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Erstelldatum: 13.05.2012

Offshore - oder wie Plünderung funktioniert

In meinem Beitrag "Plünderung der Europäischen Völker" habe ich die Plünderung auf Europa beschränkt, obwohl diese Beschränkung so nicht stimmt. Alle Völker werden geplündert und dahinter stecken stets die in der Presse immer wieder genannten "Märkte", wobei die Presse merkliche Zurückhaltung übt, den Lesern diese "Märkte" näher zu bringen, also zu beschreiben, wer denn diese "Märkte" nun wirklich sind.

Ein Leser hat mir nun ein PDF-File eines Prof. Dr. Dr. Berger zugestellt, der sich mit den Hintergründen der Finanzkrise auseinandersetzt. Zuerst glaubte ich, diese Aussagen seien eine der Verschwörungstheorien, die man am besten gleich wieder vergisst, weil dort unhaltbare Behauptungen aufgestellt werden. Doch ein wenig Recherche hat dann gezeigt, dass die Aussagen stimmen, die er macht, soweit sie für mich nachprüfbar sind. Die Aussagen in diesem PDF-File sind auch als Video auf YouTube eingestellt. Da die City of London in seinem Bericht eine dominante Rolle spielt, habe ich das Video unter diesem Text verlinkt.

Aus diesen Aussagen bekommt man mal einen vagen Durchblick, wer oder was sich hinter diesen "imaginären Märkten" verbirgt. Ein Bericht im Handelsblatt von 2010 mit dem Titel: "Wo die Reichen ihr Geld parken" vermittelt einen kleinen Eindruck, um welche Summen es sich handelt, die in die Steueroasen dieser Welt verschoben werden. Aus dem Beispiel Schweiz wissen wir, dass die dort eingelagerten Vermögen zu einem viel zu großen Teil aus am Fiskus vorbei lavierten Geldern stammen. Das diese Gelder oft auch aus verbrecherischen Aktivitäten stammen und mittels der in den Steueroasen agierenden Banken zu ganz anderen Konditionen gewaschen werden, als das zu Zeiten al Capones noch üblich war, verdanken wir, oder besser die Mafia, die Triaden und wie diese Organisationen noch so alle heißen, der technischen Entwicklung.

In einem gut einstündigen Beitrag anlässlich eines Kongresse mit der Fragestellung, ob bzw. wie Geld Sinn macht, gibt Prof. Berger noch einige weitere Informationen, die Antworten auf die Frage geben, wie es eigentlich zu der heutigen Situation kommen konnte. In diesem Berger-Vortrag zeigt er auch 3 Videos, deren Einspielung allerdings aus rechtlichen Gründen nur im Wortlaut, nicht aber als Film übernommen wurde. Auf YouTube sind diese Videos aber zu sehen:

Ich finde, man sollte sie sich ansehen, weil die ersten beiden dieser Videos einen kleinen Einblick geben, was vor der Finanzkrise eigentlich passiert ist, warum es zu der Krise kam und wie sich Banken dank gesetzlicher Änderungen im Bilanzrecht schönrechnen können.

Aber wichtiger scheint mir, zu verstehen, was es mit den als toxisch (zu gut Deutsch giftig) bezeichneten Papieren auf sich hat und wer die wirklich Schuldigen waren, die erst die Voraussetzungen dazu geschaffen haben. Am 11. 05. 2912 brachten Presse und Fernsehen die aufgeregte Meldung, dass die US-Großbank J.P. Morgan-Chase 2 Milliarden Dollar verspekuliert hat. Aus den Medienberichten über diese Spekulation dieser Bank geht mehr am Rande hervor, dass die Spekulationen an der Londoner Börse getätigt wurden. Und die Londoner Börse befindet sich zwar territorial auf dem Boden Englands, nämlich der City of London, ist aber nur sehr bedingt englischen Gesetzen unterworfen. Der Vergleich von Prof. Berger, die City of London sei die Nabe, von der aus die Speichen zu den offshore-Finanzplätzen ausgehen, scheint sich auch in diesem Fall zu bewahrheiten. Dazu muss gesagt werden, das J.P. Morgan nach inoffizieller Meinung bereits 1907 für die US-Finanzkrise verantwortlich gemacht wurde und hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, diese Krise sei der eigentliche Grund gewesen, dass Präsident Woodrow Wilson zustimmte, die amerikanische Notenbank FED als private Notenbank zu genehmigen. Und ich gehe davon aus, dass J.P. Morgan-Chase eine der 6 Banken (nach meiner Kenntnis) ist, in deren Besitz sich die FED befindet.

