Navigation aus    Navigation an
Erstelldatum: 31.07.2011

Allzweckwaffe gegen Grippe

Seit einigen Tagen vermeldet die Presse, dass Forscher glauben, eine Allzweckwaffe gegen Grippe gefunden zu haben. Glauben, könnten, das sind Begriffe, die in der Forschung eine Versuchsreihe bewirken sollten, aber sicherlich noch nicht ausreichen, damit große Pressekampagnen hervorzurufen. Bei Mäusen und Frettchen hat man bereits Erfolge erzielt, heißt es im Bericht. Ein vor kurzem auf Arte gezeigter Bericht, der darauf hinweist, dass exzessive Landwirtschaft mit flächendeckender Ausbringung von Schädlingsbekämpfungsmittel nach Aussagen einiger Wissenschaftler mitverantwortlich dafür ist, dass männliche Spermien immer schlapper werden und Labortests mit Ratten zu dem gleichen Ergebnis führten, wurde von Pharma-Experten mit dem Hinweis, Tests an Ratten seinen kein Beweis, zur Seite gewischt. Das erweckt in mir den Eindruck, dass die Pharmaindustrie die Dinge immer so dreht, wie sie sie braucht. Wenn Tierversuche keine verwertbaren Ergebnisse bringen, warum werden sie dann nicht endlich eingestellt? Mich erfasst ohnehin immer ein Grausen, wenn ich sehe, wie man mit Tieren umgeht und was man ihnen allen zumutet, weil es angeblich dem Menschen nützt. Reicht dieses Argument, den Tieren dafür zu schaden? Sicher, ich dürfte bei dieser Sicht auch kein Fleisch essen, so werden mir sicher Vegetarier oder Veganer vorhalten. Aber das sehe ich anders, denn für mich ist der Mensch nach wie vor ein Raubtier. Der Konsum von Fleisch hat seine Entwicklung erst begünstigt und den heutigen Menschen erst möglich gemacht. Vermutlich einer der Fehlversuche der Natur. Zwar ist der Mensch derzeit die dominanteste Spezies auf diesem Planeten, aber er tut ja auch viel dafür, sich selbst abzuschaffen und irgendwann wird er erfolgreich sein.

Doch zurück zur Grippeimpfung. Ich halte diese Form der Impfung für absolut unnötig. Gerne verweisen Impfbefürworter ja auf die Erfolge von Impfungen bei Masern, Diphtherie, Kinderlähmung etc. Aber diese Impfungen erfolgen einmal und ob sie tatsächlich für den Rückgang dieser Erkrankungen verantwortlich sind, ist zwar wahrscheinlich, aber nicht eindeutig erwiesen. Vielleicht hängt der Rückgang auch mit der Veränderung der Lebensumstände zusammen. Auch die Pest ist wieder verschwunden und damals gab es noch keine Impfungen.

In jungen Jahren wurde ich mal im Krankenhaus aufgrund meiner Verletzung gegen Tetanus geimpft. Wenn ich mich recht erinnere, bekam ich zweit Spritzen in relativ kurzen Abständen und sollte eine dritte Spritze nach einem Jahr bekommen. Die "abschließende" Spritze habe ich nie bekommen und in den Jahren danach habe ich noch manche andere Verletzung gehabt, ohne Tetanusspritze sind sie geheilt und Wundstarrkrampf habe ich auch nie bekommen.

Ich habe mich einmal in meinem Leben gegen Grippe impfen lassen. Es war das einzige Jahr, in welchem ich eine echte Grippe mit über 40 Fieber bekommen habe und zwar nach der Impfung. Allerdings sehe ich auch nicht jede kleine Erkältung mit Schnupfen und Husten gleich als Grippe an und suche auch nicht den Arzt auf. Gegen den Schnupfen helfen mir Papiertaschentücher, ein Fläschchen Hustensaft bekomme ich auch ohne Rezept und so habe ich bisher jede Erkältung schadlos übewunden.

Wenn ich mich nicht impfen lasse, folge ich einer einfachen Logik. Eine Impfung ist sinnlos, wenn sie nach bereits erfolgter Infizierung vorgenommen wird. Ergo erfolgen die Impfungen in der Regel im Herbst, bevor eine Grippewelle ausgebrochen ist. Nur, wenn Viren so häufig mutieren, woher weiß der Impfstoffhersteller eigentlich, welcher Grippevirus mit welchem A-Typus ausbrechen wird? Welchen Sinn hat die Grippeimpfung, wenn sich die Pharmaindustrie bei ihrer Prognose irrt, welches Virus uns dieses Jahr zu schaffen machen wird?

Ich vertraue da mehr auf mein Immunsystem, das nach meiner Einschätzung bisher hervorragend gearbeitet hat. Und ich glaube auch nicht, dass "mein" Immunsystem nächstes Jahr "vergessen" hat, wovor es mich dieses Jahr geschützt hat. Im Gegenteil, ich glaube sogar, dass es, besser als jeder Pharmakonzern, ein mutiertes Virus erkennt und Gegenmaßnahmen ergreift. Ich erinnere mich, dass bei der Schweinegrippe die Presse zu berichten wusste, dass vornehmlich Kinder und jüngere Menschen infiziert würden. Sie begründeten das damit dass Alte schon früher mal mit dem Virus Typ A/H1N1 in Berührung gekommen wären und deshalb heute immun seien. Das sehe ich als Beweis an, dass unser Immunsystem nicht nur weit verlässlicher ist, als ich das den Pharmakonzernen unterstelle, ich weiß auch, dass unsere Politik sich ausschweigt, wenn man ihr Fragen zu solchen, oft auch von der Politik animierten Impfaktionen stellt. Meine Frage bezüglich der Hysterie bei der Schweinegrippe wurde nämlich vom Gesundheitsministerium nie beantwortet.

Ich weiß, statistisch gesehen sterben jährlich Zehntausende durch Grippewellen. Nur sagt mir keine Statistik, wie viele dieser Opfer gegen Grippe geimpft wurden und sie sagt mir auch nicht, ob die Opfer nicht auch noch durch andere Krankheiten geschwächt waren, die mitverantwortlich für das Ableben waren.