, noch auf Kriterien, mit denen sich die Presse als 4. Gewalt qualifiziert. Sie übernimmt so lediglich die Arbeit eines Handlangers.