Auch die Finanzkrise 2007/2008 (um nur das Startdatum zu nennen, denn vorbei ist die Krise noch lange nicht) wurde von J.P. Morgan Chase ins Leben gerufen, denn dort wurden die Modelle dazu erfunden. Die wundersame Geldvermehrung ohne reale Werthintergründe wurde mit dem ins Leben gerufen, was man heute als "Verbriefungen" und "CDO" kennt. Der Hintergedanke schien genial, indem man Kredite vergeben konnte, das Kreditrisiko aber auslagerte, indem man sich mittels Versicherungen dagegen absicherte. Die Kredite wurden aber nicht jeweils einzeln abgesichert, sondern gestückelt, solche mit wenig und solche mit hohem Risiko zu einem Paket zusammengefasst und "verbrieft", also für ein solches Paket ein Wertpapier mit Namen ABS erstellt und auf den Markt gebracht. ABS (Asset Backed Securities) war somit ein Forderungsgesichertes Wertpapier. Dazu mussten noch Zweckgesellschaften (so genannte Conduits) gegründet werden. Als Conduit wird eine Refinanzierungsstruktur bezeichnet, bei der mittels einer Zweckgesellschaft (engl. Special Purpose Vehicle, SPV) Wertpapiere wie z. B. ABS oder CDO einmalig oder revolvierend angekauft und über die Ausgabe von Geldmarktpapieren in international gängigen Währungen refinanziert werden. Als Kreditausfallversicherung wurden so genannte Credit Default Swaps (CDS) für nicht hypothekenbesicherte Wertpapiere (auch als synthetische CDOs bezeichnet) aufgelegt. Die Ratingagenturen, die ja von ihren Auftraggebern bezahlt werden, gaben diesen Papieren die Bestnote (AAA) und schon war ein florierender Markt entstanden, denn da diese Papiere überwiegend Immobilienkredite enthielten und dank eine Bush-Doktrin jedermann bei der Aufnahmen von Immobilienkrediten von der Finanzwelt unterstützt werden sollte, boomten die Preise für Immobilien und Grundstücke. Korrekterweise muss ich sagen, dass die Papiere in unterschiedlichen Tranchen aufgelegt und so auch von den Ratingagenturen nach angenommenen Risikofaktoren unterschiedlich bewertet wurden.

Aber das Schicksal ist hart, auch für Bankster. Auch sie konnten nicht verhindern, dass der Tag kam, an dem die Verbindlichkeiten fällig wurden. Ein Großteil der Immobilien war aber so mit Krediten bepflastert, weil sich die Amis auf Pump ein schönes Leben gemacht haben, dass der Markt einbrach, weil die Kreditnehmer nicht zahlen konnten. Auch der Immobilienmarkt hatte sich durch kolossale Überbewertung der Immobilien und Grundstücke zu einer riesigen Blase entwickelt, die nun platzte und damit der Wert der "Sicherheiten" ins Bodenlose trudelte. Kein Problem für die Banken, denn sie hatten ja diese Verbindlichkeiten abgesichert, mit CDOs (Collateralized Debt Obligation). Es gab lediglich ein klitzekleines Problem. Diese Verbriefungen hatten die Gier der Anleger auf der ganzen Welt geweckt und sie hatten sich mit diesen Papieren eingedeckt, dank fleißiger Bankberater, die auch nur erzählten, was ihnen das Management erzählt hatte und dank massenhaft Kleinanlegern, die von der Materie nicht die geringste Ahnung hatten. Und die Banken hatten reichlich von diesen Papieren gekauft, weil sich die Wertsteigerungen ja in den Bilanzen positiv wiederspiegelten. So war dieser Markt alleine für diese Verbriefungen nach vorsichtigen Schätzungen auf über 10 Billionen Dollar alleine in den USA angewachsen. Da diese Schätzungen von Bankstern gemacht wurden, kann man getrost davon ausgehen, dass Größenordnung dieses Marktes weitaus größer war und ist. Und so viel Geld hatten die Versicherungen und eigens für diesen Zweck gegründeten Zweckgesellschaften nicht. Im Klartext hieß das, die CDOs waren das Papier nicht wert. Diese Billionen, gesichert durch Hypotheken und Grundstückskredite konnten nicht befriedigt werden. Die Folgen kennen wir. Banken gingen reihenweise pleite und die Pleite von Lehmann Brothers löste dann die weltweite Schockwelle aus, vergleichbar mit einem Tsunami. Seltsam, zwei Banken waren kaum davon tangiert, obwohl auch sie einen schwunghaften Handel mit diesen Papieren betrieben hatte, J.P. Morgan Chase und Goldmann Sachs. Sie hatten sich rechtzeitig von diesem Geschäft verabschiedet, bis auf kleinere Restposten. Nun, bei Goldmann Sachs mag, wer will, das auf die Nähe dieser Bank zur Regierung schieben, schließlich war gerade Henry Paulson, ein steinreicher ehemaliger Manager von Goldmann Sachs, nun der dritte Finanzminister unter Bush jr.

Was ich mich allerdings frage, ob die nun bekannt gewordene Fehlspekulation von J.P. Morgan Chase nicht eher ein Probelauf für eine neue Form gleichartiger Gewinnblasen gewesen ist, der dann allerdings aufflog. Außerdem beweist diese Fehlspekulation, dass alle politischen Aussagen, man wolle den Bankstern Zügel anlegen und diesen kriminellen Markt "regulieren", nur politische Lippenbekenntnisse gewesen sind. Und all jenen, die sich heute über die Griechen empören, weil die ja derart über ihre Verhältnisse gelebt haben, sei gesagt, dass es Amerikaner waren, die über ihre Verhältnisse gelebt haben (viele in gutem Glauben und im Vertrauen auf ihren Präsidenten und die Seriosität der Banken) und Griechenland in den Sog dieser Finanzkrise geraten ist, wie Deutschland auch. Die durch die Finanzkrise ausgelösten Verluste hatten auf der anderen Seite in gleicher Größenordnung Gewinne zur Folge und man kann getrost davon ausgehen, dass die Finanzmagnaten diese Gewinne abgeschöpft und auf den "Märkten" für die Allgemeinheit unsichtbar gemacht haben.

Die Krise ist der Fuß in der Tür der Europäischen Union und der ESM der Rammbock, mit dem diese Tür aus den Angeln gehoben werden soll. Das Schema, wie man die Staaten ausblutet, wurde vom IWF bereits seit Jahrzehnten angewendet. Es ist die Fortsetzung der Kolonisation, von den Staaten auf Konzerne und vor allem auf Banken übertragen. Diese Kolonisation soll nun auf die westlichen Staaten ausgeweitet werden, denn dass wir auf eine neue Weltordnung zusteuern, wurde ja inzwischen auch von westlichen Politikern geäußert und diese Weltordnung verheißt uns die Ablösung politischer Regierungen durch Konzerne und Banken. Eigentlich ist das bereits passiert, aber noch nicht ganz öffentlich, sondern passiert in den Hinterzimmern der politischen Meinungsführer.

Trotzdem, etwas finde ich merkwürdig. Einem Menschen, der keine Ahnung von Finanzgeschäften hat, mag man ja noch einreden können, dass eine Kreditrisikoversicherung im Falle der eigenen Zahlungsunfähigkeit einspringt. Bei normalen Krediten ist das bis heute so. Aber da weiß man auch, dass die Kredite zu fast 100% auch bedient, also zurückgezahlt werden. Manchmal vielleicht ein wenig holprig, aber letztendlich auch mit dadurch bedingten Aufschlägen ohne Murren. Aber in dem Maße, wie das in den USA mit den Immobilienkrediten betrieben wurde und man dabei die Immobilienpreise in schwindelnde Höhen getrieben hat, kann mir keiner erzählen, dass da niemand geahnt haben soll, dass ein dickes Ende unvermeidlich ist. Wie sagte doch einst der große Finanzmagnat und "Philanthrop" David Rockefeller? "Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig große Krise und die Nationen werden die "Neue Weltordnung" akzeptieren."

1991 , also 37 Jahre nach Gründung der Bilderberger, kam von Rockefeller noch eine bemerkenswerte Aussage:
    "Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen großen Medien dankbar, deren Direktoren unseren Treffen beiwohnten und sich an ihr Versprechen, Diskretion zu wahren, beinahe vierzig Jahre lang gehalten haben. Es wäre uns unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt zu entwickeln, hätten wir all diese Jahre im hellen Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit gestanden. Aber die Welt ist jetzt entwickelter und vorbereitet, sich in Richtung auf eine Weltregierung zu bewegen, die niemals wieder Krieg kennen wird, sondern nichts als Frieden und Wohlstand für die ganze Menschheit. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Bankiers der Welt ist der in den vergangenen Jahrhunderten praktizierten nationalen Selbstbestimmung sicherlich vorzuziehen."
    Quelle Wikipedia

Ob dieser Ausspruch auch heute noch bei Wikipedia zu finden ist, bezweifle ich, denn dort sind inzwischen etliche Autoren aktiv, die solche Aussagen nicht mehr zulassen. Man könnte sagen, Wikipedia ist inzwischen auch politisch korrekt geworden, lässt also nur noch verlauten, was dem Mainstream angepasst ist. Zu den "anderen Medien" zählt DIE ZEIT, die fast immer einen ihrer Redakteure zu diesen Treffen geschickt hat, Auch der Herausgeber der ZEIT, Helmut Schmidt, war mehrere Male Teilnehmer (u. a. 1973) und ich frage mich bis heute, ob die Intrige gegen Brand (Guillaume-Affäre) nicht von den Bilderbergern eingefädelt wurde, um Schmidt zum Kanzler zu machen.

Dieser inzwischen "Alt-Kanzler Schmidt" und die Zeitschrift DIE ZEIT gehörten mit zu den ersten, die eine Kanzlerkandidatur von Peer Steinbrück empfahlen. "Altkanzler Schröder" hat sich inzwischen diesem Reigen angeschlossen, was mich ein wenig beruhigt, weil ich glaube, dass diese Empfehlung von Schröder eher einen gegenteiligen Effekt auslöst. Aber mit Steinbrück sind wir wieder bei der Finanzkrise und den merkwürdigen Vorgängen in Deutschland vor und in der Krise, denn da war Steinbrück Finanzminister. Und er war es meines Wissens auch, der Jörg Asmussen zum Staatssekretär machte, was dieser auch heute unter Schäuble trotz SPD-Parteibuch noch ist.

Steinbrück wird gerne als zwar ein wenig polternd, aber mit großem Sachverstand ausgestatteter Politiker von der Presse dargestellt. Diesen Sachverstand will ich ihm nicht einmal absprechen, ebenso wenig Asmussen, aber beide haben ihn zum Schaden der Bevölkerung bei der IKB und bei der HRE eingesetzt. Gysi hat Steinbrück in eine Bundestagsdebatte einmal ganz gezielt gefragt, warum de die Pleite der HRE erst einen Tag nach dem Termin verkündet hat, an welchem die Gewährleistung durch die HypoVereinsbank für die Tochter HRE abgelaufen ist. Einen Tag früher, dann hätte die HypoVereinsbank die Summen aufbringen müssen, die durch Steinbrücks Coup aber dem Steuerzahler aufgebürdet wurden.

Bereits im Oktober 2008, als die Politik sich feierte, wie gut sie doch die Finanzkrise gemeistert hätte, habe ich in einem Brief an den Bundestag Fragen zu diesem Thema gestellt und die politische Mitverantwortung damals im Verwaltungsrat der KFW sitzenden hochrangigen Politiker angeprangert. Eine Antwort habe ich natürlich nicht bekommen

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Eines kann ich allerdings sagen, die Vorstellung Rockefellers, dass " supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Bankiers der Welt ist der in den vergangenen Jahrhunderten praktizierten nationalen Selbstbestimmung sicherlich vorzuziehen" sei, aus meiner Sicht die schlimmste aller Horrorvorstellungen ist, die ich mir ausmalen kann. Und seine Aussagen über dauerhaften Frieden und Wohlstand für alle auf dieser Basis werden ganz bestimmt nicht Wirklichkeit werden, sondern reale Sklaverei und Unterdrückung. Denn die, die seit Jahrzehnten an diesem Projekt NWO arbeiten, sind im Herzen und meist auch in der Realität aus meiner Sicht brutale Gangster, die sich längst mit Organisationen wie der Mafia oder den Triaden verbündet haben. Da halte ich Verschwörungstheorien, wie sie über die Georgia Guidestones in Umlauf sind, für wesentlich wahrscheinlicher.